DieTierPatenArtenschutzturm Wünschendorf / ElsterEisvogel im WeidatalFischotterportraitUnsere Bachwiesen im Murnauer Moos, Bayern
Spendenprojekt
September 2017
Zugvogelmord auf Zypern
… jetzt mit Freibrief der
zypriotischen Regierung!
Die Konsequenz: Volle
Teller für Gourmets, leere
Gärten für uns alle!



Zypriotische Zugvogel-Spezialität Ambelopoulia © CABS

Die auf massiven Druck der
Jagd- und Wilderer-Lobby
von der zypriotischen
Regierung überarbeiteten
und im Juli vom zyprio-
tischen Parlament verab-
schiedeten Vogelschutz-
gesetze garantieren nun
geradezu paradiesische
Zustände für Zugvogel-
wilderer. Die gehen diesen
Herbst während der Vogel-
zugzeit noch entspannter in
ihre Gärten, Olivenbaum-
plantagen und in öffent-
liches Gelände, packen aus
ihren Schuppen oder Pick-
ups perfekt vorbereitete
Nylon-Fangnetze oder
Leimruten aus und bauen
diese tausendfach
zwischen Olivenbäumen
und Sträuchern auf.


Singvogelopfer der Profitgier
© SPA

 
Der Besitz und die Nutzung
der von der EU-Vogel-
schutzrichtlinie ausdrücklich
verbotenen elektronischen
Vogellockanlagen, Leim-
ruten und Fangnetze sind
nunmehr auf Zypern nur
noch eine Ordnungswidrig-
keit und kein Straftat-
bestand mehr. Selbst für
hartgesottene Wieder-
holungstäter bleibt es bei
einer Ordnungswidrigkeit
ohne Strafanzeige! Das
Strafmaß (Bußgeld) wurde
derart abgesenkt, dass sich
bei der illegalen Vogel-
fängerei erwischte Vogel-
wilderer dieses mit dem
Verkauf von erneut gemor-
deten Zugvögeln in nur
wenigen Vogelfangtagen
„bar zurückverdienen“ können.
 

An Leimrute verendeter stark bedrohter Wendehals © SPA

Die Vogelschutzaktivisten
unseres Partners „Komitee
gegen den Vogelmord“ und
unserer Stiftung machen
sich daher auf neuerliche
unangenehme Erfahrungen
mit kriminellen Vogelwilde-
rern gefasst, da auch die
Einsatzbereitschaft der
zypriotischen Polizeibeam-
ten der Anti-Wilderei-Einheit
APS (Anti Poaching Squad) für die Unterstützung unse-
rer Zugvogelschutzarbeit
noch nicht verbindlich
abgestimmt ist.


Abbau Leimruten aus Loquat-Baum © SPA_CH

Es bleibt also zur Sicher-
heit der Aktivisten bei den
nächtlichen Einsätzen, bei
denen illegal aufgebaute
elektronische Vogellock-
anlagen und aktive Vogel-
fangplätze observiert,
mittels GPS-Daten und
Bildmaterial dokumentiert
und frühmorgens an die
Polizei gemeldet werden.
Vogelfanganlagen auf
öffentlichem Gelände, die
von der Polizei trotz unserer
Meldung nicht zeitnah ab-
gebaut werden, bauen
unsere Vogelschützer in
Eigenregie ab und ver-
nichten diese.


Vogelfangnetzanlage mit Singvogelopfern © SPA

Singvögel sind überwie-
gend nachts auf Vogelzug
und geraten angelockt
durch elektronische
Lockanlagen in die teils
riesigen Fangnetzanlagen.
Tagsüber gehen unsere
Zugvögel auf Insektenjagd.
Dafür nutzen sie bevorzugt
freie, gut anzufliegende
Äste in Bäumen und Sträuchern. Die gut sicht-
bar ausgelegten klebrigen
Leimruten sind scheinbar
ideale Ansitzplätze… eine
fatale und tödliche Ein-
schätzung. Von den aus-
gelegten Leimruten gibt es
kein Entrinnen. Das Sprich-
wort: „Sie/er ist mir auf den
Leim gegangen“
beschreibt
die unheilvolle Konsequenz
dieser Fallentechnik!


Mönchsgrasmückenweibchen gefangen an Leimrute © SPA

Bei ihren verzweifelten
Fluchtversuchen reißen
sich die auf den Leim
gegangenen Zugvögel ihre
Federn aus, verteilen den
Leim immer tiefer im
Gefieder oder verschlucken
ihn. Die Vogelopfer hängen
dann meist stundenlang
kopfüber in der prallen
Sonne, bis zur totalen
Erschöpfung und einem
langsamen qualvollen Tod.
Noch lebende Singvögel
werden von Vogelwilderen
mittels eines Zahnstochers
getötet, der durch den
zwangsweise geöffneten
Schnabel ins Vogelhirn
gestoßen wird!


Bienenfresser gefangen an
Leimrute © CABS


Bei unserem Herbst-
Vogelschutzcamp-Einsatz
2017 werden die Vogel-
schützer die uns bekannten
mehr als 520 illegalen
Fanganlagen mehrfach
kontrollieren und verstärkt
auch Fotofallenkameras
einsetzen, um Vogel-
wilderer zu identifizieren
oder idealerweise in
flagranti zu erwischen.


Tagesausbeute abgebaute Leimruten © SPA_CH

Allein in der Republik
Zypern werden jedes
Jahr noch immer bis zu
2,5 Millionen Zugvögel
gefangen und meist qual-
voll getötet. Fast alle ge-
mordeten Zugvogelarten
sind europaweit streng
geschützt. Das allerdings
interessiert die mafiös
organisierten Vogelwilderer
und auch die Mehrheit der
zypriotischen Parlaments-
abgeordneten nicht - zu
groß ist der Profit aus dem
illegalen Zugvogelfang.


Gefangen an Leimruten - Mönchsgrasmücken + Gartenrotschwanz © CABS

Zur Deckung der mehrwöchigen Vogelschutzcamp-Einsatzkosten im Herbst
2017 benötigen wir ca.
24.800 Euro. Bitte unter-
stützen Sie dieses
engagierte Zugvogel-
Rettungsprojekt. Ihre
Spende von vielleicht
15, 25 oder 50 Euro macht
unsere Einsätze überhaupt
erst möglich und stärkt
uns im Kampf gegen die
Zugvogelwilderer. Danke!
 
Spenden

+++ 12.09.2017 +++
+++ Bielefeld, NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 2. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017
Zypern: 2. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017
Im Zugvogelschutzcamp auf Zypern sind am 10.09.2017 während eines Einsatzes zwei Vogelschützer des Komitee gegen Vogelmord  angegriffen worden. Sie wurden von 3 kriminellen Vogelwilderern fast 2 Stunden festgehalten, dabei wurden ihnen ein Mobiltelefon, ein Tablet und eine SD-Speicherkarte mit Beweismaterial gestohlen.
 
Schlussendlich kamen die beiden Vogelschützer aber unverletzt frei. Die Vogelwilderer wurden der Polizei gemeldet. Mit zunehmendem Vogelzug werden die Vogelwilderer auch zunehmend aktiver, was an den Ergebnissen des laufenden Vogelschutzcamps abzulesen ist.
 
Im Gegensatz zur „Vogelfang-Saison“ im Frühjahr, wo dank unseres langjährigen gemeinsamen Zugvogelschutz-Engagements ein messbarer Rückgang des illegalen Vogelfangs festzustellen war, finden unsere Vogelschützer im Herbst leider überall entlang der Südostküste Zyperns große Vogelfangplätze, ausgestattet mit bis zu 30 m langen Fangnetzen und dutzenden Leimruten.
 
Als Ergebnis der nächtlichen Observierungs- und Fangplatzüberwachungsarbeit konnten vier Vogelwilderer nach Hinweisen der Vogelschützer überführt werden. Die Strafen können sich endlich sehen lassen: Für das Aufstellen von Leimruten, elektronischem Lockgerät und lebend an Leimruten vorgefundenen Singvögeln, wurden zwei Vogelwilderer mit einer Busse von einmal 2.500 Euro und einmal 4.000 Euro bestraft. Der dritte Wilderer wurde mit 2 Fangnetzen, einem elektronischem Lockgerät und gefangenen Singvögeln erwischt und muss mit einer Busse von 3.500 Euro rechnen.  Der vierte Wilderer erhielt für das illegale Töten eines Feldhasen und wegen illegalen Vogelfangs immerhin eine Busse von 11.000 Euro! Der Druck auf die Vogelfänger steigt spürbar!
 
Hier die aktuellen Ergebnisse des Herbst-Vogelschutzcamps:
Zypern: 2. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017 - Bild 2 Zypern: 2. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017 - Bild 3
 
 

+++ 08.09.2017 +++
+++ Granelli, Sizilien, Italien +++ Bielefeld, NRW +++

Herbst-Vogelzug nutzt intensiv unser Zugvogel-Schutzgebiet Panta
Herbst-Vogelzug nutzt intensiv unser Zugvogel-Schutzgebiet Pantani-Region, Sizilien
Mit fortschreitendem Herbst nimmt die Individuenzahl und Vielfalt der Arten,
die in unserem Zugvogelschutzgebiet „Pantani Region“ auf Sizilien Rast und Nahrung suchen, immer schneller zu.

Nicht zuletzt wegen des illegalen winterlichen Baggereinsatzes am Auslaufkanal der Lagune Pantano Longarini, der zum Abfluss von Millionen von Litern Süßwasser ins Mittelmeer geführt hat, ist die Lagune Pantano Longarini im Spätsommer bis auf wenige tiefe Wassergräben komplett trocken gefallen. Zwangsläufig konzentriert sich die große Anzahl Wasser-, Wat-, Schreit- und Stelzvögel auf die allmählich ebenfalls austrocknende Lagune Pantano Cuba, deren Wasserfläche von 54 ha (540.000 m²) auf ca. 12 ha (120.000 m²)  geschrumpft ist. Das flacher werdende Wasser und die großen feuchten Schlickflächen bieten den vorgenannten Vogelarten beste Nahrungsbedingungen. In den letzten Tagen hat auch die Zahl der Rast suchenden Singvogelarten in unserem Zugvogelschutzgebiet stark zugenommen und wird etwa Ende September bis Mitte Oktober ihren Höhepunkt erreichen.

Unser nun schon auf 313 ha Fläche angewachsenes Grundstücks-Eigentum wird von unseren hauptamtlichen Bird Guards und vielen ehrenamtlichen Vogelschützern konsequent bewacht und gehört damit entlang der Südostküste Siziliens für mehr als 210 Vogelarten zu den sichersten Zugvogel-Rast- und Nahrungsplätzen!

Diese positive Situation steht leider ganz im Gegensatz zu den anhaltenden Massakern und dem millionenfachen Vogelmord an Zugvögeln im Mittelmeerraum. Unsere Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord, die derzeit im Libanon an äußerster Vogelmord-Front im gefährlichen Zugvogelschutzeinsatz sind, berichten von tausendfachem sinnlosem Abschuss von in Mitteleuropa schon selten gewordenen Greifvogelarten wie Wespenbussard und Rohrweihe!

Freuen wir uns, dass wir dank großherziger und langjähriger Spendenunterstützung durch engagierte und treue Spenderinnen und Spender wenigstens die Mittlere Vogelzugroute an einem der wichtigsten Zugvogel-Hotspots ein wenig sicherer machen können.
 
Herbst-Vogelzug nutzt intensiv unser Zugvogel-Schutzgebiet Pant - Bild 2 Herbst-Vogelzug nutzt intensiv unser Zugvogel-Schutzgebiet Pan - Bild 3
 
 

+++ 04.09.2017 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 1. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017
Zypern: 1. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017
Bereits am 26.08.2017 hat das dies- jährige Herbst-Vogelschutzcamp des Komitee gegen den Vogelmord mit operativer und finanzieller Unterstützung unserer Stiftung begonnen. Wir sind in diesem Jahr 2 Wochen früher auf Zypern, um auch in der Frühphase des herbstlichen Vogelzugs vor Ort Flagge zeigen zu können.
 
Schon die Erfahrungen der ersten Tage haben gezeigt, dass wir unser Vogel- schutzcamp nicht einen Tag zu früh begonnen haben: Im Britischen Militärgebiet Dhekelia fanden unsere Vogelschützer bereits eine riesige Zugvogelfangstelle mit 6 großen fangaktiv aufgebauten Fangnetzen.
 
Zusammen mit der Polizei konnten daraus 30 Zugvögel gerettet werden, darunter alleine 10 Nachtigallen! Die illegale Vogelfanganlage wurde abgebaut und vernichtet.
 
