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Spendenprojekt
September 2017
Zugvogelmord auf Zypern
… jetzt mit Freibrief der
zypriotischen Regierung!
Die Konsequenz: Volle
Teller für Gourmets, leere
Gärten für uns alle!



Zypriotische Zugvogel-Spezialität Ambelopoulia © CABS

Die auf massiven Druck der
Jagd- und Wilderer-Lobby
von der zypriotischen
Regierung überarbeiteten
und im Juli vom zyprio-
tischen Parlament verab-
schiedeten Vogelschutz-
gesetze garantieren nun
geradezu paradiesische
Zustände für Zugvogel-
wilderer. Die gehen diesen
Herbst während der Vogel-
zugzeit noch entspannter in
ihre Gärten, Olivenbaum-
plantagen und in öffent-
liches Gelände, packen aus
ihren Schuppen oder Pick-
ups perfekt vorbereitete
Nylon-Fangnetze oder
Leimruten aus und bauen
diese tausendfach
zwischen Olivenbäumen
und Sträuchern auf.


Singvogelopfer der Profitgier
© SPA

 
Der Besitz und die Nutzung
der von der EU-Vogel-
schutzrichtlinie ausdrücklich
verbotenen elektronischen
Vogellockanlagen, Leim-
ruten und Fangnetze sind
nunmehr auf Zypern nur
noch eine Ordnungswidrig-
keit und kein Straftat-
bestand mehr. Selbst für
hartgesottene Wieder-
holungstäter bleibt es bei
einer Ordnungswidrigkeit
ohne Strafanzeige! Das
Strafmaß (Bußgeld) wurde
derart abgesenkt, dass sich
bei der illegalen Vogel-
fängerei erwischte Vogel-
wilderer dieses mit dem
Verkauf von erneut gemor-
deten Zugvögeln in nur
wenigen Vogelfangtagen
„bar zurückverdienen“ können.
 

An Leimrute verendeter stark bedrohter Wendehals © SPA

Die Vogelschutzaktivisten
unseres Partners „Komitee
gegen den Vogelmord“ und
unserer Stiftung machen
sich daher auf neuerliche
unangenehme Erfahrungen
mit kriminellen Vogelwilde-
rern gefasst, da auch die
Einsatzbereitschaft der
zypriotischen Polizeibeam-
ten der Anti-Wilderei-Einheit
APS (Anti Poaching Squad) für die Unterstützung unse-
rer Zugvogelschutzarbeit
noch nicht verbindlich
abgestimmt ist.


Abbau Leimruten aus Loquat-Baum © SPA_CH

Es bleibt also zur Sicher-
heit der Aktivisten bei den
nächtlichen Einsätzen, bei
denen illegal aufgebaute
elektronische Vogellock-
anlagen und aktive Vogel-
fangplätze observiert,
mittels GPS-Daten und
Bildmaterial dokumentiert
und frühmorgens an die
Polizei gemeldet werden.
Vogelfanganlagen auf
öffentlichem Gelände, die
von der Polizei trotz unserer
Meldung nicht zeitnah ab-
gebaut werden, bauen
unsere Vogelschützer in
Eigenregie ab und ver-
nichten diese.


Vogelfangnetzanlage mit Singvogelopfern © SPA

Singvögel sind überwie-
gend nachts auf Vogelzug
und geraten angelockt
durch elektronische
Lockanlagen in die teils
riesigen Fangnetzanlagen.
Tagsüber gehen unsere
Zugvögel auf Insektenjagd.
Dafür nutzen sie bevorzugt
freie, gut anzufliegende
Äste in Bäumen und Sträuchern. Die gut sicht-
bar ausgelegten klebrigen
Leimruten sind scheinbar
ideale Ansitzplätze… eine
fatale und tödliche Ein-
schätzung. Von den aus-
gelegten Leimruten gibt es
kein Entrinnen. Das Sprich-
wort: „Sie/er ist mir auf den
Leim gegangen“
beschreibt
die unheilvolle Konsequenz
dieser Fallentechnik!


Mönchsgrasmückenweibchen gefangen an Leimrute © SPA

Bei ihren verzweifelten
Fluchtversuchen reißen
sich die auf den Leim
gegangenen Zugvögel ihre
Federn aus, verteilen den
Leim immer tiefer im
Gefieder oder verschlucken
ihn. Die Vogelopfer hängen
dann meist stundenlang
kopfüber in der prallen
Sonne, bis zur totalen
Erschöpfung und einem
langsamen qualvollen Tod.
Noch lebende Singvögel
werden von Vogelwilderen
mittels eines Zahnstochers
getötet, der durch den
zwangsweise geöffneten
Schnabel ins Vogelhirn
gestoßen wird!


