DieTierPatenArtenschutzturm Wünschendorf / ElsterEisvogel im WeidatalFischotterportraitUnsere Bachwiesen im Murnauer Moos, Bayern
Spendenprojekt
August 2019
Sizilien: neue Stolper-
steine bringen uns nicht
vom Weg zum großen
Zugvogelschutzgebiet ab



Pantano Cuba: Brandstiftung in unserem Zugvogelschutzgebiet
© SPA IT


Es gibt fast nichts, was wir
seit Beginn unseres Zug-
vogelschutzgebiets-Projekts
„Pantani Cuba & Longarini“
an der Südostküste
Siziliens nicht erlebt haben.
Dazu gehören Hausbeset-zung in einem bei Grund-
stückskauf mitgekauften
Bauernhaus, wiederholte
Brandstiftungen, Sabotage
gegen unsere Bewäs-
serungsleitungen, Vergif-
tung unserer Wassergrä-
ben, Vogel- und Fischwilde-
rei auf unseren Schutz-
gebietsflächen, Einbruch-
versuche in unsere provi-
sorische Naturschutz-
station…


Müllnotstand entlang unserer Grundstücksgrenzen Pantano
Cuba © SPA IT


Von Mai bis Juni 2019
mutierten unsere vor Ort
mit Schutzgebietsbewach-
ung, Biotopentwicklungs-arbeiten, Vogelbestands-
erfassung und Führungen
beschäftigten Bird Guards
zu Müllexperten, die entlang
unserer eingezäunten
Schutzgebietsflächen
sowohl vor als auch hinter
den Zäunen und vor den
Einfahrtstoren Berge von
illegal entsorgtem Haus-
müll beseitigen müssen.


Illegal entsorgter Müll an der Straße oberhalb unserer Pantano Cuba Hangrundstücke © SPA IT

Der Hintergrund dafür ist
eine von den angrenzenden
Kommunen schlecht vor-
bereitete und Hals über
Kopf eingeführte Müll-
trennung für die privaten
Haushalte. Die allerdings
zeigen mehrheitlich kaum
Interesse und schon gar
kein Verständnis dafür, sich
mit ihrem Müll gedanklich
und praktisch länger als
üblich zu beschäftigen. Müll
gehört an der Südostküste
Siziliens an den Straßen-
rand, in die Landschaft oder
auf fremde Grundstücke.
Wird der Platz knapp, wird
Müll praktischerweise an-
gezündet…


Müllsortierung unserer Bird Guards von illegal abgelagertem Müll an unserem Schutzzaun Pantano Cuba © SPA IT

Es fällt schwer, naturbegei-
sterte und naturschützende
Menschen wie unsere Bird
Guards wochenlang für
Müllsammeln, Mülltrennung
und legale Müllentsorgung
illegal entsorgten Mülls
fremder Menschen zu
motivieren. Sie haben es
trotzdem gemacht… für die
Natur, für die Artenvielfalt,
für unser Zugvogelschutz-
gebiet und für naturlie-
bende Menschen, die in
zunehmender Zahl unser
Schutzgebiet besuchen.


Obstgarten westlicher Teil angrenzend an die Lagune Pantano Cuba © SPA IT

Da kam ihnen und uns die
motivierende Erlösung in
Form einer Schulklasse
nebst Lehrer gerade recht,
der nach einer ausgiebigen
ornithologischen Exkursion
durch unser Schutzgebiet
derart begeistert war, dass
er uns sein wunderbares
ökologisch gepflegtes
mediterranes 1,35 Hektar
(13.500 m²) großes Obst-
baum-Hanggrundstück,
direkt angrenzend an
unseren Schutzgebietsteil
Pantano Cuba, zum Kauf
anbot.


Sandbienen im Obstbaum-Garten © SPA IT

Dies mit der Begründung,
dass er sein ökologisches
Lebenswerk nachhaltig
geschützt sehen und nicht
in falsche Hände fallen
lassen will. Und deren gibt
es dort einige: Vogeljäger,
Vogelwilderer, illegale Müll-
entsorger und Immobilien-
spekulanten, die die gran-
diose Aussicht auf unsere
Lagunen mit Zugvogel-
schutzgebiet und die
Mittelmeerküste mit Nähe
zum Mittelmeerstrand zu
Höchstpreisen vermarkten.


Junger Wiedehopf in unserer Obstbaumwiese © SPA IT

Das Obstbaumgrundstück
ist eine räumlich perfekte
Ergänzung und wirkliche
Bereicherung unseres
Zugvogelschutzgebiets,
beobachten unsere Bird
Guards dort schon seit
Jahren mehr als 30 Zug-
vogelarten, seltene Schmet-
terlinge und eine Vielzahl
von seltenen Wildbienen-
arten.


Bienenfresser an der Brutwand neben der Obstbaumwiese © SPA IT

Die Gesamtkaufkosten
für dieses Naturparadies
betragen gut 59.000 Euro.
Dafür haben wir bei Unter-
schrift eines notariell be-
glaubigten Vorkaufsver-
trags bereits eine Anzah-
lung geleistet. Am 03. Sep-
tember 2019 sind bei Un-
terschrift des Kaufvertrags
die noch zu bezahlenden
Kosten von 46.500 Euro
fällig. Bitte helfen Sie uns
mit Ihrer Projektspende,
dieses Grundstück in
unsere schützenden
Hände zu bekommen.



Sommerlicher Obstgarten mit Olivenbäumen angrenzend an Lagune Pantano Cuba © SPA IT
 
Spenden

+++ 14.08.2019 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Mainz / RLP +++

Nicht verpassen:
ZDF-Doku «Hannes Jaenicke: Im Eins
Nicht verpassen:
ZDF-Doku «Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Vögel» am 15.08.2019 ab 22:35 Uhr

 
Eine brandaktuelle Dokumentation
über den Zustand der Vogelwelt und ausgesuchte beispielhafte Vogelschutz- Projekte und Zugvogelschutz-Aktivitäten.
 
Schauen Sie einfach rein, es lohnt sich auf jeden Fall. Unsere Stiftung hat an dieser TV-Dokumentation in enger Zusammenarbeit mit Hannes Jaenicke und dem Film-Produktionsteam von Anbeginn engagiert mitgearbeitet und seit dem ersten Treffen mit Hannes Jaenicke im Jahr 2017 mehr als 300 Stunden Arbeitszeit investiert.
 
Datei-Download: spa_2019_artenfibel_kampfplatz_zugvogelrastplätze_mittelmeerraum.pdf Nicht verpassen:
ZDF-Doku «Hannes Jaenicke: Im Ein - Bild 2 Nicht verpassen:
ZDF-Doku «Hannes Jaenicke: Im Ei - Bild 3
 
 

+++ 12.06.2019 +++
+++ Bielefeld, NRW +++

Verantwortung übernehmen: Artenvielfalt-Überlebensraum
Verantwortung übernehmen: Artenvielfalt-Überlebensraum im eigenen Naturgarten schaffen
Das bundesweite Jammern und Klagen über den anhaltenden Verlust der Artenvielfalt und den rapiden Schwund der Insektenwelt ignoriert die Tatsache, dass unser eigener Lebensstil der Natur und ihren wildlebenden Geschöpfen den Lebensraum auch vor der eigenen Haustür raubt. Exotische Wegwerf-Pflanzen & -Gehölze aus Gartencenter und Baumarkt und geschotterte Steinwüsten auf Folie bieten unserer heimischen Tierwelt keinen geeigneten nahrungsreichen Lebensraum.

Als Ersatz ziehen wir Bettelvögel heran, die sich selbst an heißen Sommertagen um die industriellen „Meisenknödel“ schlagen! Moderne und energetisch aufgemöbelte Gebäude lassen Spatz & Co bis unters Dach nicht einmal bescheidene Nischen für Nest und Brutgeschäft. Die Courage, eine sauber verputzte oder geklinkerte Hauswand aufzubrechen und 2-3 Nisthöhlen unter dem Dach einzubauen, macht selbst Ihren Nachbarn sprachlos...