Unser diesjähriges Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern ist derzeit auf 6 Wochen „Einsatzzeit“ angelegt. Folglich planen wir, erst Mitte Oktober - zum Ende des Vogelzugs - die „Sonneninsel Zypern“ wieder zu verlassen.
Zypern: 1. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017 - Bild 2 Zypern: 1. Report Herbst-Zugvogelschutzcamp 2017 - Bild 3
 
 

+++ 09.08.2017 +++
+++ Granelli, Sizilien, Italien +++ Bielefeld, NRW +++

Gluthitze-Liebhaber in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantani-Regi
Gluthitze-Liebhaber in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantani-Region, Sizilien
Während bei uns die Tage spürbar länger werden und sich die Temperaturen seit Tagen eher wie Frühherbst anfühlen, erlebt Südeuropa und ganz besonders der Süden Siziliens eine Gluthitze, die es so lange schon seit fast 30 Jahren nicht mehr gab. Seit Wochen nun schon liegen die Tagestemperaturen bei bis zu + 41° C, die selbst nachts kaum noch unter + 25° C sinken mit einer relativen Luftfeuchtigkeit, die selten über 45% ansteigt.

In unserem Zugvogelschutzgebietsteil Pantano Cuba gibt es aber auch für diese Wetterbedingungen ausgesprochene Liebhaber, die nach einem Sonnenbad erst abends richtig aufdrehen und dann keine Maus, keine Heuschrecke und auch keinen Käfer ungeschoren lassen: Reptilien! 

Deren Bestand hat sich in unserem Zugvogelschutzgebiet seit unseren umfassenden Müllsammelaktionen, den umfangreichen Biotopsanierungsarbeiten und einer extensiven Uferwiesennutzung als Mähwiese und zur Offenland-Beweidung durch Esel wunderbar erholt. So tragen diese übrigens durchweg „ungiftigen“ Reptilien ganz wesentlich zum ökologischen Gleichgewicht  in unserem inzwischen schon 313 ha Eigentumsflächen umfassenden Schutzgebiet „Pantani-Region“ an der Südostküste Siziliens  bei!

Nagetiere, Insekten und Schnecken, die allerorten mit Chemie und Giften bekämpft werden, schaffen in unseren Schutzgebietsflächen in Deutschland und Sizilien eine wertvolle Nahrungsbasis für Reptilien. 
Gluthitze-Liebhaber in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantani-Reg - Bild 2 Gluthitze-Liebhaber in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantani-Re - Bild 3
 
 

+++ 27.07.2017 +++
+++ Granelli, Sizilien, Italien +++ Bielefeld, NRW +++

Südeuropa brennt… Brandstiftung in unserem Zugvogels
Südeuropa brennt… Brandstiftung in unserem Zugvogelschutzgebiet „Pantano Longarini“

Die aktuelle Brandsituation im Süden Europas ist sehr ernst, teils ausgelöst durch extreme Trockenheit und Fahr- lässigkeit, z.T. aber auch durch gezielte Brandstiftung zur Vertuschung von illegalen Landschaftsmanipulationen wie z. B. Müllentsorgung. Leider war auch unser Zugvogelschutzgebietsteil „Pantano Longarini“ im Juli Gegen- stand eines gezielten Brandanschlags, der nach Überzeugung unserer sizilianischen „Bird Guards“ in die Kategorie „Racheakt für von uns verhinderte Fisch- und Vogelwilderei“ fällt.
 
Nur 30 Minuten nach einer von unseren Bird Guards beendeten Fischwilderei-Aktion brannte es in den von Macchia bestandenen Uferbereichen unseres Zugvogel-schutzgebiets. Da die gerufene Feuerwehr wegen der Vielzahl von Bränden in der Südostküsten-Region nicht sofort einsatzbereit war, nahmen wir die Brandbekämpfung zunächst in die eigenen Hände, und es gelang uns zumindest, den Brandherd zwischen zwei breite Wassergräben zurückzudrängen.
 
Die dort auf ca. 0,5 ha brennende mediterrane Gras- und Strauchvegetation wurde zu einem späteren Zeitpunkt erfolgreich von einer mobilen Brandbekämpfungseinheit der überregionalen Feuerwehr gelöscht.
 
Die gemachte Brandstiftungs-Erfahrung werden wir in Aktion umsetzen und unsere „Bird Guards“ zumindest für kleinere im Frühstadium befindliche Brandherde entsprechend aus- und aufrüsten.
Südeuropa brennt… Brandstiftung in unserem Zugvogel - Bild 2 Südeuropa brennt… Brandstiftung in unserem Zugvoge - Bild 3
 
 

+++ 23.07.2017 +++
+++ Ragusa / Sizilien +++ Bielefeld / NRW +++

Adlerschutzcamp 2017 sichert Habichtsadler-Bruterfolg
Adlerschutzcamp 2017 sichert Habichtsadler-Bruterfolg
Das diesjährige Adlerschutzcamp für die stark bedrohten Habichtsadler auf Sizilien ging Ende Juni nach 4-monatiger Einsatzzeit mit den letzten erfolgreich ausgeflogenen Jungadlern zu Ende.

Nun liegen die aktuellen Ergebnisse vor und wir können berichten, dass dank des „Rund-um-die-Uhr“-Einsatzes von insge- samt 61 ehrenamtlichen Vogelschützern 20 Habichtsadler-Brutpaare erfolgreich 29 Jungadler aufziehen konnten. Den Vogelwilderern gelang kein einziger Nestraub!

5 Adlerschützer-Teams überwachten insgesamt 53 Habichtsadler-Horste.
Die wegen ihres leicht zugänglichen Nistplatzes für Nestraub durch Vogelwilderer besonders gefährdeten Adlerhorste wurden mit Feldstecher und Fernrohr überwacht und zusätzlich mit 2-3 Fotofallen-Kameras gesichert. Eine Kamera pro Adlerhorst wurde jeweils für Wilderer gut sichtbar aufgebaut als deutlicher Hinweis, dass der Nistplatz überwacht ist. Ein Nestraub lohnt sich dann nicht mehr, denn mithilfe der Kamera könnte Vogelwilderei nachgewiesen und dies unverzüglich der staatlichen Kontrollstelle für den Greifvogel-Handel gemeldet werden. Dadurch wäre der diesjährige illegale Handel mit Habichts- adlern erheblich erschwert.

Leider weichen die Vogelwilderer wegen unseres Drucks vermehrt auf die Plünderung von Lannerfalken-Nestern aus. Sizilien beherbergt über 30% dieser sehr seltenen Falken-Unterart in Italien. Daher haben die Adlerschützer bereits dieses Jahr deren Nester so oft wie möglich mitkontrolliert. Doch für Lannerfalken werden wir den Vogelschutzeinsatz ab 2018 erheblich ausweiten und intensivieren müssen.
 
Wie wichtig die tagtägliche Präsenz von Vogelschützern und Fotofallenkameras ist, zeigen die häufigen Beobachtungen von Wilderern, die schon zu Beginn der Brutperiode auftauchen, die besetzten Nester inspizieren und einen Zugang dazu suchen. Einer hat sich beim sofortigen Auftauchen eines Adlerschützers sogar beschwert „Ja, ist euch Vogelschützern denn das Geld noch nicht ausgegangen?!“.
 
Nein, das Geld war uns nicht ausgegangen. Dank der großherzigen Unterstützung unser Spenderinnen und Spender für diese wunderbaren Kreaturen konnten wir auch dieses Jahr die Vogelschutzcamps für die bedrohten Adler und auch Falken Südeuropas maßgeblich unterstützen!
Adlerschutzcamp 2017 sichert Habichtsadler-Bruterfolg - Bild 2 Adlerschutzcamp 2017 sichert Habichtsadler-Bruterfolg - Bild 3
 
 

+++ 03.07.2017 +++
+++ Bielefeld, NRW +++ Frankfurt am Main +++

Trotz Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) töten Gebäude
Trotz Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) töten Gebäudearbeiten weiterhin Tausende Mauersegler!
 
Die Situation für unsere Mauersegler ist ernst. Sehr ernst.
Das wird schon beim ersten Blick über die Schultern des engagierten Rettungsteams unserer Mauerseglerklinik in Frankfurt a.M. deutlich.
Dort wird täglich mehr als 12 Stunden Schwerstarbeit geleistet, um das Leben verunglückter, verletzter und hilfloser Mauersegler und Seglerjungen zu retten.
Derzeit werden in der Mauerseglerklinik 110 Jungvögel und 30 Elternvögel medizinisch versorgt und zeitaufwendig wieder aufgepäppelt.

Dr. med. vet. Christiane Haupt und ihre Mitarbeiterin Eva Brendel diagnostizieren derzeit folgende Hauptursachen für das Seglerleid: Die anhaltende Einrichtung von Baustellen an Gebäuden während der Segler-Brutperiode bereitet der Seglerklinik und der Stiftung Pro Artenvielfalt® große Sorgen: Das Segler-Rettungsteam muss aktuell zu viel Zeit investieren, um Baustellen zu besuchen, vor Ort Aufklärungsarbeit zu leisten, Segler-Nistplätze zu dokumentieren und mit Behörden bei Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu sprechen.

Auch dieses Jahr wird erneut deutlich, dass es an der Einhaltung des § 44 des BNatSchG, der behördlichen Kontrolle und an Sanktionen bei Verstößen deutlich mangelt.
 
So wiederholt sich die Seglertragödie zerstörter Bruthöhlen, weggeworfener Nester, herausgeworfener und getöteter Jungsegler und Seglerküken tagtäglich bundesweit viele hunderte Male! Was zählt schon ein Seglerleben wenn es um Bauprojekte und Investitionen geht.
 
Trotz Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) töten Gebäud - Bild 2 Trotz Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) töten Gebäu - Bild 3
 
 

+++ 23.06.2017 +++
+++ Bielefeld, NRW +++ Berlin +++

Bittere Realität… Aufweichung des Bundesnaturschutzg
Bittere Realität… Aufweichung des Bundesnaturschutzgesetzes – BNatSchG
 
Wie erwartet, hat der Deutsche Bundestag am 22.06.2017 den Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes, Drucksache 18/11939, zugestimmt.
 
Um ca. 21.50 Uhr (!)  fand die 2. und 3. Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des BNatSchG statt.

Dieser wurde - gegen das Votum der Opposition - beschlossen.
 
Die Opposition forderte die Bundesregierung unter anderem auf, die beiden Instrumente:
 
  1. Nationale und internationale Rahmengesetzgebung
  2. Vollzug dieser Gesetze 
im Sinne des Naturschutzes voranzubringen, um der fortschreitenden Zerstörung von Natur und Biodiversität einen Riegel vorzuschieben.
 
Weiter wurde von der Opposition gefordert, alle Sonderregelungen von Land-, Forst- oder Fischereiwirtschaft zu überprüfen, da die industrielle Landwirtschaft die Natur massiv gefährdet. Die derzeit existierenden Grundsätze zur "guten fachlichen Praxis" sind unkonkret und beinhalten lt. Bundesverwaltungsgericht auch keine verbindlichen Gebote und Verbote.
 
Die neuen Regelungen im BNatSchG lassen der industriellen Landwirtschaft weiter freie Hand bei ihren Natur zerstörenden Arbeits-Praktiken und erleichtern u. a. auch WindKraftAnlagen-Investoren die Durchsetzung ihrer Standortwahl und den weiteren Ausbau der WKA-Kapazitäten zulasten von Landschaft, Natur und Biodiversität.
 
Die Stiftung Pro Artenvielfalt® teilt die kritische Einschätzung von Ökologen, nach der wir in den kommenden Jahren einen absolut unumkehrbaren Kipp-Punkt im Ökosystem erreichen, dessen Folgen für Mensch und Tier nicht mehr kontrollierbar sein werden.
Das PDF-Dokument des Gesetz-Entwurfes der Bundesregierung finden Sie, wenn Sie den unteren Link anklicken.
(Auf der 8. Seite unter Punkt 6. finden Sie die relevanten Änderungen des §44)
 

Link: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/119/1811939.pdf Bittere Realität… Aufweichung des Bundesnaturschutz - Bild 2 Bittere Realität… Aufweichung des Bundesnaturschut - Bild 3
 
 

+++ 22.06.2017 +++
+++ Bielefeld, NRW +++ Berlin +++

Gesetzgeberischer Überraschungs- Angriff gegen die Artenvie
Gesetzgeberischer Überraschungs- Angriff gegen die Artenvielfalt
Eine mögliche Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) erleichtert zukünftig Eingriffe in die Landschaft, was u. a. auch der Wind-Energie-Lobby in die Hände spielen und sich gegen den Schutz der Artenvielfalt richten würde.

Brisanterweise wurde diese Gesetzes-änderung kurz vor der Sommerpause des Deutschen Bundestages auf die Tagesordnung des Bundestages gesetzt.