Bienenfresser gefangen an
Leimrute © CABS


Bei unserem Herbst-
Vogelschutzcamp-Einsatz
2017 werden die Vogel-
schützer die uns bekannten
mehr als 520 illegalen
Fanganlagen mehrfach
kontrollieren und verstärkt
auch Fotofallenkameras
einsetzen, um Vogel-
wilderer zu identifizieren
oder idealerweise in
flagranti zu erwischen.


Tagesausbeute abgebaute Leimruten © SPA_CH

Allein in der Republik
Zypern werden jedes
Jahr noch immer bis zu
2,5 Millionen Zugvögel
gefangen und meist qual-
voll getötet. Fast alle ge-
mordeten Zugvogelarten
sind europaweit streng
geschützt. Das allerdings
interessiert die mafiös
organisierten Vogelwilderer
und auch die Mehrheit der
zypriotischen Parlaments-
abgeordneten nicht - zu
groß ist der Profit aus dem
illegalen Zugvogelfang.


Gefangen an Leimruten - Mönchsgrasmücken + Gartenrotschwanz © CABS

Zur Deckung der mehrwöchigen Vogelschutzcamp-Einsatzkosten im Herbst
2017 benötigen wir ca.
24.800 Euro. Bitte unter-
stützen Sie dieses
engagierte Zugvogel-
Rettungsprojekt. Ihre
Spende von vielleicht
15, 25 oder 50 Euro macht
unsere Einsätze überhaupt
erst möglich und stärkt
uns im Kampf gegen die
Zugvogelwilderer. Danke!
 
Projekte
 
Unser Bergmischwald liegt in 800 – 1.200 m Höhe an der Westflanke des Bergmassivs des Buchrain bei Murnau im Kreis Garmisch-Partenkirchen, Oberbayern. Talseitig liegt die Gemeinde Ohlstadt, die unmittelbar an das einmalig schöne und ökologisch außerordentlich wertvolle Naturschutzgebiet des "Murnauer Moos" angrenzt.


Buchrain Bergwald

In den Waldflächen des Bergmassivs des Buchrain finden seit einigen Jahren umfangreiche Holzentnahmen statt. Für deren effiziente und wirtschaftliche Durchführung mit modernster Baumrodungstechnik werden ungeachtet aller Erkenntnisse über die negativen Auswirkungen der Klimaveränderungen auf die Bergwälder und den daraus resultierenden Waldstress selbst in Steilhanglagen neue landschaftszerstörende Waldwege angelegt. Die fördern dann nach Ende der Waldnutzungsarbeiten die Erosion und tragen so zu der Zerstörung der Bergflanken und den damit einhergehenden Gefahren (Schnee- Geröll-, Schlamm-Lawinen, Erdrutsche) für die Menschen in den Bergregionen bei.


Bergmassiv des Buchrain


Auerhahn

Unser Bergwaldkauf dient daher der langfristigen Erhaltung und der natürlichen Regeneration eines noch weitgehend intakten Bergmischwaldes auf ca. 9,1 Hektar Fläche. Mit diesem Prozessschutz dürfen die Buchen, Weißtannen, Bergahorne und Rotfichten alt werden und absterben und sich der nachwachsende Wald dort oben somit auf natürliche Weise den bereits ablaufenden Klimaveränderungen anpassen.


Buchrain Bergwaldfläche


Rauhfußkauzpaar

Über die Jahre werden unsere Waldflächen vor Ort auch Beispiel und Zeugnis dafür geben, dass der wirtschaftende und naturnutzende Mensch dringend einen sensibleren Umgang mit den naturnahen Bergmischwäldern in den alpinen Bergregionen pflegen muss.


Buchrain Bergwald


Haselhuhn

Unser naturnaher teils lichter Bergmischwald ist (noch) stabil und bietet damit einer Vielzahl von teils schon bedrohten Tieren wie z. B. den Rauhfußhuhnarten Auerhuhn und Haselhuhn, sowie dem Rauhfußkauz und Spechtarten wie Dreizehenspecht, Schwarzspecht und Weißrückenspecht geeigneten Überlebensraum. Auch der Alpensalamander profitiert dort von kalten ungestörten Bergbächen.
Unser Ziel ist es, im Bergmassiv des Buchrain weitere noch naturnahe Waldflächen hinzuzukaufen. Dafür arbeiten wir!


Alpensalamander

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