Geschätzte 14,8 Millionen Hauskatzen dürfen, mit Ausnahme der Großstadt-Tiger, meist gut genährt Tag und Nacht ihren Spiel- und Jagdtrieb an den letzten Stadt- und Gartenvögeln austoben. Die jährliche Zahl der bundesdeutschen Katzen-Vogelopfer entspricht praktisch der jährlichen Zahl im Mittelmeerraum illegal getöteter 30 Millionen Zugvögel. Solange deutsche Gerichte Hauskatzen das Stromern und Vogeltöten auch in fremden Gärten als artgemäß zugestehen, solange haben Sie das Recht, einen katzenwidrigen Naturgarten anzulegen.
 
Unsere höchst wirkungsvolle Artenschutzaktion sind solide eingezäunte private Naturgärten, in die sich keine Hauskatze, kein Marder und auch kaum ein Waschbär verirrt. Dornenreiche Heckensäume (Weißdorn, Wildrosen), dahinter Wildblumen-Stauden und auf Freiflächen nur 2x pro Jahr zu mähende Wildblumenwiesen sind nicht deren bevorzugte - weil unergiebige - Jagdgründe. Gute Deckung fördert Vogelleben und Igel und artenreiche Wildstauden und Blumenwiesen protegieren die Insekten- vielfalt. Die so erzielbare Diskriminierung von Katze, Marder und Waschbär nehmen wir gerne in Kauf.
 
Die Fotos zeigen 2 Beispiele, wie schnell die Natur auf Ruhe und pflegleichte naturnahe Strukturen reagiert. In einem eingezäunten Naturgarten brüten Rotkehlchen inzwischen wieder am Boden, Zaunkönig, Amsel und Dompfaff in nicht einmal 1 m Höhe im Efeu an der Hauswand. Schon Anfang Juni waren in der Wildblumenwiese mehr als 20 Wildbienenarten, Distelfalter, Aurorafalter und Landkärtchen zu beobachten.
Artenvielfalt ist Lebensqualität.

Verantwortung übernehmen: Artenvielfalt-Überlebensrau - Bild 2 Verantwortung übernehmen: Artenvielfalt-Überlebensra - Bild 3
 
 

+++ 20.05.2019 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Abschlussbericht Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2019 auf Zype
Abschlussbericht Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2019 auf Zypern
Am 5. Mai 2019 ging das gemeinsame Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp des Komitee gegen den Vogelmord und unserer Stiftung offiziell zu Ende. Auch in der letzten Einsatzwoche wurden noch 3 aktive Fangplätze gefunden. Am ersten Fangplatz waren 29 Leimruten einsatz- bereit in einem Behälter versteckt. Mehrmals kontrollierten die ehrenamt- lichen Vogelschützer den Fangplatz, die Leimruten wurden aber nie ausgelegt, so dass die Wildhüter keine Überwachungsaktion zum Erwischen des Vogelfängers auf frischer Tat durchführen konnten. Konsequenterweise wurden die Leimruten von uns am Ende des Zugvogelschutz-Einsatzes mitsamt Behälter konfisziert.
 
Beim zweiten Fangplatz observierten unsere ortskundigen Vogelschützer 6 ausgelegte Leimruten rund um ein Privathaus und informierten die Wildhüter. Da sich der Vogelfänger nicht mehr blicken ließ, konfiszierten unsere Vogelschützer auch diese Leimruten.
 
An einem dritten Fangplatz gelang es einem unserer Einsatz-Teams, von einer von Vogelwilderern vermutlich vergessenen Leimrute eine Mönchsgrasmücke zu retten und wieder in die Freiheit zu entlassen.
 
Der anhaltende Rückgang der illegalen Vogelfangaktivitäten im Frühjahr erlaubte uns, ein größeres Augenmerk auf weitere illegale und todbringende Fallen zu richten. Wir kontrollierten verstärkt die illegalen Schlangen-Bodennetze, in denen jährlich ebenfalls zigtausende Zugvögel und auf Zypern heimische Wildtiere wie Langohrigel und Agamen qualvoll verenden.
 
Die fehlende Bereitschaft von zypriotischen Behörden und auch der Polizei zur konsequenten Verfolgung von Verbrechen an Tier und Natur, allesamt Bußgeld-bewehrte Gesetzesverstöße, erstaunt uns auf der «Sonneninsel» Zypern immer wieder. So teilte uns der Chef der Wildhüter-Einheit mit, dass er einen Antrag an das Parlament stellen wird mit dem Ziel, die hohen Bußgelder für den Einsatz von Vogel-Schlagfallen zu reduzieren.
 
Die kommen neuerdings auch auf Zypern zunehmend zum Einsatz. Auslöser dieses Antrags ist ein dank unserer Kooperation mit der Anti-Wilderei-Polizei erwischter Vogelfänger, der neben Leimruten auch im Besitz von 199 Vogel-Schlagfallen war. Der Besitz dieser Fallenart wird zurzeit mit 500 Euro pro Falle bestraft und so erhielt der erwischte Vogelfänger einen Bußgeldbescheid über 20.200 Euro. Wird der Antrag auf drastische Senkung des Bußgelds angenommen, werden diese illegalen Schlagfallen künftig nur noch mit einem Bußgeld von 10 Euro pro Falle bestraft. Das nennt man „Klientel-Politik“… und die wird ausgerechnet vom Chef der Wildhüter befürwortet.
 
Schlussergebnisse des CABS/SPA Frühjahrs-Vogelschutzcamps 2019:
Abschlussbericht Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2019 auf Zyp - Bild 2 Abschlussbericht Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2019 auf Zy - Bild 3
 
 

+++ 01.04.2019 +++
+++ Bielefeld, NRW +++ Höchst i. Odw., Hessen +++

Aus maroder Güterhalle neben dem Mausohrbahnhof in Müm
Aus maroder Güterhalle neben dem Mausohrbahnhof in Mümling-Grumbach wird jetzt das neue Artenschutzgebäude
Nach der umfangreichen Sanierung des von unserer Stiftung gemeinsam mit der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) auf einer Auktion ersteigerten stillgelegten Bahnhofgebäudes in Höchst i. Odw. OT Mümling-Grumbach, das im Dachstuhl Hessens zweitgrößte Mausohrkolonie beherbergt, ist nun auch der Umbau der benachbarten maroden Güterhalle zu einem Artenschutzgebäude für Gebäude bewohnende Tierarten fast abgeschlossen.
 
Im Gebäudeinneren entsteht eine Freiflughalle für gesund gepflegte Fledermäuse verschiedener Arten, die hier nach der Pflegezeit ihre Flugmuskulatur stärken können als Vorbereitung für ein 2. Leben in Freiheit.
 
In die Gebäude-Außenwände wurden 15 Nisthöhlen für Gebäude bewohnende Vogelarten wie Haus- und Feldsperling, Bachstelze und Hausrotschwanz sowie 2 Fledermaus-Fassadenflachkästen eingebaut.
 
Unter dem westlich gelegenen Dachüberstand finden nun Mehlschwalben 8 Kunstnester, die den Schwalben die vergebliche Suche nach nicht mehr verfügbarem geeigneten Nestbaumaterial ersparen. Artenspezifische Tiertafeln an den Gebäudewänden weisen auf die zukünftige Funktion des neuen Artenschutzgebäudes hin.
 
Die HGON investiert noch in den Einbau der neuen Sanitäranlagen, die den zukünftigen Besuchern der geplanten Fledermausnächte zur Verfügung stehen werden.
 
Für unsere Stiftung ist dies das 29. Artenschutzgebäude, in das wir ca. 25.000 Euro Spendengelder investiert haben
Aus maroder Güterhalle neben dem Mausohrbahnhof in Mü - Bild 2 Aus maroder Güterhalle neben dem Mausohrbahnhof in Mü - Bild 3
 
 

+++ 28.01.2019 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++

2. Bericht: Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Zypern
2. Bericht: Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Zypern
Der Kampf gegen den Vogelmord auf Zypern hat sich zugespitzt. Langanhaltender Regen auf Zypern hielt anfänglich viele Vogelfänger davon ab, ihre tierquälerischen illegalen Fangnetze aufzustellen, um Jagd auf Singdrosseln zu machen. Bei zunehmend trockeneren Wetterverhältnissen nutzten die Vogelwilderer die Chance und bauten in großem Umfang wieder ihre Fangnetze auf.
 