Heute, am 22.06.2017 um 20.45 Uhr finden die 2. und 3. Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes, Drucksache 18/11939, statt und eventuell auch direkt der Beschluss.
 
Mit der Novelle dieses Gesetzes Zu keiner Zeit seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde unsere Landschaft, vom Gesetzgeber ausdrücklich gewollt, durch technische Bauwerke wie WKAs derart massiv und flächendeckend zerstört, wurden wildlebende Tierarten im Namen des Volkes derart massenhaft getötet - wie dies schon heute und zukünftig verstärkt zugunsten der Energiewende passieren darf.

Zur Erinnerung: Jede Bürgerin und jeder Bürger dieses Landes wird für die Misshandlung auch nur eines einzigen Wildtieres vom Gesetzgeber bestraft!
 
Wo bleibt der Aufschrei der anerkannten großen Naturschutzverbände?

(Den Link zum Gesetzentwurf können Sie unten anklicken.)
 

Link: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/119/1811939.pdf Gesetzgeberischer Überraschungs- Angriff gegen die Artenvi - Bild 2 Gesetzgeberischer Überraschungs- Angriff gegen die Artenv - Bild 3
 
 

+++ 21.06.2017 +++
+++ Bielefeld, NRW +++ Löbnitz/Staßfurt /Sachsen Anhalt +++

Tierisch begehrter Artenschutzturm in Löbnitz (Staßfu
Tierisch begehrter Artenschutzturm in Löbnitz (Staßfurt)
 
Wie groß inzwischen die Wohnraumnot der “Gebäude bewohnenden Tierarten” auch im ländlich geprägten Raum ist, belegt die schnelle und umfassende Besiedlung des am 25. April 2017 offiziell eingeweihten Artenschutzturms unserer Stiftung Pro Artenvielfalt® in Löbnitz, Salzlandkreis.

Jetzt im Juni, nur 2 Monate später, sind dort folgende Vogelarten bei der Brut  und der Jungen-Aufzucht zu beobachten: Unser Artenschutzturm und die unmittelbar angrenzende Flussaue der Bode wurden auch schon ausgiebig von Dohlen inspiziert. Das lässt auf 2018 hoffen, denn die „Bode-Niederung“ mit ihrem umfangreichen Weichholz-Baumbestand und langen Krautsäumen bietet ein breites Nahrungsangebot von Insekten für die Jungenaufzucht.
 
Der von der Stiftung Pro Artenvielfalt® konzipierte Turm bietet:     Ein besonderes Augenmerk wurde, in Kooperation mit dem Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V., auf den Bau von Fledermaus-Tagesversteckplätzen für die gefährdete Rauhautfledermaus gelegt. Diese wandernde Fledermausart nutzt im Herbst die Elbe-Saale-Bode-Flussniederung als insektenreichen Zugkorridor auf ihrem Flug in die Winterquartiere in der Schweiz.
Die Gesamtinvestitionen von 25.000 Euro tragen mit den ersten Bruterfolgen dieses Jahres bereits erfreuliche Früchte.
Tierisch begehrter Artenschutzturm in Löbnitz (Staßf - Bild 2 Tierisch begehrter Artenschutzturm in Löbnitz (Staß - Bild 3
 
 

+++ 29.05.2017 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern:
Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 erfolgreic
Zypern:
Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 erfolgreich beendet.

 
Am Sonntag, den 07. Mai 2017 endete das diesjährige Frühjahrs-Vogelschutzcamp des Komitee gegen den Vogelmord e.V. und der Stiftung Pro Artenvielfalt®  auf Zypern – welches sehr erfolgreich war.
In diesem Jahr lag ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit der Vogelschützer auf dem regelmäßigen „Monitoring“ der Fangplätze, an denen Leimruten oder Netze bereits einmal gefunden wurden. Teilweise kontrollierten die Vogelschützer dieselbe Fangstelle mehr als  20 Mal binnen 5 Wochen. Es ging also nicht nur um die Befreiung von gefangenen Vögeln, sondern auch um eine verbesserte Schätzung der in Fanganlagen gefangenen und getöteten Zugvögel und aktualisierte Vogelfangdaten.
 
Zusammenfassung der Vogelschutzcamp-Ergebnisse:

Einsatz-Zeitraum: 25. März bis 07.Mai 2017
12 Vogelschutzaktivisten 44 Tage lang vor Ort.
Unsere konstruktive  Zusammenarbeit mit der Anti-Wilderei-Polizei-Einheit war in den letzten Jahren zunehmender Garant für unsere Erfolge im Kampf gegen den illegalen Vogelmord auf Zypern. Leider wurde die vereinbarte umfassende Zusammenarbeit mit der APS-Polizei durch polizei-interne Zuständigkeits- und Abstimmungsprobleme im Verlauf des diesjährigen Frühjahrs-Vogelschutzcamps zunehmend ineffizienter und derart stark behindert, dass wir die Zusammenarbeit aufkündigen mussten. Danach sind unsere Vogelschützer ihre eigenen Wege im Zugvogelschutz gegangen.  
 
„Steter Tropfen höhlt den Stein“  und so bleiben wir weiter am Ball – an den „Hotspots“ des illegalen Vogelfangs auf Zypern, Sardinien und Sizilien.
 
Heute können wir allen Unterstützern und Förderern der Vogelschutzcamps auf Zypern mit Freude einen messbaren und anhaltenden Erfolg melden:

Im Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 waren noch knapp 31,1% der kontrollierten illegalen Fangplätze aktiv. In diesem Jahr waren es nur noch 21,6%!
 
Zypern:
Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 erfolgrei - Bild 2 Zypern:
Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 erfolgre - Bild 3
 
 

+++ 02.05.2017 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 3. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017
Zypern: 3. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017
 
Seit Beginn des Zugvogelschutz-Einsatzes auf Zypern haben unsere Vogelschützer-Teams bereits 251 Fangplätze kontrolliert. Davon waren 66 (das entspricht 26%) Fangplätze aktiv – d.h. mit fangbereit ausgelegten Leimruten bestückt. Das bedeutet im Vergleich zum letztjährigen Frühjahrs-Vogelschutzcamp mit 108 aktiv festgestellten Fangplätzen einen bemerkenswerten Rückgang.
Abgeschreckt durch unsere gemeinsamen Einsätze mit der zypriotischen Anti-Wilderei-Polizei (APS) und durch die bereits gestellten Strafanzeigen, haben viele Vogelwilderer den illegalen und tierquälerischen Zugvogelfang zumindest vorübergehend eingestellt. Durch unsere intensivierten Kontrollen an den bekannten Fangplätzen wurde aber eine hohe Anzahl Leimruten gefunden.
Auch wenn unsere Vogelschützer die an Leimruten hängenden Vogelopfer stets sofort befreien, finden wir trotzdem fast jeden vierten Vogel tot. Bei den derzeit in Zypern herrschenden hohen Temperaturen halten die zarten kleinen Zugvögel nicht lange durch. Panisch und überhitzt sterben sie einen qualvollen Tod. Die meisten Vogelopfer sind Mönchsgrasmücken und Klappergrasmücken. Aber auch viele andere Vogelarten wie Gartengrasmücke, Gartenrotschwanz, Balkanlaubsänger, Waldlaubsänger, Haussperling, Rotkehlchen, Nachtigall, Brillengrasmücke, Gelbspötter, Trauerschnäpper, Baumpieper, Maskenwürger, Rotkopfwürger, Steinschmätzer, Grauortolan, Wiedehopf und Zwergohreule wurden an Leimruten hängend gefunden.
 
Der Vogelzug auf Zypern ist bald beendet. Noch sind aber Zugvögel auf Zypern unterwegs und solange werden auch unsere Vogelschützer auf der Insel bleiben.       Sie werden weiter besonders nachts und am frühen Morgen nach elektronischen Lockanlagen suchen und die uns bekannten „Wiederholungstäter“ immer wieder kontrollieren. Weiterhin werden sie die Polizei einschalten, damit wir auch im nächsten Frühjahr sagen können: „Der illegale Vogelfang ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.“
 
Aktuelle Ergebnisse aus dem Zypern-Frühjahrs-Vogelschutzcamp:
Zypern: 3. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 - Bild 2 Zypern: 3. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 - Bild 3
 
 

+++ 23.04.2017 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 2. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017
Zypern: 2. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017
Seit vier Wochen arbeiten inzwischen Teams von engagierten Vogelschützern unserer Freunde vom „Komitee gegen den Vogelmord“ und unserer Stiftung auf Zypern gegen den illegalen Zugvogelfang. Im Frühjahr wird auf Zypern der illegale Vogelfang überwiegend auf traditionelle Weise mit Leimruten praktiziert, an denen die Zugvögel qualvoll oft stundenlang kopfüber hängen und teils auch elend ersticken.
Die Leimruten werden in eigens dafür zugeschnittenen Büschen und Obst- bäumen so ausgelegt, dass vom Vogelzug erschöpfte Grasmücken, Laubsänger, Fliegenschnäpper, Rot- schwänze und viele weitere teils sehr seltene Singvögel die Leimruten als attraktive Ruheplätze und Jagdansitze für die Insektenjagd wahrnehmen und sich darauf niederlassen. Eine Flucht von den klebrigen Leimruten ist nicht mehr möglich. Mit jedem Fluchtversuch wird der zähe Leim tiefer ins Gefieder verteilt. Der Leim wird aus dem eingedickten Saft einer Wildpflaumenart vermischt mit Honig für jede Zugvogelfangsaison frisch hergestellt und behält etwa 6 Wochen lang seine gnadenlos klebrige Wirkung.
 
Auch Vogelfangnetze werden derzeit auf Zypern von unseren Vogelschützern gefunden, diese jedoch auf dem britischen Hoheitsgebiet ESBA (Eastern Sovereign Base Area), wo die britische Anti-Wilderei-Polizei bislang sehr zögerlich gegen den illegalen Zug- vogelfang vorging und nur selten die Vogelwilderer, auch wenn bekannt, anzeigte. Auf zypriotischem Boden wagen es die Vogelwilderer im Frühjahr dank unserer anhaltenden Vogelschutz-Einsätze und der effizient kooperierenden Anti-Wilderei-Polizei (APS) nicht mehr, ihre todbringenden Fangnetze aufzustellen. Für dieses Frühjahr können wir im Vergleich zu den Vorjahren immerhin einen Rückgang des Zugvogelfangs feststellen. Dies bestärkt uns in unserer Entscheidung, die starke Präsenz unserer Vogelschützer vor Ort auf Zypern über die gesamte Frühjahrsvogelzugzeit aufrecht zu erhalten.
 
Hier die aktuellen Ergebnisse aus dem Zypern-Frühjahrs-Vogelschutzcamp:
Zypern: 2. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 - Bild 2 Zypern: 2. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 - Bild 3
 
 

+++ 07.04.2017 +++
+++ Bielefeld / Bonn - NRW +++ Nikosia - Republik Zypern +++

Republic of Cyprus: Start of CABS/SPA Spring Bird Protection Cam
Republic of Cyprus: Start of CABS/SPA Spring Bird Protection Camp, Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2017
 
Welcome to all Cypriot bird hunters and Cypriot bird poachers who visit our homepage for update information about our CABS/SPA Spring Bird Protection Camp. Wir begrüßen alle zypriotischen Vogeljäger und Vogelwilderer, die sich auf unserer Homepage über den Stand des diesjährigen CABS/SPA-Frühjahrs-Vogelschutzcamps informieren wollen.

Ja, wir arbeiten bereits seit Tagen mit kompletter Besetzung in unserem diesjährigen Frühjahrs-Vogelschutzcamp entlang der Südküste der Republik Zypern. Und wie Sie sicher ebenfalls festgestellt haben, beginnt der intensive Vogelzug der insbesondere von Ihnen massiv gewilderten Mönchsgrasmücken erst heute.
 
Dank großer finanzieller Solidarität unserer Spender und Förderer mit unseren Zugvogelschutzaktivitäten werden wir nun einmal mehr wochenlang und regelmäßig Ihre illegalen Zugvogel-Fangplätze auf öffentlichem Gelände und auch in Ihren hoch eingezäunten privaten Fanggärten kontrollieren, per GPS dokumentieren und die erfassten Daten täglich Ihrer Anti-Wilderei-Polizeieinheit APS (Anti Poaching Squad) übergeben.
 
Unsere Vogelschützerteams werden auf öffentlichem Gelände nicht eine einzige aufgefundene Leimrute und auch kein Fangnetz stehen lassen. Versprochen!
 
Die aktuellen Vogelfang-Fotos zeigen unseren Bürgerinnen und Bürgern, wie rücksichtlos und tierquälerisch Ihre illegalen Zugvogelfangaktivitäten sind. Seien Sie versichert: Wir werden nicht nachlassen, bei Ihrer Regierung, unserer Regierung und der für den Naturschutz zuständigen EU-Kommission Druck auf Beendigung Ihrer illegalen profitablen Geschäfte mit getöteten Zugvögeln zu machen.
 
Republic of Cyprus: Start of CABS/SPA Spring Bird Protection Ca - Bild 2 Republic of Cyprus: Start of CABS/SPA Spring Bird Protection C - Bild 3
 
 

+++ 22.03.2017 +++
+++ Pantani-Region, Sizilien +++

Fortschreitender Frühjahrsvogelzug nutzt intensiv unser Zug
Fortschreitender Frühjahrsvogelzug nutzt intensiv unser Zugvogel-   schutzgebiet Pantani-Region, Sizilien
Mit fortschreitendem Frühling im Mittelmeerraum nimmt die Individuenzahl und Vielfalt der Arten der in unserem Zugvogelschutzgebiet „Pantani Region“ auf Sizilien rastenden und Nahrung suchenden Zugvögel immer schneller zu.
Den am Boden nach Nahrung suchenden  Singvogelarten wie Star, Haubenlerche, Schwarzkehlchen und Schafstelze bieten die von uns gezielt gemähten mehr als      6 ha Uferwiesenflächen und die derzeit in Offenlandhaltung von Eseln beweideten    5 ha Wiesenflächen ein optimales Nahrungsbiotop.                                          Am 17.03.2017 nutzten fast 100 Schafstelzen diese Wiesen!
Dank der starken Winter-Regenfälle sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini gut gefüllt und bieten den derzeit dort rastenden hunderten Enten und Tauchern von teils seltenen und stark bedrohten Arten einen sicheren und von uns geschützten Rast- und Nahrungsplatz. Dazu sehen Sie bitte nachstehend auch die aktuelle Enten-Zensus-Grafik, die eindrucksvoll zeigt, wie schnell verschiedene Wasservogelarten die Süßwasser-Lagunen unter konsequenten Schutzbedingungen wieder als Überwinterungsplatz nutzen.
 
Fortschreitender Frühjahrsvogelzug nutzt intensiv unser Zu - Bild 2 Fortschreitender Frühjahrsvogelzug nutzt intensiv unser Z - Bild 3
 
 

+++ 17.03.2017 +++
+++ Südwest-Sizilien / Republik Italien +++

1. Report vom Habichtsadler-Schutzcamp 2017
1. Report vom Habichtsadler-Schutzcamp 2017
Seit knapp 3 Wochen sind 4 sizilianische Vogelschützer in wechselnden Tag- und Nachtschichten im Habichtsadler-Schutz- camp rund um die Uhr im Einsatz. Diese werden von bis zu 30 ehrenamtlichen Adlerschützern wochentags und ebenso
an den Wochenenden und während der Feiertage vor Ort unterstützt.
 
Die diesjährigen Witterungsbedingungen auf Sizilien sind für das Adler-Brutgeschäft und die ab Mai beginnende Jungenaufzucht bisher günstiger als im Frühjahr 2016. Detaillierte Daten werden wir erstmals Anfang April 2017 nach unserer Rückkehr vom Adlerschutzcamp publizieren.
 
Aus den Horstplünderungsversuchen der letzten Jahre haben wir gelernt: neben der schon vor Brutbeginn an kritischen Horst-Standorten installierten elektronischen Überwachungstechnik setzen wir zusätzliche Bewegungsmelder entlang von Zufahrten und Schleichwegen ein.
 
Objekte der Begierde sind bei Adler-Wilderern sowohl Adlereier als auch Adlerjunge. Letztere allerding nur bis zu einem gewissen Lebensalter. Danach lassen sich die wehrhaften Jungadler nicht mehr gefahrlos aus den Horsten plündern!
 
Dank engagierter Spendenunterstützung verfügen unsere Adlerschützer dieses Jahr endlich über gute Adlerhorst-Überwachungstechnik, die wir schon seit Ende Februar 2017 umfassend zum Schutz der Adlerhorste und der Ermittlung von Vogelwilderern einsetzen! Wir danken unseren engagierten Spendern!
 
1. Report vom Habichtsadler-Schutzcamp 2017 - Bild 2 1. Report vom Habichtsadler-Schutzcamp 2017 - Bild 3
 
 

+++ 13.03.2017 +++
+++ Frühjahrsvogelzug im Zugvogelschutzgebiet Pantani-Region, Sizilien +++

Während bei uns die Tage spürbar länger werden und sich endlich auch die Sonne zeigt,
Während bei uns die Tage spürbar länger werden und sich endlich auch die Sonne zeigt, ist der Frühling in Sizilien schon 4 Wochen weiter fortgeschritten. Damit einher beginnt dort nun ein sich täglich verstärkender Vogelzug, aktuell ganz besonders von Mauerseglern, Rauch-     schwalben, Staren und Bachstelzen.
Um besonders den am Boden nach Nahrung suchenden Singvogelarten wie Star, Haubenlerche, Bachstelze und Hausrotschwanz ein optimales Nahrungs- biotop mit niedrigem Aufwuchs zu bieten, haben wir mehr als 6 ha Uferwiesen mähen lassen. Weitere 5 ha Wiesenfläche werden derzeit in Offenlandhaltung von Eseln einer alten sizilianischen Rasse beweidet.
Diesen weit und breit einzigen ungestörten, gut nutzbaren und reich mit Insekten gefüllten Nahrungstisch lassen aber auch Schwarzkehlchen und Wiedehopf nicht links des Vogelzugweges liegen.
Dank der starken Regenfälle der letzten Wochen sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini gut mit Süßwasser gefüllt und daher rasten derzeit hunderte Enten und Taucher von teils seltenen und stark bedrohten Arten in den Lagunen.
Sehr regelmäßig dokumentieren wir die Vogelbestände vor Ort. Ein Beispiel vom sogenannten "Bird-Zensus" vom 10.03.2017 finden Sie unten als PDF, klicken Sie doch mal hinein und schauen Sie, welche Vögel den Trittstein "Pantani-Region" aktuell nutzen!
 
Datei-Download: 2017.03.10._PaCu_Bird_Census_©_SPA.IT_FINAL.pdf Während bei uns die Tage spürbar länger werden und sich endlich auch die Sonne zeigt - Bild 2 Während bei uns die Tage spürbar länger werden und sich endlich auch die Sonne zeig - Bild 3
 
 

+++ 01.03.2017 +++
+++ Frose/Salzlandkreis +++ Bielefeld/NRW +++


Illegale Baumfällaktion im geschützten Biotop

Illegale Baumfällaktion im geschützten Biotop „Seeländereien bei Frose“
 
Unsere Stiftung hat für den dauerhaften Schutz des seit der Wiedervereinigung durch Stillegung der dortigen Braunkohletagebaue noch immer im Entstehen befindlichen Feuchtbiotops „ Seeländereien bei Frose“ im Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt inzwischen nahezu 21 ha Grundstücks-eigentum erworben.
Dieses Feuchtgebiet ist mit seiner Arten- vielfalt und vielgestaltigen Biotopstruktur ein Wasservogel-, Greifvogel-, Singvogel- und Zugvogelparadies, das im Land Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland seinesgleichen sucht!

Die massive Lobbyarbeit der landwirtschaftlichen Großbetriebe und der anhaltende Landhunger für den Anbau hochsubventionierter Biomasse-Produkte und alternativer Energieträger macht anhaltend Druck auf dieses einzigartige Feuchtbiotop, welches einen wichtigen Zugvogelrastplatz entlang der östlichen Vogelzugroute von Nord- und Mitteleuropa in Richtung Süden darstellt.
In der vergangenen Frostperiode wurden dort auf unseren Eigentumsflächen „Im Zuckerbusch“ illegal und massiv Bäume zur Brennholzgewinnung gefällt. Diese trockenen Bäume waren eine wichtige Biotopstruktur im „Feuchtgebiet Frose“. Höhlenreich, waren sie Nist- und Brutstätte für viele Vogel- und Fledermausarten. Regelmäßig wurden sie von Greifvögeln (Adlern, Falken) als Ansitzwarte oder von Staren und Grauammern als Sammelplatz vor dem abendlichen Einfall im Schilf- Schlafplatz genutzt. Jedes Jahr im Spätsommer kamen Natur-Touristen aus dem ganzen Land, um bis zu 150 Bienenfresser bei ihren Ansitzjagden von den „toten“ Bäumen auf Libellen zu beobachten. Diese Bäume waren nicht tot! Diese Bäume,
auch wenn ohne Laub, steckten voller Leben.
Eine Schädigung des Feuchtgebiets und unseres dortigen ökologischen Grundeigentums - wie die aktuelle illegale Baumfällaktion - nehmen wir sehr ernst und verfolgen derartige Eingriffe in unser Eigentum  und die geschützten Biotopstrukturen mit allen uns zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln. Als Reaktion auf die von uns ausgesetzte Belohnung in Höhe von € 1.000,00 hat sich der Baumfrevler inzwischen bei der Polizei und der zuständigen Naturschutzbehörde gemeldet, die ein Verfahren eingeleitet hat.
 

Illegale Baumfällaktion im geschützten Biotop - Bild 2 
Illegale Baumfällaktion im geschützten Bioto - Bild 3
 
 

+++ 12.02.2017 +++
+++ Nikosia/Zypern +++ Bielefeld/Deutschland +++

Singdrossel-Hilferufe in Zypern weiter ohne Resonanz
Singdrossel-Hilferufe in Zypern weiter ohne Resonanz
Die illegale Zugvogelfang-Situation
auf Zypern bleibt besonders im Winter weiter bedrückend und wird von den zuständigen Polizeibehörden völlig unbefriedigend bearbeitet.
Selbst nach einem inzwischen schon
4 Wochen dauernden Wintereinsatz finden unsere zwei Einsatz-Teams in
den Fanggebieten ohne großartigen Suchaufwand jeden Tag bis zu 5 neue Fanganlagen, überwiegend Netze.

Obwohl die Wilderei-Situation in der Republik Zypern aktuell nicht so schlimm ist wie kürzlich bei unserem 3-Tages-Überraschungseinsatz im britischen Hoheitsgebiet „Sovereign Base Area“, wo wir nach nur einer Nacht intensiver Fangplatzsuche in
nur 2 Tageseinsätzen mehr als 250 Netzfanganlagen abbauen konnten, sind die reduzierten Polizei-Einsatzkräfte zur konsequenten Wildereibekämpfung - gewollt oder ungewollt - völlig unterbesetzt.
Jetzt im Winter werden auf Zypern überwiegend Singdrosseln mit illegalen Netzen gefangen, die als Delikatesse „Tzikla“ in Restaurants hochprofitabel verkauft werden. Für eine frisch getötete und gerupfte Singdrossel zahlt ein Restaurant 2,00-3,00 Euro. Zweifelhafte Gourmets zahlen für diese „Delikatesse“ pro Portion, d. h. 3 - 4 Sing-
drosseln, ca. 40 Euro.
Mit den Singdrosseln sterben viele weitere teils stark bedrohte Vogelarten wie Rotdrosseln, Amseln, Mönchsgrasmücken, Haussperlinge, Hausrotschwänze, Triele, Grauammern, Wald- und Zwergohreulen.
 
Bisherige Ergebnisse und Erfolge des Winter-Vogelschutzcamps:
Singdrossel-Hilferufe in Zypern weiter ohne Resonanz - Bild 2 Singdrossel-Hilferufe in Zypern weiter ohne Resonanz - Bild 3
 
 

+++ 19.01.2017 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Winter-Zugvogelschutzcamp: Unsere Nachtaktion beweist schockiere
Winter-Zugvogelschutzcamp: Unsere Nachtaktion beweist schockierendes Ausmaß der Zugvogelwilderei
Am 16. Januar startete auf Zypern offiziell das zweite CABS/SPA-Winter-Zugvogelschutzcamp 2016/2017. Aber schon am 12. Januar trafen sich vorab 18 ehrenamtliche Vogelschützer auf Zypern, um in einer geheimen Aktion das Ausmaß illegaler Vogelwilderei in der Eastern Sovereign Base Area (ESBA), d.h. auf britischem Territorium, zu dokumentieren.
Aus unseren Ermittlungen im Winter-Zugvogelschutzcamp 2015/2016 wussten wir, dass in dem britischen Hoheitsgebiet im Winter Singdrosseln massiv mit hohen Netzen gewildert werden. Dank der großen Zahl von Vogelschützern konnte nun erstmalig das gesamte ESBA-Gebiet mit den beiden Vogelfang-Hochburgen Cape Pyla und Agios Nikolaos in einer Nacht durchsucht und alle aktiven Fangplätze, die nicht in eingezäunten Privatgärten eingerichtet waren, markiert werden.
Dabei wurden 114 Zugvogelfangplätze aktiv vorgefunden und sage und schreibe knapp 500 Fangnetze ermittelt, von denen unsere Vogelschützer 274 abräumen konnten! Aus den Netzen konnten noch 384 Vögel lebend befreit werden, darunter Grauammern, Waldohreulen, Rotdrosseln und sogar ein Triel!
Die für den tierquälerischen, illegalen Zugvogelfang aufgestellten Netze ergeben aneinander gereiht eine Länge von über 10 km!
Zusammen mit den aktiven, aber nicht abgeräumten Fangplätzen in eingezäunten Privatgärten zeigte sich ein schockierendes, unsere Befürchtungen weit übertreffendes Ausmaß von Vogelwilderei auf britisch verwaltetem Gebiet. Das Ergebnis dieser Enthüllungsaktion beweist, daß die zypriotischen Vogelwilderer selbst von britischer Polizei keine Verfolgung und Bestrafung fürchten müssen. Untermauert wird dies durch unsere Feststellungen, dass aktive Fangplätze, die wir abgeräumt hatten, in der folgenden Nacht wieder mit aktiv aufgebauten Fangnetzen bestückt waren.

Mit unseren Zugvogelschutz-Einsatzergebnissen werden wir in den nächsten Tagen die britische Anti-Wilderei-Polizei konfrontieren und auch im britischen Hoheitsgebiet auf Zypern einen  konsequenteren Einsatz und eine viel bessere Kooperation mit uns im Kampf gegen den illegalen Vogelmord fordern.
Winter-Zugvogelschutzcamp: Unsere Nachtaktion beweist schockier - Bild 2 Winter-Zugvogelschutzcamp: Unsere Nachtaktion beweist schockie - Bild 3
 
 

+++ 11.01.2017 +++
+++ Cagliari, Sardinien / Italien +++

Zugvogelschutzcamps Winter 2016/2017 auf Sardinien beendet
Zugvogelschutzcamps Winter 2016/2017 auf Sardinien beendet
Nach einem zweiten, 7-tägigen Zugvogelschutzcamp auf Süd-Sardinien über die Weihnachts- und Neujahrstage wurde der Zugvogelschutz-Einsatz auf der italienischen Mittelmeerinsel vor 1 Woche für die Winter-Saison 2016/2017 abgeschlossen.

9 Vogelschützer reisten am 2. Weihnachtstag nach Sardinien, um sich gemeinsam mit 8 einheimischen Vogelschützern für den Schutz der anhaltend stark verfolgten und illegal als Delikatesse verkauften Zug- vögel einzusetzen.

An Restaurants werden hauptsächlich Sing- und Misteldrosseln, Amseln und Rot- kehlchen verkauft. Doch in den tierquälerischen Schlingenfallen strangulieren sich auch Eichelhäher, Mönchsgrasmücken, Sperber und viele weitere streng geschützte Vogelarten.

Während des 2. Vogelschutzcamps wurden die im November aktiven Fangpfade nochmals kontrolliert und in Gebieten mit Kenntnis von hohen Zugvogelfangaktivitäten nach neu angelegten Fangpfaden und Schlingenfallen gesucht. Dabei wurde 1 aktiver Fangpfad mit 300 Schlingenfallen ausfindig gemacht. 3 weitere gefundene Fangpfade wurden in letzter Zeit nicht mehr vom Vogelwilderer aktiv genutzt, enthielten jedoch insgesamt noch über 600 zurückgelassene, armierte Schlingenfallen! Nebst diesen 900 gefundenen Vogelfallen wurden auch 163 illegale Schlingenfallen für Wildkatzen und Füchse ausfindig gemacht und abgeräumt. 2 Vogelwilderer konnten mittels Fotofallenkamera identifiziert und angezeigt werden.

Somit wurden in den 2 Sardinien-Wintervogelschutzcamps insgesamt 3.500 Vogel-Schlingenfallen entdeckt und zerstört. Diese hohe Zahl spiegelt den starken Einsatz unserer italienischen, ehrenamtlich arbeitenden Vogelschützer wieder. Sie zeigt aber auch, dass sich diese illegalen Vogelwilderer-Aktivitäten bei manchen – uns auch gut bekannten – Vogelfängern hartnäckig halten und wir daher mit unseren Zugvogel- schutzeinsätzen (noch) nicht nachlassen dürfen!

Den sardischen Zugvogelwilderern ins Stammbuch… wir kommen im November 2017 ganz bestimmt wieder!
Zugvogelschutzcamps Winter 2016/2017 auf Sardinien beendet - Bild 2 Zugvogelschutzcamps Winter 2016/2017 auf Sardinien beendet - Bild 3
 
 

+++ 24.12.2016 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++

Weihnachts- und Neujahrsgrüße
Weihnachts- und Neujahrsgrüße
Verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für die großherzige Unterstützung und die engagierte und vertrauensvolle Zusammen- arbeit wünschen wir all unseren Spenderinnen & Spendern, unseren Förderern & unseren Artenschutz- Projektpartnern in Deutschland, in der Schweiz und in Südeuropa ein gesegnetes Weihnachtsfest mit frohen, unbeschwerten wie auch stillen, besinnlichen Stunden im Kreise lieber Menschen und ein gutes, gesundes, friedvolles und erfolgreiches Neues Jahr 2017.

Für den Natur-und Artenschutz ist uns mit Ihrer Unterstützung im Verlaufe des Jahres 2016 Großartiges gelungen, und auch im Jahr 2017 wollen wir mit Ihrer aller Unter- stützung couragierte und herausfordernde Natur- und Artenschutz-Projekte anpacken und realisieren. Bitte bleiben Sie unserer Stiftungsarbeit auch im neuen Jahr weiterhin engagiert und fördernd verbunden.
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Season‘s Greetings
To all our project partners and to our “Pantani-Project” management and our volunteers in Sicily (Republic of Italy) and in the Republic of Cyprus our best wishes for a Merry Christmas, happy holidays and a healthy, joyful and challenging New Year 2017.

Thank you for all help and assistance throughout 2016 – we promise you an exciting and challenging new year 2017 and hope for your unlimited help and cooperation.
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Auguri di Buone Feste
Al gruppo di lavoro ed ai volontari del progetto "Pantani", a tutti i collaboratori, fornitori e partner del progetto in Sicilia, i nostri migliori auguri di Buon Natale, Buone Feste e un sereno e prospero Anno Nuovo 2017.
 
Grazie per il vostro aiuto e la vostra collaborazione durante tutto il 2016, con la promessa di un 2017 altrettanto intenso ed avvincente e l'augurio di beneficiare ancora del vostro prezioso contributo.

 

+++ 20.12.2016 +++
+++ Ispica/Pachino +++ Sizilien+++ Italien +++

Zugvogelwelt im Feuchtgebiet Pantano Longarini (noch) Tag und Na
Zugvogelwelt im Feuchtgebiet Pantano Longarini (noch) Tag und Nacht unter Druck…                         
Die Reaktion von derzeit noch Unbekannten auf unsere Teilflächen- käufe im Feuchtgebiet Pantani Longarini ließ – wie von uns erwartet - nicht lange auf sich warten!

Der Frust und Ärger so manches Vogeljagd-Besessenen ob der von uns geschaffenen Realität, nun den gesamten Feuchtgebietskomplex der Pantani-Region (Pantano Cuba und Pantano Longarini) in unser Eigentum zu übernehmen, hat zu ernsthaften kriminellen Aktionen geführt. Bei denen kam neben der streng geschützten Zugvogelwelt auch ein Mensch zu Schaden. 

Opfer eines abendlichen gewalttätigen Übergriffs war ausgerechnet ein Ehepaar, das unser Zugvogelschutzprojekt „Pantani-Region“ nicht nur finanziell, sondern auch operativ durch persönlichen Einsatz im Pantani-Zugvogelschutzcamp tatkräftig unterstützt. Gottlob ist der Sachschaden am Einsatzfahrzeug größer als die erlittene Arm-Verletzung! Strafanzeige bei der zuständigen Polizeistation in Ispica ist gestellt.

Die jagdlichen Provokationen gegen unsere Schutzziele im Feuchtgebiet Pantano Longarini kumulieren besonders in den Abend- und Nachtstunden, in denen aus den nordwestlich der Lagune gelegenen benachbarten Gewächshaus-Anlagen auf die in der Lagune rastenden Zugvögel geschossen wird.

Als Konsequenz verstärken wir unsere Vogelschützer-Teams und bauen zusätzliche Fotofallenkameras auf. Wir wissen Gesetz und Recht auf unserer Seite und sind aus den Vogelschutzcamps auf Zypern und Sardinien einsatzerprobt! Auch die Carabinieri aus den nahegelegenen Gemeinden habe ihre Unterstützung zugesagt.

Auf Bitten mehrerer Grundstücksverkäufer in der Pantani Region haben wir bisher auf eine detaillierte Homepage-Projektseite „Zugvogelschutzgebiet Pantani-Region“ verzichtet, werden dieses Zugvogelschutzprojekt aber umfassend präsentieren, sobald sich die Wogen vor Ort geglättet haben. Unsere Spenderinnen und Förderer sind im Detail und aktuell durch unsere Projekt-Spendenmailings bestens informiert!

Grundstücke, die in Stiftungseigentum sind, sind unveräußerlich und dienen satzungsgemäß nachhaltig dem Schutz bedrohter Tierarten… das werden auch unsere darüber noch anders denkenden sizilianischen Nachbarn (zu schätzen) lernen.
 
Zugvogelwelt im Feuchtgebiet Pantano Longarini (noch) Tag und N - Bild 2 Zugvogelwelt im Feuchtgebiet Pantano Longarini (noch) Tag und  - Bild 3
 
 

+++ 16.12.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Deutschland +++

Wo sind derzeit unsere überwinternden Singvögel geblie
Wo sind derzeit unsere überwinternden Singvögel geblieben? 
Uns erreichen seit einigen Wochen täglich Anrufe besorgter Vogelfreunde aus ganz Deutschland, die ihre Singvögel im Garten und am Futterplatz vermissen! Wo sind sie nur geblieben?

Leider können auch wir darauf (noch) keine erschöpfende Antwort geben. Wir haben keine ungewöhnlich hohe Zahl von telefonischen Totfund-Meldungen oder andere Hinweise auf kurzfristige dramatische Singvogelverluste.

Als Ergebnis unseres Nachsuchens an Wochenenden in Waldrandbereichen des Teutoburger Waldes zwischen Bielefeld und Lage können wir feststellen, dass in noch existierenden vielfältig strukturierten Waldrändern mit Hecken- und Buschsaum und in lichten Laubwaldbereichen unsere überwinternde Vogelwelt mit Kohlmeise, Blaumeise, Sumpfmeise, Buchfink, Grünfink, Rotkehlchen und auch Zaunkönig gut vertreten und auch zu beobachten ist.

Unser skandinavischer Überwinterungsgast Bergfink futtert sich derzeit durch die Buchenwälder bei gutem Bucheckern-Nahrungsangebot und die Erlenzeisige aus Skandinavien sitzen in den Erlenbäumen entlang der Bäche und Sieken und machen sich namensgemäß über die Erlenzapfen mit ihren kleinen Samen her.
Wo sind derzeit unsere überwinternden Singvögel gebli - Bild 2 Wo sind derzeit unsere überwinternden Singvögel gebl - Bild 3
 
 

+++ 15.12.2016 +++
+++ Löbnitz, Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt +++

Neuer Artenschutzturm Löbnitz ab Weihnachten bezugsfertig
Neuer Artenschutzturm Löbnitz ab Weihnachten bezugsfertig 
Unser 28. Artenschutzgebäude für Gebäude bewohnende Tierarten entsteht derzeit am Ortsrand der Gemeinde Löbnitz (Staßfurt) in Sachsen-Anhalt.
 
Witterungsbedingt war der geplante Fertigstellungstermin 15.12.2106 nicht zu halten, aber die am zukünftigen Artenschutzturm arbeitenden Zimmerleute, Dachdecker und Maler haben eine Fertigstellung bis Hl. Abend zugesagt! 
 
Dieser Artenschutzturm bekommt in und auf der Südwand des Gebäudes eine äußerst komplexe Fledermaus-Tagesversteck-Infrastruktur speziell für die Rauhhautfledermaus, eine wandernde Fledermausart, die vorwiegend in Skandinavien, dem Norddeutschen Tiefland in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern und in Polen vorkommt. Diese Fledermausart wandert im Spätherbst entlang der Flusstäler der Elbe-Saale-Bode-Niederung bis in die Schweiz, wo sie in Felshöhlen überwintert.
 
Der Standort unseres neuen Artenschutzturms liegt direkt neben dem Flüsschen Bode in der Wanderroute dieser Fledermausart und bietet zukünftig perfekte Tagesversteck- und Rastplätze und ein außerordentlich insektenreiches Nahrungsbiotop in Form der naturnahen Flussaue mit alten Weidenbäumen und Büschen.
 
Dieses und eine stillgelegte Kiesgrube in Sichtnähe bieten auch Turmfalke, Dohlen und Feldsperlingen geeigneten Lebensraum, in dem allerdings bisher geeignete Nistplätze und Bruthöhlen fehlten. Diesen Mangel beenden wir mit Fertigstellung des neuen Artenschutzturms … ab Weihnachten steht dort unseren tierischen Gebäudebewohnern reichlich Wohnraum bezugsfertig zur Verfügung!
Neuer Artenschutzturm Löbnitz ab Weihnachten bezugsfertig - Bild 2 Neuer Artenschutzturm Löbnitz ab Weihnachten bezugsfertig - Bild 3
 
 

+++ 10.12.2016 +++
+++ Cagliari, Sardinen, Republik Italien +++

1. Sardinien-Vogelschutzcamp 2016 erfolgreich abgeschlossen
1. Sardinien-Vogelschutzcamp 2016 erfolgreich abgeschlossen
Erst kürzlich ist unser 1. Sardinien-Vogelschutzcamp 2016 in Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord zu Ende gegangen … und das 2. Vogel- schutzcamp 2016/2017 auf Sardinien folgt schon bald.
Knapp vier Wochen lang haben 16 Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord und unserer Stiftung in langen Tages-Einsätzen zur Rettung unserer mitteleuropäischen Zugvögel die schwer durchdringlichen busch- bestandenen Bergregionen um die Inselhauptstadt Cagliari und die unübersichtliche Dornenbusch-Landschaft der weiten Hügel um Capoterra, einer kleinen Stadt westlich Cagliari, nach illegalen Vogelfallen abgesucht.
2.650 Rosshaarschlingen für den Vogelfang konnten dabei eingesammelt und vernichtet werden. Dazu kommen noch 40 eingesammelte und zerstörte Draht- schlingenfallen zum Fang von Säugetieren.
Mit der Vernichtung der Baum- und Bodenschlingenfallen haben unsere Vogelschützer mehr als 80.000 Singvögeln, meist Singdrosseln, Amseln und Rotkehlchen, aber auch Distelfinken und anderen Vogelarten ihr zartes Vogelleben gerettet.
Im letzten Jahr waren es im gleichen Gebiet nur 1.000 aufgefundene und zerstörte Rosshaarschlingen - entweder haben wir dieses Jahr besonders effizient gesucht oder es gibt eine Zunahme der Zugvogelwilderei.
4 Wilderer konnten mittels gut getarnter Fotofallenkamera gefilmt und angezeigt werden, ein Vogelfänger wurde gemeinsam mit den Carabinieri inflagranti an seinen Fallen erwischt.
In Cagliari und der näheren Umgebung wurden in den letzten Tagen illegal gefangene und getötete Singvögel als Festtagsangebot mit „8 Drosseln am Spieß“ für 80 Euro zum Verkauf angeboten! Man gönnt sich ja sonst nichts auf Sardinien!
Während des 2. Sardinien-Vogelschutzcamps bis in das neue Jahr 2017 werden wir verstärkt die illegalen Marktangebote für Singvögel im Auge behalten und dagegen vorgehen.
Wir werden auch in Süd-Sardinen solange den illegalen Vogelfang bekämpfen, bis auch dort dem letzten aktiven Vogelwilderer die Freude am illegalen Vogelfang und seinem steuerfreiem Profit vergeht!
1. Sardinien-Vogelschutzcamp 2016 erfolgreich abgeschlossen - Bild 2 1. Sardinien-Vogelschutzcamp 2016 erfolgreich abgeschlossen - Bild 3
 
 

+++ 30.10.2016 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: Abschluss-Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: Abschluss-Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Mitte Oktober 2016 ging das sechs-wöchige Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern zu Ende. Unser Projektkoordinator vor Ort und die Vogelschützer vom Komitee gegen den Vogelmord waren in den letzten 10 Einsatztagen bei ihren Zugvogelrettungseinsätzen gegen illegale Vogelfang-Aktivitäten auf sich alleine gestellt.

Nach nur 21 gemeinsamen Einsätzen endete die Kooperation mit der APS (Anti-Wilderei-Polizei). Wie zu Beginn des Zugvogelschutzcamps auf unserer Seite berichtet, war uns seitens des Justiz-Ministers und des Polizeipräsidenten nur eine reduzierte und streng limitierte  Polizeiunterstützung zugesagt worden.

Erst nach unserer Kontaktaufnahme mit den Botschaftern der Schweiz, Italiens und Deutschlands in Zypern und deren Intervention wurden seinerzeit vom zypriotischen Justiz-Minister zusätzlich 6 Einsatztage genehmigt.
 
Doch waren von unseren insgesamt 45 Tagen Herbst-Vogelschutzcamp-Einsatz auf Zypern nicht einmal die Hälfte der Einsatztage mit der wichtigen Unterstützung der Anti-Widerei-Polizei abgesichert. Dem Engagement der 30 ehrenamtlichen Vogelschützer aus Italien, Deutschland, der Schweiz, Slowenien, Großbritannien, Malaysia und Zypern tat das keinen Abbruch. Alleine und das persönliche Risiko tragend, bauten sie tausende illegale todbringende Vogelfangeinrichtungen ab, was pro Einsatznacht hunderten von Vögeln das Leben rettete.
 
Prominente Unterstützung erhielten die Vogelschützer dabei von dem in Groß- britannien weithin bekannten Naturschützer Chris Packham, der beeindruckt von unserem Engagement gegen den massiven Vogelfang auf Zypern, seine Unterstützung durch Medienarbeit versprach. Doch um den massenhaften illegalen Vogelfang dauerhaft zu stoppen, müssen die Vogelwilderer von den zypriotischen Behörden für ihre mafiös organsierte und illegale Vogelwilderei konsequent zur Rechenschaft gezogen werden. Und genau dafür werden wir uns gemeinsam mit dem Komitee gegen den Vogelmord zukünftig noch engagierter einsetzen und politisch noch stärker intervenieren.
 
Hier die Abschluss-Ergebnisse des Zypern-Herbst-Vogelschutzcamps:
Zypern: Abschluss-Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: Abschluss-Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 25.10.2016 +++
+++ Thonhausen, Kreis Altenburger Land, Thüringen +++

Neuer Artenschutzturm Thonhausen endlich bezugsfertig 
Neuer Artenschutzturm Thonhausen endlich bezugsfertig 
Unser 27. Artenschutzgebäude für Gebäude bewohnende Tierarten steht in der Ortsmitte der Gemeinde Thonhausen in Ostthüringen.
Notwendig gewordene Änderungen in der Grundstücksflächenstruktur, den Eigen-tumsverhältnissen und den sich daraus ergebenden Vertragsinhalten hatten zu dem zeitlich verzögerten Umbau der stillgelegten Trafoturmstation in unseren neuen Artenschutzturm geführt.
Ähnlich der Lage am bundesdeutschen Wohnungsmarkt ist auch dort die tierische Nachfrage von Gebäude bewohnenden Wildtierarten nach geeigneten Nist- und Bruthöhlen und Tagesverstecken riesen- groß.
Noch während der Umbauphase der stillgelegten Trafoturmstation zu einem fach- und artengerechten Artenschutzturm inspizierten zukünftige Bewohner dieses Artenschutzturms, Haus- und Feldsperlinge, die neu geschaffenen Nisthöhlen.
Viele andere Gebäude bewohnende Vogelarten wie Bachstelze, Hausrotschwanz, Grauschnäpper und Mehlschwalben weilen als Zugvögel längst in südlichen Gefilden und werden nach ihrer hoffentlich sicheren Rückkehr im Frühjahr 2017 fast 50 perfekte Nist- und Brutgelegenheiten vorfinden.
Unsere Gesamtinvestition in diesen Artenschutzturm betrug knapp 14.000 Euro und wurde aus privaten Spenden finanziert. An dieser Stelle auch Dank an die Firma Strobel Naturschutzbedarf, Schmölln, die uns zusätzlich mit der kostenfreien Lieferung von Spezialnistkästen für den Artenschutzturm Thonhausen unterstützt hat.
 
Neuer Artenschutzturm Thonhausen endlich bezugsfertig  - Bild 2
 

+++ 13.10.2016 +++
+++ Bielefeld / Deutschland +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 5. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 5. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Am 12.10.2016 fand im Distrikt Famagusta unter der Koordination der Anti-Wilderei-Polizei (APS) eine umfang-reiche Razzia an 9 Vogelfangplätzen statt. Die Razzia war in Zusammenarbeit mit unseren Freunden vom Komitee gegen den Vogelmord vorbereitet.
Die ehrenamtlichen Vogelschützer kontrollierten in den drei Nächten vor
der Razzia die ausgewählten Plätze zur Ermittlung von illegalen Vogelfang-Aktivitäten und der Dokumentation von aktiv eingesetzten Fanggeräten. Die gesammelten Fangplatz-Daten wurden am Dienstagmorgen der APS-Polizei-einheit übergeben.

Die APS-Polizeieinheit hatte eine Verstärkung der operativen Einsatzkräfte mit der regionalen Polizei organisiert und zusätzliche Verstärkung durch den Game Fund (Wildhüter) aufgeboten. Insgesamt waren fast 30 Offiziere für die Razzia im Einsatz, die in verschiedene Teams aufgeteilt und an den ermittelten 9 Fangplätzen im Einsatz waren.

An 6 nicht eingezäunten Fangstellen wurden Überwachungsaktionen durchgeführt, an den 3 eingezäunten Fangstellen wurde direkt interveniert. Dabei wurden an diesem einzigen Morgen sage und schreibe 104 Fangnetze – davon allein 79 Fangnetze bei einem einzigen Vogelwilderer –, 127 Leimruten und 200 tote Singvögel konfisziert. 4 Vogelwilderer wurden angezeigt.  

Diese umfassende Razzia hat in Zugvogelwilder-Kreisen zu heftigen Erschütterungen geführt… dafür unser Dank an alle Akteure.
 
Hier die aktuellen Ergebnisse des laufenden Zypern-Vogelschutzcamps:
Zypern: 5. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 5. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 05.10.2016 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nicosia/Republik Zypern +++

Zypern: 4. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 4. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Schon vier Wochen stehen unsere Vogel- schützer in Zypern im Einsatz gegen den illegalen Vogelfang. Die Lage in der Sovereign Base Area hat sich nicht verbessert.

Wie unsere Projektmanagerin berichtet, die sich mit anderen Vogelschützern in die Hochburg der Vogelwilderei in Cape Pyla begab, finden sich in fast jedem Garten und in den meisten baumbestandenen Flächen jeweils 1-3 Lautsprecher zum Anlocken von Mönchsgrasmücken. Zum wiederholten Mal wurden in nur 3 Stunden 20 Lautsprecher ausgemacht. Und das war nur ein kleiner Teil des ganzen Gebiets Cape Pyla. Doch wie sehr auch die Vogelschützer auf das illegale Massenschlachten in der Sovereign Base Area aufmerksam machen, die Zusammenarbeit mit der britischen Polizei der SBA stagniert weiter.

Umso mehr hoffen wir, dass durch die Anwesenheit von Journalisten des britischen Fernsehens BBC und insbesondere durch die Dokumentationen des in Großbritannien bekannten Natur- und Tierschützers Chris Packham die britischen Bürger über den Massen-Vogelmord auf britischem Militärgebiet in Zypern und über die fehlende Strafverfolgung der Vogelwilderer seitens der britischen SBA-Polizei informiert und zum Handeln aufgefordert werden. Chris Packham und seine Crew folgten unseren Vogelschützern eine Woche lang Tag und Nacht aufs Feld auf der Suche nach Lautsprechern und waren geschockt über das Mönchsgrasmücken-Konzert, welches ungeniert und ungestraft von Mitternacht bis fünf Uhr morgens auf britisch regiertem Boden aufgeführt werden konnte..

Mit einer geschätzten Anzahl von 20-25 Vögeln pro Netz pro Nacht und knapp 150 aktiven Fanplätzen im Distrikt Dhekelia sterben allein im britischen Hoheitsgebiet jede Nacht fast 15.000 Singvögel durch den illegalen Fang mit Netzen und Leimruten, das sind etwa 900.000 Vögel pro Jahr. Darunter solche Vogelarten, die nicht gegessen werden, bei denen sich die Vogelfänger jedoch nicht bemühen, diese aus den Netzen zu befreien und ihnen das Leben zu schenken. So werden z.B. viele Zwergohreulen als Beifang getötet.
Hier die neusten Ergebnisse aus dem Zypern-Vogelschutzcamp:
Zypern: 4. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 4. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 27.09.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 3. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 3. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Nach zweiwöchigem Zugvogel-Rettungseinsatz auf Zypern, der Sonneninsel mit dem Tourismus-Prädikat „Vogelmord-Hochburg“, erleben wir dort auch im britischen Hoheitsgebiet SBA (Sovereign Base Area) katastrophale Vogelschutz-Missstände.
Dies ausgerechnet in einem britischen Hoheitsgebiet … wo doch Millionen von Briten ausgezeichnete Vogelkenner und mehr als eine Millionen Briten engagierte Mitglieder der „Royal Society for the Protection of Birds“ (RSPB - Königliche Gesellschaft für Vogelschutz) sind, die sich um den Schutz von Wildvögeln kümmert.

Unsere aktiven Vogelschützer machen auch im SBA-Hoheitsgebiet schwere Zeiten durch: in der Nacht vom 25.09. auf den 26.09. arbeiteten unsere Einsatzteams in 4 Gruppen und kontrollierten an mehreren Stellen im Distrikt Dhekelia bekannte Zugvogel-Fangplätze. Alle Einsatzteams wurden in freiem Gelände von Vogelwilderer-Patrouillen verfolgt und teils in riskante und gefährliche Verfolgungsjagden verwickelt. Was zählt schon die Gesundheit von Menschen, wenn die Profitgier von illegalen mafiös organsierten Vogelmördern gestört wird.

Die illegale Vogelwilderei im britischen Hoheitsgebiet kennt praktisch keine Grenzen. Und die Vogelwilderer in der Region Dhekelia sind stark organisiert. Mit vermehrt eingesetzter elektronischer Technik wie Fernmelde-Bewegungssensoren werden „Eindringlinge“ wie unsere Vogelschützer schnell ausfindig gemacht und von herbeigerufenen motorisierten Helfershelfern aggressiv verfolgt und bedroht.

Diesen Gefahren setzen sich unsere Vogelschützerteams aus, um Zugvogel-Lock- geräte, Fallenstandorte und die Anzahl aufgebauter Fanggeräte zu ermitteln und
diese Informationen und Daten der britischen Anti-Poaching-Unit (APU - Anti Wilderei-Einheit) der Sovereign Base Area zu übergeben. Die APU führt derartige Ermittlungen praktisch nicht durch und damit knicken britische Politik und das Militär vor Ort vor aggressiven zypriotischen Vogelwilderern um des lieben Friedens willen ein!

Dieses klägliche Versagen und die himmelschreienden Zugvogelmord-Missstände werden in den kommenden Tagen Journalisten des britischen Senders BBC dokumentieren, die eine Reportage und Filmdokumentation über den illegalen Vogelfang im SBA-Gebiet planen.

Hier die aktuellen Ergebnisse aus dem Zypern-Vogelschutzcamp:
Zypern: 3. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 3. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 23.09.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 2. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 2. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Unser Druck und unser hartnäckiges Nachfassen bei dem für die Polizei zuständigen Ministerium für Justiz und öffentliche Sicherheit hat einen ersten messbaren Erfolg gebracht, und so haben wir nun die ministerielle Zusage für zusätzliche 6 Einsatztage Zusammenarbeit der APS-Polizei-Einsatzteams (Anti Poaching Squad – Anti-Wilderei-Einheit) mit unseren Vogelschützer-Teams.

Jedes unserer beiden Vogelschützer-Einsatzteams findet pro Nacht problemlos bis zu 5 mit elektronischen Lockanlagen ausgerüstete aktive Vogelfanganlagen! Dies ein anhaltender Beweis für den diesjährigen massiven Zugvogelfang,
der insbesondere bei Verwendung von illegalen Leimruten von den Polizei- behörden auf Anordnung des Ministeriums nicht mit Strafanzeigen geahndet wird.
 
Am 22.09.2016 konnten wir dank der engagierten Initiative des Botschafters der Schweiz, Herrn Peter Reinhardt, auch die Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Nikolai von Schoepff und der Republik Italien, Herrn Guido Cerboni in der Schweizer Botschaft in Nicosia treffen und den Botschaftern umfassend über den Stand unserer Zusammenarbeit mit dem Zypriotischen Ministerium und der APS-Polizei-Spezialeinheit berichten.
Die Botschafter werden unsere Arbeit und die Zusammenarbeit mit APS-Polizei-Spezialeinheit weiter begleiten und, wenn erforderlich, bei dem zuständigen Zypriotischen Ministerium vorstellig werden.  

Hier die Ergebnisse von 2 Vogelschutzcamp-Einsatzwochen auf Zypern: Wenn Sie den nach folgenden Link anklicken, können Sie mit eigenen Augen den Fluchtversuch eines farbenprächtigen Bienenfressers von einer Leimrute sehen, den unsere Vogelschützer von der Leimrute gerettet, von Leim befreit und wieder in die Freiheit entlassen haben: https://youtu.be/x4SOHvniNC8
Zypern: 2. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 2. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 20.09.2016 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nicosia/Republik Zypern +++

Zugvogelschutzkampagne
„STOP dem Vogelmord“ -
Zugvogelschutzkampagne
„STOP dem Vogelmord“ - Protestkartenpräsentation an den Innenminister der Republik Zypern

Mitarbeiter der Stiftung Pro Artenvielfalt® und des „Komitee gegen den Vogelmord“ haben am 19.09.2016 ihre Zugvogel-Rettungsarbeiten im Rahmen des diesjährigen Herbst-Vogelschutzcamps auf Zypern für ein paar Stunden unterbrochen, um dem Minister für Justiz und Inneres, Ionas NIKOLAOU, in Nicosia mehr als 70.000 Protestkarten aus unserer gemeinsamen Zugvogelschutz-Kampagne 2016 „STOP dem Vogelmord auf Zypern“ zu präsentieren und einmal mehr auf konsequentere Unterstützung unserer Zugvogelrettungsarbeit durch die Anti Wilderei-Polizeispezialeinheit (APS) zu dringen.
Unsere Beziehungen zu dem für Polizeieinsätze zuständigen zypriotischen Ministerium sind leider seit Frühjahr 2016 wegen der politischen Verweigerungshaltung, unsere Vogelschutzarbeit vor Ort durch angemessene Polizeiunterstützung abzusichern, und wegen politischen Kompromissen zugunsten der illegalen Zugvogelwilderei nicht unbelastet.
Der Druck der Vogeljagd- und Vogelfang-Lobby auf die politischen Organe in Zypern ist derart massiv, dass sich der Minister weigerte, während der Protestkarten-Präsentation Medien und Fotoarbeiten zuzulassen. Wir werden daher am 21.09.2016 eine aktuelle Presseinformation an die maßgeblichen zypriotischen Medien verschicken.
Hoffnung für eine intensivere Zusammenarbeit mit der APS-Polizei-Spezialeinheit besteht weiter, da sich der Schweizer Botschafter in Zypern am 22.09.2016 mit unserer Schweizer Artenschutz-Managerin und Mitarbeitern des Komitee ggfs. im Beisein der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Italien treffen wird, um sich einen persönlichen Überblick  über unsere Zugvogelschutzarbeit vor Ort und die fehlende politische Unterstützung zu machen. 
 
Zugvogelschutzkampagne
„STOP dem Vogelmord“  - Bild 2 Zugvogelschutzkampagne
„STOP dem Vogelmord“ - Bild 3
 
 

+++ 19.09.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba / Pantano Longarini: Trockengefallene Lagunen sind
Pantano Cuba / Pantano Longarini: Trockengefallene Lagunen sind perfekte Greifvogel-Rast- und Schlafplätze
Wie vor 3 Wochen berichtet, sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini bis auf letzte kleine Tümpel und lange tiefe Kanäle ausgetrocknet. Auch die Gewitterschauer der letzten Woche waren nur der berüchtigte Tropfen auf den extrem heißen Stein, da die letzten ergiebigen Regenfälle an der Südostküste Siziliens Ende April waren!

Nach Abflug der Wat- und Wasservögel an die nordafrikanische Küste über- nachten nun in zunehmend größeren Zahlen Rauchschwalben im trockenen Schilfgürtel der Lagunen und Wiesenvögel wie Steinschmätzer, Braunkehlchen und Feldlerche nutzen die kurzgemähten ausgetrockneten Uferwiesen als Nahrungs- & Rastplätze.

Noch nie zuvor konnten wir das Rast- und Schlafverhalten von Wiesen- und Kornweihen beobachten, die dank unserer Bewachung völlig ungestört die trockenen weiten Lagunenflächen als Rast- und Schlafplätze nutzen. Dies ein weiterer sichtbarer Erfolg unserer konsequenten Zugvogel-Schutzarbeit für unser Pantani-Flächeneigentum.
Pantano Cuba / Pantano Longarini: Trockengefallene Lagunen sind - Bild 2 Pantano Cuba / Pantano Longarini: Trockengefallene Lagunen sin - Bild 3
 
 

+++ 16.09.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 1. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 1. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016
Das gemeinsame Herbst-Vogelschutzcamp des Komitee gegen den Vogelmord (CABS) und unserer Stiftung (SPA) auf Zypern hat am 09.09.2016 begonnen. Trotz unserer scharfen Proteste beim Innenminister der Republik Zypern und unserer Bitte um Hilfestellung bei den Botschaften der Bundesrepublik Deutschland, der Schweiz und der Republik Italien wegen der wiederum stark eingeschränkten Polizei-Unterstützung unserer Vogelschutz-Aktivisten bei ihrem Herbsteinsatz gegen den illegalen Zugvogelmord stehen die APS-Polizei-Einsatzteams (Anti Poaching Squad – Anti-Wilderei-Einheit) nur jeden 2. Tag und nur in den frühen Morgenstunden zur Verfügung. Die Vogelschützer sind folglich den Großteil des Tages und der Nacht bei ihrer ehrenamtlichen Zugvogel-Rettungsarbeit alleingelassen. Damit steigt das Risiko für scharfe Auseinander- setzungen mit illegalen Vogelwilderern vor Ort bis hin zu konkreten Gefahren für Leib und Leben!
Schon die Erfahrungen und Ergebnisse der 1. Einsatzwoche entlang der Südküste Zyperns und auch im britischen Hoheitsgebiet SBA (Sovereign Base Area) haben unsere schlimmsten Erwartungen weit übertroffen. Die politisch verordnete Zurückhaltung der APS-Polizei hat nicht nur kleine Vogelwilderer ermutigt, ihrem gesetzeswidrigen Vogelfang mit Leimruten verstärkt nachzugehen, sondern besonders die mafiös organisierten Vogelwilderer-Banden setzen alles an Vogelfangnetzen ein, was in Schuppen und Kellern zu finden war.  
Wir machen uns auf das Schlimmste gefasst, da der Minister in Abstimmung mit dem Polizeichef wissentlich die zypriotischen Naturschutzgesetze und auch die EU-Vogelschutzrichtlinie außer Kraft gesetzt hat und den Vogelfang mit verbotenen Leimruten nicht verfolgen lässt.
 
Hier die Ergebnisse der 1. Zypern-Vogelschutzcamp-Einsatzwoche:
Zypern: 1. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 1. Report Herbst-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 27.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Rast- und Nahrungsplatz-Optimierung für Boden
Pantano Cuba: Rast- und Nahrungsplatz-Optimierung für Bodenvogelarten
Seit 10 Tagen tauchen in  der „Pantani-Region“ an der Südostküste Siziliens in zunehmender Zahl solche Vogelarten auf, die ihre Nahrung bevorzugt am Boden suchen.
Diese Zugvogelarten benötigen zum Überleben ungestörte, naturnahe und nahrungsreiche Wiesenflächen, die selbst in Deutschland, aber erst recht in Südeuropa immer knapper werden. Dank unserer umfangreichen Biotop-Sanierungsarbeiten mit Unterstützung unserer sizilianischen Vogelschützer und der Mithilfe örtlicher Kleinbauern hat auf den von uns gekauften Uferwiesenflächen „Pantano Cuba“ nun nach Jahrzehnten des Müll- und Nutzungs-Chaos endlich wieder die Natur das Sagen.
 
Zur Optimierung der erfolgreichen Nahrungssuche für Wiedehopfe, Haubenlerchen und Stare haben wir in den letzten Tagen ca. 6,8 ha trockene Wiesenflächen kurz mähen lassen und werden die Trockengras-Ballen an mehreren Wiesen-Standorten derart auftürmen, dass für ziehende Tag- und Nachtgreife (Bussarde, Falken und Eulen) ideale Jagdansitz-Plätze entstehen.
Pantano Cuba: Rast- und Nahrungsplatz-Optimierung für Bode - Bild 2 Pantano Cuba: Rast- und Nahrungsplatz-Optimierung für Bod - Bild 3
 
 

+++ 20.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Ehrenamtliche Vogelschützer im Biotop-Pflegee
Pantano Cuba: Ehrenamtliche Vogelschützer im Biotop-Pflegeeinsatz
Inzwischen sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini bis auf tiefe Gräben und tiefe Kleingewässer komplett trockengefallen. Damit beginnt für unsere mehr als 15 ehrenamtlichen sizilianischen Vogelschützer die Zeit der Biotoparbeiten: Müllsammeln in der trockenen Lagune selbst und in den Uferbereichen und Pflegearbeiten zur besseren Entwicklung der von uns seit 2014 gepflanzten Wildsträucher und sizilianischen Baumarten als zukünftige Nahrungs- und Nistplätze für bis zu 20 Singvogel- und Reiherarten.
Insbesondere die Nachtreiher, die bevorzugt die flachen Lagunen als Nahrungsraum nutzen, leiden in den ungeschützten Baumgruppen entlang der Südostküste unter anhaltenden Störungen und illegal gelegten Bränden. 
Wir haben daher in den Schilfgürteln um die Lagune Pantano Cuba feuchtigkeits- liebende Baumarten wie italienische Pappeln und Tamarisken gepflanzt, die in einigen Jahren zu  idealen Brut- und Schlafbäumen heranwachsen werden. Bis dahin aber müssen wir regelmäßig das nahrungs- und lichtraubende ägyptische Schilf, eine starkwüchsige invasive Schilfart, roden. Das ist nur mit freiwilligen ehrenamtlichen Vogelschützern zu schaffen.
Als Dank für diese tagelange Knochenarbeit gibt es einen kräftigen Händedruck, ein dickes Lob und ein einfaches Mittagessen.
Pantano Cuba: Ehrenamtliche Vogelschützer im Biotop-Pflege - Bild 2 Pantano Cuba: Ehrenamtliche Vogelschützer im Biotop-Pfleg - Bild 3
 
 

+++ 13.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini trockne
Pantano Cuba: Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini trocknen aus
Wie vor wenigen Tagen berichtet, sind die Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini bis auf letzte kleine Wasserflächen ausgetrocknet. Daran ändern auch die Regenschauer von heute morgen entlang der Südostküste Siziliens nichts mehr!
Frühestens Anfang November bei normalem Beginn der regenreichen Zeit werden sich die Lagunen ganz allmählich wieder mit Regenwasser füllen.
Die Zeit bis dahin werden unsere ehrenamtlich arbeitenden sizilianischen Vogelschützer nutzen und – wie schon 2013 – den Lagunenboden von Müll und insbesondere von den dort noch im Schlamm steckenden 'zigtausenden Schrotpatronenhülsen zumindest teilweise befreien.
Nachdem ein Großteil der Wat- und Wasservögel nun bereits die trockengefallenen Feuchtgebiete verlassen hat und weiter an die nordafrikanische Küste gezogen ist, tauchen auf unseren Uferwiesenflächen die ersten großen Singvogeltrupps auf. Insbesondere Stare und auch Feldlerchen beginnen, die von uns extra kurz gemähten trockenen Wiesenflächen als Nahrungs- und Rastplatz zu nutzen. 
Hier zum Anklicken: der „Zugvogel-Zensus“ Pantano Cuba vom 04.08.2016.
Datei-Download: Pantano Cuba - Bird Census - 4. August 2016.pdf Pantano Cuba: Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini trockn - Bild 2 Pantano Cuba: Lagunen Pantano Cuba und Pantano Longarini trock - Bild 3
 
 

+++ 10.08.2016 +++
+++ Pantano Cuba / Pachino / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Regenarmes Frühjahr und extrem heißer S
Pantano Cuba: Regenarmes Frühjahr und extrem heißer Sommer trocknen Lagune aus
Was sich nach einem außergewöhnlich trockenen Frühjahr 2016 bereits angedeutet hat und in diesem heißen Sommer seine Fortsetzung fand, schafft in unserem Zugvogelschutzgebiet Pantano Cuba und auch in der Nachbarlagune Pantano Longarini in den nächsten Tagen für 'zigtausende Zugvögel, Wat- und Wasservögel, eine harte Realität ... das flächenhafte Austrocknen beider Lagunen. Nur die tiefsten Gräben und einige Kleintümpel werden im September noch flaches Wasser führen.
Als hätten die Watvögel der Nordsee-Küsten und der Ostsee-Strände dies geahnt, hatten sie dieses Jahr ihren Herbst-Vogelzug früher begonnen und tauchten schon ab Mitte Juli in den beiden Lagunen entlang der Südostküste Siziliens auf.
Das Austrocknen der Lagunen und Schlickbänke zwingt nicht nur die Wat- und Wasservögel, sondern auch die derzeit bis zu 650 dort rastenden und Nahrung suchenden Rosaflamingos zum Weiterzug an die nordafrikanische Küste.
Unsere Hoffnung ist, dass ein Großteil der Zugvögel gut ausgeruht und wohlgenährt die Mittelmeerüberquerung non-stop schafft, um nicht auf Malta und Gozo abgeschossen oder in hunderten illegal aufgebauten Klappnetzen gefangen zu werden.
Unsere sizilianischen Vogelschützer sind ob des Austrocknens der Lagunen nicht traurig, reinigen sich doch die Lagunen dadurch und entledigen sich der Keime und Bakterien, die dort zwangsläufig durch Nutzung der Flachwasser- und Uferbereiche von 'zigtausenden rastenden und Nahrung suchenden Zugvögeln entstehen.
 
Pantano Cuba: Regenarmes Frühjahr und extrem heißer  - Bild 2 Pantano Cuba: Regenarmes Frühjahr und extrem heißer - Bild 3
 
 

+++ 04.07.2016 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Longarini:
Nachbarlagune wird Teil unseres Zugvog
Pantano Longarini:
Nachbarlagune wird Teil unseres Zugvogelschutzgebiets 

Zum besseren Verständnis der Flächen- und Eigentümerstrukturen im Feuchtgebietskomplex der „Pantani-Region“ an der Südostküste Siziliens zeigen wir hier im Detail eine vereinfachte Karte der  2 Feuchtgebiete und ihre räumliche Lage zueinander.
Der gesamte Feuchtgebietskomplex umfasst ca. 331 ha (3,3 km²) Fläche, die aus folgenden Biotopstrukturen bestehen: Seit 2014 investieren wir auf stiftungseigenen Flächen in umfangreiche Biotop-Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen mit dem Ziel, Biotop- und Naturstrukturen zu schaffen, wie sie vor ca. 100 Jahren existierten. Dazu gehören auch extensive Landnutzungsformen wie eine Beweidung mit Eseln und die Anpflanzung von bis zu 8,0 ha Fläche mit heimischen beerentragenden Straucharten und wilden Oliven- und Mandelbäumen.
Pantano Longarini:
Nachbarlagune wird Teil unseres Zugvo - Bild 2 Pantano Longarini:
Nachbarlagune wird Teil unseres Zugv - Bild 3
 
 

+++ 26.06.2016 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Neue Zugvogel-
und Brutvogelarten in unsere
Pantano Cuba: Neue Zugvogel-
und Brutvogelarten in unserem Zugvogelschutzgebiet 

Wie sehr ganz besonders hochspezialisierte Vogelarten unter
dem Verlust von geeigneten Biotopen (Lebensräumen) leiden und jede sich bietende Überlebenschance nutzen, beweisen wir mit diesen Projektfotos
der von uns in Recycling-Eigenbau konstruierten und in der Lagune Pantano Cuba verankerten schwimmenden Nist-Plattformen.
Die Schwimmkörper der Plattformen bestehen aus hunderten Kunststoff-Einwegflaschen, die leider hundert-tausendfach Landschaft und Strände Siziliens verschmutzen! Die Plattform hat eine 20cm hohe Auflage aus Kieselsteinen, Sand und Muschelschalen.
Auf allen 4 in der Lagune verankerten Nist-Plattformen brüteten erstmals seit Jahrzehnten im Feuchtgebiet Pantano Cuba wieder Stelzenläufer, deren Nistmulden, Boden-Gelege und auch Junge in der Vergangenheit in den umliegenden Feuchtwiesen immer wieder von streunenden Hunden und Katzen zerstört wurden.
Auf den 4 schwimmenden Plattformen waren die Stelzenläufer-Eltern, Gelege und Jungvögel vor Störungen sicher.  
Die von uns in die Lagune eingebauten Holzpfosten waren heiß begehrte Jagdansitze und Ruheplätze für die seltenen Zwerg- und Weißbartseeschwalben.
Die Zwergseeschwalbe brütete früher an vielen Flüssen Mitteleuropas bis zum Alpenvorland auf störungsfreien, vegetationsarmen Kies- und Sandbänken. Die wurden aber durch Flussmanipulationen weitgehend vernichtet.
Die Weißbartseeschwalbe zählt zu den sogenannten Sumpfseeschwalben und bevorzugt Binnengewässer und Teiche mit üppiger Schwimmblattvegetation, auf der sie auch ihr Nest baut.
 
Pantano Cuba: Neue Zugvogel-
und Brutvogelarten in unser - Bild 2 Pantano Cuba: Neue Zugvogel-
und Brutvogelarten in unse - Bild 3
 
 

+++ 20.06.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++

Bielefeld: Kraftvoller Strafbefehl gegen Greifvogelwilderer in B
Bielefeld: Kraftvoller Strafbefehl gegen Greifvogelwilderer in Bielefeld
Die Stiftung Pro Artenvielfalt und das Komitee gegen den Vogelmord hatten in einer abgestimmten Greifvogelschutz-Aktion am Abend des 31.3.2016 in Bielefeld (NRW) in einem Hausgarten eine illegale Greifvogelfalle (Leiterfalle) festgestellt und dokumentiert.
Die von uns informierte Polizei konnte den mutmaßlichen Täter, einen Taubenhalter, vor Ort überführen. Wir hatten am nächsten Tag gegen den Mann Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und wegen Tierquälerei erstattet, da die zwei gekäfigten Ködertauben den ganzen Tag ohne Wasser und Futter im Lockkäfig sitzen mussten!
Wie unverfroren und unbelehrbar manche „Greifvogelhasser“ agieren, zeigte sich bei einer Nachkontrolle durch die Polizei Bielefeld wenige Tage später, als im Garten des Mannes wiederum eine fängisch aufgebaute Greifvogelfalle festgestellt wurde.
Heute nun erhielten wir die Information, dass die Staatsanwaltschaft Bielefeld gegen den Greifvogelwilderer einen Strafbefehl über 75 Tagessätze zu je 60,00 Euro (entspr. 4.500,00 Euro) festgesetzt hat. Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Dies ist ein kraftvolles Signal für den Artenschutz und die allerorten bedrohte Vielfalt wild lebender Tierarten.
Bielefeld: Kraftvoller Strafbefehl gegen Greifvogelwilderer in  - Bild 2 Bielefeld: Kraftvoller Strafbefehl gegen Greifvogelwilderer in - Bild 3
 
 

+++ 17.06.2016 +++
+++ Pachino / Provinz Siracusa / Sizilien / Republik Italien +++

Pantano Cuba: Neue Landschaftspfleger für Uferwiesen einges
Pantano Cuba: Neue Landschaftspfleger für Uferwiesen eingestellt 
Nachdem wir seit 2014 nach und nach sämtliche 14,0 ha Uferwiesenflächen entlang unserer Lagune Pantano Cuba aufgekauft und von illegal abgelagertem Müll und alten Gewächshausresten befreit haben, konnten wir dieses Jahr mit der standortangepassten extensiven Wiesenpflege auf einer Fläche von zunächst ca. 6,0 ha (60.000 m²) beginnen.

Um diese Pflegarbeiten so ökologisch wie möglich zu gestalten und zugleich einen Nutzen für solche Vogelarten zu erzielen,
die am Boden ihre Nahrung suchen, haben wir einen befreundeten sizilianischen Kleinbauern gebeten, 4 Esel einer alten sizilianische Esel-Rasse zu züchten, die nun seit Wochen als neue Landschaftspfleger auf ausgesuchten Uferwiesenflächen eine solide Arbeit abliefern!

Begleitet wird die Wiesenpflege von hunderten Staren, Haubenlerchen und auch Wiedehopfen, die nun besser an ihre Nahrung am Boden herankommen und auch die Dunghaufen als Insekten-Nahrungsquelle nutzen.
Pantano Cuba: Neue Landschaftspfleger für Uferwiesen einge - Bild 2 Pantano Cuba: Neue Landschaftspfleger für Uferwiesen eing - Bild 3
 
 

+++ 21.05.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: Finaler Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: Finaler Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Das sechswöchige und damit längste gemeinsame Frühjahrs-Vogelschutzcamp auf Zypern gehört der Vergangenheit an. