DieTierPatenArtenschutzturm Wünschendorf / ElsterEisvogel im WeidatalFischotterportraitUnsere Bachwiesen im Murnauer Moos, Bayern
Spendenprojekt
Oktober 2017
Aller guten Dinge sind Drei… unser 15-Jahre Jubiläumsprojekt!



Seit Beginn der Flächen-
käufe im Jahr 2007 für unser Wiesenvogelschutz-
projekt „Niedermoorgebiet
Finowtal“, Kreis Barnim,
Brandenburg konnten wir
hier mit Spendengeldern
gut 100 ha (1.000.000 m²)
Niedermoorwiesen, Bruch-
wald und Dünenwald
kaufen. Damit kann unsere
Stiftung schon heute nach-
haltigen Einfluss auf die
zukünftige Flächennutzung
und Entwicklung des Natur-
haushalts und seiner
wunderbaren Artenvielfalt
nehmen!


Weitläufiges Finowtal © SPA
 
Dank der bereits einge-
leiteten Extensivierung der
Flächennutzung durch
kleinere Rinderherden und
Mutterkuhhaltung eines
Bio-Landwirtschafts-
betriebes erholt sich dort
die Natur und eine Vielzahl
von Tierarten kehrt all-
mählich wieder in dieses
Feuchtwiesengebiet zurück:
Die wachsende Vielfalt an
Insekten, Lurchen, Amphi-
bien und Reptilien im
Finowtal lockt zunehmend
wieder andernorts bedrohte
Vogelarten an.
 

Feldlerche © Leo fokus-natur


Kranich-Küken © L. Hlasek

Viele davon, wie der
Kranich, der Schwarz-
storch, der Wachtelkönig,
der Kiebitz, die Feldlerche
und sogar die vielerorts
bedrohte am Boden brü-
tende Rohrweihe, finden
hier wieder einen sich
naturnah entwickelnden
Feuchtwiesenlebensraum.
Die Konzentration unserer
Landkaufanstrengungen
auf das Finowtal trägt Früchte.


Rohrweihen-Paar am Nest
© Hlasek


Aller guten Dinge sind
Drei – steht für unseren
3. Flächenkauf 2017 im
Finowtal und für den
3. See in Deutschland,
den wir nun in unser Eigentum übernehmen
können.
Nach dem
„Kleinen Gollinsee“ und
dem „Cossensee“ ist der
Lehnssee unser drittes
Seebiotop, das sich unter
unseren schützenden Hän-
den zukünftig ungestört und
naturnah entwickeln kann
und ausschließlich dem
Schutz der Artenvielfalt
dient. Der Kauf des Lehn-
see und seiner Uferberei-
che ist zugleich unser "15-
Jahre Einsatz für den
Artenschutz“ – Jubiläums-
projekt.



Romantischer Lehnssee © SPA

Wir haben in den letzten
Jahren schweren Herzens
zusehen müssen, wie
dieser idyllisch in das
Finowtal eingebettete 8,9 ha
(89.000 m²) große See von
Nicht-Eigentümern zuneh-
mend für illegales Freizeit-
vergnügen wie Bootfahren,
Baden und Angeln miss-
braucht wurde. Die Folge
waren zunehmende Störun-
gen des Sees und der
Röhricht bestandenen See-
Uferbereiche und der dort
brütenden Vogelarten sowie
die Zerstörung deren Nist-
und Brutplätze und Nester.


Freizeit-Bauwerke im Lehnssee
© SPA


Drosselrohrsänger, Teich-
rohrsänger, Sumpfrohr-
sänger, Rohrschwirl, Rohr-
ammer, Rohrdommel und
Rohrweihe weisen schon
in ihren Namen auf den
von Ihnen bewohnten Lebensraum hin… und
der wird wegen legaler
und illegaler Nutzung vieler
Seen für Gewässersport
und Freizeitvergnügen bei
uns leider immer knapper
und seltener. Solche
Naturschätze wie der
Lehnssee sind im Kampf
gegen das Artensterben
vor unserer Haustür
unendlich wichtig
.


Drosselrohrsänger © Hlasek


Rohrschwirl © Hlasek

Und wo die Rohrsänger
noch ungestört brüten
können, findet auch der
bereits auf der Vorwarnliste
der bedrohten Vogelarten
stehende Kuckuck noch
ein geeignetes Nest, in
das er sein Kuckucksei
hineinlegen kann.