Unsere Vogelschützer vor Ort hatten intensive Einsatznächte und mussten Ausdauer beweisen. Vor wenigen Nächten erst konnten sie nach nur kurzer Zeit 11 Vogelfangnetze ausfindig machen! Wie immer wurde sofort die zuständige Polizei informiert, um den aktiv vorgefundenen Fangplatz mit Polizeibeamten aufzusuchen, damit idealerweise der Vogelfänger auf frischer Tat ertappt und überführt werden kann.
 
Nach wie vor steht uns für eine systematisch durchgeführte Zugvogelschutz-Operation auf dem Boden der Republik Zypern die Anti-Wilderei-Polizeispezialeinheit APS nicht zur Verfügung und auch die zuständigen Wildhüter sind kaum erreichbar.
 
Obwohl eine enge Kooperation mit der Anti-Wilderei-Spezialeinheit der Polizei des britischen Hoheitsgebiets besteht, gelang dort bislang nur eine Vogelwilderer-Überführung. Unsere nächtliche Fangplatzsuche dort ist dadurch erschwert, dass die zypriotischen Vogelfänger – in Kenntnis unserer Nachteinsätze – die elektronischen Lautsprecher nun zeitlich eingeschränkter einsetzen. Wie wir feststellen, werden die elektronischen Vogellockanlagen nachts zwei bis drei Stunden früher abgestellt. Doch wir haben inzwischen unsere Einsätze entsprechend darauf eingestellt! Die Anzahl abgebauter und unschädlich gemachter Vogelfangnetze sprechen für sich!
 
Unsere bisherigen Ergebnisse im Winter-Zugvogelschutzeinsatz auf Zypern:
2. Bericht: Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Zypern - Bild 2 2. Bericht: Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Zypern - Bild 3
 
 

+++ 31.12.2018 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++

1. Bericht: Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Zypern
1. Bericht: Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Zypern
 
Beinahe fließend fand der Übergang von unserem erfolgreich beendeten Herbst-Zugvogel-Rettungseinsatz in den Winter-Zugvogel-Rettungseinsatz auf Zypern statt. Der Camp-Leiter mit seiner engagierten ehrenamtlichen Vogelschützer-Truppe gönnte sich nur eine kurze Erholungs- pause in seiner Heimat, bevor Anfang Dezember der Winter-Einsatz im Kampf gegen den illegalen Vogelmord auf Zypern begann.
 
Im Winterhalbjahr haben es die Vogelwilderer nicht auf die traditionelle Vogelbeute, die Mönchsgrasmücke, abgesehen, sondern auf die inzwischen hier zunehmend überwinternden Singdrosseln. Während die Mönchsgrasmücken den Winter in Nordafrika verbringen, suchen Singdrosseln die dank des milden Winterklimas guten Nahrungsgründe auf Zypern auf.
 
Angetrieben von Profitgier, fangen und töten die Vogelwilderer nun in einer 3. Fangsaison zigtausende Singdrosseln. Auch die werden mit elektronischen Lockgeräten vorwiegend in riesige Fangnetze, aber vereinzelt auch an klebrige Leimruten gelockt. Fangnetze sind besonders im Winter stark verbreitet und werden auch hemmungslos aufgestellt. Das Auffinden von 7 aktiven Fangnetzen an einem einzigen Fangplatz zeugt davon, dass sich die Vogelwilderer im Winter kaum Sorgen wegen aktiver Polizei-Einsätze machen. Diese Einschätzung bestätigen leider die aktuellen negativen Polizei-Erfahrungen unserer Vogelschützer vor Ort. Während die Kooperation mit der britischen Polizei wie im Herbst weiterhin gut verläuft und diese uns bei jeder Vogelfangplatz-Meldung unterstützt, glänzen die verantwortlichen Wildhüter und Polizeieinheiten in der Republik Zypern durch Desinteresse an der Vogelwilderei, durch Nichterreichbarkeit oder fehlende Einsatzbereitschaft.
 
So bauen unsere engagierten und Erfolg suchenden Vogelschützer die Fangnetze kurzerhand alleine ab und befreien ob der vielen in den Fangnetzen hängenden Singvögel in oftmals Stunden dauernden Befreiungsaktionen die Singdrosseln, Stare, Amseln, Rotkehlchen und weitere Zugvögel. Zur Minimierung der gesundheitlichen Risiken für unsere Vogelschützer nehmen die meist die kompletten Fangnetze mit, um dann die Vogelopfer an einem sicheren Ort in Ruhe aus den Netzen zu befreien.
 
Unsere bisherigen Ergebnisse im Winter-Zugvogelschutzeinsatz auf Zypern:
1. Bericht: Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Zypern - Bild 2 1. Bericht: Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Zypern - Bild 3
 
 

+++ 23.12.2018 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Basel / Schweiz+++ Ragusa / Sizilien / Italien +++

Unsere von Herzen kommenden Weihnachts- und Neujahrsgrü&szl
Unsere von Herzen kommenden Weihnachts- und Neujahrsgrüße
Die sind verbunden mit unserem herzlichen Dankeschön für die unserer Stiftung und unseren ehrgeizigen Artenschutzprojekten gewährte Unterstützung und die engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
 
All unseren treuen Spenderinnen und Spendern, unseren langjährigen Förderern, unseren Artenschutz-Projektpartnern, unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland, der Schweiz, auf Sizilien (Italien) und Zypern sowie allen couragierten ehrenamtlich arbeitenden Artenschützern wünschen wir von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest mit frohen, unbeschwerten und besinnlichen Stunden im Kreise lieber Menschen und ein gutes, gesundes, friedvolles und erfüllendes Neues Jahr 2019.
 
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Heartfelt Season Greetings
To all our generous donors, our long standing sponsors, our project partners, our staff
in Germany, Switzerland, Sicily (Italy) and Cyprus and all our volunteers involved in biodiversity and bird protection activities our best wishes for a Merry Christmas, happy holidays and a healthy, joyful and challenging New Year 2019.
Unsere von Herzen kommenden Weihnachts- und Neujahrsgrü&sz - Bild 2 Unsere von Herzen kommenden Weihnachts- und Neujahrsgrü&s - Bild 3
 
 

+++ 25.11.2018 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++ +++

Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern erfolgreich beendet
Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern erfolgreich beendet
Nach einer Einsatzdauer von intensiven 72 Tagen haben wir unser Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern Mitte November erfolgreich beendet und damit zehntausenden Zugvögeln ihr zartes Leben gerettet.
29 ehrenamtliche Vogelschützer aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Ungarn, Serbien, Spanien, Zypern, der Schweiz und sogar Australien waren unermüdlich Tag und Nacht im Einsatz, um in Netzen und an Leimruten gefangene Zugvögel zu retten und die Fangplätze und Vogelwilderer bei der Polizei zu melden.

Unsere ehrenamtlichen Vogelschützer mussten üble Beschimpfungen, Auto-Verfolgungen und körperliche Angriffe ertragen. Die erlittenen Verletzungen mussten teilweise sogar im Krankenhaus behandelt werden. Aber auch diese schmerzhaften Erfahrungen haben selbst unsere Vogelschützerinnen nicht davon abhalten, gleich am nächsten Tag wieder aktiv auf die Suche nach illegalen Fangplätzen zu gehen. Die Gedanken an die Qual der an Leimruten und in Fangnetzen hängenden zierlichen Zugvögel und deren drohender Tod lassen unseren Vogelschützern vor Ort einfach keine Ruhe.
 
Unser hartnäckiger, wochenlanger Zugvogelschutz-Einsatz hat auf dem Hoheitsgebiet der britischen Militärbasen (ESBA) zu einem deutlich messbaren Rückgang des illegalen Vogelfangs geführt. Die britische Anti-Wilderei-Polizei patrouilliert nun endlich während den Vogelzug-Hauptzeiten fast jede Nacht im Gelände und anhand unserer detaillierten Fangplatzmeldungen können die Polizei-Patrouillen die aktiven Fangplätze gezielt und wirkungsvoll kontrollieren.
 
