DieTierPatenArtenschutzturm Wünschendorf / ElsterEisvogel im WeidatalFischotterfamilieKleiner Golinsee / Brandenburg
Spendenprojekt
Monat Januar
Geplante Baumpflanz-
aktion im Kammbereich
des Berges Buchrain im
Herzogstand-Heimgarten-
Massiv bei Murnau schützt
unseren voralpinen Berg-
mischwald

 
Baumschlingfallen
Bergmischwald am Buchrain
© Stiftung Pro Artenvielfalt

 
Dank der großartigen
Spendenunterstützung
haben wir den Kaufpreis
für die 9,1 Hektar große
Bergmischwaldfläche an
der Westflanke des Berges
"Buchrain" im Herzogstand-
Heimgarten-Massiv
zwischen Murnau und
Garmisch-Partenkirchen
rechtzeitig zusammen
bekommen.
 
Baumschlingfallen
Bergmischwald Buchrain
© Stiftung Pro Artenvielfalt

 
Damit ist zumindest
dieser Teil des voralpinen
Bergwald-Paradieses, in dem Rauhfußkauz, Weiß-
rückenspecht, Schwarz-
specht und auch Hasel-
huhn und Auerhuhn noch
geeigneten Lebensraum
finden, vor holzwirtschaft-
lichen Landschafts-
eingriffen sicher!
 
Baumschlingfallen
Rauhfußkauz
© T. Pröhl.fokus-natur.de

 
Leider trügt die Idylle ein
wenig. Bei unseren Grenz-
feststellungsarbeiten im
Kammbereich der Berg-
waldgrundstücke mussten
wir feststellen, dass dort
auch auf den nun uns
gehörenden Bergwald-
grundstücken große alte
Buchen, Fichten und Weiß-
tannen gefällt wurden und
damit der natürliche Wald-
rand im Kammbereich weit
aufgerissen wurde.
 
Baumschlingfallen
Bergwald satellitengestützte Grenzfeststellung
© Stiftung Pro Artenvielfalt

 
Hier wollen wir im Frühjahr
nach der Schneeschmelze
an geeigneten Stellen
Ersatzbäume pflanzen, und
mit Verbissschutz sichern,
damit hier wieder ein arten-
reicher und sturmerprobter
Waldrand aufwachsen
kann. Dabei werden wir
Rücksicht auf die Lebens-
raumbedürfnisse von
Haselhuhn und Auerhuhn
nehmen.
 
Baumschlingfallen
Baumrodungen auf Stiftungsflächen
© Stiftung Pro Artenvielfalt

 
Für standortgemäße
genetisch einwandfreie
Baumsetzlinge, den Trans-
port bis in 1.200 m Höhe,
das Pflanzen von Hand
und den Einzelbaum-Wildverbissschutz benöti-
gen wir ca. 3.600 Euro.
Mit Ihrer Spende können
wir ihren Bergwaldbaum
pflanzen!


-> zur Projektseite
Spenden

+++ 06.01.2012 +++
+++ Sardinien / Republik Italien +++


Vogelschutzcamps 2011 
auf Sardinien abgeschlossen
Die von unserer Stiftung finanziell maß- geblich geförderten 2 Sardinien-Vogel- schutzcamps 2011 des Komitee gegen den Vogelmord in Zusammenarbeit mit der italienischen Vogelschutzorganisation LIPU erstreckten sich über insgesamt 18 Ein- satztage. Die Vogelschutzaktivisten kamen dieses Jahr aus Italien und Deutschland und arbeiteten sich täglich von Sonnenauf- gang bis zum Sonnenuntergang durch die Bergregionen Süd-Sardiniens, um die tierquälerischen Singvogel-Schlingfallen zu suchen, abzubauen und, wenn nötig, auch vor Ort zu vernichten.
Die Ergebnisse der Zugvogelschutzarbeit sind einmal mehr trauriger Beweis für den anhaltenden illegalen Vogelfang auf der Insel. In den 18 Einsatztagen konnten immer- hin 8.761 Rosshaarschlingenfallen, 3.614 noch inaktive Schlingfallen-Vorrichtungen, 
1 großes Fangnetz und 84 Drahtschlingenfallen u.a. auch zum Fang der vom Aus- sterben bedrohten sardischen Hirsche zerstört werden!
Die zerstörten und meist nicht sofort ersetzten Fallen retten in einer 90 Tage dauernden Fangsaison bis zu 150.000 Singvögeln das Leben.
Aufgrund von Hinweisen der Vogelschützer konnten die Carabinieri drei Wilderer überführen, die von den Vogelschutzaktivisten an den Vogelfallen gefilmt wurden.
Für den wirkungsvollen Schutz der Zugvögel auf Sardinien bleibt auch in den kommenden Jahren noch viel zu tun - und wir werden weiter dran bleiben, notfalls mit noch mehr Einsatz!