Jung-Kuckuck im Rohrsänger-Nest © Hlasek


Haubentauchermutter mit Küken
© Hlasek


Umso wichtiger ist, dass
wir den Lebensraum-
Spezialisten der röhricht-
und schilfbestandenen
Seeuferbereiche ihre an-
gestammten Lebensräume
dauerhaft und störungsfrei
erhalten und durch Rena-
turierung zerstörter Seeufer
wieder geeignete Lebens-
räume schaffen. Mit diesem
3. Flächenkauf des Jahres
2017 im Finowtal können
wir dort bald 114 ha ge-
schützte Flächen unser
Stiftungseigentum nennen.


Der Lehnssee eingebettet im Finowtal © SPA

Den Kaufvertrag für die
insgesamt 12,9 ha
(129.000 m²) große Gesamtfläche (Lehnssee,
Uferwiesen und Dünen-
wald) haben wir bereits
unterschrieben. Bitte
helfen Sie uns mit Ihrer
Jubiläumsspende, die
Gesamtkosten (Kaufpreis
inkl. Notargebühren,
Grunderwerbsteuer, amt-
liche Gebühren) von gut
142.000 Euro bis spätes-
tens Ende Oktober 2017
zusammenzubekommen.


> Folder Spendenprojekt Lehnsee (PDF-Datei)
 
Projekte
 
Unsere internationalen Vogelschutzcamps auf Zypern retten jedes Jahr zigtausende bedrohte Zugvögel von mehr als 40 Vogelarten.
 

Zypern, Südküste

Auf der "Sonneninsel Zypern" respektieren tausende Vogelfänger und Jäger selbst zu den Vogelzugzeiten im Frühjahr und Herbst jeden Jahres weder geltendes Recht noch Gesetz und morden illegal hunderttausendfach streng geschützte Singvögel auf ihrem Vogelzug in die afrikanischen Überwinterungsgebiete und auf dem Rückflug aus dem Süden zu uns nach Mittel- und Nordeuropa.


Bienenfresser als Leimrutenopfer


Maskenwürger an Leimrute


Mönchsgrasmücke gefangen an Leimrute

Die international arbeitende Vogel-
schutzorganisation "Komitee gegen
den Vogelmord e.V., Bonn/Deutsch-
land" schätzt die Zahl der jährlich
auf Zypern gefangenen und ge-
töteten Singvögel auf über 2.5
Millionen! Die Rücksichtslosigkeit
und Tierquälerei beim illegalen
Vogelfang ist unbeschreibbar und
solange die Vogelwilderer mit ihrer
gefiederten Beute hohe Profite
machen, wird selbst vor streng
geschützten Singvogelarten nicht
halt gemacht. Nach Jahren der
offiziellen Leugnung des massiven
illegalen Vogelfangs wurde von
zypriotischen Politikern der jährlich
stattfindende massenhafte Vogel-
mord im Januar 2011 erstmals als
lukratives Geschäft der organi-
sierten Kriminalität eingestuft.
Der Umsatz mit illegal getöteten
Zugvögeln wird auf 15 Millionen
Euro pro Jahr geschätzt.
 
 


gemordete Mönchsgrasmücken


zypriotische Spezialität Ambelopoulia


gebratene Grasmücken


tiefgefrorene Mönchsgrasmücken


Singvögel als Opfer der Profitgier

Sie haben richtig gelesen:

Pirole, Bienenfresser, Nachtigallen,
Mönchsgrasmücken, Gartengras-
mücken, Grauschnäpper, Rot-
schwänzchen und selbst Kuckucke
gehen auf Zypern durch die Hölle,
weil tausende zypriotische "Fein-
schmecker" und leider zunehmend
auch Touristen und "geschlossene
Gesellschaften" weltweit - auf die
zypriotische Spezialität "Ambelo-
poulia" trotz strengem Verbot nicht
verzichten wollen!

Nicht nur Feinschmecker schwören
auf "Ambelopoulia" - die traditio-nelle Singvogel-Speise auf Zypern. Auch Teile der Bevölkerung schwören auf die winzigen Happen
von wenigen Gramm Gewicht,
deren Geschmack angeblich
betörend sein soll. Tausende
Zyprioten genehmigen sich
zumindest gelegentlich - z.B.
zu Festen und Feiertagen - das
Gericht, bei dem nach Gemüse und
Meeresfrüchten als Höhepunkt drei
oder vier Grasmücken auf den
Tisch kommen. Und sie sind bereit,
für das karge Mahl mehr als 40
Euro hinzublättern! Die Fänger
selbst erhalten rund 4 Euro pro
Singvogel, steuerfrei und bar auf die Hand.

An guten Tagen erbeuten die
Vogelwilderer bis zu 100 Singvögel - kein Wunder also, dass die Land-
schaft gespickt ist mit Fanggeräten,
an denen elektronische Lock-
anlagen Tag und Nacht Vogel-
gesang abspielen um die Zugvögel
in den Tod zu locken. Die Polizei
spricht wegen der Gewinnspannen
schon vom "Kaviar des 21. Jahr-
hunderts" und fürchtet inzwischen
die professionellen Wildererban-
den. Diese schrecken nicht vor
Gewalt zurück, wenn sie ihr lukra-
tives Geschäft gefährdet sehen.
Das haben auch schon Vogel-
schützer der Vogelschutzcamps
zu spüren bekommen,die mehr
als einmal tätlich angegriffen und
verletzt wurden.

Nachfrage nach den gesottenen
Vögeln erhalten die zypriotischen
Tavenen und Restaurants zuneh-
mend auch aus dem Tourismus:
Insbesondere russische Gäste
haben "Ambelopoulia" in letzter Zeit
für sich entdeckt und fragen immer
öfter nach dem illegalen Gericht.

 
Das sind die illegalen Vogelfangmethoden: Alle diese unselektiven Vogelfang- und Tötungsmethoden sind nach der EU–Vogelschutzrichtlinie 79/409/EWG vom 2. April 1979 ausdrücklich verboten und auch die Republik Zypern hat diese EU-Vogelschutzrichtlinie mit dem EU-Beitrittsabkommen ratifiziert! Allein – bis heute fehlt hier der politische Wille, diese Richtlinie konsequent durchzusetzen.
 


Beobachtung einer Netzfanganlage


Einsammeln von Leimruten


Singvogelbefreiung aus Fangnetz


Leimrutenzerstörung
 

In Kooperation mit unseren Freun-
den vom "Komitee gegen den
Vogelmord e.V., Bonn" und
Mitarbeitern und Förderern der
Stiftung Pro Artenvielfalt Deutsch-
land unterstützen wir jeweils im
Frühjahr und Herbst jeden Jahres
das Vogelschutz-Camp an der
Südküste der Republik Zypern
operativ und finanziell, an dem
Vogelschützer aus Italien,
Deutschland, der Schweiz und Großbritannien teilnehmen.

Die Vogelschützer suchen am Tag
und in der Nacht die Küstenbe-
reiche und angrenzenden Berg-
hänge nach aufgebauten illegalen
Leimruten, Vogelfangnetzen und
elektronischen Vogelstimmen-
Lockgeräten mit Netzfanganlagen
ab und halten in Restaurants,
Lebensmittelgeschäften und
Metzgereien nach illegal angebo-
tenen Singvögeln Ausschau. Leim-
ruten, Fangnetze, elektronische
Vogelstimmen-Lockgeräte werden
nach Absprache mit den zustän-
digen Polizeibehörden abgebaut
und vernichtet. Vogelfanganlagen
in eingezäunten Privatgärten
werden den zuständigen Polizei-
behörden gemeldet, die die Fang-
anlagen beschlagnahmt und
Strafanzeige erstattet.

Aus eigener leidvoller und
schmerzhafter Erfahrung wissen
wir, dass der Einsatz auf Zypern
nicht ganz ungefährlich ist und
sind daher für die gute Zusam-
menarbeit mit den für Wilderei
zuständigen Polizeieinheiten dankbar.
 

In eigener Sache:

Alle unsere Vogelschutzcamps
in den Ländern Südeuropas
führen wir unter strikter Beach-
tung der geltenden nationalen
Gesetze durch. Unsere Aktionen
sind jeweils vorab mit den
Landes- und Regionalregierun-
gen und den zuständigen
Polizeidienststellen abgestimmt!
   

Befreiung eines Berglaubsängers von Leimrute
 
Während der Vogelschutzcamps halten wir engen Kontakt mit den lokalen Polizeibehörden. Seit 2012 werden unsere Vogelschützer von Polizeikräften der "Anti-Wilderer-Einheit" APS vor Ort unterstützt.
 
Polizeieinsatz zum Fangnetzabbau

Die Kosten für An- und Abreise, Unterkunft und Geländefahrzeuge, ergänzende Ausrüstung und Versicherungen für einen bis zu 4 Wochen dauernden Einsatz von bis zu 14 ehrenamtlichen Vogelschützern betragen ca. 20.800,00 Euro. Bitte unterstützen Sie unsere Zugvogel-Rettungsaktionen auf Zypern mit Ihrer Spende!

Den aktuellen Abschlussbericht der Zypern-Vogelschutzcamps in englischer Sprache finden Sie hier:

Englisch:

    ► Zypern Vogelschutzcamp-Report Frühjahr 2017 (PDF-Datei)



Prospekt: "Grausame Vogelfänger
morden Millionen unserer Singvögel!" (PDF-Datei)

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