Auf dem Gebiet der Republik Zypern mangelt es aber weiterhin an der konsequenten Verfolgung der illegal agierenden Vogelwilderer. Die lokale Polizei sträubt sich häufig, den von uns gemeldeten Straftaten nachzugehen mit Verweis auf die Wildhüter, in deren Verantwortung die Verfolgung des illegalen Vogelfangs läge. Die Wildhüter-Einheit ist jedoch stark unterbesetzt und deren Wildhüter schaffen es häufig nicht, rechtzeitig am gemeldeten Fangplatz zu erscheinen, um den Vogelwilderer zu fassen.
 
So wartet auf Zypern weiterhin viel engagierte Zugvogelschutz-Arbeit auf uns, die wir schon in wenigen Tagen wieder in Angriff nehmen werden. Nach einer kurzen Erholungsphase sind wir wieder für den Winter-Zugvogelschutzeinsatz bereit.
 
Gesamtergebnisse unseres Herbst-Zugvogelschutzcamps 2018 auf Zypern:
Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern erfolgreich beendet - Bild 2 Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern erfolgreich beendet - Bild 3
 
 

+++ 09.11.2018 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (4. Report)
Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (4. Report)
Seit nunmehr 10 Wochen stehen auf Zypern unsere Vogelschützer im Einsatz gegen den Vogelmord und durchkämmen die Südostküste nach illegalen Leimruten und Fangnetzen. Für die nachtaktiven Fangplätze orientieren sich unsere Vogelschützer an den elektronischen Lockgeräten,
mit denen die Vogelwilderer zur Beutemaximierung den Gesang der Mönchsgrasmücke abspielen. Dieser Singvogel mit seiner schwarzen "Mönchskappe” (rotbraun bei Weibchen) ist die begehrte zypriotische Singvogeldelikatesse "Ambelopoulia”, die nach wie vor illegal gehandelt wird. Als Zugvogel, der in Nordafrika überwintert, hat diese Art nun großteils Zypern verlassen und es gibt immer weniger Mönchsgrasmücken auf der Insel.
 
Mafiös vernetzte Wilderer-Strukturen nutzen jede sich bietende Gelegenheit, um mit Singvögeln Profit zu machen. So wie die Mönchsgrasmücken Zypern verlassen, treffen nun zunehmend die Singdrosseln zum Überwintern auf Zypern ein. Seit der vergangenen Woche hören unsere Vogelschützer während ihrer nächtlichen Einsätze nun vermehrt den elektronischen Lockgesang der Singdrossel.
 
Gemeinsam mit den Wildhütern und der Polizei werden auch diese aktiven Fangplätze sofort geräumt, die Fangnetze abgebaut und die Vögel aus den Netzen befreit.
 
Ergebnisse unseres Herbst- Zugvogelschutzcamps auf Zypern per 4.11.2018:
Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (4. Report) - Bild 2 Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (4. Report) - Bild 3
 
 

+++ 23.10.2018 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++ +++

Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (3. Report)
Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (3. Report)
Gestern erhielten wir von unseren Vogelschützern aus Zypern die Meldung, dass sie eine riesige Netzfanganlage westlich von Larnaca an der Küste ausfindig machen und abbauen konnten. Die Netze waren heimtückisch in dem einzigen grünen Vegetationsstreifen aufgebaut, den die Zugvögel vor ihrem Weiterflug nach Afrika zur letzten Rast und Nahrungssuche nutzen, um die Überquerung des Mittelmeers zu bewältigen.
 
In solch grünen Oasen auf der ansonsten extrem trockenen Insel Zypern konzentriert sich die Anzahl der Zugvögel. Gierig auf die illegale Beute stellten die Vogelwilderer fünf riesige Fangnetze auf und waren gerade damit beschäftigt, ihre illegale morgendliche Zugvogelbeute aus den Netzen zu nehmen, als unsere Vogelschützer am Fangplatz auftauchten. Mit den herbeigerufenen Wildhütern schafften es unsere Vogelschützer, noch frühzeitig einzugreifen und damit mehr als 200 Zugvögeln das Leben zu retten. Leider konnten die Vogelwilderer mit einem ihrer zwei Autos die Flucht ergreifen. Dank des Fahrzeugnummernschildes an dem zurückgelassenen Auto hoffen wir sehr, dass die Polizei sich ernsthaft bemühen wird, den Autobesitzer ausfindig zu machen.
 
Aktuelle Ergebnisse unseres Herbst- Zugvogelschutzcamps auf Zypern per 12.10.2018:
Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (3. Report) - Bild 2 Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (3. Report) - Bild 3
 
 

+++ 28.09.2018 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (2. Report)
Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (2. Report)
Seit drei Wochen arbeiten ehrenamtliche Vogelschützer*innen aus Zypern, Italien, Großbritannien, Deutschland und der Schweiz in Tages- und Nachteinsätzen gegen den illegalen Zugvogelfang auf Zypern.
 
Erste Ergebnis-Vergleichsdaten zeigen eine aktuell rückläufige Vogelfang-Aktivität im Vergleich zum letzten Herbst-Vogelschutzeinsatz 2017. Insbesondere in den Vogelfang-Hochburgen in den britischen Mandatsgebieten (Eastern Sovereign Base Area – ESBA) wurden nur noch ca. 50% der uns bekannten Vogelfangplätze aktiv vorgefunden. Nach jahrelanger schwieriger Aufbauarbeit für eine wirkungsvolle Kooperation mit der britischen Anti-Wilderei-Polizei erhalten unsere Vogelschützer nun endlich deren zeitnahe und wirkungsvolle Hilfestellung an den von uns in nächtlicher Feldarbeit aktiv vorgefundenen Vogelfangplätzen.
 
Eine ebensolche gut koordinierte Zusammenarbeit mit den für Wilderei zuständigen Polizeibehörden der Republik Zypern können unsere Vogelschützer vor Ort leider nicht feststellen. Den von uns im Frühjahr 2018 dokumentierten weiteren Rückgang des illegalen Vogelfangs nahm der zypriotische Innenminister zum Anlass, die Kooperation der Anti-Wilderei-Polizei (APS) mit unseren Vogelschutzcamp-Aktivisten für diesen Herbst zu beenden. Seine Begründung: der illegale Vogelfang sei nun nachweislich unter Kontrolle.
 
So erleben wir immer wieder Vogelwilderer, die sich sehr sicher fühlen und ihre Fangplätze unerschrocken auch dann am nächsten Tag wieder mit neuen Fangnetzen und Leimruten bestücken, obwohl bei ihnen die illegalen Fangnetze und Leimruten erst am Vortag konfisziert wurden.
 
Kumulierte Ergebnisse des Herbst-Zugvogelschutzcamps auf Zypern (2. Report):
Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (2. Report) - Bild 2 Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (2. Report) - Bild 3
 
 

+++ 15.09.2018 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (1. Report)
Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (1. Report)
Seit gut 14 Tagen arbeiten die ersten Vogelschützer-Einsatzteams im diesjährigen Herbst-Zugvogelschutzcamp entlang der Südküste der Republik Zypern. Wir haben diesen Herbst mit den Fangplatz-Observierungen sehr früh begonnen und können so die Singvogel-Fangplatzvorbereitungsarbeiten wie das Zuschneiden von Olivenbäumen und Wildsträuchern für das zeitsparende Auslegen der verbotenen Leimruten und den schnellen Aufbau von illegalen Fangnetzen regelmäßig verfolgen.
 
Derart gut informiert, sind wir bei Fangplatzaktivierung schnell zur Stelle, beobachten nachts die Wildereraktivitäten in Privatgärten und in öffentlichem Gelände und informieren in den frühen Morgenstunden mit Angabe der GPS-Fangplatzdaten die zuständigen Polizeibehörden. Mit denen allerdings machen wir sehr unterschiedliche Erfahrungen: teils erleben wir eine sehr zeiteffiziente und wirkungsvolle Kooperation, teils werden unsere Vogelschützer mit Ausreden abserviert oder der tatsächliche Polizeieinsatz kommt so spät, dass die Vogelwilderer mit ihrer illegalen Beute schon fast in ihrer Küche stehen!
 
An Vogelfangplätzen in öffentlichem Gelände sehen wir der Vogelquälerei in den Fangnetzen und an den Leimruten nicht ewig tatenlos zu, sondern schreiten zur Vogelbefreiung und - wenn uns noch genug Zeit bleibt - auch zum Abbau der illegalen Fanganlagen. Auf ein Zusammentreffen mit den teils hochaggressiven Vogelwilderen an ihren Fangplätzen legen wir keinen gesteigerten Wert!
 
Nachstehend die ersten sehr frühen Ergebnisse unserer Zugvogelschutz-Einsätze, die wir überwiegend nachts durchführen. Der herbstliche Vogelzug wird auf Zypern erst in den kommenden zwei Wochen stark zunehmen, denn noch sitzen ein Großteil der Mönchsgrasmücken, Hausrotschwänze und auch Zilpzalpe in unseren Gärten und Parkanlagen.

Vogelschutzcamp-Ergebnisse (1. Report)
Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (1. Report) - Bild 2 Herbst-Zugvogelschutzcamp auf Zypern (1. Report) - Bild 3
 
 

+++ 20.08.2018 +++
+++ Bielefeld /NRW +++ Valetta/Malta +++

Kriminelle Weißstorchabschüsse auf Malta nehmen kein
Kriminelle Weißstorchabschüsse auf Malta nehmen kein Ende…
 
Am Vormittag des 10.08.2018 gegen
11:00 Uhr flog der von unseren Bird Guards in der Lagune Pantano Longarini (Sizilien) bewachte Trupp von 18 Weißstörchen ausgeruht und gestärkt hinaus auf das Mittelmeer Richtung Malta.
 
Unser Kontaktmann auf Malta berichtete, dass die komplette Storchengruppe am Nachmittag zunächst Maltas Schwester-Insel Gozo und gegen 18:00 Uhr die Region Rabat/Mdina auf der Insel Malta erreichte und dort auf einem Feld zur Rast und Übernachtung landete.

Dort erschoss ein maltesischer Vogeljäger 6 dieser Weißstörche auf einem Feld, bevor die herbeigerufene Polizei am Tatort erschien. Ein weiterer Weißstorch war vermutlich ebenfalls Opfer von kriminellen Vogeljägern geworden.
 
Vogelschützer des Komitees gegen den Vogelmord und Mitglieder von BirdLife Malta bewachten mit Unterstützung der Polizei die nur noch 11 Weißstörche, die auf einem Baukran nahe des Gozo General Hospital auf Gozo übernachteten und am Mittag des 13.08.2018 die Insel Gozo erneut Richtung Malta verließen.
.
Am Abend des 16.08.2018 musste eine ALE-Polizeieinheit nahe Maghtab 2 weitere abgeschossene Weißstörche abholen und zu einem Tierarzt bringen, der sie aber nicht mehr retten konnte.
 
Der ehemals 18 Weißstörche umfassende Storchentrupp wurde nach letzten Beobachtungen auf Malta, einem EU-Mitgliedsland, von kriminellen Vogeljägern innerhalb von nur 3 Tagen auf 7 Weißstörche zusammengeschossen. Ob diese dann endlich die Todesfalle Malta Richtung Afrikanische Nordküste verlassen konnten, darüber haben wir noch keine verlässliche Information.
 
Unsere Stiftung hat für die Ergreifung des/der kriminellen Weißstorch-Jäger eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt.
Kriminelle Weißstorchabschüsse auf Malta nehmen kein - Bild 2 Kriminelle Weißstorchabschüsse auf Malta nehmen kei - Bild 3
 
 

+++ 15.08.2018 +++
+++ Bielefeld /NRW +++ Valetta/Malta +++

Irrsinniger Weißstorchabschuss auf Malta ist Folge der dor
Irrsinniger Weißstorchabschuss auf Malta ist Folge der dortigen Politik…

Was 18 Weißstörchen auf ihrem Vogelzug entlang der Mittleren (zentralen) Vogelzugroute in den Süden in dem kurzen Zeitraum vom 09.08.2018 vormittags bis zum 10.08.2018 vormittags als eine paradiesische Erfahrung vorgekommen sein muss, endete am Abend des 10.08.2018 als Horrorerlebnis.
 
Am 09.08.2018 landeten am späten Vormittag 18 Weißstörche in der Lagune Pantano Longarini, wo sie sich - von unserem Bird Guard gut bewacht - ausruhen und erfolgreich auf Fischfang gehen konnten.
 
Am Vormittag des 10.08.2018 gegen 11:00 Uhr flogen sie dann ausgeruht und gestärkt aus der in unserem Eigentum befindlichen Lagune Pantano Longarini, nutzten die Thermik über unserem Zugvogelschutzgebiet, um Flughöhe zu gewinnen und flogen dann hinaus auf das Mittelmeer Richtung Malta.
 
Unser Kontaktmann auf Malta berichtete, dass die komplette Storchengruppe am Nachmittag zunächst Maltas Schwesterinsel Gozo und gegen 18:00 Uhr die Region Rabat/Mdina auf der Insel Malta erreichte und dort auf einem Feld zur Rast und Übernachtung landete.
 
Noch am selben Abend erhielten wir aus Malta die Information, dass ein maltesischer Vogeljäger 6 dieser Weißstörche auf einem Feld totgeschossen hatte und vermutlich 2 der toten Weißstörche verschwinden ließ, bevor die herbeigerufene Polizei am Tatort erschien. Ein weiterer Weißstorch ist vermutlich ebenfalls Opfer von kriminellen Vogeljägern geworden.
 
Vogelschützer des Komitees gegen den Vogelmord und Mitglieder von BirdLife Malta bewachten mit Unterstützung der Polizei die nur noch 11 Weißstörche, die auf einem Baukran nahe des Gozo General Hospital auf Gozo übernachteten und am Morgen des 13.08.2018 dann Richtung afrikanische Nordküste weiterflogen.
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Die aberwitzige Tat eines inzwischen bekannten und einem Richter vorgeführten Vogeljägers ist das Ergebnis des politischen Systems auf Malta, das sich schon seit Jahrzehnten zum Büttel der Vogeljagd-Lobby macht, die bei Wahlen hofiert wird und das die EU-Kommission immer wieder mit politischen Zugeständnissen an Vogeljäger und lizensierte Vogelfänger ausbremst, die Vogelschutzrichtlinie von 1979 endlich konsequent umzusetzen.
 
Es bedurfte erst eines langen Gerichtsverfahrens der EU-Kommission gegen die Republik Malta vor dem EuGH, das mit der Verurteilung Maltas am 21.06.2018 und dem sofortigen Verbot des dort bisher genehmigten Finkenfangs mit Fangnetzen führte.
 
Merke: Selbst im Vogelschutz gibt es in Europa noch keinen Gleichschritt!
 
Nachfolgender Link zum Presse-Echo des illegalen Weißstorchabschusses:
 

Link: https://www.timesofmalta.com/articles/view/20180813/local/man-to-be-arraigned-over-shooting-down-of-storks.686723?utm_source=tom&utm_campaign=top5&utm_medium=widget#.W3GjQfuiYgI.facebook Irrsinniger Weißstorchabschuss auf Malta ist Folge der do - Bild 2 Irrsinniger Weißstorchabschuss auf Malta ist Folge der d - Bild 3
 
 

+++ 12.08.2018 +++
+++ Bielefeld /NRW +++ Granelli/Sizilien +++

Erste Weißstörche in den Lagunen …
Erste Weißstörche in den Lagunen …
Die seit Monaten andauernde Trockenheit in Nord- und Mitteleuropa hat auch unsere Weißstörche dazu motiviert, die trockenen und zunehmend nahrungslosen Wiesen- landschaften in den heimischen Gefilden
zu verlassen und sich auf den Weg in den Süden zu machen.
 
So früh und in so großer Zahl waren Weißstörche seit 2013 noch nie in den Lagunen Pantano Cuba & Longarini an
der Südostküste Siziliens zu beobachten. Einmal mehr zeigt sich, dass unser Widerstand und die Anzeigen in 2017 gegen die Manipulationen im Mündungs- bereich der Lagune Pantano Longarini ins Mittelmeer, das ungenehmigte winterliche Ablassen von Millionen von Litern Süßwasser, heute die Qualität unseres Zugvogelschutzgebiets nachhaltig fördern.
 
Gerade jetzt in Zeiten der Sommerhitze und Wasserknappheit im Mittelmeerraum sind die wasserführenden Flachwasser-Lagunen entlang der Mittleren (zentralen) Vogelzugroute als Nahrungs- und Rastplätze für die Zugvogelwelt von existenzieller Bedeutung!
Natur braucht Raum und Ungestörtheit!
Erste Weißstörche in den Lagunen … - Bild 2 Erste Weißstörche in den Lagunen … - Bild 3
 
 

+++ 06.08.2018 +++
+++ Bielefeld /NRW +++Granelli/Sizilien +++

Watvögel zunehmend auf dem Abflug …
Watvögel zunehmend auf dem Abflug …
Mensch und Natur erleben in Nord- und Mitteleuropa seit Wochen sizilianische Klimabedingungen. Das hält die Wat- und Stelzvögel der Nord- und Ostseeküsten und der nordischen Binnengewässer aber nicht davon ab, sich jetzt verstärkt auf den Herbst-Vogelzug zu machen.
 
Sie haben es auf dem Flug in den Süden nicht eilig, solange sie auf der mittleren Vogelzugroute (noch) geeignete intakte Feuchtgebiete finden, in denen sie nicht von Vogelwilderen und Vogeljägern bei ihrer Rast und Nahrungssuche gestört und bedroht werden.
 
Dank unserer Bewachung rund um die Uhr finden sich nach ca. 3 Wochen Flugzeit und einer Flugstrecke von bis zu 2.700 km immer mehr Wat-, Stelz- & Wasservogel- Arten und Vogel-Individuen in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantani Cuba & Longarini an der Südostküste Siziliens ein.
 
Diese durch unsere anhaltenden Flächenkäufe bisher vor der Zerstörung und Vernichtung geretteten Feuchtgebietsteile mit den beiden Flachwasserlagunen entwickeln sich dank unserer konsequenten Befriedungsmaßnahmen allmählich wieder zu dem Zugvogel-Hotspot, der er bis Ende 1990 noch war. Erstmals seit Jahren führen die Lagunen trotz der großen Sommerhitze um diese Jahreszeit wieder Wasser.
 
Noch im Winter 2017 führten ungenehmigte Manipulationen Dritter an der Lagunen-Mündung dazu, dass Millionen von Litern Süsswasser ins Mittelmeer flossen, die dann in den Sommer- und Herbstmonaten in den Lagunen fehlten. Als Ergebnis waren die Lagunen während der Herbst-Vogelzugzeit regelmäßig knochentrocken gefallen.
 
Die Zugvogelvielfalt jetzt an den Lagunen zu erleben, motiviert uns in höchsten Maße, unsere Flächenkäufe dort konsequent fortzusetzen, auch wenn die Wettbewerbs-bedingungen für die an das Feuchtgebiet angrenzenden Grundstücke härter werden und die Kaufverhandlungen mehr Zeit und Verhandlungsaufwand erfordern.
Natur braucht Raum!
Watvögel zunehmend auf dem Abflug … - Bild 2 Watvögel zunehmend auf dem Abflug … - Bild 3
 
 

+++ 28.07.2018 +++
+++ Bielefeld /NRW +++ Granelli/Sizilien +++

Teilweise sind sie schon still und leise weggezogen…
Teilweise sind sie schon still und leise weggezogen…
Während in Mitteleuropa Mensch und Natur unter der nun schon Wochen anhaltenden Trockenheit und aktuellen Hitze leiden, hat sich ein Teil der Zugvögel insbesondere aus dem Wattenmeer der Nordsee, von den mittel- und nordeuro- päischen Küsten, den Seen und aus den küstennahen Feuchtwiesen bereits still und leise Richtung Süden verabschiedet.
 
Unser Zugvogelschutzgebiet «Pantani Cuba & Longarini» an der Südostküste Siziliens, immerhin gut 2.200 km südlich der mitteleuropäischen Regionen, wirkt seit unseren Biotopsanierungsarbeiten und unseren konsequenten Schutzmaßnahmen wie ein Magnet auf alle Zugvogelarten, die auf flache Wasserbiotope und feuchte Uferbereiche zur Rast und Nahrungssuche angewiesen sind.
 
Da unsere Bird Guards (Vogelwächter) letzten Winter auch das wasserableitende Manipulieren der Pantano Longarini-Lagunenmündung ins Mittelmeer verhindern konnten, bieten unsere beiden Lagunen mit ihrem trotz sizilianischer Normalhitze noch vorhandenen Wasserstand und ihren seichten Flachwasserbereichen und Schlamm- bänken perfekte Rast- und Nahrungsbiotope.
 
Noch nie konnten Vogelfreunde und an unserem Zugvogelschutzgebiet interessierte Menschen aus vielen Ländern Europas und auch unsere Bird Guards so früh im Jahr eine solche Vielfalt und Individuenzahl der vorgenannten Zugvogelarten in unserem Zugvogelschutzgebiet bewundern.
 
Eine aktuelle Vogelbestandsübersicht aus unseren Schutzgebiet-Lagunen finden Sie hier zum Anklicken!
 
Datei-Download: 2018.07.27.Vogel_Bestandserfassung_Pantano_Longarini SPA_IT.pdf Teilweise sind sie schon still und leise weggezogen… - Bild 2 Teilweise sind sie schon still und leise weggezogen… - Bild 3
 
 

+++ 23.06.2018 +++
+++ Bielefeld /NRW +++ Luxemburg +++ Valetta/ Malta +++

Endlich EU-Gerichtshof-Urteil: Vogelfang auf Malta verstö&s
Endlich EU-Gerichtshof-Urteil: Vogelfang auf Malta verstößt gegen EU-Recht
Künftig werden Finkenarten wie Buchfink, Grünfink, Distelfink (Stieglitz), Girlitz, Bluthänfling, Erlenzeisig und Kernbeißer auf Malta und deren Nachbarinsel Gozo nicht mehr in engen Käfigen und Wohnzimmern selbst ernannter "Vogelliebhaber" enden.
 
Der Europäische Gerichtshof hat mit Datum 21.06.2018 die Republik Malta wegen deren Genehmigung des Vogelfangs höchstrichterlich verurteilt. Die maltesische Regierung hatte seit 15.07.2014 jeden Herbst während der Vogelzugzeit den Fang der vorstehend genannten 7 Finkenarten mit Netzen unter Berufung auf die Möglichkeit einer Ausnahmeregelung in der EU-Vogelschutzrichtlinie erlaubt.
 
Vogelfangnetze sind gem. EU-Vogelschutzrichtlinie von 1979 und 2009 eine verbotene - weil unselektive - Fangtechnik, mit der praktisch jede Vogelart gefangen wird – also auch solche Arten, die streng geschützt sind!
 
Die gefangenen Vögel endeten zu zehntausenden in tierquälerisch engen Käfigen auf dem Heimtiermarkt. Die von der Regierung der Republik Malta vor dem EU-Gerichtshof vorgebrachten Argumente für den Vogelfang mit Netzen wurden von den Richtern ohne Einschränkung verworfen. Der Republik Malta bleibt nun keine andere Möglichkeit mehr, als den Vogelfang mit Netzen endgültig zu verbieten! Das Urteil ist rechtskräftig und hat auf jeden Fall Signalwirkung für ähnlich gelagerte Vogelfang-Fälle in anderen EU-Mitgliedsländern.
 
Eingeleitet wurde das Verfahren von der EU-Kommission. Unser Vogelschutzcamp-Projektpartner auf Zypern und Sardinien, das Komitee gegen den Vogelmord, hat zusammen mit seinem Partner BirdLife Malta der EU-Kommission über Jahre viele entscheidende Fakten und Dokumente geliefert, die zu dem heutigen Urteil beigetragen haben.
 
Das Urteil ist einer der größten Erfolge im europäischen Zugvogelschutz der letzten 10 Jahre!
 
Hier der Link zum Urteil des EU-Gerichtshofs in deutscher Sprache:

Link: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:62015CJ0557&from=EN Endlich EU-Gerichtshof-Urteil: Vogelfang auf Malta verstö& - Bild 2 Endlich EU-Gerichtshof-Urteil: Vogelfang auf Malta verstö - Bild 3
 
 

+++ 26.04.2018 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Seit Anfang April läuft das Frühjahrs-Zugvogelschutzca
Seit Anfang April läuft das Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp auf Zypern
Bereits Anfang April hat das diesjährige Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp auf Zypern begonnen. Wir berichten jedoch bewusst zeitverzögert, da auch unsere Vogelschutz-Kontrahenten auf Zypern regelmäßig unsere Homepage besuchen.

Schon seit mehreren Jahren treffen unsere ehrenamtlichen Vogelschützer jeweils bereits Ende März auf der „Sonneninsel“ ein, um vor Beginn der Zugvogelmord-Hochsaison die aktuelle Vogelfang-Situation zu überprüfen und
um die entsprechenden Maßnahmen abzustimmen. Nach nur sieben Einsatz-Tagen hatten unsere Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord und die ortskundigen Vogelschützer bereits knapp 200 uns bekannte Fangplätze aufgesucht und kontrolliert.

Aktive Fangplätze wurden in den ersten Tagen wie vermutet sehr wenige gefunden. Jedoch wiesen einige Fangplätze deutliche Spuren von Fangplatz-Vorbereitungen wie frisch zugeschnittene Büsche und Bäume auf.

Aufgefallen ist unseren Vogelschützern dabei ganz besonders die vermehrte Neuanlage von kleinen wassergefüllten Vogeltränken, die sich auf einer frühjahrstrockenen Insel wie Zypern als hocheffiziente Zugvogel-Anlockmethode erweist. Die Leimruten werden um die Tümpel in den Boden gesteckt oder als Sitzstange platziert, die den Zugvögeln als idealer Landeplatz zum Erreichen des Wassertümpels und zur Wasseraufnahme dienen.

Jedes Jahr werden auf Zypern Hundertausende Zugvögel mit klebrigen Leimruten und feinmaschigen und für Vogelaugen kaum sichtbaren Fangnetzen auf brutale, quälerische Art und Weise gefangen und getötet, um sie in lokalen Restaurants als Delikatesse unter dem Namen „Ambelopoulia“ zu verkaufen. Das ist der griechische Name für die Mönchsgrasmücke, einen unserer schönsten Sänger unter den Zugvögeln.

Seit Beginn unserer mehrere Wochen andauernden Winter-Vogelschutzcamp-Aktivitäten auf Zypern hat der illegale Zugvogelfang im Frühjahr spürbar nachgelassen, da wir regelmäßig die zuständigen Polizeieinheiten mit Vogelfangplatz-Informationen versorgen und teils direkt am Fangplatz auf den Einsatz der Polizei warteten. Unsere anhaltende Präsenz vor Ort ist aber weiterhin notwendig, und dafür arbeiten auch in diesem Frühjahr wieder bis zu 14 ehrenamtliche Vogelschützer für gesamthaft knapp zwei Monate im Tages- und Nachteinsatz zum Schutz der Zugvögel.
Seit Anfang April läuft das Frühjahrs-Zugvogelschutzc - Bild 2 Seit Anfang April läuft das Frühjahrs-Zugvogelschutz - Bild 3
 
 

+++ 10.03.2018 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Sardinien / Italien +++

2. Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Sardinien beendet
2. Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Sardinien beendet
Erstmals wurde im Februar im Süden Sardiniens ein Zugvogelschutzcamp durchgeführt, das dank des effizienten Einsatzes unserer Vogelschützer in Kooperation mit der italienischen Forstpolizei ein voller Erfolg war. Mit Eintreffen der Zugvögel auf Sardinien wurden von November bis Ende Dezember besonders Singdrosseln, Amseln und Rotkehlchen, aber auch Stieglitze mit illegalen Schlingenfallen gewildert.
Die werden zu den Weihnachts- und Neujahrsfesttagen auf Märkten und in Restaurants zu horrenden Preisen als lokale „Delikatesse“ verkauft.
 
Die Vogelschutzcamp-Einsätze unserer Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord in Zusammenarbeit mit sardischen Vogelschützern und unseren Bird Guards führte vor den Festtagen zu zahlreichen Strafanzeigen.
Getrieben von Profitgier, verlängerten einige Vogelfänger ihre illegale Aktivität auch auf die Wintermonate nach Weihnachten. Das blieb auch unseren Vogelschützern vor Ort nicht verborgen. Letztes Jahr schafften es unsere italienischen Vogelschützer endlich, die Präsenz einer unabhängigen Forstpolizei-Einheit für derartige Spätwinter-Einsätze in Südsardinien zu erreichen.
 
So konnte diesen Februar erstmals ein strategisch organisiertes, polizeibehördlich unterstütztes Zugvogelschutzcamp durchgeführt werden. Elf Vogelschützer nahmen daran teil und durchkämmten in zwei Wochen die dornbuschbestandene Berglandschaft Süd-Sardiniens nach Baum- und Bodenschlingenfallen und Fangnetzen. Wegen bisher fehlender Fangplatzkontrollen entlang der Südküste Sardiniens blieben hier fünf umfangreiche aktive Singvogel-Fangpfade unentdeckt, von denen einer immerhin 60 Fangnetze enthielt! Alle fünf Wilderer konnten dank der investigativen Arbeit unserer Vogelschützer zusammen mit der Forstpolizei erwischt und überführt werden. 165 Fangnetze, hunderte Schlingen- und Dutzende Schlagfallen wurden sichergestellt.
 
Ein grosser Erfolg, dessen Kehrseite jedoch zeigt, wie umfangreich der illegale Vogelfang in Südsardinien noch immer betrieben wird, wenn die skrupellosen Vogelwilderer keine Polizeimaßnahmen und keine hinderlichen Vogelschützer zu befürchten haben. Wir werden im kommenden Winterhalbjahr wieder vor Ort auf Sardinien im Zugvogelrettungseinsatz sein. Versprochen - Promesso!
 
2. Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Sardinien beendet - Bild 2 2. Winter-Zugvogelschutz-Einsatz auf Sardinien beendet - Bild 3
 
 

+++ 03.03.2018 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Messina / Sizilien / Italien +++

Messina Wildtier-Rettungsstation  &nbs
Messina Wildtier-Rettungsstation                       
Die großartige Spendenunterstützung der letzten Wochen für die Arbeit der Messina Wildtier-Rettungsstation an der Straße von Messina, Sizilien macht nicht nur 10 couragierte ehrenamtlich arbeitende sizilianische Wildtierschützerinnen, unsere 2 Bird Guards in unserem Zugvogel-Schutzgebiet „Pantani Cuba & Longarini“ und die Mitarbeiter der sizilianischen Forstpolizei glücklich, sondern hilft ganz besonders den vielen dort verletzt eingelieferten Zugvögeln wie Rohrweihe, Wespenbussard und Zwergadler, die entlang der Straße von Messina und in den sizilianischen Feuchtgebieten noch immer sinnlos und illegal geschossen werden.

Singvögel wie Stieglitze, Bluthänflinge und Kernbeißer werden in den Waldgebieten der Peloritanischen Berge verbotenerweise aus Profitgier gefangen und auf Märkten zu stolzen Preisen verkauft. Meist enden diese Singvögel dann in tierqäulerisch engen Käfigen, in denen sie ein elendes Siechtum fristen, bis der Tod sie erlöst.

Dank den vielen Spenderinnen und Spendern, die sich mit der Zugvogelschutzarbeit von Anna und ihren 9 Mitstreiterinnen derart solidarisch gezeigt haben! Das wird ihr und den anderen stillen Heldinnen, die von der sizilianischen Politik und Gesellschaft  ignoriert und schnöde allein gelassen werden, Kraft und Rückhalt für ihr weiteres Artenschutz-Engagement an einem der wichtigsten Zugvogel-Hotspots entlang der Mittleren Vogelzugroute geben.

Wir schaffen nun mit Spendengeldern für die kommenden Monate und Jahre den finanziellen Rückhalt, der für diese aufopferungsvolle Wildtierrettungsarbeit an diesem Kampfplatz des Vogelmordens so dringend nötig ist. Wir werden auch die wegen Geldmangels verschlissene technische Ausrüstung der Wildtier-Rettungsstation auf Vordermann bringen, damit die Gesundungschancen der überwiegend durch Abschuss verletzten Greifvögel substanziell verbessert werden und die Freilassungsrate gesund gepflegter Zugvögel erhöht werden kann.
Messina Wildtier-Rettungsstation  &nb - Bild 2 Messina Wildtier-Rettungsstation  &n - Bild 3
 
 

+++ 09.01.2018 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: Beginn 2. Winter-Zugvogelschutzcamp
Zypern: Beginn 2. Winter-Zugvogelschutzcamp
 
Seit 07.01.2018 sind wir wieder auf Zypern im Einsatz und haben damit unser zweites mehrwöchiges Zugvogelschutzcamp in diesem Winter 2017/2018 begonnen. Weil die traditionell massenhaft gefangenen Mönchsgrasmücken den Winter in Nordafrika verbringen, konzentrieren sich die Vogelwilderer auf Singdrosseln, die auf der Insel überwintern. Die Fangtechniken für diese  Zugvögel sind aber gleich: elektronische Geräte spielen den Gesang der Singdrossel während der ganzen Nacht ab und locken die Zugvögel in die zwischen Baumreihen und Büschen aufgebauten Netzfanganlagen und auf Leimruten in den eigens dafür zugeschnittenen Büschen.
 
Das derzeitig im Einsatz befindliche Team aus 6 Vogelschützern aus Slovenien, Großbritannien und der Schweiz hat bereits in den ersten zwei Nächten 11 aktive Fangplätze gefunden. 7 davon auf britischem Boden, wo mehrheitlich die großen Fangplätze mit bis zu 25m langen Netzen zu finden sind. Diese wurden der britischen Anti-Wilderei-Spezialeinheit gemeldet, die alle Fangplätze aufsuchte und die Netze abräumte. Die Vogelwilderer konnten leider entwischen, mussten jedoch ihre „Beute“ zurücklassen. Abgesehen von 1 Amsel und 1 Mönchsgrasmücke waren alle anderen Singdrosseln. Sie konnten allesamt gerettet und wieder in die Freiheit entlassen werden.
 
Dank unserer unnachgiebigen Einsätze und damit verbundenem Medienaufruhr über die massive illegale Zugvogeljagd auf dem britisch regierten Teil Zyperns hat das britische Militär die Ressourcen zur Bekämpfung des illegalen Vogelfangs aufgestockt und die Verfolgung der Vogelwilderer auf ihre Prioritätenliste gesetzt. Die Erfahrungen, die wir im ersten Winter-Vogelschutzcamp im Dezember 2017 und im jetzigen mit der britischen Anti-Wilderei-Polizei gemacht haben, sind überaus positiv. Sehr erfreulich ist auch, dass selbst die lokale britische Polizei, die nicht in der Anti-Wilderei ausgebildet ist und auch über keine entsprechende Ausrüstung verfügt, zunehmend aktiv wird und eigenständig Vogel-Fangplätze aufsucht und räumt.
 
Erfreulich war die heutige schnelle Reaktion der Forstpolizei. Nach der erschöpfenden Nachtarbeit auf britischem Territorium hörte eines der Vogelschützer-Teams, wie in der Republik Zypern illegalerweise auf mit elektronischem Lockgerät angelockte Singdrosseln geschossen wurde. Daraufhin wurde die Forstpolizei angerufen, die ohne langes Zögern den Jäger aufsuchte, ihn mit auf die Polizeistation nahm und ihn mit 500 Euro Bußgeld bestrafte. Dem Jäger wurde das Gewehr bis zur Bezahlung der Geldbuße entzogen. Bezahlt der Jäger die Buße nicht binnen eines Monats, erhöht sich diese auf 750 Euro.  

Aktuelle Ergebnisse des Zugvogelschutzcamps Januar 2018:
Zypern: Beginn 2. Winter-Zugvogelschutzcamp - Bild 2 Zypern: Beginn 2. Winter-Zugvogelschutzcamp - Bild 3
 
 

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Abschlussbericht Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2019 auf Zypern
Am 5. Mai 2019 ging das gemeinsame Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp des Komitee gegen den Vogelmord und unserer Stiftung offiziell zu Ende. Auch in der letzten Einsatzwoche wurden noch 3 aktive Fangplätze gefunden. Am ersten Fangplatz waren 29 Leimruten einsatzbereit in einem Behälter versteckt. Mehrmals kontrollierten die ehrenamtlichen Vogelschützer den Fangplatz, die Leimruten wurden aber nie ausgelegt, so dass die Wildhüter keine Überwachungsaktion zum Erwischen des Vogelfängers auf frischer Tat durchführen konnten. Konsequenterweise wurden die Leimruten von uns am Ende des Zugvogelschutz-Einsatzes mitsamt Behälter konfisziert.
 
Beim zweiten Fangplatz observierten unsere ortskundigen Vogelschützer 6 ausgelegte Leimruten rund um ein Privathaus und informierten die Wildhüter. Da sich der Vogelfänger nicht mehr blicken ließ, konfiszierten unsere Vogelschützer auch diese Leimruten.
 
An einem dritten Fangplatz gelang es einem unserer Einsatz-Teams, von einer von Vogelwilderern vermutlich vergessenen Leimrute eine Mönchsgrasmücke zu retten und wieder in die Freiheit zu entlassen.
 
Der anhaltende Rückgang der illegalen Vogelfangaktivitäten im Frühjahr erlaubte uns, ein größeres Augenmerk auf weitere illegale und todbringende Fallen zu richten. Wir kontrollierten verstärkt die illegalen Schlangen-Bodennetze, in denen jährlich ebenfalls zigtausende Zugvögel und auf Zypern heimische Wildtiere wie Langohrigel und Agamen qualvoll verenden.
 
Die fehlende Bereitschaft von zypriotischen Behörden und auch der Polizei zur konsequenten Verfolgung von Verbrechen an Tier und Natur, allesamt Bußgeld-bewehrte Gesetzesverstöße, erstaunt uns auf der «Sonneninsel» Zypern immer wieder. So teilte uns der Chef der Wildhüter-Einheit mit, dass er einen Antrag an das Parlament stellen wird mit dem Ziel, die hohen Bußgelder für den Einsatz von Vogel-Schlagfallen zu reduzieren.
 
Die kommen neuerdings auch auf Zypern zunehmend zum Einsatz. Auslöser dieses Antrags ist ein dank unserer Kooperation mit der Anti-Wilderei-Polizei erwischter Vogelfänger, der neben Leimruten auch im Besitz von 199 Vogel-Schlagfallen war. Der Besitz dieser Fallenart wird zurzeit mit 500 Euro pro Falle bestraft, und so erhielt der erwischte Vogelfänger einen Bußgeldbescheid über 20.200 Euro. Wird der Antrag auf drastische Senkung des Bußgelds angenommen, werden diese illegalen Schlagfallen künftig nur noch mit einem Bußgeld von 10 Euro pro Falle bestraft. Das nennt man „Klientel-Politik“… und die wird ausgerechnet vom Chef der Wildhüter befürwortet.
 
Schlussergebnisse des CABS/SPA Frühjahrs-Vogelschutzcamps 2019:


 

 
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