 
 

+++ 28.12.2011 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++


Dank für Ihre Unterstützung 
& ein gutes Neues Jahr

Das Team der Stiftung Pro Artenvielfalt bedankt sich zum ausklingenden Jahr 2011 ganz herzlich für Ihr Vertrauen in unsere engagierte Stiftungsarbeit zum Wohle bedrohter Tierarten. 
Dank unserer Förderer, Spender und wohlwollenden Projektpartner konnten wir auch in diesem Jahr in Erfüllung unseres satzungsgemäßen Stiftungszwecks viele wichtige Natur- und Artenschutzprojekte für bedrohte Tierarten erfolgreich realisieren.
Ohne Ihre nimmermüde und großherzige Unterstützung hätten die heimische Tier- welt, ihre wunderbare Artenvielfalt und wertvolle Teile einzigartiger Naturland- schaften ungehindert weiteren Schaden genommen. 
So konnten wir durch den Kauf weiterer Feuchtwiesen-, Niedermoor- und Bergwald- flächen sowie den Bau eines weiteren Artenschutzturms für "Gebäude bewohnende Tierarten" einen konkreten Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt und bedrohter Lebensräume leisten.
Und wir hätten ohne Ihre Unterstützung nicht unsere überaus wirkungsvolle Kampagne "STOP dem Vogelmord" einschließlich 4 Vogelschutzcamps realisieren und finanzieren können. Unsere Zugvogelkampagne hatte auch in den internationalen Medien eine sehr gute Resonanz und hat auch vor Ort politisch endlich Bewegung im Sinne der EU-Vogelschutzrichtlinie gebracht. Dafür Ihnen allen noch einmal unser ausdrücklicher Dank!
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien und Freunden ein gutes, gesundes und friedvolles Neues Jahr 2012 verbunden mit unserer Hoffnung, dass Sie unsere Arbeit auch im neuen Jahr mit Rat und Tat weiter engagiert unterstützen.

 
 

+++ 22.12.2011 +++
+++ Sardinien / Republik Italien +++


Dezember-Vogelschutzcamps 2011 
auf Sardinien

Das von unserer Stiftung finanziell maß- geblich geförderte 1. Sardinien-Vogel- schutzcamp 2011 des "Komitee gegen den Vogelmord" in Zusammenarbeit mit der italienischen Vogelschutzorganisation LIPU ging am 12. Dezember zu Ende. 
Die Ergebnisse der Zugvogelschutzarbeit sind einmal mehr trauriger Beweis für den anhaltenden massiven illegalen Vogelfang auf der Insel. In den knapp 9 Einsatztagen konnten sage und schreibe 5.364 Ross- haarschlingenfallen, 3.614 noch inaktive Schlingfallen-Vorrichtungen, 1 großes Vogelfangnetz und darüber hinaus 72 Drahtschlingenfallen u.a. zum Fang der vom Aussterben bedrohten sardischen Hirsche zerstört werden!

Während des ebenfalls von uns geförderten 2. Vogelschutzcamps auf Sardinien werden in der Zeit vom 23.12.2011 bis Anfang des Jahres 2012 ein gutes Dutzend Vogelschützer in den Bergregionen Süd-Sardiniens wiederum täglich von Sonnenauf- gang bis zum Sonnenuntergang unterwegs sein, um die tierquälerischen Singvogel-Schlingfallen zu suchen, abzubauen und, wo nötig, auch vor Ort zu vernichten. Die Fallenstellerei nimmt gerade jetzt im Hinblick auf die kommenden Weihnachts- & Neujahrs-Festtage massiv zu, da die Vogelfänger in dieser "Festtags-Hauptsaison" eine stark zunehmende und hochprofitable Nachfrage nach Singvögeln bedienen wollen!

In Gedanken sind wir während der Festtage bei unseren Vogelschutzaktivisten, die trotz der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels selbstlos zum Wohl unserer Zugvögel in schwierigem Gelände und ebensolcher Mission unterwegs sind. Wir drücken ihnen die Daumen und hoffen, dass sie alle gesund und wohlbehalten Anfang des neuen Jahres 2012 wieder nach Hause zurückkehren werden.

 
 

+++ 01.12.2011 +++
+++ Bonn / Mailand +++


Zugvogel-Massaker in Norditalien
Ein Videodokumentation schockiert Tierfreunde in ganz Europa:
In Italien haben Jäger vor den Augen protestierender Vogelschützer mehrere Tausend Singvögel abgeschossen und sich ungeniert dabei filmen lassen. Schau- platz des Vogel-Massakers + Drehort der unglaublichen Videodokumentation ist der 1.400 Meter hohe Colle San Zeno, einer der wichtigsten Vogelzug-Korridore in den Südalpen.
Unter Lebensgefahr hatte sich Mitglieder des Bonner Komitee gegen den Vogelmord und der Mailänder Liga zur Abschaffung der Jagd (LAC) dort im Oktober an mehreren Tagen zwischen die Jäger und die morgens in großen Schwärmen über den Pass ziehenden Vögel gestellt. Doch anstatt die Jagd abzubrechen, feuerten die Schützen hemmungslos drauf los. "Es war völlig surreal. Pro Stunde fielen rund 1.500 Schüsse. Überall lagen tote oder schwer verletzte Vögel herum. Teilweise fielen die getroffenen Tiere direkt in unsere Beobachtergruppe hinein und Schrot prasselte auf uns herab." schilderte Komitee-Mitarbeiter Dr. Andrea Rutigliano die Situation.
Mit Videokameras filmten die Vogelschützer die Schießorgie, an der etwa 100 Männer beteiligt waren und bei der nach Schätzungen von anwesenden Jagdaufsehern mind. 10.000 Wiesenpieper, Buchfinken, Bergfinken und Kernbeißer getötet wurden. Das Komitee gegen den Vogelmord hat heute Sequenzen aus dem insgesamt mehrere Stunden langen Material  auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht. Der Film ist unter http://www.youtube.com/watch?v=YvraTjbOdDo abrufbar und zeigt in aller Ausführlich- keit, wie innerhalb weniger Stunden Tausende Vögel auf einem einzigen Gebirgspass sterben. "Wenn man bedenkt, dass es allein in der Lombardei hunderte solcher Pässe und mehr als 86.000 Jäger gibt und die Jagdsaison mehrere Monate lang dauert, wird einem schwindelig", so Andrea Rutigliano (Komitee gegen den Vogelmord).
"Der eigentliche Skandal ist, dass niemand für diesen Naturfrevel zur Rechenschaft gezogen werden kann", so Graziella Zavalloni, Sprecherin der LAC. Denn obwohl der Abschuss dieser vier Vogelarten von der EU verboten wurde, hat die Regionalregierung in Mailand den Abschuss von Piepern, Finken und Kernbeißern mit einem Sonderge- setz auch in diesem Jahr wieder erlaubt. "Das ist ein klarer Verstoß gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie von 1979", so Zavalloni. 
Das sieht auch der Europäische Gerichtshof in Luxemburg so, der Italien wegen der Freigabe dieser Arten für die Jagd bereits im Juli 2010 verurteilt hatte. Das Komitee gegen den Vogelmord hat heute eine weitere Umweltbeschwerde angekündigt und will das auf dem Colle San Zeno erstellte Material als Beweis für massiven Missbrauch bei der EU-Kommission einreichen. Inzwischen hat das Komitee gegen den Vogelmord Klage beim EU-Gerichtshof eingereicht.
Quelle: Komitee gegen den Vogelmord

