DieTierPatenArtenschutzturm Wünschendorf / ElsterEisvogel im WeidatalFischotterportraitUnsere Bachwiesen im Murnauer Moos, Bayern
Spendenprojekt
August 2016
Wieder einen Landkauf-
schritt weiter… im Finow-
tal!
 

Die Finow im sommerlichen
Finowtal © SPA

 
Dank unserer langjährigen
Kooperation mit dem
„Naturpark Barnim“ in
Wandlitz sind wir aktuell
und nah dran an den
Geschehnissen im dortigen
Immobilienmarkt. Dabei gilt
unser satzungsgemäßes
Interesse seit Jahr und Tag
den Grundstücken im
Finowtal, einem Teilbereich
des „NSG Finowtal – Preg-
nitzflies“. Hier realisieren
wir seit 2007 ein Landkauf-
Großprojekt mit dem Ziel,
die dortigen mehr als 180
ha Niedermoor- und
Feuchtwiesenflächen einer
natur- und artengerechten
extensiven Nutzung und
biotopangepassten Land-
schaftspflege zuzuführen.
 

Finowtal - renaturierte Feuchtwiesenfläche © SPA
 
Was Besucher im Finowtal
sofort begeistert, sind die
weite Landschaft, der hohe
Himmel und die Stille,
unterbrochen nur durch
vielfältige Vogelrufe. Man
spürt, hier - nur 50 km von
Berlin entfernt - hat die
Natur auf großen Flächen
noch das Sagen. Hier
finden viele andernorts
stark bedrohte oder vom
Aussterben bedrohte Tier-
arten noch leidlich intakte
Lebensräume.
 

Finowtal Niedermoorwiesen
© SPA

 
Niedermoor- und Feucht-
wiesen, urwüchsige Baum-
gruppen und Röhrichtgürtel
umrahmen kleine Moor-
seen und die kristallklare,
langsam fließende Finow.
Ein idealer Lebensraum,
so meint der Besucher auf
den ersten Blick, für
störungsempfindliche
Tierarten wie den Fischotter,
den Schwarzstorch, den
vom Aussterben bedrohten
Wachtelkönig und auch den
Drosselrohrsänger.
 

Braunkehlchen auf Singwarte
© Leo fokus-natur

 

Kranichpaar im Niedermoor
© Leo fokus-natur

 
Doch der erste Blick trügt,
das idyllische Finowtal
braucht dringend besseren
Schutz: Die Feuchtwiesen
und Niedermoorböden sind
weich und tiefgründig und
nehmen wegen der zu
intensiven Rinderhaltung
anhaltenden Schaden. Die
Konzentration der vielen
Rinder an bestimmten
Flussuferabschnitten und
an den Winterfutterplätzen
zerstört die dortige Wiesen-
und Ufervegetation und
damit viele sensible Klein-
biotope. Damit einher geht
der Verlust an Lebensräu-
men für eine Vielzahl von
sensiblen Wildtierarten.
 

Finowtal - Moorwiesenschäden
durch Rinder © SPA

 

Finowtal - durch Rinder zerstörte
Moorwiesen © SPA

 
Nachdem wir im Frühjahr
2016, nach fast 2 Jahren
vergeblicher Landkauf-
bemühungen, endlich wieder für unser „Finowtal-
Artenschutzprojekt“ bei
Biesenthal (Brandenburg) Grundstückskaufverträge
für insgesamt 5,9 ha
(59.000m²) Feuchtwiesen-
flächen entlang der Finow
abschließen konnten, kön-
nen wir jetzt weitere 3,6 ha
(36.000 m²) Feuchtwiesen-
flächen und Dünenwald
hinzukaufen.
 

Finowtal Stiftungsflächen
© SPA

 
Solche Landkäufe sind im
Kampf gegen das Arten-
sterben vor unserer Haustür
enorm wichtig. Wenn uns
unsere Spender auch dies-
mal tatkräftig finanziell
unterstützen, werden wir
unser Flächeneigentum im
Finowtal auf 92,0 ha Hektar
(920.000 m²) wertvolle
Niedermoorwiesen, Klein-
gewässer und Waldbiotope
aufstocken können.
 

Sumpfrohrsänger im Gebüsch
© J. Hlasek

 
Die Kosten für die aktuel-
len Landkäufe mit gut 3,6
ha Gesamtfläche betragen
knapp 47.200 Euro und
sind bis Ende August 2016
fällig. Mit Ihrer Spenden-
hilfe sichern wir im Finow-
tal eine zukünftig naturver-
trägliche Nutzung und
schaffen damit wieder
artenreiche Feuchtwiesen
und Uferbereiche für die
bedrohte Flora und Fauna
unserer Heimat. Bitte
unterstützen Sie dieses
wichtige Landkaufprojekt!

 
Klick zur
Flächeneigentums-
Karte Finowtal
 
Spenden

+++ 20.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Ehrenamtliche Vogelschützer im Biotop-Pflegee
Pantano Cuba: Ehrenamtliche Vogelschützer im Biotop-Pflegeeinsatz
Inzwischen sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini bis auf tiefe Gräben und tiefe Kleingewässer komplett trockengefallen. Damit beginnt für unsere mehr als 15 ehrenamtlichen sizilianischen Vogelschützer die Zeit der Biotoparbeiten: Müllsammeln in der trockenen Lagune selbst und in den Uferbereichen und Pflegearbeiten zur besseren Entwicklung der von uns seit 2014 gepflanzten Wildsträucher und sizilianischen Baumarten als zukünftige Nahrungs- und Nistplätze für bis zu 20 Singvogel- und Reiherarten.
Insbesondere die Nachtreiher, die bevorzugt die flachen Lagunen als Nahrungsraum nutzen, leiden in den ungeschützten Baumgruppen entlang der Südostküste unter anhaltenden Störungen und illegal gelegten Bränden. 
Wir haben daher in den Schilfgürteln um die Lagune Pantano Cuba feuchtigkeits- liebende Baumarten wie italienische Pappeln und Tamarisken gepflanzt, die in einigen Jahren zu  idealen Brut- und Schlafbäumen heranwachsen werden. Bis dahin aber müssen wir regelmäßig das nahrungs- und lichtraubende ägyptische Schilf, eine starkwüchsige invasive Schilfart, roden. Das ist nur mit freiwilligen ehrenamtlichen Vogelschützern zu schaffen.
Als Dank für diese tagelange Knochenarbeit gibt es einen kräftigen Händedruck, ein dickes Lob und ein einfaches Mittagessen.
Pantano Cuba: Ehrenamtliche Vogelschützer im Biotop-Pflege - Bild 2 Pantano Cuba: Ehrenamtliche Vogelschützer im Biotop-Pfleg - Bild 3
 
 

+++ 13.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini trockne
Pantano Cuba: Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini trocknen aus
Wie vor wenigen Tagen berichtet, sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini bis auf letzte kleine Wasserflächen ausgetrocknet. Daran ändern auch die Regenschauer von heute morgen entlang der Südostküste Siziliens nichts mehr!
Frühestens Anfang November bei normalem Beginn der regenreichen Zeit werden sich die Lagunen ganz allmählich wieder mit Regenwasser füllen.
Die Zeit bis dahin werden unsere ehrenamtlich arbeitenden sizilianischen Vogelschützer nutzen und – wie schon 2013 – den Lagunenboden von Müll und insbesondere von den dort noch im Schlamm steckenden 'zigtausenden Schrotpatronenhülsen zumindest teilweise befreien.
Nachdem ein Großteil der Wat- und Wasservögel nun bereits die trockengefallenen Feuchtgebiete verlassen hat und weiter an die nordafrikanische Küste gezogen ist, tauchen auf unseren Uferwiesenflächen die ersten großen Singvogeltrupps auf. Insbesondere Stare und auch Feldlerchen beginnen, die von uns extra kurz gemähten trockenen Wiesenflächen als Nahrungs- und Rastplatz zu nutzen. 
Hier zum Anklicken: der „Zugvogel-Zensus“ Pantano Cuba vom 04.08.2016.
Datei-Download: Pantano Cuba - Bird Census - 4. August 2016.pdf Pantano Cuba: Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini trockn - Bild 2 Pantano Cuba: Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini trock - Bild 3
 
 

+++ 10.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Regenarmes Frühjahr und extrem heißer S
Pantano Cuba: Regenarmes Frühjahr und extrem heißer Sommer trocknen Lagune aus
Was sich nach einem außergewöhnlich trockenen Frühjahr 2016 bereits angedeutet hat und in diesem heißen Sommer seine Fortsetzung fand, schafft in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantano Cuba und auch in der Nachbarlagune Pantano Longarini in den nächsten Tagen für 'zigtausende Zugvögel, Wat- und Wasservögel, eine harte Realität ... das flächenhafte Austrocknen beider Lagunen. Nur die tiefsten Gräben und einige Kleintümpel werden im September noch flaches Wasser führen.
Als hätten die Watvögel der Nordsee-Küsten und der Ostsee-Strände dies geahnt, hatten sie dieses Jahr ihren Herbst-Vogelzug früher begonnen und tauchten schon ab Mitte Juli in den beiden Lagunen entlang der Südostküste Siziliens auf.
Das Austrocknen der Lagunen und Schlickbänke zwingt nicht nur die Wat- und Wasservögel, sondern auch die derzeit bis zu 650 dort rastenden und Nahrung suchenden Rosaflamingos zum Weiterzug an die nordafrikanische Küste.
Unsere Hoffnung ist, dass ein Großteil der Zugvögel gut ausgeruht und wohlgenährt die Mittelmeerüberquerung non-stop schafft, um nicht auf Malta und Gozo abgeschossen oder in hunderten illegal aufgebauten Klappnetzen gefangen zu werden.
Unsere sizilianischen Vogelschützer sind ob des Austrocknens der Lagunen nicht traurig, reinigen sich doch die Lagunen dadurch und entledigen sich der Keime und Bakterien, die dort zwangsläufig durch Nutzung der Flachwasser- und Uferbereiche von 'zigtausenden rastenden und Nahrung suchenden Zugvögeln entstehen.
 
