








Bekannte Greifvogelüber-
nachtungsplätze bewachen
wir nachts, um Jäger (Vogelwilderer) daran zu
hindern, die Greife mit
Scheinwerfern aus den
Bäumen aufzuschrecken,
um sie dann abzuschießen.

+++ 11.05.2013 +++



Im Eingangsbereich des oberirdischen Pumpengebäudes wurden neben dem Fledermaus-Winterquartiereinflug auch 3 Halbhöhlenkästen für Gebäudebrüter wie Grauschnäpper, Hausrotschwanz und Bachstelze eingebaut.
An den Gebäudeseiten sind Fledermaus-Fassadenflachkästen angebracht, die als Tagesverstecke für kleine Fledermausarten dienen, und die Speicherdecken der beiden unterirdischen Wasserspeicher wurden mit je 12 Fledermaus-Winterquartiersteinen ausgestattet.
Zwecks Stabilisierung der Innenraum-Luftfeuchtigkeit, die für überwinternde Fledermäuse überlebenswichtig ist, wurde das Regenwasserfallrohr zur Entwässerung der Dachfläche in den Gebäudeinnenteil verlegt. Jeweils im Herbst kann das Regenwasser dann im ehemaligen Pumpenraum auf ca. 16 m² Fläche bis zu 5 cm hoch aufgestaut werden und versorgt somit die unterirdischen Wasserspeicher mit der notwendigen Luftfeuchtigkeit.
Für naturschutzpädagogische Zwecke wird das Gebäude bis Ende Mai sowohl an den Außenwänden als auch im Innenbereich mit den Tierarten gestaltet.
Unsere Investitionskosten für das komplette Artenschutzgebäude inkl. Grundstückskauf werden ca. 10.600,00 Euro betragen.




Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Die während des Vogelschutzcamps in den letzten drei Wochen bei illegalen Vogelfangaktivitäten überführten Vogelfänger haben all ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss bei Lokalpolitikern und in der Regierung geltend gemacht und tatsächlich erreicht, dass die Behörden sämtliche Polizei-Aktionen und Unterstützung unserer Vogelschützerteams eingestellt haben! Die Anti-Wilderer-Einheit APS darf unser auf Zypern verbliebenes Team ab sofort nicht mehr unterstützen. Damit ist die Südküste Zyperns wieder fest in der Hand und unter der Kontrolle der Vogelmord-Mafia. Gottlob ist der Vogelzug auf Zypern nun auch fast vorüber!
Wir werden nun mit den Ergebnissen unserer Frühjahrsvogelschutzarbeit massiv bei der EU in Brüssel, bei der zypriotischen Botschaft in Berlin und dem Konsulat in Zürich sowie bei der Bundesregierung in Berlin vorstellig werden, um strengere Kontrollen der für die Einhaltung der EU-Vogelschutzrichtlinie verantwortlichen Institutionen der Republik Zypern durch die zuständigen EU-Gremien zu erreichen.
Nachstehend die Ergebnisse unserer Vogelschutzarbeit auf Zypern:
- insgesamt eingesammelte Leimruten: 3.272
- insgesamt eingesammelte Fangnetze: 44
- insgesamt eingesammelte elektronische Lockgeräte: 16
- insgesamt überführte Wilderer: 20

Gozo: Frühjahrs-Vogelschutzcamp abgeschlossen
Nach 10 Tagen harter Arbeit ist gestern das gemeinsame Vogelschutzcamp von Komitee gegen den Vogelmord und Stiftung Pro Artenvielfalt auf der Insel Gozo (Malta) zu Ende gegangen.
10 Vogelschützer aus Groß-Britannien und Deutschland haben die wichtigsten Rast- und Durchzugsgebiete auf der nördlich vorgelagerten Schwesterinsel von Malta überwacht.
Mehr als 300 Verstöße gegen Naturschutz- und Jagdbestimmungen wurden insgesamt festgestellt, illegale Vogelfallenanlagen und Fangnetze an die örtliche Polizei gemeldet und von dieser in unserer Anwesenheit sichergestellt. Mehrere Vogelwilderer konnten in flagranti gefilmt und angezeigt werden.
Die Kooperation mit dem Eigentümer des
5 Sterne Ta’Cenc Hotel & Spa auf seinem 150 ha großen Plateau-Hotelgelände hat dort nicht nur den Hotelgästen die erhoffte „bleifreie Luft“ und den durchziehenden Zugvögeln das Ende der Vogeljagd und Fallenstellerei gebracht, sondern auch mehreren illegalen Jagdunterständen und Vogelfangplätzen das endgültige „Aus“ beschert! Daran wird im Herbst 2013 weiter zu arbeiten sein.


Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
In den frühen Morgenstunden des Samstags war ein Vogelschützer-Team gemeinsam mit der SBA-Polizei, zuständig für die Kontrolle britischer Militär-Liegenschaften auf Zypern, im Einsatz.
Im Bereich nördlich von Cape Pyla haben sie dabei eine Vogelfangstelle mit zwei großen Netzen und einer elektronischen Lockanlage gefunden und sämtliche Geräte abgebaut. An einer anderen Stelle wurden 30 Stangen zum Aufstellen von Vogelfangnetzen gefunden und ebenfalls abtransportiert.
Im Südosten Zyperns wurde ein Wilderer erwischt, der neben geschützten Turteltauben und Singdrosseln auch Mönchsgrasmücken in einer Voliere gefangen hielt. Dies ist der 20. in flagranti erwischte Wilderer dieses Frühjahrsvogelschutzcamps - sein Bruder wurde bereits in der ersten Woche unseres Vogelschutzeinsatzes von Vogelschützern mit Netzen erwischt und von der Polizei angezeigt!
Am Nachmittag haben Vogelschützer in einem Garten 125 Leimruten in einem Lager gefunden, die Polizei hat die Fallen sichergestellt.

Gozo: Komitee gegen den Vogelmord (CABS) und Stiftung Pro Artenvielfalt (SPA) beenden gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer Jagd und Fallenstellerei auf 150 ha privater Grundstücksfläche auf dem Ta'Cenc Plateau
Das Ta’Cenc-Plateau, eine Stein- und Fels-Macchia über der hohen Steilküste im Süden von Maltas kleiner Nachbarinsel Gozo, wäre in jedem anderen Land der EU ein Naturschutzgebiet. Nicht nur wegen seiner ganz speziellen Pflanzenwelt, sondern auch wegen der dort in der Steilküste bestehenden Brutkolonie des gefährdeten Mittelmeer-Sturmtauchers. Leider hat sich das abseits gelegene 150 ha große Ta'Cenc-Hochplateau zu einem Tummelplatz sowohl für Vogeljäger als auch Vogelfallensteller entwickelt, die nahezu alle Zugvögel schießen und fangen, die diesen Inselteil überfliegen oder dort Rast machen. Selbst ein Wanderfalken-Paar, das hier im Jahr 2012 erstmals nach vielen Jahrzehnten wieder zu brüten versuchte, wurde rücksichtslos abgeschossen.
Eine Betretungsgenehmigung für das Privatgelände besitzen die mit Fangnetzen & Gewehren bewaffneten Männer nicht - sie haben das Privatgelände schlicht und einfach besetzt. Doch damit ist jetzt Schluss! Nach intensiven Verhandlungen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Pro Artenvielfalt (SPA) und einem Vorstandsmitglied des Komitee gegen den Vogelmord (CABS) hat sich der Grundstückseigentümer Victor Borg, dem auch das nah gelegene 5 Sterne Ta’ Cenc Hotel & Spa gehört, bereit erklärt, sein Grundstück zu einem jagd- und fallenfreien Naturreservat zu erklären.
Ausgestattet mit einer schriftlichen Erklärung des Eigentümers, seine Interessen wahrnehmen zu können, haben CABS- und SPA-Vogelschützer nun Ende April 2013 damit begonnen, die ungebetenen Jäger und Fallensteller aus dem Privatgelände zu verweisen und sie auf den begangenen Hausfriedensbruch aufmerksam zu machen.