 
 

+++ 10.11.2011 +++
+++ Bouderath, Kreis Euskirchen, NRW +++


Grundstücksvertrag für geplanten Artenschutzturm Bouderath unter Dach und Fach
In konsequenter Fortführung unseres bundesweiten Artenschutzprojekts für regional bedrohte "Gebäude bewohnende Tierarten" konnten wir von der Kreis-Energie-Versorgung Schleiden GmbH (KEV) das Grundstück mit der stillgelegten Trafoturm- station in Bouderath kaufen. Mitten im Ort gelegen, ist das Turmgebäude schon im Altzustand ein stark frequentierter Ansitzplatz für Haus- und Feldsperlinge, Bachstelze, Hausrotschwanz und Mehlschwalben. 

Der aufwändige Umbau zu unserem 15. Artenschutzturm für "Gebäude bewohnende Tierarten" ist für das kommende Winterhalb- jahr 2011/2012 geplant. Hier wollen wir auch dem Vogel des Jahres 2012, der immer stärker bedrohten Dohle, neue Nistplatzmög- lichkeiten schaffen. Die Investition für diesen Artenschutzturm wird ca. 18.500 Euro betragen. Ermöglicht wird der Umbau zu einem fachgerechten Artenschutzturm durch eine großzügige Spende eines außerordentlich engagierten Spenders aus Bielefeld. Projektbezogene Förderzuschüsse des Kreises Euskirchen und der KEV stärken die Finanzierung dieses Artenschutzturm-Projektes. Dafür an dieser Stelle unser aus- drücklicher Dank!

 

+++ 09.11.2011 +++
+++ Republik Malta +++

Amtliche Freigabe von Singdrosselfang mit Klappnetzen!
Die Regierung der Republik Malta kann es einfach nicht lassen und hat für uns alle völlig überraschend doch noch den Fang von Singdrosseln mit Klappnetzen vom 01.11.2011 bis 10.01.2012 offiziell freigegeben. Einmal mehr hat die Regierung damit dem Lobby-Druck des maltesischen Jagdverbandes nachgegeben und damit die nationalen egoistischen Jagdinteressen über die bindenden Regelungen der EU-Vogelschutzrichtlinie gestellt. Armes (im doppelten Sinne) Südeuropa!

 

+++ 08.11.2011 +++
+++ Bergamo / Italien +++


Verbot des Drosselfangs
Unsere Freunde vom "Komitee gegen den Vogelmord e.V." (KgV) haben uns gestern die folgende gute Nachricht übermittelt: "Eine weitere unserer (KgV-) Klagen gegen die Zugvogel-Großfanganlagen in Oberitalien war erfolgreich: nach den Vogelfanganlagen in der Provinz Brescia müssen nun auch die 21 Betriebe in der Nachbarprovinz Bergamo ihre Netze einholen. Die offzielle Genehmigung zum Fang von Finken und Drosseln galt bis zum 31.12.2011, damit ist nun Schluss! Die Tiere sollten als Lockvögel für die Tarnhüttenjagd verwendet werden und hätten ihre ziehenden Artgenossen vor die Flinten der Jäger gelockt. Einige zehn- tausende Vögel werden nun diesen Herbst und Winter nicht gefangen werden."

 

+++ 14.10.2011 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++


Die Dohle - Vogel des Jahres 2012
Mit der Dohle küren NABU e.V. und LBV eine "Gebäude bewohnende Vogelart" zum Vogel des Jahres, die wie kaum eine andere Gebäudebrüterart vom Menschen oftmals bewusst und gezielt das Dach über dem Kopf weggerissen bekommt.
Nach unseren jahrelangen Erfahrungen mit Dohlen in Bielefeld wissen Hausbesitzer, Siedlungsgenossenschaften, Immobilien- gesellschaften und auch Hausverwaltungen sehr genau, in welchen Häusern u. Schorn- steinschächten Dohlen brüten, zumindest zu brüten versuchen.
Die Maßnahmen zur Brutverhinderung und Abwehr reichen vom Vergittern der Schorn- steinschächte bis zum Abriss der gesamten Schornsteine - auch während der Brutzeit und Jungenaufzucht. Beides sind Straftat- bestände nach dem Bundesnaturschutz- gesetz! Ersatzbrutplätze in Form von Dohlennistkästen an Hauswänden und in Kirch- türmen werden bisher praktisch nie geplant. Selbst unsere Angebote zur Finanzierung von Ersatznistkästen im Siedlungsbereich wurden bis heute nicht genutzt! Aber wir geben die Hoffnung noch nicht auf - und werden der Stadt Bielefeld für 2011/2012 ein von uns finanziertes Dohlennistkastenprojekt anbieten.
Nach unseren Beobachtungen und Zählungen haben die Dohlen allein im Bielefelder Stadtteil Sieker seit 2002 mehr als 80 Nistplätze ersatzlos verloren! Das auf NRW hochgerechnet lässt uns für die Zukunft der Dohlen ziemlich "schwarz" sehen. Die Dohle ist jedoch dringend auf Nistplätze in unseren Siedlungen angewiesen, denn die Populationen der Baum- & Felsbrüter sind auch in OWL zusammengebrochen.
"In Deutschland brüten nach gegenwärtigem Stand rund 100.000 Dohlenpaare. Nahezu aus allen Regionen werden rückläufige Zahlen gemeldet. Deshalb steht die Dohle in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten oder auf der Vorwarnliste. In Brandenburg ist die Art nach jahrzehntelangen Rückgängen inzwischen vom Aussterben bedroht. Nur im Nordwesten Deutschlands halten sich noch größere und stabile Bestände." (Quelle: NABU e.V.)
Mit unserem "Artenschutzturm-Konzept", dem Umbau stillgelegter Trafoturmstationen, stemmen wir uns inzwischen in 15 Gemeinden Deutschlands gegen den anhaltenden Verlust bestehender Dohlenbrutplätze. Mehr zu diesem Projektschwerpunkt unter "Projekte" und "Artenschutztürme".

 

+++ 27.09.2011 +++
+++ Republik Zypern / Europa +++


Online-Tagebuch vom Herbst-Vogelschutzcamp 2011 auf Zypern
Vom 23.09.-02.10.2011 sind 8 Mitglieder des Komitee gegen den Vogelmord aus Deutschland & Italien sowie 2 Mitarbeiter der Stiftung Pro Artenvielfalt, Bielefeld im Herbst-Vogelschutzcamp bei Ayia Napa, Zypern im Einsatz gegen Leimruten, Fangnetze und elektronische Vogellock- anlagen. Der illegale Singvogelfang für Restaurants ist im griechisch-sprachigen Teil der Mittelmeerinsel - EU-Mitglied seit 2004 - ein immer größer werdendes Problem. 
Das Geschäft mit den gefiederten Sängern blüht wie nie zuvor, die Behörden haben bislang fast stets beide Augen zugedrückt. Die Polizei hat eine bessere Kooperation als in den Vorjahren angekündigt, nachdem wir im letzten Frühjahr in unserem Abschluss- bericht zum Frühjahrs-Vogelschutzcamp massive Kritik an deren Arbeit geübt hatten. Es wird sich zeigen, ob die Polizeibehörden ihrem Versprechen Taten folgen lassen.

Diese Zugvogelschutzaktion wird unter Federführung des Komitee gegen den Vogelmord gemeinsam mit unserer Stiftung und dem Partnerverband "Friends of the Earth Cyprus" durchgeführt. Unsere Stiftung finanziert das Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern maßgeblich .

Aktuelle Aktionsergebnisse per 02.10.2011:

- eingesammelte Leimruten: 4.014
- eingesammelte Fangnetze: 21
- eingesammelte elektronische Lockgeräte: 24
- überführte Wilderer: 1

Aktuelle Tagebuch-Eintragungen finden Sie in angehängter PDF-Datei:
Datei-Download: Tagebuch Zypern Vogelschutzcamp Herbst 2011.pdf
 

+++ 08.09.2011 +++
+++ Republik Malta +++


Beginn Herbst-Vogelschutzcamp 2011
Heute beginnt das diesjährige Herbst-Vogelschutzcamp des "Komitee gegen den Vogelmord" auf Malta, das wir - wie schon in den früheren Jahren - finanziell engagiert unterstützen. 26 Vogelschützer aus Italien, Deutschland, Großbritannien & Tschechien werden 2 Wochen lang an der Vogelschutz- aktion teilnehmen. 
Hauptziel wird wieder die Sicherung der wichtigsten Zugrouten über die Insel, die Überwachung von Schlafplätzen und die Arbeit gegen den immer noch weit ver- breiteten Vogelfang mit Schlagnetzen sein. 
Nach den gewaltsamen Zwischenfällen des Jahres 2010 hoffen wir, dass es in diesem Herbst ruhig bleibt. Um die Sicherheit unserer internationalen Vogelschutzaktivisten zu garantieren, haben wir wieder ausge- bildete Personenschützer engagiert.

 
 

+++ 07.09.2011 +++
+++ Republik Malta +++


Regierung stoppt erstmals seit 2004 legalen Vogelfang
Eine erfreuliche Nachricht hat uns kürzlich aus Malta erreicht: Die Regierung hat erst- mals seit dem EU-Beitritt im Jahr 2004 den legalen Vogelfang auf der Mittelmeer- insel komplett gestoppt. 
Nachdem der Fang von Finken schon seit dem Jahr 2009 verboten ist, wurde nun auch der Einsatz von Schlagnetzen zum Fang von Singdrosseln, Goldregenpfeifern, Turteltauben und Wachteln vorerst nicht mehr genehmigt. Hintergrund ist eine Klage der EU-Kommission gegen den Inselstaat vor dem Europäischen Gerichtshof wegen des anhaltenden Vogelfangs auf diese vier Arten. 
Das Ende des Vogelfangs auf Malta ist damit aber noch nicht eingeleitet, denn zunächst müssen die Richter in Luxemburg über die Rechtslage entscheiden. Zumindest in der Jagdsaison 2011/2012 müssen die Fänger aber ihre Netze hochoffiziell zu Hause lassen!

 

+++ 11.08.2011 +++
+++ Langenwolschendorf, Ostthüringen, Deutschland +++


Neues Artenschutzhaus unter Dach und Fach
Am 05.08.2011 konnten wir nach knapp 3 Monaten Bauzeit unser 14. Artenschutzge- bäude für Gebäude bewohnende Tierarten in der Gemeinde Langenwolschendorf in der Flur "Am Römersberg" seiner künftigen Bestimmung übergeben. Die einsame Lage des Gebäudes in einem Wiesenbachtal an einem südwestlich exponierten Waldrand bietet besonders störungsempfindlichen Tierarten wie Fledermäusen und Hornissen ungestörten und perfekten Lebensraum.
Das ehemalige Brunnen- & Pumpenhaus der Gemeinde bietet nun nach seinem Um- bau mehr als 50 Gebäude bewohnenden Tierarten perfekte Brutplätze, Nisthöhlen, Nischen- & Fassadenflachkästen, Tages- verstecke und Sommer- & Winterquartiere.
Im neuen Artenschutzhaus haben wir besonderen Wert auf Gebäudestrukturen gelegt, die unseren bedrohten Fledermausarten geeignete zugluftfreie und warme Sommer- quartiere im Dachstuhl mit Hangplätzen für die Wochenstuben und mit frostfreien, aber luftfeuchten Hangplätzen als Winterquartiere im ehemaligen unterirdischen Wasser- speicher bieten.
Auch für die noch immer weithin verfolgten und ungelittenen Hornissen haben wir be- sondere Nestbauplätze im Artenschutzhaus geschaffen. Die blütenreichen Wiesen im Bachtal locken tausende von Wespen an, die eine solide Nahrungsbasis für unsere streng geschützten Hornissen sind.
Fast 100 Besucher waren zur Einweihung gekommen und von unserem Artenschutz- gebäude und der pädagogisch wichtigen Außengestaltung tief beeindruckt. Die vielen Kinder hatten ihre wahre Freude. Unser Tiermaler Gottfried Karl hat auch hier mit seinen perfekten Tierabbildungen ein neues Meisterwerk geschaffen!
Die Gesamtkosten des neuen Artenschutzhauses betrugen ca. 15.200 Euro - die wir ausschließlich aus privaten Spenden finanziert haben.

 
 

+++ 12.07.2011 +++
+++ Bonn / Bielefeld / Berlin +++


Protestkartenübergabe "STOP dem Vogelmord" in der Botschaft Zyperns
6 große Kartons mit 77 kg Protestkarten schleppten Roland Tischbier, Vorstands- vorsitzender der Stiftung Pro Artenvielfalt, und Alexander Heyd, Geschäftsführer Komitee gegen den Vogelmord e.V., am 12.07.2011 um 14:30 Uhr in die Botschaft der Republik Zypern in Berlin. Inhalt der Kartons: 34.432 Postkarten mit Protest-Unterschriften gegen den anhaltenden illegalen Vogelmord auf Zypern. Denn trotz Verbots sind Mönchsgrasmücke, Nachtigall und Rotschwänzchen bei den Zyprioten eine beliebte Mahlzeit.
Im Verlauf des einstündigen Gesprächs mit Frau Konsulin Papanicolaou erläuterten wir unsere Beschwerden über die mangelnde Unterstützung unserer Vogelschutzarbeit vor Ort durch amtliche Ordnungsbehörden.
Wir baten nochmals eindringlich darum, dass sich der Botschafter im Rahmen seiner politischen Möglichkeiten bei seiner Regierung dafür einsetzt, dass die Regelungen der EU-Vogelschutzrichtlinie von den Polizeibehörden der Republik Zypern vor Ort konsequent und uneingeschränkt durchgesetzt und Verstöße entsprechend sanktio- niert werden.
Unser Eindruck war, dass die Konsulin unsere Beschwerden durchaus ernst nahm und unsere vorgelegten Beweisfotos zum illegalen Vogelmord auf Zypern ihre Wirkung nicht verfehlten. Bleibt nun abzuwarten, welche neuen Erfahrungen wir während des herbstlichen Vogelschutzcamps auf Zypern Mitte September 2011 mit den zuständigen örtlichen Polizeibehörden machen werden. Auch politisch werden wir auf jeden Fall am Ball bleiben!
Nur mit aktiver Unterstützung der Polizeibehörden wird es uns mittelfristig gelingen, die erschreckende Zahl von jährlich 1,2 Millionen illegal getöteter Zugvögel auf Zypern drastisch zu reduzieren.

 
 

+++ 11.07.2011 +++
+++ Bielefeld/Berlin +++


Übergabe von 34.483 Protestkarten "STOP dem Vogelmord" Zypern 2011
Im Rahmen unserer bundesweiten Protest- kampagne "STOP dem Vogelmord" Zypern 2011 haben uns bis heute 34.483 tier- liebende Menschen eine Protestkarte für den Botschafter der Republik Zypern in Berlin zurückgeschickt.
Nach wochenlangen Terminverhandlungen können wir nun endlich am 12.07.2011 um 14:30 Uhr unser Versprechen an hundert- tausende Menschen in Deutschland wahr machen und die zurückgesandten Protest- karten persönlich in der Botschaft der Republik Zypern in Berlin übergeben.
Allerdings wurde uns am 29.06.2011 durch die Botschaft schriftlich mitgeteilt, Zitat: "Leider steht der Herr Botschafter für ein Gespräch nicht zur Verfügung."
Wir werden daher unsere dringende Bitte an Frau Konsulin Papanicolaou richten, dass sich der Herr Botschafter im Rahmen seiner politischen Möglichkeiten bei seiner Regierung dafür einsetzen soll, dass die Regelungen der EU-Vogelschutzrichtlinie von den Polizeibehörden der Republik Zypern vor Ort konsequent und uneingeschränkt durchgesetzt und Verstöße entsprechend sanktioniert werden.
Nur so kann mittelfristig die erschreckende Zahl von jährlich 1,2 Millionen illegal getöteter Zugvögel auf Zypern drastisch reduziert werden.

 

+++ 08.07.2011 +++
+++ Republik Malta +++


Illegale Vogeljagd 2011 - Richtungweisende Gerichtsurteile
Von Malta gibt es zwei spektakuläre und richtungweisende Gerichtsurteile zu berichten: Dort wurden am 6. Juni 2011 zwei Jäger zu Haft- und Geldstrafen verurteilt.
Einer der Männer wurde am 18.05.2011 bei Zurrieq von der Umweltpolizei mit einem frisch geschossenen Weißstorch und einer geladenen Waffe erwischt. Er wurde zu 2 Jahren Gefängnis ohne Bewährung und 9.000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Der andere Mann war am gleichen Tag von einem Zeugen dabei gesehen worden, als er bei Madliena auf Weißstörche schoss. Die sofort informierte Polizei konnte wenig später beobachten, wie er auf fliegende Störche zielte, aber nicht schießen konnte, weil diese zu weit entfernt waren. Tags darauf wurde hier ein toter Weißstorch entdeckt. Der Mann wurde zu einem Jahr Gefängnis -ohne Bewährung- und einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt.
Die Waffen der Wilderer waren nicht ordnungsgemäß. Außerdem wurde bei ihnen illegale Jagdmunition entdeckt. Weil sie Wiederholungstäter sind, hat das Gericht ihre Jagdscheine auf Lebenszeit eingezogen!
Mit diesen harten Strafen zeigt die maltesische Justiz endlich einmal Zähne und setzt eine neue Weisung der Regierung um, die ein Ausschöpfen des Straflimits und den Entzug der Jagdlizenzen bei überführten Tätern angemahnt hatte. Auch das ist neu!
(Quelle: Komitee gegen den Vogelmord)

 
 

+++ 03.07.2011 +++
+++ Hiddensee, Kreis Rügen, Mecklenburg-Vorpommern +++


Dringende Landschaftspflegearbeiten im NSG Dünenheide-Hiddensee!
Nachdem wir in 2010 im Naturschutzgebiet (NSG) "Dünenheide-Hiddensee" 1,3 Hektar ökologisch wertvollste Dünenheideland- schaft einschließlich Dünenwall u. Strand- bereich bis zum Spülsaum kaufen konnten, standem im Mai und Juni diesen Jahres dringend notwendige Heidepflegearbeiten an. In Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Hiddensee und Studentinnen und Studenten der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald wurden an 3 vorab festgelegten Stellen insgesamt 2.860 m² Dünenheide- flächen durch "Heirieten" (manuelles Raus- reißen der überalterten Heidesträucher) einer Verjüngungskur unterzogen.
Die nun offenen Heideflächen werden in den nächsten Jahren durch Aussamung der Heide neu besiedelt. Darüber freut sich dann auch die Kreuzotter, die in der Dünen- heide noch einen geeigneten Lebensraum findet!
Wer nicht weiß, wohin mit seinen Kräften, kann sich für die "Heirieten"-Aktion 2012 bei uns melden. Bei dieser Knochenarbeit ist ein ordentlicher Muskelkater garantiert!

 
 

+++ 24.06.2011 +++
+++ Groß Tessin, Kreis Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern +++


Übernahme der "Nationales Naturerbe Deutschland"-Flächen am Cossensee
Mit Übernahmevertrag vom 07.03.2011 
hat unsere Stiftung das Eigentum und die Verantwortung für 52,3 ha (523.000 m²) Grundstücksflächen im "NSG Cossensee" im Rahmen des "Nationales Naturerbe Deutschland"-Flächenprogramms über- nommen. Dazu gehören 24,3 ha See- fläche und 28.0 ha Röhricht- und Erlen- bruchwald.
Ziel der Naturschutzgebietsverordnung ist u. a. die Ruhigstellung des NSG, um den dort vorkommenden, teils stark be- drohten und störungssensiblen Tier- und Pflanzenarten einen weitestgehend un- gestörten Lebensraum zu sichern.
In Abstimmung mit dem bisherigen Pächter haben wir daher keinen neuen Fischerei- pachtvertrag für den Cossensee abgeschlossen. Auch mit dem Jagdpächter gibt es eine Übereinkunft, jagdliche Aktivitäten auf die Grünlandflächen außerhalb des Schilf- und Röhrichtgürtels um den Cossensee zu begrenzen.
Frühere illegale Bade- und Angelaktivitäten werden wir zukünftig durch mehrere örtlich ansässige Gebietsbetreuer konsequent unterbinden lassen.

 
 

+++ 09.06.2011 +++
+++ Bielefeld / Bonn, Deutschland +++

stern-TV: Bericht zum Vogelschutzcamp Zypern 2011
Die Dokumentation des diesjährigen Frühlings-Vogelschutzcamps auf Zypern wurde bei stern-TV (RTL) am Mittwoch, 08.06.2011, ab 22:15 Uhr ausgestrahlt.
Das stern TV-Kamerateam hatte die Teams von Komitee gegen den Vogelmord, Friends of the Earth Cyprus und Stiftung Pro Artenvielfalt einige Tage begleitet und dabei den brutalen Vogelfang und die zum Teil gefährliche Arbeit der Vogelschützer dokumentiert.

 

+++ 01.06.2011 +++
+++ Nobitz, Kreis Altenburger Land, Thüringen +++


Unser Artenschutzzentrum bietet Solitärbienen ein Schlaraffenland
Nicht nur der Artenschutzturm in Nobitz erlebt schon im 1. Jahr seines Bestehens einen unerwarteten Ansturm Nistplatz suchender Stare, Haus- und Feldsperlinge, sondern auch das neu geschaffene Wild- bienenhotel zeigt regen Flugbetrieb und Wohnraumnutzung. Ohne einen Insekten- experten werden wir die bis zu 12 optisch unterscheidbaren Wildbienenarten wohl nicht bestimmen können! 
Bis auf wenige Ausnahmen sind Wild- bienen solitär lebend, also nicht Staaten bildend und folglich auch nicht stechend!
Die Familie der Bienen ist in Deutschland mit 547 Arten vertreten, von denen bereits 287 Arten (52%) in die "Rote Liste" aufge- nommen werden mussten! Gründe hierfür sind anhaltende Zerstörung der sehr speziellen Lebensräume, verlustige Nistplätze, Nahrungsmangel in einer blütenpflanzenarmen Agrarlandschaft. Dem entgegen zu wirken ist auf unserem Grundstück in Nobitz oberstes Ziel - und so freuen sich Wild- biene und Mensch über die frühe Vitalität unserer neuen Wildblumenwiese.

 
 

+++ 20.05.2011 +++
+++ Berlin / Bonn / Bielefeld, Deutschland +++


Bundesregierung plant Bagatellisierung von Umweltstrafen
Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, sollen zukünftig in Deutschland zahlreiche bisher strafbare Delikte wie z.B. das Nachstellen oder Fangen von geschützten Vogelarten nur noch als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. 
Dies sehe ein unter Federführung von Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger (FDP) entwickelter Entwurf eines "Strafrechtsänderungs- gesetzes" (Drucksache 17/5391 des Deutschen Bundestages*) vor, über den 
in den nächsten Wochen im Parlament abgestimmt werden soll.
Mit dem geplanten Strafrechtsänderungsgesetz ist auch in Deutschland der massiven Zunahme des illegalen Vogelfangs und Vogelmordens Tür und Tor weit geöffnet. In anderen gesellschaftlichen Betätigungsfeldern gehören Ordnungswidrigkeiten schon fast zum gesellschaftsfähigen Tagesgeschäft!
Lesen Sie bitte hierzu die Presseinformation unseres Zugvogelschutz-Kooperations- partners "Komitee gegen den Vogelmord e.V.", Bonn zu diesem für den Artenschutz in Deutschland brisanten Gesetzesvorhaben:
Datei-Download: 2011.05.20.Komitee gegen den Vogelmord - Bundesregierung plant Bagatellisierung von Umweltstraftaten.pdf
 

+++ 19.05.2011 +++
+++ M-V, Thüringen, NRW / Deutschland +++


Tierische Untermieter in unseren Artenschutztürmen
Bei der Bestandskontrolle unserer Arten- schutztürme in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Nordrhein-Westfalen er- leben wir auch dieses Jahr einmal mehr unser "blaues Wunder" und müssen so manches tierische Verhaltensmuster dem zunehmenden Mangel an geeigneten resp. sicheren Brutplätzen zuschreiben. Neben den "echten" Gebäude bewohnenden Tier- arten haben wir auch solche Hausbesetzer, deren Nistplätze + Nester eher in Hecken, dichten Bäumen und in Baumhöhlen zu suchen wären.
So brüten inzwischen Rotkehlchen, Zaun- könig, Kleiber, Blau- & Kohlmeise und selbst die Amsel in unseren Artenschutz- türmen. Und bei der Auswahl der jeweils geeignetsten Nisthöhle beweisen unsere tierischen Untermieter schon seit Jahren ihren eigenen kreativen Kopf.
Im Artenschutzturm Schmölln brüten z.B. aktuell: 8 Starenpaare, 4 Haussperlinge, 2 Feldsperlinge, 1 Kohlmeise, 1 Blaumeise, 1 Hausrotschwanz und erstmals auch der Turmfalke.
In dem erst seit August 2010 eingeweihten Artenschutzturm Nobitz nisten schon in der ersten Brutsaison: 5 Starenpaare, 6 Haussperlinge, 1 Hausrotschwanz + 1 Kohlmeise. Auch das erst im März 2011 installierte Wildbienenhotel wird schon rege genutzt!

 
 

+++ 01.05.2011 +++
+++ Agia Napa, Republik Zypern +++


Nachlese zum Frühjahrs-Vogelschutzcamp Zypern 2011
Das Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2011 auf Zypern ist trotz manch unangenehmer Er- fahrung, die wir mit hartgesottenen Vogel- wilderern und störrischen Polizeibeamten hatten, nach zehn Tagen aktiven Vogel- schutzeinsatzes am 24.04.2011 zu Ende gegangen. 
Die erzielten Ergebnisse der gemeinsamen operativen Arbeit vor Ort von "Komitee gegen den Vogelmord", "Friends of the Earth Cyprus" und "Stiftung Pro Artenvielfalt" können sich sehen lassen! Dazu lesen Sie bitte Aktuelles vom 24.04.2011. Besonders wichtig war, dass wir erstmals täglich die örtlichen Polizeistationen und den Game Fund in unsere Zugvogel-Rettungsarbeit eingebunden und bei besonders brisanten Vogelfangstellen auch um aktive Hilfe und Unterstützung gebeten hatten.
ACHTUNG: 
Die Dokumentation unseres Vogelschutzcamps Zypern Frühjahr 2011 in Stern-TV (RTL) wird am Mittwoch 08.06.2011 ausgestrahlt.


 

+++ 24.04.2011 +++
+++ Republik Zypern, Europa +++


Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2011 auf Zypern hat begonnen
Seit dem 13.04. und bis zum 25.04.2011 findet das gemeinsame Frühlingscamp mit dem "Komitee gegen den Vogelmord" auf Zypern statt. Vogelschützer aus Deutsch- land, Italien und Zypern werden im Einsatz sein und in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden Leimruten, Vogel- fangnetze und elektronische Vogellock- anlagen suchen. Unser diesjähriges Ziel ist, möglichst viele Fangstellen zu finden, an denen sich erstmals auch Polizeibeamte auf die Lauer legen werden, um Vogel-Wilderer in flagranti zu überführen. 
Das Vogelschutzcamp Zypern Frühjahr 2011 wird auch von dem Naturschutz- verband "Friends of the Earth Cyprus" operativ begleitet und von unserer Stiftung finanziell maßgeblich gefördert.
An dieser Stelle werden wir Sie täglich über die aktuellen Ergebnisse unserer Vogelschutzarbeit auf der Mittelmeer- insel informieren. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die genaue Anzahl der Vogelschutzaktivisten und unsere Einsatzorte nicht genau benennen - auch die zypriotischen Vogelfänger haben Internetzugang und könnten so vor unseren Vogelschutzaktivitäten und den Polizeieinsätzen gewarnt werden.

- eingesammelte Leimruten: 2.789
- eingesammelte Fangnetze: 11
- eingesammelte elektronische Lockgeräte: 8
- der Polizei gemeldete Fangstellen: 37
- verzeichnete illegale Schüsse: 29
- überführte Wilderer: 2

Letzte Aktualisierung: 24.04.2011



 

+++ 08.04.2011 +++
+++ Republik Malta / Europa +++


Die maltesische Regierung hat trotz aller Proteste und eindeutiger Vor- gaben des Europäischen Gerichts- hofes erneut die Frühlingsjagd 2011 freigegeben.
In den letzten drei Aprilwochen dürfen die 12.000 Jäger insgesamt 2.500 Wachteln und 9.000 Turteltauben schießen. Beide Arten sind europaweit gefährdet und im Frühjahr ist jedes einzelne Individuum wichtig für die Population. Die Vögel, die 
im April geschossen werden, können nicht brüten, und so trägt die Jagd zu einer weiteren beschleunigten Abnahme des Brutbestandes bei! Nicht umsonst ist die Frühlingsjagd EU-weit verboten.
Mit einem aufwändigen System freiwilliger Meldungen soll die Abschuss-Limitierung überwacht werden. Dies ist ein völlig sinnloses Unterfangen. Es steht abermals zu befürchten, dass die Jäger weit mehr Vögel schießen als gestattet und dass sie - wie immer - die Gelegenheit nutzen und statt auf Turteltauben und Wachteln auch auf durchziehende Greifvögel und andere geschützte Arten schießen werden.
Das Komitee gegen den Vogelmord wird mit finanzieller Unterstützung unserer Stiftung während der Jagdsaison auf Malta sein und die Einhaltung der geltenden Gesetze überwachen.
(Texte teilweise © Komitee gegen den Vogelmord).
Einen aktuellen Artikel zum Thema finden Sie in der Online-Ausgabe der Times of Malta:

http://www.timesofmalta.com/articles/view/20110405/local/cabs-to-monitor-malta-spring-hunting



 

+++ 23.03.2011 +++
+++ Wünschendorf/Elster, Kreis Greiz, Thüringen +++


Fertigstellung Artenschutzgewässer im Weidatal
Wie erhofft, konnten wir das trockene Wetter der letzten Wochen nutzen und die Neuanlage unseres Artenschutzgewässers im Weidatal auf der Mühlwiese bei Wünschendorf/Elster bis zum 10. März 2011 abschließen.
Kaum fertiggestellt, hat sich der nur 20 m entfernt fließende Mühlbach einen Zulauf zum Artenschutzgewässer geschaffen und versorgt dieses nun zusätzlich mit Frisch- wasser. Damit kann das neue Artenschutz- gewässer schon in diesem Frühjahr zu- mindest teilweise seine geplante Funktion erfüllen. Das werden uns Fischotter, Ringelnatter, Erdkröte und Grünfrosch sowie Bergmolche und Libellen sicherlich tierisch danken!

 

+++ 04.03.2011 +++
+++ Mallorca, Spanien +++


Kino-Spot-Produktion mit 
Hannes Jaenicke !
In der Zeit vom 22. - 23.02.2011 wurde für unsere bundesweite Vogelschutz- kampagne "STOP dem Vogelmord" auf der Finca Ses Vinyes, Portól, Mallorca mit dem Schauspieler, Menschenrechtler und Umweltschutz-Aktivisten Hannes Jaenicke in der Hauptrolle unser Kino- und TV-Spot gegen den millionenfachen Zugvogelmord in Südeuropa gedreht. Die gemeinsame Kampagne unserer Stiftung mit dem "Komitee gegen den Vogelmord e.V." beginnt am 09.03.2011.
Der fertige Kino-Spot wird 1,5 Minuten Laufzeit haben und soll in den großen Kinoketten und in ausgesuchten TV-Sendern gezeigt werden. Die breite Öffentlichkeit wird den Spot auf den Homepages unserer Stiftung und bei unseren Freunden vom "Komitee gegen den Vogelmord e.V." ebenfalls ab 09.03.2011 sehen können. Auch bei YouTube werden wir den Spot am gleichen Tag ins Netz stellen.

 

 
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