Pantano Cuba: Regenarmes Frühjahr und extrem heißer  - Bild 2 Pantano Cuba: Regenarmes Frühjahr und extrem heißer - Bild 3
 
 

+++ 04.07.2016 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Longarini:
Nachbarlagune wird Teil unseres Zugvog
Pantano Longarini:
Nachbarlagune wird Teil unseres Zugvogelschutzgebiets 

Zum besseren Verständnis der Flächen- und Eigentümerstrukturen im Feuchtgebietskomplex der „Pantani-Region“ an der Südostküste Siziliens zeigen wir hier im Detail eine vereinfachte Karte der  2 Feuchtgebiete und ihre räumliche Lage zueinander.
Der gesamte Feuchtgebietskomplex umfasst ca. 331 ha (3,3 km²) Fläche, die aus folgenden Biotopstrukturen bestehen: Seit 2014 investieren wir auf stiftungseigenen Flächen in umfangreiche Biotop-Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen mit dem Ziel, Biotop- und Naturstrukturen zu schaffen, wie sie vor ca. 100 Jahren existierten. Dazu gehören auch extensive Landnutzungsformen wie eine Beweidung mit Eseln und die Anpflanzung von bis zu 8,0 ha Fläche mit heimischen beerentragenden Straucharten und wilden Oliven- und Mandelbäumen.
Pantano Longarini:
Nachbarlagune wird Teil unseres Zugvo - Bild 2 Pantano Longarini:
Nachbarlagune wird Teil unseres Zugv - Bild 3
 
 

+++ 26.06.2016 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Neue Zugvogel-
und Brutvogelarten in unsere
Pantano Cuba: Neue Zugvogel-
und Brutvogelarten in unserem Zugvogelschutzgebiet 

Wie sehr ganz besonders hochspezialisierte Vogelarten unter
dem Verlust von geeigneten Biotopen (Lebensräumen) leiden und jede sich bietende Überlebenschance nutzen, beweisen wir mit diesen Projektfotos
der von uns in Recycling-Eigenbau konstruierten und in der Lagune Pantano Cuba verankerten schwimmenden Nist-Plattformen.
Die Schwimmkörper der Plattformen bestehen aus hunderten Kunststoff-Einwegflaschen, die leider hundert-tausendfach Landschaft und Strände Siziliens verschmutzen! Die Plattform hat eine 20cm hohe Auflage aus Kieselsteinen, Sand und Muschelschalen.
Auf allen 4 in der Lagune verankerten Nist-Plattformen brüteten erstmals seit Jahrzehnten im Feuchtgebiet Pantano Cuba wieder Stelzenläufer, deren Nistmulden, Boden-Gelege und auch Junge in der Vergangenheit in den umliegenden Feuchtwiesen immer wieder von streunenden Hunden und Katzen zerstört wurden.
Auf den 4 schwimmenden Plattformen waren die Stelzenläufer-Eltern, Gelege und Jungvögel vor Störungen sicher.  
Die von uns in die Lagune eingebauten Holzpfosten waren heiß begehrte Jagdansitze und Ruheplätze für die seltenen Zwerg- und Weißbartseeschwalben.
Die Zwergseeschwalbe brütete früher an vielen Flüssen Mitteleuropas bis zum Alpenvorland auf störungsfreien, vegetationsarmen Kies- und Sandbänken. Die wurden aber durch Flussmanipulationen weitgehend vernichtet.
Die Weißbartseeschwalbe zählt zu den sogenannten Sumpfseeschwalben und bevorzugt Binnengewässer und Teiche mit üppiger Schwimmblattvegetation, auf der sie auch ihr Nest baut.
 
Pantano Cuba: Neue Zugvogel-
und Brutvogelarten in unser - Bild 2 Pantano Cuba: Neue Zugvogel-
und Brutvogelarten in unse - Bild 3
 
 

+++ 20.06.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++

Bielefeld: Kraftvoller Strafbefehl gegen Greifvogelwilderer in B
Bielefeld: Kraftvoller Strafbefehl gegen Greifvogelwilderer in Bielefeld
Die Stiftung Pro Artenvielfalt und das Komitee gegen den Vogelmord hatten in einer abgestimmten Greifvogelschutz-Aktion am Abend des 31.3.2016 in Bielefeld (NRW) in einem Hausgarten eine illegale Greifvogelfalle (Leiterfalle) festgestellt und dokumentiert.
Die von uns informierte Polizei konnte den mutmaßlichen Täter, einen Taubenhalter, vor Ort überführen. Wir hatten am nächsten Tag gegen den Mann Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und wegen Tierquälerei erstattet, da die zwei gekäfigten Ködertauben den ganzen Tag ohne Wasser und Futter im Lockkäfig sitzen mussten!
Wie unverfroren und unbelehrbar manche „Greifvogelhasser“ agieren, zeigte sich bei einer Nachkontrolle durch die Polizei Bielefeld wenige Tage später, als im Garten des Mannes wiederum eine fängisch aufgebaute Greifvogelfalle festgestellt wurde.
Heute nun erhielten wir die Information, dass die Staatsanwaltschaft Bielefeld gegen den Greifvogelwilderer einen Strafbefehl über 75 Tagessätze zu je 60,00 Euro (entspr. 4.500,00 Euro) festgesetzt hat. Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Dies ist ein kraftvolles Signal für den Artenschutz und die allerorten bedrohte Vielfalt wild lebender Tierarten.
Bielefeld: Kraftvoller Strafbefehl gegen Greifvogelwilderer in  - Bild 2 Bielefeld: Kraftvoller Strafbefehl gegen Greifvogelwilderer in - Bild 3
 
 

+++ 17.06.2016 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Neue Landschaftspfleger für Uferwiesen einges
Pantano Cuba: Neue Landschaftspfleger für Uferwiesen eingestellt 
Nachdem wir seit 2014 nach und nach sämtliche 14,0 ha Uferwiesenflächen entlang unserer Lagune Pantano Cuba aufgekauft und von illegal abgelagertem Müll und alten Gewächshausresten befreit haben, konnten wir dieses Jahr mit der standortangepassten extensiven Wiesenpflege auf einer Fläche von zunächst ca. 6,0 ha (60.000 m²) beginnen.

Um diese Pflegarbeiten so ökologisch wie möglich zu gestalten und zugleich einen Nutzen für solche Vogelarten zu erzielen,
die am Boden ihre Nahrung suchen, haben wir einen befreundeten sizilianischen Kleinbauern gebeten, 4 Esel einer alten sizilianische Esel-Rasse zu züchten, die nun seit Wochen als neue Landschaftspfleger auf ausgesuchten Uferwiesenflächen eine solide Arbeit abliefern!

Begleitet wird die Wiesenpflege von hunderten Staren, Haubenlerchen und auch Wiedehopfen, die nun besser an ihre Nahrung am Boden herankommen und auch die Dunghaufen als Insekten-Nahrungsquelle nutzen.
Pantano Cuba: Neue Landschaftspfleger für Uferwiesen einge - Bild 2 Pantano Cuba: Neue Landschaftspfleger für Uferwiesen eing - Bild 3
 
 

+++ 21.05.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: Finaler Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: Finaler Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Das sechswöchige und damit längste gemeinsame Frühjahrs-Vogelschutzcamp auf Zypern gehört der Vergangenheit an. Insgesamt 22 Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord (CABS) und unserer Stiftung (SPA) waren in strapaziösen Tages- und Nachteinsätzen entlang der Südküste der Republik und im britischen Hoheitsgebiet (Sovereign Base Area) in der Republik Zypern unterwegs.  
Selbst in den letzten Tagen wurden regelmäßig aktive Zugvogelfanganlagen gefunden und abgebaut. Zwar ist jetzt gegen Ende des Frühjahrs-Vogelzugs die Anzahl gefangener Zugvögel stark zurück gegangen, doch noch immer nutzen profit- gierige Vogelwilderer die noch Frucht tragenden Maulbeer- und Loquatbäume, um ihre todbringenden Leimruten auszu- legen und zu fangen, was immer sich noch auf dem Vogelzug befindet wie z.B. Pirole und Gartengrasmücken.
Die Ergebnisse des Vogelschutzcamps sind ein neuer Rekord für einen Frühjahrs- einsatz und spiegeln unseren Eindruck wieder, dass die Wilderei in diesem Frühjahr so intensiv war wie seit Jahren nicht mehr. Hintergrund sind die Parlamentswahlen am 22. Mai: die Regierung ist auf Stimmenfang und hat im Vorfeld alles getan, um die Wilderer zu hofieren und uns Steine in den Weg zu legen.
Wir hoffen sehr, dass sich nach der Wahl die Situation wieder beruhigt und die neue Regierung sich wieder engagierter und eindeutiger gegen den Vogelfang positioniert.
So verhalten die Zusammenarbeit mit der APS aufgrund der von hohen Politikern erwirkten Zurückhaltung bei der Verfolgung von Vogelwilderern leider war, um so erfreulicher war die Unterstützung unserer Vogelschützer durch lokale Polizeibehörden.
Bleibt uns zum Abschluss des Frühjahrs-Vogelschutzcamps die Hoffnung, dass sich Justiz- und Innenminister nach Abschluss der Wahlen wieder ihrem politischen Auftrag und ihrer ureigensten Arbeit zuwenden, nämlich der Durchsetzung von Recht und Ordnung im Bereich des Zypriotischen Natur- und Artenschutzes.
 
Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps: Die Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 6 Vogelschutzcamp-Wochen haben konservativ geschätzt mehr als 400.000 Zugvögeln das Leben gerettet.

Unser Zypern-Vogelschutzcamp-Report Frühjahr 2016 wird zeitnah in englischer Sprache erstellt und dem für Natur- und Artenschutz zuständigen EU-Kommissar Mr. Vela in Brüssel und dem Justizminister der Republik Zypern zugestellt und auch der deutschen Öffentlichkeit auf der Startseite unserer Homepage zugänglich gemacht.
Zypern: Finaler Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: Finaler Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 29.04.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 4. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 4. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Je länger wir uns durch die Hotspots der Vogelfangregionen entlang der Südküste der Republik Zypern arbeiten, umso deutlicher zeigen sich die fatalen Folgen und Konsequenzen der politischen Entscheidung, die Anti-Wilderei-Polizei- einheit APS vor den zypriotischen Wahlen im Mai 2016 nur gegen große illegale Zugvogel-Fanganlagen mit Fangnetzen und mit mehr als 100 Leimruten vorgehen zu lassen. Damit sollen die vielen tausend kleinen Vogelwilderer geschont und als Wähler nicht verärgert werden. Das ist Klientel-Politik gegen geltende zypriotische Gesetze und gegen EU-Recht!
Die tausende in klarem Verstoß gegen die geltende EU-Vogelschutzrichtlinie offiziell tolerierten „kleineren“ illegalen Zugvogel-Fanganlagen mit bis zu 99 Leimruten fahren ungestraft millionenfache blutige Zugvogelernte ein! Unsere Vogelschützer schuften bis zu 18 Stunden pro Tag, um wenigstens die größten und aktivsten Fangplätze und deren Betreiber an ihrem illegalen hochprofitablen Vogelmord-Geschäft zu hindern und aus dem Verkehr zu ziehen.
Ein Erfolgserlebnis der besonderen Art hatten unsere Vogelschützer am 26.04.2016, nachdem sie einen nachts observierten aktiven Fangplatz frühmorgens an die APS Polizeieinheit gemeldet hatten. 
Die erwischte den Vogelwilderer morgens noch auf frischer Tat mit 13 getöteten Singvögeln, 80 Leimruten und einer elektronischen Vogelstimmen-Lockanlage.
Bei der folgenden Hausdurchsuchung wurden weitere 791 tote Singvögel gefunden.
Der Vogelwilderer wurde angezeigt und muss sich nun vor Gericht verantworten. Das war dann immerhin auch den zypriotischen Medien einen ausführlichen Bericht wert:
http://in-cyprus.com/poachers-arrested-paralimni-zygi/
 
Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps: Die bisherigen Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 4 Vogelschutzcamp-Wochen haben bereits mehr als 300.000 Zugvögeln das Leben gerettet.
Zypern: 4. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 4. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 24.04.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 3. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 3. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Auch in den Tages- und Nachtstunden ohne Begleitung und Schutz der APS (Anti-Wilderei-Polizei-Spezialeinheit) arbeiten wir uns durch die uns seit Jahren bekannten Zugvogelfang-Hotspots entlang der Südküste der Republik Zypern.
Nach erfolgtem Wachwechsel sind nun
2 neue erfahrene Vogelschützer-Teams im Einsatz.
Als Ergebnis unserer gründlichen Observierung auch von Privatgärten finden wir neben illegalen Zugvogel-Fangplätzen mit Leimruten und Fangnetzen auch eine erschreckend große Anzahl Käfige und Volieren, in denen die mit Fallen gefangenen Zugvögel, meist streng geschützte Vogelarten, bis zu deren Tötung unter tierquälerischen Bedingungen gehalten werden.

Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps: Die bisherigen Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 3 Vogelschutzcamp-Wochen haben bereits mehr als 250.000 Zugvögeln das Leben gerettet.
Zypern: 3. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 3. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 18.04.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 2. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 2. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Wegen der vom Zypriotischen Innen- minister für das Frühjahr beschlossenen stark eingeschränkten Polizeiunter- stützung unserer Vogelschützer durch die Anti-Wilderei-Polizei-Spezialeinheit (APS) haben unsere Aktivisten mehr Zeit und operativen Spielraum, sich wieder die illegalen Fangplätze anzuschauen, für die wegen unserer Rücksichtnahme auf die Polizeianweisungen im Frühjahr und Herbst 2015 keine Zeit war 
Lesen Sie dazu auch unseren aktuellen Beitrag auf dieser Seite vom 03.04.2016.
Den überwiegenden Teil des Tages und der Nacht bei unserer ehrenamtlichen Zugvogel-Rettungsarbeit alleingelassen, kümmern wir uns auch wieder um die uns von früher noch bekannten vielen kleinen illegalen Zugvogelfangplätze, von denen zypriotische und deutsche Tierschützer berichten, dass diese nicht mehr aktiv betrieben werden!
Diese Feststellungen sind aktuell und nachweislich falsch. Ebenso falsch ist auch die Behauptung, dass in Privatgärten kaum noch illegaler Zugvogelfang betrieben wird! In fast jedem Garten, den unsere Vogelschützer in den letzten 10 Tagen überprüft haben, sind 5 – 15 Leimruten fangbereit aufgebaut und zeigen frisch gefangene Zugvogelopfer.
Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps:
Der illegale Zugvogelfang auf Zypern wird uns noch Jahre beschäftigen! Aber wenn wir nicht weiter aktiv gegen den illegalen Vogelmord angehen, vor Ort Flagge zeigen und die breite Öffentlichkeit über die Missstände informieren, wird sich weder auf Zypern noch bei der EU-Kommission in Brüssel die laxe Einstellung zur konsequenten Durchsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie ändern.
Und das wollen und können wir uns nicht leisten. Die Zugvogelbestände nehmen europaweit in alarmierendem Tempo ab! Ursachen sind die unheilvolle Kombination von immer intensiver industriell betriebener Landwirtschaft in Mitteleuropa und der massive kommerziell ausgerichtete Zugvogelfang in den EU-Mitgliedsländern Südeuropas.
Die bisherigen Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 2 Vogelschutzcamp-Wochen haben bereits mehr als 190.000 Zugvögeln das Leben gerettet.
Zypern: 2. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 2. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 10.04.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 1. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 1. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Trotz unseres scharfen Protests beim Innenminister der Republik Zypern und der EU-Kommission in Brüssel wegen der stark eingeschränkten Polizei-Unterstützung unserer Vogelschutz-Aktivisten bei ihrem Frühjahrseinsatz gegen den illegalen Zugvogelmord stehen die APS-Polizeieinsatzteams (Anti Poaching Squad – Anti-Wilderei-Einheit) jeweils nur in den frühen Morgenstunden zur Verfügung.
Lesen Sie dazu auch unseren aktuellen Beitrag auf dieser Seite vom 03.04.2016.
Unsere Vogelschützer sind folglich den überwiegenden Teil des Tages und der Nacht bei ihrer ehrenamtlichen Zugvogel-Rettungsarbeit alleingelassen.
Damit steigt das Risiko für scharfe Auseinandersetzungen mit illegalen Vogelwilderern vor Ort bis hin zu konkreten Gefahren für Leib und Leben!
Trotz allem halten wir unser Versprechen, in öffentlichem Gelände nicht eine einzige aufgefundene Leimrute und Fangnetze stehen zu lassen! Wir sammeln sämtliche gefundenen illegalen Vogelfanganlagen konsequent ein!
Hier die Ergebnisse der 1. Zypern-Vogelschutzcamp-Einsatzwoche: Die Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in der 1. Vogelschutzcamp-Woche haben dieses Frühjahr bereits mehr als 120.000 Zugvögeln das Leben gerettet.
Zypern: 1. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 1. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 03.04.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

 Zypern: Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
 Zypern: Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Am Samstag den 02.04.2016 begann auf Zypern das längste und umfassendste Frühlings-Vogelschutzcamp seit Beginn unserer Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord.
Von Anfang April bis Mitte Mai werden unsere Vogelschützer-Einsatzteams auf der Mittelmeerinsel im Einsatz sein und damit praktisch die gesamte Vogelzug- zeit abdecken.
Der Innenminister der Republik Zypern und die Polizeiführung haben uns zwar wieder schriftlich ihre Unterstützung zugesichert, diese soll aber leider nur sehr eingeschränkt umgesetzt werden. So werden unseren Vogelschützern die APS-Polizeieinsatzteams (Anti Poaching Squad – Anti-Wilderei-Einheit) nur jeweils in den frühen Morgenstunden zur Verfügung stehen. Ebenfalls angekündigt ist, dass sich die APS-Einsatzteams nur um die „großen Fangstellen ab 100 Leimruten“ kümmern werden.
Die „kleinen Fische“ sollen folglich ungeschoren davonkommen. So hält die Regierung vor den Wahlen im Mai 2016 die vielen hundert Vogelwilderer bei Laune. Wir haben uns ob dieser Entscheidung beim Justizminister in Nikosia und bei der EU-Kommission schriftlich und wohlbegründet beschwert und werden sehen, wie sich diese neue Strategie in der Praxis auswirkt.
Die rechtwidrige politische Duldung von bis zu 99 fängisch aufgebauten illegalen Leimruten pro Fangplatz bedeutet, während der Frühjahrs-Vogelzugzeit den qualvollen Tod von bis zu 2.200 Singvögeln (45 Tage x 0,5 Vögel pro Tag x 99 Leimruten) pro Fangplatz billigend in Kauf zu nehmen. Das ist praktizierte EU-Vogelschutzpolitik in einem EU-Mitgliedsstaat, den die Kanzlerin in der EURO-Krise als „systemrelevant“ eingestuft hat!
Unsere Vogelschützerteams jedenfalls werden nicht eine einzige aufgefundene Leimrute stehen lassen und sammeln im Zweifel alle in öffentlichem Gelände fängisch aufgebauten Leimruten selber ein!
Wie schon im letzten Herbst und Winter bei unseren 3 Vogelschutzcamps praktiziert, wollen wir die Vogelwilderer mit unserem Einsatz überraschen und werden deshalb in den sozialen Medien und in den Zypriotischen Medien zunächst nicht berichten.
Über die Ergebnisse des Frühjahrs-Vogelschutzcamps werden wir an dieser Stelle selektiv informieren.
 Zypern: Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2  Zypern: Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 31.03.2016 +++
+++ +++ Bielefeld / NRW +++ +++

Bielefeld: Stiftung und Komitee gegen den Vogelmord erstatten St
Bielefeld: Stiftung und Komitee gegen den Vogelmord erstatten Strafanzeige
Die Stiftung Pro Artenvielfalt und das Komitee gegen den Vogelmord haben in einer abgestimmten Greifvogelschutz-Aktion am Abend des 31.3.2016 in einem Bielefelder Ortsteil (NRW) eine fängisch aufgebaute Greifvogelfalle (Leiterfalle) festgestellt und dokumentiert. Der mutmaßliche Täter, ein Taubenhalter, konnte von der herbeigerufenen Polizei vor Ort überführt werden.
Gegen den Mann haben wir Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und wegen Tierquälerei erstattet. Die zwei gekäfigten Ködertauben waren den ganzen Tag ohne Wasser und Futter!
Bielefeld: Stiftung und Komitee gegen den Vogelmord erstatten S - Bild 2
 

+++ 10.02.2016 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nikosia/Republik Zypern +++

Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2016 beendet
Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2016 beendet
Am 7.2.2016 ging nach 14 Einsatztagen auf Zypern das 2. gemeinsam mit unserem Partner „Komitee gegen den Vogelmord“ (CABS) durchgeführte Winter-Vogelschutz- camp zu Ende.
Damit waren 4 Vogelschutz-Teams im Winter knapp vier Wochen lang unter schwierigen Bedingungen meist nachts und wiederholt bei Temperaturen um die
0° C im Einsatz, um den illegalen und tierquälerischen Vogelfang zu dokumentieren und mit der APS-Polizei-Spezialeinheit gegen die Vogelwilderer vorzugehen.
In der 2. Hälfte des Winter-Vogelschutz- camps haben die Vogelschutz-Teams weitere 83 Vogelfangnetze, 21 Lockgeräte und 101 Leimruten gefunden und zerstört. Damit wurden im Wintercamp 2015/2016 insgesamt 451 Leimruten, 222 Vogelfang- netze und 59 Lockgeräte unschädlich gemacht und mehr als 200 Vögel lebend aus Netzen befreit.
Zusätzlich konnte die Polizei 5 Vogelwilderer inflagranti erwischen und anzeigen.
Dies immerhin trotz der von einflussreichen zypriotischen Politikern angeordneten Zurückhaltung bei der Verfolgung von Vogelwilderern wegen der anstehenden Wahlen im Mai 2016.
Auf unsere dringenden Bitten um mehr Polizeiunterstützung und Präsenz wurden uns vom zuständigen Ministerium für Justiz und Inneres zwei weitere Einsätze der Anti- Wilderei-Polizei APS bewilligt.
Die Feststellungen über das enorme Ausmaß des illegalen Vogelfangs im Winter und die bemerkenswert hohe Motivation unserer Vogelschutz-Aktivisten, dagegen vehement vorzugehen, hat dann auch die Polizeikräfte zu engagiertem Einsatz motiviert. Die Zusammenarbeit sowohl mit der Polizei-Spezialeinheit APS der Republik Zypern als auch der Polizei der Sovereign Base Area (SBA) des britischen Hoheitsgebiets gestaltete sich im Verlauf des Vogelschutzcamps immer besser und lässt auf eine noch engere und wirkungsvollere Kooperation im kommenden Frühjahrs-Vogelschutzcamp auf Zypern hoffen.
 
Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2016 beendet - Bild 2 Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2016 beendet - Bild 3
 
 

+++ 04.02.2016 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nikosia/Republik Zypern +++

Zwischen-Report: Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2015 / 2016
Zwischen-Report: Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2015 / 2016
In Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord haben wir erstmals seit 2009 in der Winterperiode 2015/2016 zwei Vogelschutzcamps entlang der Südküste der Republik Zypern durchgeführt.
Die uns vertraulich zugespielten Informationen über auch im Winterhalbjahr anhaltende Zugvogelfangaktivitäten wurden in beiden Vogelschutzcamp-Einsätzen leider vollumfänglich bestätigt.
2 Einsatz-Teams waren Mitte Dezember 2015 zwei Wochen lang in Nachteinsätzen unterwegs, um Umfang und Ausmaß der Zugvogelwilderei zu dokumentieren und in enger Zusammenarbeit mit der Anti- Wilderei-Einheit der zypriotischen Polizei aufgefundene illegale Fanganlagen abzubauen und zu zerstören.
Insgesamt wurden dabei 59 Netze und 143 Leimruten vernichtet. 2 Wilderer wurden aufgrund von Vogelschützer-Hinweisen im britischen Hoheitsgebiet, der „Sovereign Base Area“, von der dortigen SBA-Polizei des illegalen Vogelfangs überführt.
Seit 23.01.2016 sind 3 Vogelschützer-Teams im 2. gemeinsamen Winter-Vogelschutz- camp im Einsatz. Im Winter werden  - bisher ungestört von Polizei - ungeniert riesige Fangnetz-Anlagen im eigenen Garten oder nahe von Straßen und Häusern aufgestellt. Meist sind es zur Vogelfangoptimierung gleich 3 Netze pro illegale Fanganlage.
Gefangen werden überwiegend Singdrosseln, eine Vogelart, die wegen der guten Nahrungsbedingungen zunehmend in großer Zahl auf Zypern überwintert. „Tzikla“ heißt diese zypriotische Winter-Delikatesse und wird für 2-3 Euro pro getötetem Zugvogel (50 Gramm Vogelfleisch und Innereien) gehandelt. Die Fangnetze von 4 Metern Höhe und bis zu 20 Metern Breite werden um ein elektronisches Lockgerät aufgespannt. Das spielt nächtelang den Gesang von Drosseln ab. Hunderte von Singdrosseln werden so pro Nacht in einer einzigen Netzfanganlage gefangen und getötet!
Bei Halbzeit des 2. Winter-Vogelschutzcamps konnten Ende Januar 2016 schon 80 riesige Fangnetze und 22 Lockgeräte abgebaut und sichergestellt werden. Weiter wurden 199 Leimruten gefunden und zerstört. Eine Zwischenbilanz, die das gewaltige Ausmaß des illegalen Drosselmordens auf Zypern unterstreicht.
Besonders pikant: Die EU hat der Republik Zypern bei den seinerzeitigen Beitritts-Verhandlungen den Abschuss von Singdrosseln ausdrücklich erlaubt. Diese Zugvogelart ist in den meisten EU-Ländern streng geschützt. Europa im Gleichschritt!
Zwischen-Report: Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2015 / 2016 - Bild 2 Zwischen-Report: Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2015 / 2016 - Bild 3
 
 

+++ 16.01.2016 +++
+++ Cagliari / Sardinien / Italien +++

2. Winter-Vogelschutzcamp auf Sardinien erfolgreich abgeschlosse
2. Winter-Vogelschutzcamp auf Sardinien erfolgreich abgeschlossen
Am 6. Januar ging unser 2. Winter-Vogelschutzcamp in Süd-Sardinien zu Ende. Fünf engagierte Vogelschützer waren von Weihnachten bis zum 6.1.16 täglich bis zu 10 Stunden auf den Beinen und durchforsteten die buschbestandenen Hänge des Regionalparks Gutturu Mannu westlich der Hauptstadt Sardiniens auf der Suche nach illegal montierten Baum- und Bodenschlingenfallen. Dabei wurden 1.200 Schlingenfallen für Vögel und ebenso 40 Drahtschlingenfallen für größere Wildtiere gefunden und zerstört.
Unsere Arbeit in diesem 2. Sardinien-Vogelschutzcamp konzentrierte sich darauf, für Vogelwilderer massive Präsenz zu zeigen und neu gefundene Zugvogel-Fanganlagen abzubauen. Bekannte Fang-Wege wurden kontrolliert und Reste an aktiven und inaktiven Fallen wurden vernichtet. Potenzielle neue Fanggebiete wurden erkundet, gottlob wurden aber keine neuen aktiven Fangstellen mehr entdeckt.
Daraus können wir die Bilanz ziehen, dass unsere Vogelschutzarbeit vor Ort im November und Anfang Dezember 2015  die Vogelwilderer sehr gestört und beunruhigt hat. Nicht zuletzt der dank unserer Arbeit von der Forstpolizei erfolgreich erwischte Wilderer mit mehr als 10.000 Schlingenfallen hat die Wilderer-Szene tief beeindruckt. Dass so viele Vogelwilderer nach Weihnachten ihre Fangplätze nicht mehr aufsuchten, ist ein echter Erfolg auf dem langen Weg zur Beendigung der Zugvogelwilderei auf Sardinien. Ein Wilderer konnte nach Weihnachten von der Forstpolizei beim Aufbau von Schlingenfallen für Vögel und Rotwild noch rechtzeitig erwischt werden. Im selben Gebiet wurden bei Räumungsaktionen weitere 3.000 Schlingenfallen und 21 Netze beschlagnahmt.
Auch im Winter 2016/2017 werden wir rechtzeitig wieder vor Ort in Sardinien sein… wir lassen unsere Zugvögel nicht einfach hängen!
 
2. Winter-Vogelschutzcamp auf Sardinien erfolgreich abgeschloss - Bild 2 2. Winter-Vogelschutzcamp auf Sardinien erfolgreich abgeschlos - Bild 3
 
 

+++ 01.01.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++

Unsere Artenschutz-Projektarbeit 2015 – ein Rückblick
Unsere Artenschutz-Projektarbeit 2015 – ein Rückblick
Heute ist es an der Zeit, das gemeinsam mit unseren Spenderinnen & Förderern für den Natur- und Artenschutz im Jahr 2015 Erreichte zusammenzufassen und auf das Geschaffene stolz zu sein.

So konnten wir dank Ihrer Spenden im vergangenen Jahr eine Vielzahl wichtiger, wirkungsvoller und nachhaltiger Artenschutzprojekte realisieren:    Unsere Artenschutz-Projektarbeit 2016 – ein Ausblick
Unsere couragierten Natur- und Artenschutzprojekte, allen voran unsere „STOP dem Vogelmord“-Kampagne mit den geplanten Vogelschutzcamps auf Zypern, Sizilien und Sardinien und unser Landkauf-Zugvogelschutzprojekt „Pantano Cuba“ auf Sizilien wollen wir auch im Jahr 2016 weiter konsequent vorantreiben. Unsere strategischen Landkaufprojekte in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Bau weiterer Artenschutzgebäude sollen dabei nicht zu kurz kommen und auch die Wildtierstationen werden weiter unsere engagierte Förderung erhalten.
Das geplante Projekt-Investitionsvolumen 2016 wird ca. 1,1 Millionen Euro betragen.
 
Bitte bleiben Sie unserer Stiftungsarbeit auch im neuen Jahr weiter engagiert und fördernd verbunden, damit wir vor Ort weiter Beispielhaftes und Nachhaltiges für die Artenvielfalt wild lebender Tierarten schaffen können.
Unsere Artenschutz-Projektarbeit 2015 – ein Rückblic - Bild 2 Unsere Artenschutz-Projektarbeit 2015 – ein Rückbli - Bild 3
 
 

+++ 23.12.2015 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++

Unsere Weihnachts- und Neujahrsgrüße
Unsere Weihnachts- und Neujahrsgrüße

All unseren engagierten Spenderinnen & Spendern, unseren Förderern und allen Artenschutz-Projektpartnern im Netzwerk unserer Stiftung wünschen wir herzlichst ein gesegnetes, besinnliches und ebenso freudvolles Weihnachtsfest im Kreise lieber Menschen, geruhsame Tage "zwischen den Jahren" und ein gutes, gesundes und friedvolles Neues Jahr 2016.

Wir danken Ihnen von ganzem Herzen
für die großherzige und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Jahr 2015 – bitte bleiben Sie unserer Stiftungsarbeit auch
im neuen Jahr weiterhin engagiert und patenschaftlich verbunden.

Auch für 2016 haben wir bereits bedeutende und couragierte Natur- & Artenschutz-Projekte in Arbeit, für deren Realisierung wir um Ihre anhaltende Unterstützung bitten.

Ihr
Roland Tischbier
Vorstandsvorsitzender
Unsere Weihnachts- und Neujahrsgrüße - Bild 2 Unsere Weihnachts- und Neujahrsgrüße - Bild 3
 
 

+++ 05.12.2015 +++
+++ Catania / Sizilien / Republik Italien +++

Sie haben sicherlich letzte Woche aus den Medien von der seit 20 Jahren heftigsten Eruption des Vulk
Sie haben sicherlich letzte Woche aus den Medien von der seit 20 Jahren heftigsten Eruption des Vulkans Ätna auf Sizilien gehört und gelesen. Bildmaterial von dieser unerwarteten Eruption gab es so gut wie nicht. Daher wollen wir Ihnen heute diese einmaligen Bilddokumente von der Ätna-Eruption vom 03.12.2015 nicht vorenthalten.
 
Die Fotos hat einer unser sizilianischen Vogelschützer gemacht, der am Hang des Ätna-Vulkanmassivs eine kleine Gärtnerei betreibt, in der wir unsere sizilianischen Wildsträucher und verschiedene Baumarten aus in der Küstenregion Südost-Siziliens gesammelten Beeren und Baumsamen in Eigenregie großziehen. Die zweijährigen Pflanzen werden dann in unserem Zugvogelschutzgebiet „Pantano Cuba“ zur Bereicherung und Aufwertung der Singvogelbiotope ausgepflanzt.
 
Im letzten Jahr wurde bei einem Anschlag auf die kleine Gärtnerei unsere Aufzuchtarbeit von 200 jungen Wacholderbüschen und Eichenbäumchen mutwillig vernichtet. Fazit: Mit engagiertem Zugvogelschutz machen sich unsere Aktivisten in Südeuropa eine Menge heimliche „Freunde“!
Sie haben sicherlich letzte Woche aus den Medien von der seit 20 Jahren heftigsten Eruption des Vul - Bild 2 Sie haben sicherlich letzte Woche aus den Medien von der seit 20 Jahren heftigsten Eruption des Vu - Bild 3
 
 

+++ 27.11.2015 +++
+++ Cagliari, Sardinen, Republik Italien +++

Ende unseres 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015&
Ende unseres 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015 
Heute geht unser 1.Sardinien-Vogelschutzcamp 2015 in Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord  zu Ende … und das 2. Sardinien-Vogelschutzcamp 2015 folgt in nicht allzu ferner Zeit.
Drei Wochen lang haben Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord und unserer Stiftung die undurchdringlichen buschbestandenen Bergregionen nach illegalen Vogelfallen abgesucht. Dabei wurden drei große bis zu 1 km lange, in die Buschlandschaft geschnittene aktive Fangplätze gefunden.
Die dort aufgebauten insgesamt 1.780 Schlingenfallen wurden zerstört. Damit haben unsere Vogelschützer mehr als 40.000 Singvögeln, meist Singdrosseln und Amseln, aber auch Rotkehlchen, Distelfinken und anderen Vogelarten ihr zartes Vogelleben gerettet.
In Cagliari und der näheren Umgebung wurden in den letzten Tagen illegal gefangene und getötete Singvögel als Festtagsangebot mit „7 Singdrosseln + 1 Amsel“ auf Spießen für 80 – 100 Euro zum Verkauf angeboten! Man gönnt sich auf Sardinien ja sonst nichts!
Die von den Vogelschützern gut versteckt aufgebauten Fotofallen-Kameras haben mit perfektem Bildmaterial geholfen, in Kooperation mit den Carabinieri 3 Vogelwilderer zu überführen. Und das hat sich dort in der Region in Vogelwildererkreisen sehr schnell herumgesprochen.
Auch wenn 1.780 Schlingen eine recht beachtliche Anzahl Schlingenfallen bedeuten  – sie sind nur ein Bruchteil dessen, was die Vogelschützer auf Sardinien in früheren Jahren  abgebaut haben. Im Jahr 2004 waren das sage und schreibe 22.130 Schlingenfallen!
Wir bleiben aber weiter dran, damit auch dem letzten Vogelwilderer auf Sardinien die Freude am illegalen Vogelfang und steuerfreiem Profit vergeht.
Ende unseres 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015 - Bild 2 Ende unseres 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015 - Bild 3
 
 

+++ 15.11.2015 +++
+++ Cagliari, Sardinen, Republik Italien +++

Start unseres 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015 
Start unseres 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015 
In diesen Tagen hat unser 1.Sardinien-Vogelschutzcamp 2015 in Kooperation
mit dem Komitee gegen den Vogelmord begonnen.
Mit tatkräftiger Unterstützung unserer Schweizer Artenschutz-Projekt-Managerin werden italienische Vogelschützer bis zu 4 Wochen die Berglandschaft um die Insel-Hauptstadt Cagliari nach illegalen Boden- und Baumschlingen-Fallen für den illegalen Vogelfang absuchen.
Dank jahrelanger erfolgreicher Vogelschutzeinsätze in Zusammenarbeit mit den Carabinieri in den Haupt-Vogelfanggebieten Sardiniens werden aktuell nur noch die buschbestandenen und undurchdringlichen Bergregionen um Cagliari von bis zu 200 Vogelwilderern intensiv für den illegalen Vogelfang genutzt. Die Nachfrage nach der illegalen Delikatesse für die bevorstehenden Festtage beschert dort den Vogelwilderern noch immer hohe steuerfreie Profite!
Bei vorausgegangenen Geländeobservierungen in der Berglandschaft haben unsere Vogelschützer umfangreiche neue Fangplätze entdeckt und mit Fotofallen-Kameras präpariert.
Der Abbau und die Zerstörung von mehr als 2.200 Baum- und Bodenschlingenfallen, die teilweise als Beweismittel an die Carabinieri übergeben wurden, haben letztes Jahr bis zu 80.000 Zugvögeln während der Überwinterungszeit auf Sardinien das Leben gerettet.
Die Mittelmeerinsel Sardinien wird, begünstigt durch den Klimawandel, für eine zunehmende Zahl von Zugvogelarten ein ideales Überwinterungsgebiet. Derzeit überwintern dort bevorzugt Singdrosseln, Rotkehlchen und auch Stieglitze (Vogel des Jahres 2016).
Aktuelles Bildmaterial und Ergebnisse des 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015 werden wir an dieser Stelle von Zeit zu Zeit publizieren.
Start unseres 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015  - Bild 2 Start unseres 1. Sardinien-Vogelschutzcamps 2015  - Bild 3
 
 

+++ 14.11.2015 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++

Ziehende Greifvogelarten noch immer in unserem Zugvogel-Schutzge
Ziehende Greifvogelarten noch immer in unserem Zugvogel-Schutzgebiet „Pantano Cuba“ 
Schon seit vielen Jahren hielten sich ziehende mittel- und nordeuropäische Greifvogelarten und Watvogelarten nicht mehr derart lange an diesem letzten Zugvogelrastplatz entlang der mittleren Vogelzugroute unmittelbar vor der Mittelmeerüberquerung auf.

Was wir bereits bei tausenden Mauerseglern im August, tausenden Rauchschwalben Ende September und hunderten Kranichen im November erlebt haben, findet nun bei ziehenden Greifvogelarten wie Fischadler, Schreiadler und Rohrweihe seine Fortsetzung: Sie alle bleiben länger als früher im Feuchtgebiet Pantano Cuba (Südostküste Siziliens) und suchen dort erstmals seit Jahrzehnten ungestört von Jagd und Wilderei in der von Müll befreiten Lagune und in den renaturierten Uferwiesen Nahrung.

Ob dieses Jahr schon erste Überwinterungen von Kranichen, Greifvögeln und Watvögeln in unserem gut 100 ha großen, eingezäunten Zugvogelschutzgebiet stattfinden, werden wir spätestens Ende November 2015 wissen.
 
Ziehende Greifvogelarten noch immer in unserem Zugvogel-Schutzg - Bild 2 Ziehende Greifvogelarten noch immer in unserem Zugvogel-Schutz - Bild 3
 
 

+++ 08.11.2015 +++
+++ Pachino, Provinz Siracusa, Sizilien/Republik Italien +++

Unsere Zugvogelschutzgebiet-Investitionen „Pantano Cuba&ld
Unsere Zugvogelschutzgebiet-Investitionen „Pantano Cuba“ erzielen begeisternde Zunahme der Zugvogel-Vielfalt
Unsere Entscheidungen für anhaltende Landkäufe und umfangreiche Biotop-Sanierungs- & Optimierungsmaßnahmen in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantano Cuba an der Südostküste Siziliens waren auch getragen von der Zielsetzung, die inzwischen mehr als
100 ha (1.000.000 m²) Feuchtgebiet-Eigentum derart zu optimieren und störungsfrei zu machen, dass eine zunehmende Anzahl Zugvogelarten auf den Weiterflug über das Mittelmeer mit gefahrvoller Rast auf Malta (Gozo) verzichtet.
Diese unsere große Hoffnung und ehrgeizige Zielsetzung wird durch erste begeisternde Ergebnisse bestätigt.
Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten, in denen die Feuchtgebiete als illegale Müllabladeplätze und für die legale Vogeljagd genutzt und die illegale Zugvogelwilderei missbraucht wurden, herrscht in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantano Cuba dank unserer nunmehr kompletten Einzäunung und des bereits am 02.11.2015 begonnenen Sizilien-Vogelschutzcamps absolute Ruhe!
Die Ungestörtheit der Süßwasserlagune und der weiten inzwischen von uns renaturierten Uferwiesenflächen verleiten besonders eine Vielzahl von Entenarten und durchziehende Kraniche und Greifvögel zu immer längerer Rast und erfolgreicher Nahrungssuche.
Noch nie haben sizilianische Vogelschützer derart viele Moorenten (in DE vom Aussterben bedroht), Kraniche und Greifvögel wie Wespenbussarde, Rohrweihen
und Fischadler so lange im Feuchtgebiet beobachten können. Noch begeisternder
ist, dass erstmals auch Schreiadler, in Deutschland stark bedroht, die Uferwiesen
zur erfolgreichen Nahrungsjagd nutzen.
Jetzt im November wächst unsere Zuversicht, dass ein Teil der Moorenten, Kraniche und auch Fischadler erstmals auf den gefahrvollen Weiterflug mit Rast auf Malta (massive Zugvogelwilderei) verzichten, weil Pantano Cuba zunehmend das bietet,
was sie zum Überwintern benötigen.
Unsere Zugvogelschutzgebiet-Investitionen „Pantano Cuba&l - Bild 2 Unsere Zugvogelschutzgebiet-Investitionen „Pantano Cuba& - Bild 3
 
 

+++ 01.11.2015 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nikosia/Republik Zypern +++

Final Report - Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
Final Report - Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
Das große Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 des „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ (CABS) in Kooperation mit unserer Stiftung (SPA) ist am 19.10.2015 zu Ende gegangen. Noch nie waren unsere knapp 30 Vogelschützer derart lange auf Zypern im Einsatz und die erzielten Ergebnisse zeigen: es hat sich für den aktiven Zugvogelschutz entlang der östlichen Vogelzugroute auf jeden Fall gelohnt!
Das diesjährige Herbst-Vogelschutzcamp entlang der Südküste der Republik Zypern (EU) hat die Rekordergebnisse des Herbst-Vogelschutzcamps 2014 überflügelt. Bis auf ein demoliertes Einsatzfahrzeug haben wir auch keine verletzten Vogelschützer zu beklagen.
Nach Ende der vereinbarten gemeinsamen Vogelschutz-Einsätze mit der zypriotischen Polizei-Spezialeinheit APS haben wir noch eine Woche lang neue, uns bisher unbekannte Vogelfangplätze gesucht, diese auch elektronisch erfasst und dokumentiert und in eindeutig öffentlichem Gelände gezwungenermaßen alleine abgeräumt!
Als Ergebnis unseres gemeinsamen Herbst-Zugvogelschutzcamps wurden folgende Vogelfangeinrichtungen zerstört resp. beschlagnahmt und teils als Beweismittel durch die APS-Polizei sichergestellt:   Unsere Vogelschützer-Einsatzteams konnten gemeinsam mit der APS-Polizei 950 Vögel unversehrt aus Vogelfanganlagen befreien! 360 frisch getötete Singvögel und weitere175 tiefgefrorene Singvögel wurden von der APS-Polizei als Beweismittel sichergestellt.
An dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank an alle Polizeibeamten der zypriotischen APS-Polizeispezialeinheit, die unsere ehrenamtliche Zugvogelschutzarbeit vor Ort 4 Wochen lang engagiert und zuverlässig unterstützt haben.
 
Final Report - Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 2 Final Report - Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 3
 
 

+++ 20.10.2015 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Valletta/Republik Malta +++

Republik Malta legalisiert Singvogelfang - Konfrontation mit EU-
Republik Malta legalisiert Singvogelfang - Konfrontation mit EU-Kommission
Ungeachtet eines von der EU-Kommission in Brüssel angedrohten Verfahrens vor dem EU-Gerichtshof und trotz internationaler Proteste erlaubt die Regierung der Republik Malta mit dem heutigen Tag (20.10.2015) erneut den Singvogelfang.
Bis Ende Dezember dürfen insgesamt mehr als 25.000 Finken (12.000 Hänflinge, 800 Stieglitze - in DE Vogel des Jahres 2016, 4.500 Grünfinken, 2.350 Girlitze, 500 Kernbeißer, 5.000 Buchfinken und 2.350 Erlenzeisige) mit Netzen gefangen werden.
Einzig für diesen Zweck wurden rund 8.000 Vogelfanganlagen mit riesigen Schlagnetzen im Gelände genehmigt!
Die letzte Hoffnung liegt nun auf der EU: Nur wenn der amtierende EU-Umwelt-Kommissar Mr. Vella (Republik Malta) das Verfahren gegen die Republik Malta wirklich eröffnet, könnte der Vogelfang schnell wieder beendet sein.
Protestaktion – Bitte machen Sie kurzentschlossen mit!
Wir haben kurz entschlossen gemeinsam mit unserem Kooperationspartner „Komitee gegen den Vogelmord“ eine Protestaktion gestartet: Schreiben Sie dem maltesischen Botschafter in Berlin, Dr. Albert Friggieri, was Sie vom legalisierten Singvogelfang auf Malta halten und fordern Sie ihn auf, sich kurzfristig dafür einzusetzen, dass dieser massive Verstoß gegen das EU-Naturschutzrecht sofort beendet wird!
 
Die eMail-Adresse der maltesischen Botschaft lautet: maltaembassy.berlin@gov.mt
Republik Malta legalisiert Singvogelfang - Konfrontation mit EU - Bild 2 Republik Malta legalisiert Singvogelfang - Konfrontation mit E - Bild 3
 
 

+++ 16.10.2015 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nikosia/Republik Zypern +++

6. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
6. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
Unser gemeinsames Zypern-Herbst-Vogelschutzcamp mit dem "Komitee gegen den Vogelmord" wird Mitte nächster Woche zu Ende gehen.
Schon heute können wir festhalten, dass dieses Vogelschutzcamp die Rekord-Ergebnisse des Vogelschutzcamps Herbst 2014 für den Zugvogelschutz noch überflügelt.
Unbeschadet der Gefährlichkeit der nächtlichen Einsätze für die Teams der Vogelschützer haben wir bisher 190 Stunden gemeinsame Einsatzzeit mit der Anti-Wilderei-Polizeieinheit APS absolviert. Insgesamt 23 Vogelschützer (Männer und Frauen) waren und sind unter teils widrigen Witterungs- und Sicherheitsbedingungen im Kampf gegen den illegalen Vogelfang und die Wilderei im Einsatz. 
Dabei wurden von den Einsatzteams neben vielen kleineren Vogelfangplätzen 65 große professionell betriebene Vogelfanganlagen aufgespürt und deren Vogelfangeinrichtungen gemeinsam mit der APS-Polizei abgebaut. Insgesamt wurden 33 Vogelwilderer (in 2014: 27 Wilderer) inflagranti erwischt und angezeigt.

Hier die regionalen Standorte der 65 geräumten großen Vogelfangplätze: 49 aktive Fangplätze im Bezirk Famagusta, 14 aktive Fangplätze im Bezirk Larnarca, 2 aktive Fangplätze in der UN-Pufferzone zwischen der Republik Zypern und dem türkischen Teil Zyperns.

Dabei wurden folgende Vogelfangeinrichtungen zerstört resp. beschlagnahmt und als Beweismittel durch die APS-Polizei sichergestellt:   Darüber hinaus haben unsere Einsatzteams weitere knapp 1.000 Leimruten und 20 Fangnetze im öffentlichen Gelände gefunden.
Unsere Vogelschützer-Teams konnten gemeinsam mit der APS-Polizei 855 Vögel unversehrt aus Vogelfanganlagen befreien! 360 frisch getötete Singvögel und weitere 175 tiefgefrorene Singvögel wurden von der APS-Polizei als Beweismittel sichergestellt.
6. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 2 6. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 3
 
 

+++ 03.10.2015 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nikosia/Republik Zypern +++

5. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
5. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
Die Zahlen und Daten allein beschreiben nicht die vielfältigen Erfahrungen und emotional bewegenden Erlebnisse unserer ehrenamtlichen Vogelschützer während ihrer Tages- und Nachteinsätze.
Die kosten enorm viel Energie und Kraft. Daher tauschen wir die Vogelschützer-Einsatzteams auch nach einer vorher festgelegten Einsatzzeit aus!
Am 01.10.2015 war Halbzeit unseres Zypern-Vogelschutzcamp-Einsatzes, der
- so viel ist schon heute festzustellen - überaus erfolgreich verläuft und der
den Vogelwilderern an vielen großen Vogelfangplätzen Stress verursacht. Die Vogelwilderer-Szene ist verunsichert und wird zunehmend vorsichtiger!
Die Teams der ehrenamtlich arbeitenden Vogelschützer haben seit Beginn des Herbst-Vogelschutzcamps am 11.9.2015 mit der APS-Polizei-Spezialeinheit 149 Stunden bei Einsätzen in der Landschaft zusammengearbeitet.
Dabei wurden von den Einsatzteams 53 große aktive, fangbereite Vogelfangplätze gefunden und deren Vogelfangeinrichtungen gemeinsam mit der Polizei abgebaut. Die hat 20 Strafanzeigen erstattet und 27 Beschlagnahmungen von Vogelfanggeräten, toten Singvögeln und 39 Vogellockanlagen vorgenommen. Insgesamt wurden bisher 1.605 Leimruten, 78 Vogelfangnetze, 39 elektronische Lockanlagen sowie zwei Jagdgewehre und ein Luftgewehr gefunden und sichergestellt.
Unsere Vogelschützer-Teams konnten 725 Vögel unversehrt aus Vogelfanganlagen befreien! 325 frisch getötete Singvögel und 120 tiefgefrorene Singvögel wurden von der APS-Polizei als Beweismittel sichergestellt.
5. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 2 5. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 3
 
 

+++ 25.09.2015 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nikosia/Republik Zypern +++

4. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
4. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
Der anhaltend massive und gesetzeswidrige  Vogelfang mit verbotenen Leimruten und Fangnetzen entlang der Südküste der Republik Zypern hat auch schwerwiegende Folgen für die dortige heimische Tierwelt und Artenvielfalt.
Neben bis zu 96 Vogelarten finden wir an Leimruten regelmäßig auch Agamen-Arten, Schmetterlingsarten und Käfer- und Schneckenarten, die dort einen qualvollen Tod sterben oder von den Vogelwilderern bei Fangplatzkontrollen entfernt und als unerwünschter „Beifang“ weggeworfen werden.
So sterben die mit Leim verschmutzten Wildtiere lebensunfähig geworden einen elenden Tod durch Siechtum.
In den teils am Boden befestigten Vogelfangnetzen verenden u. a. Igel, Eidechsen, Agamen und Reptilien wie z. B. die im Foto gezeigte ungiftige Pfeilnatter, die bis zu 1,80 m lang werden kann. 
In den 14 Einsatztagen der Vogelschützer im Herbst-Vogelschutzcamp entlang der Südküste der Republik Zypern wurden die nachfolgenden Ergebnisse erzielt:
93 Stunden Zusammenarbeit mit der Polizei-Spezialeinheit APS bei Einsätzen in der Landschaft. Dabei wurden von uns 30 aktive, fangbereite Vogelfangplätze gefunden und deren Vogelfangeinrichtungen gemeinsam mit der Polizei abgebaut. Die hat 16 Strafanzeigen erstattet und 15 Beschlagnahmungen  von Vogelfanggeräten, toten Singvögeln und Vogellockanlagen vorgenommen.
Bisher wurden insgesamt 607 Leimruten, 36 Vogelfangnetze, 21 elektronische Vogellockanlagen, 22 Lautsprecher und 2 Jagdgewehre konfisziert und als Beweismittel gegen Vogelfänger und Wilderer sichergestellt.
4. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 2 4. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 3
 
 

+++ 23.09.2015 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nikosia/Republik Zypern +++

3. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
3. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015
In den nunmehr 13 Einsatztagen der Vogelschützer im diesjährigen Herbst-Vogelschutzcamp entlang der Südküste der Republik Zypern wurden folgende mutmachende Ergebnisse erzielt:
Mit der Polizei-Spezialeinheit APS gab es insgesamt 85 Stunden Zusammenarbeit  bei Einsätzen in der Landschaft. Dabei wurden von uns 29 aktive, fangbereite Vogelfangplätze gefunden und diese gemeinsam mit der Polizei abgebaut.
Die APS-Polizei hat 14 Strafanzeigen erstattet und 15 Beschlagnahmungen von Vogelfanggeräten, toten Singvögeln und Vogellockanlagen vorgenommen.
Insgesamt wurden bisher 607 Leimruten, 29 Vogelfangnetze, 19 elektronische Vogellockanlagen, 22 Lautsprecher sowie 2 Jagdgewehre konfisziert und als Beweismittel gegen Vogelfänger und Wilderer sichergestellt.
Bei Einsätzen wurden 188 lebende Vögel von Leimruten und aus Fangnetzen befreit, 123 frisch getötete Singvögel und 120 eingefrorene Singvögel wurden von der APS- Polizei sichergestellt.
Weitere 6 elektronische Vogellockanlagen wurden von Vogelschützern an die APS- Polizei gemeldet, aber von Vogelwilderern abgebaut, bevor die APS-Polizei vor Ort tätig wurde.
Nachdem die zypriotische Regierung bei der EU-Kommission eine Ausnahme-Genehmigung für den Fang und das Töten von Mönchsgrasmücken (blackcaps) für die Zubereitung der zypriotischen Singvogelspezialität „Ambeloupolia“  beantragt hatte, haben wir dagegen gemeinsam mit anderen Vogelschutzorganisationen massiv bei der EU-Kommission in Brüssel und der zypriotischen Regierung interveniert.
Wir sind froh, dass die EU-Kommission den zypriotischen Antrag auf Tötungserlaubnis für zigtausende Mönchsgrasmücken negativ beschieden hat - ist die Mönchsgrasmücke doch eine der wenigen Singvogelarten, die von Frühjahr bis in den Frühherbst unsere heimische Natur, Gärten, Parkanlagen und Friedhöfe noch in stabiler Population besiedelt.
Dafür kämpfen wir seit Jahren an den Brennpunkten des illegalen Vogelmordens in Südeuropa mit unserer Zugvogelschutzkampagne „STOP dem Vogelmord“ gemeinsam mit unseren Freunden vom „Komitee gegen den Vogelmord“, Bonn.
Aktuelles dazu unter:
http://www.cyprusexpat.co.uk/blog/read/id:6081/european-commission-says-no-to-cyprus-bird-hunting-proposal
3. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 2 3. Report Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 3
 
 

+++ 19.09.2015 +++
+++ Agia Napa/Republik Zypern +++ Bielefeld /Deutschland +++

2. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015
2. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015
In den letzten Tagen haben die auf Zypern eingesetzten Vogelschützer- Teams in Zusammenarbeit mit der Antiwilderer-Einheit der Polizei (APS) weitere 8 Zugvogel-Fangstellen gefunden.
Drei Vogelfänger konnten bei ihrer illegalen Arbeit auf frischer Tat überführt werden, weitere 80 Leimruten sowie 3 riesige Fangnetze und 6 elektronische Zugvogel-Lockanlagen wurden sichergestellt.
Es konnten über 90 frisch gefangene Vögel von uns befreit werden, darunter Wendehälse, Trauerschnäpper, Fitisse, Neuntöter und verschiedene Grasmückenarten. Die Polizei fand und beschlagnahmte bei Haus- und Grundstücksdurchsuchungen bei den erwischten Wilderern fast 100 tote Singvögel.
Insgesamt haben wir seit Beginn des Vogelschutzcamp-Einsatzes 363 Leimruten, 22 Netze und 12 elektronische Lockanlagen gefunden, 9 Wilderer wurden überführt.
2. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 2 2. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 3
 
 

+++ 17.09.2015 +++
+++ Agia Napa/Republik Zypern +++ Bielefeld /Deutschland +++

1. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015
1. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015
Da die Großregion „Syrien – Libanon – Zypern – Israel“ tagelang von ungewöhnlich heftigen Sand- und Staub-Stürmen heimgesucht wurde, war der Vogelzug durch Zypern in den ersten Tagen unseres Herbstvogelschutzcamps 2015 relativ schwach.

Am 12.09.2015 entdeckten unsere ehrenamtlichen Vogelschützer bei Avgorou im Südosten der Republik Zypern eine große Fangstelle mit 4 riesigen illegalen Fangnetzen.

70 frisch gefangene Vögel, darunter teils stark gefährdete Vogelarten wie Zwergohreule, Neuntöter, Nachtigall, Drosselrohrsänger und verschiedene Grasmückenarten, wurden lebend aus den Netzen geholt.
Die Vögel waren derart hoffnungslos in den hauchfeinen Netzmaschen verheddert, dass die Vogelschützer diese in Eile aus den Fangnetzen schneiden und eimerweise aus der Fangplatz-Gefahrenzone bringen mussten.
An einem für die Vogelschützer und die zunächst nur provisorisch befreiten Vögel sicheren Ort wurden die Vögel dann in zeitraubender Feinarbeit aus den Netzmaschen befreit.  Der Lohn war die Freilassung aller unversehrt aus den Fangnetzen befreiten Vögel!
Insgesamt haben die Vogelschützer-Teams in der Zeit vom 09.09. – 14.09.2015 auf Zypern 17 Fangnetze, 283 Leimruten und 6 Lockanlagen abgebaut und eingesammelt, 5 Vogelwilderer wurden aufgrund unserer Fangplatzobservierungen und dokumentierten Hinweise von der Polizei überführt.
Wie schon in der Vergangenheit werden wir sporadisch von unseren Vogelschutzcamps berichten, aber ohne Bekanntgabe unserer Einsatzorte, Detailerfahrungen und von Zwischenfällen.
1. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 2 1. Report aus dem Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 - Bild 3
 
 

+++ 25.08.2015 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++

Tatort Zypern „Tod am Rastplatz“ …  Fort
Tatort Zypern „Tod am Rastplatz“ …  Fortsetzung der Zugvogelschutz-Kampagne „STOP dem Vogelmord“ mit Beilage in Fachhandelszeitschrift „Schrot & Korn“
Die Stiftung Pro Artenvielfalt® unterstützt die vorbereitenden Gespräche mit dem zuständigen Innenministerium und den Polizeibehörden der Republik Zypern für das dort Mitte September 2015 beginnende große Zugvogelschutzcamp mit einer aktuellen Protestkarten-Zeitschriftenbeilage in der Fachhandelszeitschrift „Schrot & Korn“.
Die von Naturkosthandel und Apotheken kostenlos an Konsumenten abgegebene Fachzeitschrift erreicht mehr als 850.000 Haushalte bundesweit unter dem Motto  „gemeinsam – ökologisch – handeln“  mit Wissenswertem zum Themenkomplex „Bio leben, Bio lieben“.
Zu dieser Lebenseinstellung  gehören auch unsere Kompakt-Informationen zu den gravierenden Missständen im Zugvogelschutz in den südeuropäischen EU-Mitgliedsländern. Unserer Kampagnen-Beilage ist eine Protestkarte an den Innenminister der Republik Zypern angehängt.
Die Protestkarten werden wir gesammelt nach Beendigung des auf Zypern gemeinsam mit dem Komitee gegen den Vogelmord e. V., Bonn durchgeführten Vogelschutzcamps  dem Innenminister in Anwesenheit von Medien präsentieren. Obendrauf bekommt er dann auch noch unseren aktuellen Vogelschutzcamp-Report Herbst 2015, der auch dem für Naturschutz zuständigen EU-Kommissar in Brüssel als Entscheidungsgrundlage für weitere Maßnahmen zugestellt wird. 
Wir hoffen auf eine breite und massenhafte Protestkarten-Resonanz, damit unser Anliegen „STOP dem Vogelmord auf Zypern“ auch öffentliches Gewicht bekommt. 
Den aktuellen Zypern-Vogelschutzcamp-Report Frühjahr 2015 finden sie auf unserer Homepage-Startseite unten: http://www.stiftung-pro-artenvielfalt.org/
Tatort Zypern „Tod am Rastplatz“ …  For - Bild 2 Tatort Zypern „Tod am Rastplatz“ …  Fo - Bild 3
 
 

+++ 16.08.2015 +++
+++ Nicosia/Republik Zypern +++ Bielefeld /Deutschland +++

Vorbereitungen Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 fast abgeschlo
Vorbereitungen Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 fast abgeschlossen
Mitte September 2015 beginnt unser großes Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern.
Bis Mitte Oktober werden insgesamt 24 ehrenamtliche Vogelschützer aus ganz Europa an dem gemeinsamen Vogelschutzcamp des „Komitee gegen den Vogelmord“ (CABS) in Kooperation mit unserer Stiftung Pro Artenvielfalt (SPA) teilnehmen.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die genauen Termine an dieser Stelle nicht bekannt geben, auch unsere zypriotischen „Freunde der Leimrute“ besuchen unsere Homepage regelmäßig!
Die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Italien, Großbritanniens und der Schweiz in Nicosia, Hauptstadt der Republik Zypern, sind über unsere Vogelschutz-Detailplanungen bereits vorab informiert und gebeten, sich bei den zuständigen zypriotischen Behörden für den Schutz unserer Vogelschutzcamp-Teilnehmer  einzusetzen.
Derzeit stehen wir in den abschließenden Verhandlungen mit dem Innenministerium der Republik Zypern und den dort für Umwelt- und Naturschutz zuständigen Polizeibehörden.
Einen großen strategischen Erfolg für den Zugvogelschutz auf Zypern können wir aber schon vorab melden. In den letzten Jahren hatten die mafiös vernetzten und aggressiv agierenden Vogelwilderer zunehmend das britische Hoheitsgebiet  - British Eastern Sovereign Base Area (ESBA) - an der Südküste Zyperns zu einer Hochburg des  Zugvogelfangs ausgebaut. Dort unter den Augen der britischen Armee und Militärpolizei wurden von Vogelwilderern umfangreiche Akazienhaine zum Anlocken der Zugvögel gepflanzt, in denen viele hunderte Meter lange Vogelfangnetze praktisch das ganze Jahr aufgebaut waren. Allein in dieser Region wurden jährlich mehr als 1,0 Millionen Zugvögel illegal gefangen und getötet.
Erst die massive Intervention von Vogelschutzorganisationen bei Prince Charles (königliche Familie) und dessen Besuch in Zypern hat bei den im ESBA-Gebiet (britisches Hoheitsgebiet) verantwortlichen Militärs endlich zu einer Anti-Vogelwilderer-Reaktion geführt.
In den vergangen Wochen wurden dort erste große Flächen der illegal gepflanzten Akazienhaine (invasive Baumart) gerodet und die dort bestehenden Netzfang-Infrastrukturen (Beton-Fundamente, Metallpfosten) zerstört. Weitere Rodungsaktionen noch vor Beginn des herbstlichen Vogelzugs wurden bereits offiziell in den zypriotischen Medien angekündigt!
Auch im ESBA-Gebiet werden wir mit Unterstützung der britischen Militärpolizei im Herbst 2015 aktiv gegen den illegalen Vogelfang vorgehen. Aktuelles zu unseren Vogelschutzcamp-Einsätzen und Ergebnissen publizieren wir an dieser Stelle im Rahmen unseres Zypern-Vogelschutzcamp-Tagebuchs.
Den aktuellen Zypern-Vogelschutzcamp-Report Frühjahr 2015 finden Sie hier:

Link: http://www.stiftung-pro-artenvielfalt.org/seiten/projekte/Republik_Zypern_Vogelschutzcamp-Report_Fruehjahr_2015.pdf Vorbereitungen Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 fast abgeschl - Bild 2 Vorbereitungen Zypern-Vogelschutzcamp Herbst 2015 fast abgesch - Bild 3
 
 

+++ 07.07.2015 +++
+++ Bielefeld/NRW - Frankfurt am Main/Hessen +++

Gluthitze unter Dächern kostet tausende Jung-Mauersegler das Lebe
Gluthitze unter Dächern kostet tausende Jung-Mauersegler das Leben
Die Aufnahmekapazität der Mauersegler-Rettungsstation mit angeschlossener Seglerklinik in Frankfurt am Main ist seit dem heißen Wochenende 04./05.07.2015 komplett ausgeschöpft.
Die wenigen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen arbeiten am Limit und es fehlt ihnen auch die Zeit, die vielen Anrufe und Bitten um Ratschläge wegen verletzt aufgefundener Jung-Mauersegler und verunglückter Segler-Altvögel zu beantworten.
Die Gluthitze der letzten Tage hat einmal mehr gezeigt, wie sehr die Mauersegler bei uns in Deutschland zunehmend unter dem Mangel an geeigneten Nist- & Bruthöhlen leiden.
Suboptimale und zu enge Brutplätze direkt unter Dachpfannen und -ziegeln weisen derzeit Tagestemperaturen von bis zu
+ 60° C auf und zwingen tausende Jungsegler zum Verlassen der Bruthöhlen und zum Sprung in die Tiefe! Ungezählte Mauerseglerbabies verdursten und vertrocknen in den Bruthöhlen.
Zusätzlich fordern Altbausanierungen, Dachgeschossumbauten sowie energetische Gebäudesanierungen während der Seglerzeit immer mehr Opfer unter den brütenden Mauerseglern! Nester werden ausgeräumt, Eier und Jungvögel rücksichtslos aus den Bruthöhlen geworfen. Da helfen dann auch kein Bundes- & Landesnaturschutzgesetz!
Nach dem kühlen und nassen Frühsommer 2014 mit akutem Fluginsektenmangel droht auch dieser Sommer für unseren Mauerseglerbestand zu einem weiteren schwarzen Jahr zu werden.
Freuen wir uns daher über jedes Seglerpaar, das seine Jungen erfolgreich großzieht, damit der Himmel über unseren Köpfen nicht noch leerer wird.
Gluthitze unter Dächern kostet tausende Jung-Mauersegler das Leb - Bild 2 Gluthitze unter Dächern kostet tausende Jung-Mauersegler das Le - Bild 3
 
 

+++ 25.06.2015 +++
+++ Völlinghausen (Erwitte), Kreis Soest, NRW +++

Aktuelles aus dem Artenschutzturm Völlinghausen
Aktuelles aus dem Artenschutzturm Völlinghausen
Manches braucht so seine Zeit, aber dann passiert es richtig! Nach der Fertigstellung unseres Artenschutzturms in der Ortsmitte von Völlinghausen im Jahr 2013 fanden zunächst nur Haussperlinge, ein Starenpaar und ein Hausrotschwanz-Pärchen unseren denkmalgeschützten Artenschutzturm attraktiv und als Nistplatz geeignet.
2014 wohnte dann eine einzelne Schleiereule im Winter monatelang zur Probe, Zwergfledermäuse nutzten den Dachstuhl des Turminneren als Sommerquartier, Haussperlinge und das Hausrotschwanz-Pärchen waren wieder da und auch ein Bachstelzen-Brutpaar fand erstmals Gefallen an diesem Artenschutzturm.
Im Jahr 2015 waren Haussperlinge, mehrere Starenpaare und auch das Dauernutzer-Hausrotschwanz-Pärchen beim Brutgeschäft im Turm nicht zu bremsen - und das trotz heftigem tagelangem Balzflugverkehr von 3 Turmfalken um den Turm herum und heftigen Balgereien in der Bruthöhle. Erst mit der Brutpaar-Bildung kehrte um den Artenschutzturm Ruhe ein.
Die bald danach festgestellten 7 Turmfalkeneier in der Bruthöhle ließen Rückschluss auf die gute Nahrungsbasis in der Umgebung zu und die aktuell fast flüggen 5 Jungfalken sind ein stolzer Erfolg für das Turmfalkenpaar und auch für unsere Anstrengungen zum Schutz Gebäude bewohnender Tierarten!
Aktuelles aus dem Artenschutzturm Völlinghausen - Bild 2 Aktuelles aus dem Artenschutzturm Völlinghausen - Bild 3
 
 

+++ 04.06.2015 +++
+++ Pachino, Provinz Siracusa, Sizilien/Republik Italien +++

Grunderwerbkosten für 5,4 ha Halbinsel im Zugvogelschutzgebiet &q
Grunderwerbkosten für 5,4 ha Halbinsel im Zugvogelschutzgebiet "Pantano Cuba" komplett bezahlt
Am 02. Juni 2015 konnten wir dank vieler engagierter Spenderinnen und Spender aus Deutschland und der Schweiz fristgemäß die noch ausstehende zweite Grundstücks-Kaufpreisrate sowie sämtliche Steuern und Gebühren für die 5,4 ha (54.000 m²) Fläche umfassende Halbinsel, inmitten unseres Zugvogel- schutzgebiets an der Lagune gelegen, nach Sizilien überweisen.
Unsere Gesamtinvestition für diesen strategisch wichtigen Grunderwerb (Vermessungsarbeiten, Grundstücks-Kaufpreis, Rechtsanwalt, Notar, Steuern, lokale Gebühren) beträgt knapp 162.000,00 EURO. Mit dem Kauf und der Eigentumsübertragung dieser Halbinsel-Fläche auf unsere Stiftung schließen wir in unserem Zugvogelschutzgebiet eine große Schutzlücke. Die Halbinsel war für unsere ehrenamtlich arbeitenden sizilianischen Vogelschützer während der Vogelzugzeiten wegen ihrer Geländestruktur und Vegetation bisher nur schwer zu überwachen. Dies wird sich mit Beginn des herbstlichen Vogelzugs grundlegend ändern!
Dafür unseren Spenderinnen und Spendern auch im Namen der allerorten bedrohten Zugvogelwelt und dieses wieder auferstehenden Zugvogel-Rast- und Nahrungsgebiets noch einmal unser herzliches Dankeschön.
Grunderwerbkosten für 5,4 ha Halbinsel im Zugvogelschutzgebiet & - Bild 2 Grunderwerbkosten für 5,4 ha Halbinsel im Zugvogelschutzgebiet  - Bild 3
 
 

+++ 30.04.2015 +++
+++ Dörtendorf, Kreis Greiz, Thüringen +++

Medien-Präsentation: Neue Artenschutzstation Dörtendorf
Medien-Präsentation: Neue Artenschutzstation Dörtendorf
In Anwesenheit der Landrätin des Ostthüringer Landkreises Greiz, Frau Martina Schweinsburg, und des Hauptgeschäftsführers der Thüringer Fernwasser AöR, Herrn Ralf Rauch, präsentierte Roland Tischbier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Pro Artenvielfalt, den geladenen Medienvertretern Deutschlands größtes Artenschutzgebäude für "Gebäude bewohnende Wildtierarten" am Standort Dörtendorf nahe Zeulenroda-Triebes.
Erst die höchst konstruktive organisatorische Zusammenarbeit zwischen unserer Stiftung und der Thüringer Fernwasser ermöglichte die zügige Wandlung und den Umbau der ehemaligen Filterrückspülwasseraufbereitungsanlage (FRAA) zu einer Artenschutzstation (ASS). Ganz der Zweckbestimmung entsprechend ist die neue Artenschutzstation schon im 1. Jahr der Fertigstellung Nistplatz für 16 Dohlen-Brutpaare mit aktuell 73 in den Nestern liegenden Eiern, 1 Turmfalkenpaar, 8 Feldsperling- und 2 Haussperlingspaare, 1 Hausrotschwanz- und 1 Bachstelzen-Brutpaar.
Perfekt mit Rauputz und auskragenden Simsen vorbereitete Wand-Teilflächen, teils bestückt mit Mehlschwalben-Doppelnestern, warten auf die wegen der kalten Witterung nur zögerlich zurückkehrenden Mehlschwalben und in luftiger Höhe stehen auch 10 Mauersegler-Spezialnistkästen für die zunehmend unter Bruthöhlen-Mangel leidenden Mauersegler bereit.
In die Wände der Nordwest-Gebäudeseite wurden aufwändige Mehrkammer-Fledermaus-Quartiersteine eingebaut; ein Schleiereulen-Brutkasten und in 12 m Höhe ein Turmfalken- und ein Wanderfalken-Kasten komplettieren die Brutplatz- und Fledermausquartier-Infrastruktur. Ein umfangreiches Insektenhotel wird im Frühsommer noch folgen.
Das 1,6 ha große um die Artenschutzstation gelegene Grundstück wurde im Sinne der Biotop-Optimierung mit 800 heimischen Wildsträuchern, gepflanzt in Heckenform, und mit beerentragenden heimischen Baumarten aufgewertet. Die Einsaat einer 4.000 m² großen Wildblumenwiese wird einer Vielzahl von Insekten, Wildbienen und Schmetterlingen besten Lebensraum bieten.
Unsere Gesamtinvestition für dieses Artenschutz-Leuchtturm-Projekt betrug ca. 57.000 Euro, die wir komplett aus Spendengeldern finanziert haben.

Hier die Links zu aktuellen Presseberichten:
http://www.vogtlandspiegel.de/fertiggestellt-artenschutzstation-doertendorf/

http://greiz.otz.de/web/greiz/startseite/detail/-/specific/In-Doertendorf-

Medien-Präsentation: Neue Artenschutzstation Dörtendorf - Bild 2 Medien-Präsentation: Neue Artenschutzstation Dörtendorf - Bild 3
 
 

 
->
ältere Nachrichten finden Sie im News-Archiv