Das unbewohnte Plateau ist ein Paradies für Rohr- und Wiesenweihen, die anders als andere Greifvögel vor allem auf dem Boden übernachten. Zudem suchen Singvögel wie Schwalben, Braunkehlchen und Würger ebenso wie Segler, Wiedehopfe und Bienenfresser das Gebiet zur Nahrungssuche auf, bevor sie von hier aus ihren Flug über das Mittelmeer in Richtung Italien fortsetzen.
Die Jäger und Vogelfänger, die um die magische Anziehung des Ta'Cenc-Hochplateaus wissen, besetzen vor allem morgens ab 05:30 Uhr und abends verbotenerweise ihre Schieß- und Fanghütten und stellen dort den einfliegenden und rastenden Zugvögeln nach. Während sich die bedrohten Zugvögel über derartigen Frevel kaum beschweren können, haben das die gut zahlenden Gäste des Ta'Cenc-Hotels aber zunehmend eindringlich gemacht. Wer nicht mit eigenen Ohren das frühmorgendliche „Geschützfeuer“ unmittelbar um das Hotelgelände und auch die Rücksichtslosigkeit der mehr als unfreundlichen Jäger und Fallensteller gegenüber Hotelgästen erlebt hat, kann die Angst und die Sorgen um das leibliche Wohlergehen der Hotelgäste bei ihren Spaziergängen nur schwer nachvollziehen. Selbst zwischen den Touristen mit Kindern wurde rücksichtslos auf Zugvögel geschossen!
Seit dem 23.04.2013 fordern CABS- und SPA-Vogelschützer in der Morgendämmerung die im Privatgelände anwesenden Jäger und Fallensteller regelmäßig auf, die Vogeljagd unverzüglich einzustellen und das Gelände zu verlassen. Die lokale Polizei ist informiert und hält sich für aggressive Zwischenfälle im Hintergrund bereit, um notfalls schnell eingreifen zu können.
Die am 23.04. völlig überraschten 6 Vogeljäger und ein aufgebrachter Vogelfänger, der eine lebende Turteltaube als Lockvogel mit sich führte, kamen der unmissverständlichen Aufforderung der "Bird Guards" aber nach und verließen das Gelände ohne Zwischenfälle. Erst am 25.04. musste die Polizei bemüht werden, als sich ein weiterer illegaler Jäger dem Zugriff der Komitee-Mitarbeiter entzog. Er wurde erkennungsdienstlich behandelt und von den Beamten des Platzes verwiesen.
Auch wenn unser erster Einsatz vor allem den Jägern galt, wurden trotzdem an den Vogelfangstellen Lockvogelkäfige und verschiedene Falleneinrichtungen abgebaut und vom Plateau entfernt. Auch erste Schießunterstände wurden unbrauchbar gemacht - die Entfernung aller Jagd- und Fangeinrichtungen ist aber aufgrund ihrer Vielzahl sehr aufwändig und daher unser mittelfristiges Ziel.
Das gesamte 150 ha umfassende Privatgelände wird bis zum Ende der offiziellen Jagdsaison am 30.04.2013 weiterhin überwacht - insbesondere am Wochenende werden zahlreiche Vogeljäger aus Malta erwartet, denen die geschaffene jagdfreie Zone noch nicht bekannt ist.




Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Ein weiterer erfolgreicher Tag - trotz derzeit spürbar zurückgehender Wilderei konnten 5 aktive Zugvogel-Fangstellen aufgespürt werden: In einem Garten überführten Polizisten der APS-Sondereinheit zur Wilderei-Bekämpfung nach einem Hinweis von Vogelschützern einen Wilderer mit 57 Leimruten - Wilderer Nr. 17 des diesjährigen Frühjahrs-Vogelschutzcamps!
In weiteren vier Gärten wurden insgesamt 101 Leimruten und ein Vogelfangnetz gefunden.
Alle Fanggeräte wurden gemeinsam mit der Polizei abgebaut.
Gemeinsam mit den Beamten der APS gab es am Morgen mehrere Überwachungsansitze an sehr regelmäßig genutzten Leimruten-Fangplätzen. Diese Aktionen schlugen leider fehl, weil die Wilderer offenbar voller Panik vor den Vogelschutzcamp-Aktionen der vergangenen Wochen den Vogelfang zunächst eingestellt haben. Daher können derzeit Tausende Zugvögel jeden Tag ungehindert die Südküste der Republik Zypern sicher in Richtung türkische Küste überqueren - ein schöner erster Erfolg unserer Vogelschutzarbeit vor Ort!

Vogelschützer auf Gozo (Malta) mit massivem Einsatz gegen illegale Jagdaktivitäten
Heute Morgen führten Vogelschützer auf dem Ta‘Cenc Plateau im Süden der Insel Gozo eine konzertierte Aktion gegen illegale Jagdaktivitäten und Vogeljagdeinrichtungen durch und sorgten damit unter den Jägern und Fallenstellern für einigen Wirbel.
Vier Einsatzteams des Komitee gegen den Vogelmord (CABS) und der Stiftung Pro Artenvielfalt (SPA) verwiesen mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Eigentümers des 150 ha umfassenden Insel-Plateaus und des 5 Sterne Ta’ Cenc Hotel & Spa 7 einheimische Jäger von seinem Privatgelände. Trotz eindeutiger Ausschilderung und dem Hinweis „Keine Jagd und Fallenstellerei“ hatten sich die Jäger und auch Fallensteller in dem Privatgelände häuslich eingerichtet
Der kurzfristig organisierte Einsatz der Vogelschützer war mit der Umweltpolizei der Republik Malta und der örtlichen Polizeidirektion abgestimmt und von dem Grundstückseigentümer gewünscht, da seine Hotelgäste in den letzten Tagen morgens schon ab 05:30 Uhr durch massives „Geschützfeuer“ aus dem Schlaf gerissen wurden. Auch Spaziergänge in dem landschaftlich reizvollen Hotelgelände entlang der Steilküste und in dem reich strukturierten Hochplateau wurden durch intensives „Gewehrfeuer“ und Heckenschützen im Gelände zu einer „beklemmenden“ Urlaubserfahrung. Erstmals gibt es entlang einer bedeutenden Vogelzugroute in Südeuropa zwischen einem Qualitäts-Hotelunternehmen mit ökologisch wertvollem Privatgrundstück und zwei gemeinnützigen Naturschutzorganisationen eine beispielhafte und engagierte Zusammenarbeit zum Wohle der Natur- und Artenvielfalt und der erholungssuchenden Urlauber.



Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Der Montag war ein erfolgreicher Tag für die Vogelschützer auf Zypern.

Schlag gegen illegalen Vogelfang: Polizei beschlagnahmt Netze, lebende Lockvögel und tote Greifvögel
Mehr als 330 Verstöße gegen das Jagdverbot am Sonntag
In den ersten drei Tagen der vom Komitee gegen den Vogelmord auf Malta und auf Gozo gemeinsam mit der Stiftung Pro Artenvielfalt organisierten Operation „Skyfall“ wurden mehr als 330 Verstöße gegen das Jagdverbot am Sonntag festgestellt. Zusammen mit der Polizei wurden fünf illegale Fanganlagen stillgelegt. Weiter wurden von der Polizei nach Hinweisen des Vogelschützer 5 lebende geschützte Vögel, darunter ein stark gefährdeter Ziegenmelker und mehrere Watvögel, sowie 6 geschossene Rohrweihen, ein toter Kuckuck sowie zwei illegale elektronische Lockanlagen für Wachteln sichergestellt.
Bereits am Samstagmorgen entdeckten Vogelschützer zwischen Xaghra und Ramla Bay (Gozo), zwei aktive Klappnetze, die sofort der Bezirkspolizei gemeldet und von Beamten beschlagnahmt wurden. Etwa zur gleichen Zeit stieß ein Vogelschützer-Team in Imtahleb auf ein etwa 10 Meter langes, vertikal aufgestelltes Fangnetz, in dem ein frisch gefangener Vogel um sein Leben kämpfte. Die sofort verständigte Polizei kam allerdings erst 45 Minuten später zum Tatort. Diese Zeit wurde von Vogelfängern dazu genutzt, das Netz abzubauen, so dass eine Beschlagnahme nicht mehr möglich war. Weniger Glück hatte ein Vogelfänger, der ein weiteres Stellnetz im Tal unterhalb von Ta´ Baldu (Wied ir-Rum) aufgestellt hatte. Die Polizei war innerhalb von 20 Minuten vor Ort, beschlagnahmte das Netz und leitete ein Strafverfahren gegen Unbekannt ein.
Einen besonders schockierenden Fund machte eine Fuß-Patrouille des Komitees am Samstagnachmittag im Tal zwischen der Stadt Mtarfa und den Dwejra Lines (Malta). Auf einem frisch gemähten Klee-Feld lagen die Kadaver von 6 Rohrweihen und eines frisch geschossenen Kuckucks. Die Rohrweihen waren bereits seit einigen Wochen tot. Sämtliche Kadaver wurden von der Umweltpolizei ALE geborgen und abtransportiert. Die Beamten ermitteln gegen Unbekannt.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag waren zwei Patrouillen der ´Bird Guards´ unterwegs, um Hinweisen auf den Gebrauch illegaler elektronischer Lockanlagen für Wachteln in der Nähe von Bingemma und Bahrija (Malta) nachzugehen. Mit Erfolg:
Zwischen 2 und 4 Uhr nachts wurden insgesamt 16 dieser verbotenen Lockanlagen ausfindig gemacht. Die von den Vogelschützern zu Hilfe gerufene Polizei schickte einen Streifenwagen, dessen Beamte gegen 3:30 Uhr in Bingemma eintrafen und damit begannen, die Anlagen still zu legen. In der Nähe eines der Geräte entdeckten die Vogelschützer zudem ein weiteres, etwa 20 Meter langes Stellnetz sowie ein über 40 Meter langes Bodennetz für den illegalen Fang von Wachteln, um das herum 6 Käfige mit lebenden Lockvögeln aufgestellt worden waren. Wenige Meter neben den beiden Netzen befand sich ein kleiner Garten mit einer etwa 3 Kubikmeter große Voliere, in der mehrere streng geschützte Vögel sowie etwa 20 unberingte Turteltauben, Singdrosseln und andere jagdbare Arten gehalten wurden. Mitarbeiter der ALE sowie des Umweltamtes MEPA (Malta Environment and Planning Authority) bauten die Netze ab und befreiten ein Rotkehlchen, 2 Zwergstrandläufer, einen Alpenstrandläufer sowie einen Ziegenmelker – eine europaweit akut gefährdete Vogelart – aus ihrem Gefängnis. Die Vögel sollen noch heute im Vogelschutzgebiet Il-Ghadira freigelassen werden.
Die heute Morgen in Safi, Delimara, Imtahleb sowie auf Gozo stationierten Teams haben trotz des Jagdverbots am Sonntag insgesamt 88 Schüsse gezählt. Trauriger Spitzenreiter an diesem „blutigen Sonntag“ war die Gegend rund um Safi (Malta), wo zwischen 6 und 9 Uhr knapp über 200 Schüsse fielen. Eine von den Naturschützern verständigte Patrouille der ALE wurde Zeuge der wilden Schießerei und durchsuchte das Gelände mit zwei Beamten. Über das Ergebnis der Kontrolle ist nichts bekannt.


Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Bei unseren Vogelschutzeinsätzen auf Zypern erleben wir seit 2 Tagen echte Erfolge unserer jahrelangen Anstrengungen für den Zugvogelschutz :
Nach der massiven Präsenz unserer Vogelschützer und der polizeilichen Unterstützung unserer Aktionen in den ersten zwei Wochen des Vogelschutzcamps sind die Vogelfänger äusserst vorsichtig geworden und trauen sich kaum, größere Mengen an Leimruten auszulegen. Zwar sind die Fangplätze präpariert, aber auch am Sonntag konnte kein aktiver Fangplatz gefunden werden.
Trotzdem hat die APS-Polizei nach unserem Hinweis einen Vogelwilderer geschnappt, in dessen Hütte sich 56 Leimruten befanden. Dies ist der 12. Vogelwilderer, der im Verlauf unseres Vogelschutzcamps in flagranti erwischt wurde. Weiter konnten zwei Fangnetze und ein elektronisches Lockgerät sichergestellt werden.

Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Heute hat die dritte Woche des Vogelschutzcamps auf Zypern begonnen.
Obwohl viele Vogelschützer im Einsatz waren, wurden vergleichsweise wenige Vogelfallen gefunden: es wurden nur 8 Leimruten abgebaut und vernichtet.
Ein auf einer Leimrute gefundener Halsbandschnäpper war so stark verletzt, dass er nicht freigelassen werden konnte - er wird nun in der Camp-Unterkunft gepflegt.
Weiter wurden einige Fangstellen gefunden, an denen es in den nächsten Tagen weitere Ermittlungen der Polizei geben wird. Das gleiche gilt für drei Volieren, die voll besetzt mit Vögeln geschützter Arten waren.
Heute war sehr starker Vogelzug auf Zypern zu verzeichnen: Große Mengen an Mönchsgrasmücken, Waldlaubsängern, verschiedenen Schnäpperarten, Pirolen und Kuckucken wurden beobachtet.

Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Um die derzeit laufenden und für die nächsten Tage geplanten Vogelschutz-Aktionen und unsere Vogelschützer vor
Ort nicht zu gefährden, wollen wir in den kommenden Tagen keine detaillierten Informationen zum Verlauf und zu den Ergebnissen des Vogelschutzcamps in
der Republik Zypern machen.
Wir werden an dieser Stelle voraussichtlich wieder ab Samstag den 20.04.2013 aus Zypern berichten.
Zeitgleich werden Sie hier dann auch das elektronische Tagebuch vom Vogelschutz- camp auf Gozo (Malta) finden .
Danke für Ihr Verständnis!

Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Am heutigen Sonntag sind ein Teil der Vogelschützer der ersten Einsatzwoche nach Hause zurückgekehrt.
Die heute eingesetzten Teams waren bei ihrer Vogelfallensuche recht erfolgreich, trotzdem konnte kein Wilderer überführt werden. In drei umzäunten Gärten bzw. Hütten wurden insgesamt 234 Leimruten gefunden, allesamt aber noch nicht mit Leim präpariert! Der zähe, mit Honig vermischte Pflanzensirup wird meist nur unmittelbar vor der Verwendung der Leimruten aufgebracht. Diese drei Vogelwilderer waren offenbar noch in den Vogelfangvorbereitungen. Die Eigentümer der Grundstücke wurden zwar festgestellt, Anzeigen gab es wegen der noch nicht einsatzfähigen Leimruten nicht. Zumindest wissen die potenziellen Vogelfänger aber, dass wir ihnen auf die Finger und in ihre Gärten schauen.
In Küstennähe wurde ein Garten mit 41 aktiven - klebrigen - Leimruten gefunden, hier konnten mehrere Vögel befreit werden, darunter eine Orpheusgrasmücke.

Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Der 7. Einsatztag des diesjährigen Frühlingscamps auf Zypern war ziemlich ruhig. Alle Teams waren in Küstennähe
im Südosten der Insel im Einsatz.
Die Polizei hat heute vormittag versucht,
die Besitzer zweier Gärten ausfindig zu machen. Vogelschützer hatten in deren umzäunten Grundstücken 44 bzw. 30 fängisch platzierte Leimruten gefunden.
Der Eigentümer des Gartens mit den aufgebauten 44 Leimruten konnte dingfest gemacht werden. In dem anderen Garten mussten die Beamten die 30 Leimruten abbauen, ohne den Fänger überführen zu können.
Im Laufe des Tages wurden an vier weiteren Fangstellen 49 weitere Leimrutenfallen und 3 Netze gefunden, abgebaut und vernichtet.
Ein Stieglitz, der in einem kleinen Käfig an einer einzelnen Leimrute als Lockvogel missbraucht wurde, konnte befreit werden.


Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Heute konnten wir den 10. Vogelwilderer während des Frühjahrs-Vogelschutzcamps erwischen: Ein Vogelschützer-Team war vormittags ganz im Südosten Zyperns in Küstennähe im Einsatz, wo es gemeinsam mit der APS-Polizei einen eingezäunten Garten mit 62 Leimruten entdeckte. Der Grundstückseigentümer wurde angezeigt.
Im Verlaufe weiterer Fangplatzkontrollen wurde an einem Fangplatz ein nagelneues, noch nicht benutztes Fangnetz gefunden und an einem weiteren Platz 67 ebenso frische Ruten, die noch nicht mit Leim präpariert waren. Die Fänger bereiteten sich offenbar gerade auf Vogelfangaktivitäten vor. Alle Vogelfanggeräte wurden sichergestellt.
Im Vergleich zu den Vorjahren sind die illegalen Vogelfangaktivitäten auf Zypern in diesem Frühjahr anders strukturiert. Derzeit sind zwar fast alle Fangstellen präpariert, aber nur große Fangplätze sind aktiv.
Zum ersten Mal seit Beginn der Zypern-Vogelschutzcamps im Jahr 2010 zeigen unsere Aktionen in diesem Jahr eine spürbare Wirkung: Die meisten Wilderer fangen zwar weiterhin Vögel und sind auch keinesfalls gewillt aufzugeben, aber sie sind sehr viel vorsichtiger und stellen ihre Fallen und Netze nur an manchen Tagen und dann auch nur noch am frühen Morgen auf. Allein durch diese Fangzeiten-Limitierung werden täglich Tausende Zugvögel gerettet!


Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Ein Premiere-Tag: Zum ersten Mal haben ein Vogelschützer-Team und Mitarbeiter der UN-Friedenstruppe UNFICYP gemeinsam eine Aktion gegen die Vogelwilderer an der Grenze zum türkisch besetzten Nordzypern durchgeführt.
Seit dem Jahr 1974 sichern die Blauhelm-Soldaten hier die Pufferzone zwischen dem griechisch-sprachigen Süden und dem türkisch-sprachigen Norden der Mittelmeer-Insel. In diesen Teil des Landes haben Polizisten der Republik Zypern keinen Zugang, folglich hat dort die Vogelwilderei erschreckende Ausmaße angenommen.
In Kooperation mit der UN und dem „Game Fund“ (Naturwacht) der Republik Zypern konnten 2 Vogelwilderer überführt werden, bei denen 63 Leimruten beschlagnahmt wurden.
Ein Vogelschützer-Team hat weiter südlich gemeinsam mit der Antiwilderer-Einheit der zyprischen Polizei (APS) eine Voliere mit 9 geschützten Singvögeln (drei Stieglitze, drei Girlitze, zwei Buchfinken, ein Erlenzeisig) gefunden - der Täter konnte (leider) wegen Unklarheiten der Besitzverhältnisse nicht überführt werden. Die Singvögel wurden von der APS-Polizei freigelassen.


Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Bei stürmischem und unbeständigem Aprilwetter haben heute wieder zwei Teams von Komitee gegen den Vogelmord und der Stiftung Pro Artenvielfalt gemeinsam mit der APS-Polizei nach Leimrutenfallen und Fangnetzen gesucht.
Im Landesinnern wurden drei Fangnetze und eine elektronische Vogellockanlage sicher- gestellt. In Nähe der Südküste unweit Agia Napa wurden insgesamt 302 Leimruten & ein weiteres Vogellockgerät konfisziert und vernichtet.

Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Die Arbeit der Vogelschützer im Frühjahrs-Vogelschutzcamp verlief bisher – dank der konsequenten und engagierten Begleitung durch die Polizeisondereinheit APS – ohne nennenswerte Zwischenfälle. Auch die Ausbeute an illegalen Vogelfanggeräten (Leimruten, Fangnetze, elektronische Lockanlagen) war schon recht erfolgreich.
Wie in den beiden vorangegangenen Tagen wurden auch heute zwei Wilderer beim Vogelfang geschnappt: Der eine hatte 26 Leimruten aufgestellt, der andere hatte eine große Voliere mit Erlenzeisigen, Buchfinken und Grünfinken im Garten. Sämtliche Vogelarten stehen auch auf Zypern unter Naturschutz, wurden daher konfisziert und in die Freiheit entlassen.
Weit im Südosten der Insel wurden bei der weiteren Suche nach Fallen in Kooperation mit der Polizei zusätzlich 217 Leimruten und eine elektronische Lockanlage gefunden und abgebaut.


Weitere Vogelfänger und große Vogelfanganlagen erfolgreich aus dem Verkehr gezogen
Auch am Montag konnten wieder zwei Wilderer aufgrund unserer aktuellen Hinweise überführt werden: Einer hatte 4 Vogelfangnetze in seinem Garten im Landesinnern unweit der Grenze zu Nordzypern aufgestellt, der andere an der Südostküste Zyperns hatte 22 Leimruten fangbereit in seinem Garten aufgebaut. Gegen beide Vogelfänger wird ein Strafverfahren eingeleitet. Im Laufe des Tages haben die Vogelschützer-Teams gemeinsam mit der Polizei an fünf weiteren Stellen insgesamt 363 Leimruten, davon alleine 208 Leimruten in einer Stelle in der Macchia (Strauchsteppe), sowie 2 elektronische Lockanlagen gefunden und sichergestellt.
Bei der Durchsuchung des Macchia-Geländes wurde an einer Leimrute ein Turmfalke gefunden, der mit beiden Flügeln hoffnungslos an einer Leimrute festhing! Während der Vogel binnen Sekunden in der Leimrutenfalle festhing, brauchten 2 Vogelschützer mehr als 1 Stunde, um die Flügelfedern des Turmfalken mit warmem Wasser gründlich von Leim zu säubern, anschließend die Schwungfedern trocken zu föhnen und das Gefieder für den Flug in die Freiheit sorgfältig zu richten.



Aktuelles aus dem Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2013
Polizeischutz für Vogelschützer
Mit dem 06.04.2013 beginnt auf Zypern das mehr als dreiwöchige Frühjahrscamp des Komitees gegen den Vogelmord gemeinsam mit unserer Stiftung Pro Artenvielfalt.
Mehr als 15 Vogelschützer aus Italien, Zypern, Deutschland, Slowenien und der Schweiz sind ab heute im Einsatz. Dies in enger Abstimmung mit den lokalen Polizei-Behörden und der Spezialeinheit APS, die unsere Vogelschützer bei ihren Arbeiten vor Ort aktiv unterstützen.
Hauptarbeiten sind das Suchen + Beseitigen von Leimruten, von Vogelfangnetzen sowie elektronischen Vogellockanlagen. Zwecks Optimierung der gemeinsamen Einsätze wird ein Vogelschützer-Team Gelände-Sondierungen und die Vorab-Überprüfung von bekannten Fangplätzen durchführen. Die gemeinsamen Vogelschutzeinsätze haben ebenso zum Ziel, Vogelwilderer in flagranti zu überführen. Die Begleitung unserer Vogelschützer-Teams durch Polizeipatrouillen dient auch der Sicherheit der Vogelschützer und der konsequenten Strafverfolgung von überführten Vogelfängern.
Unsere Berichterstattung vom Vogelschutzcamp beginnen wir heute mit 3 aktuellen Fotos, die die Schönheit der Südküste der Republik Zypern und 2 dort wild lebender Tierarten zeigen.














-> ältere Nachrichten finden Sie im News-Archiv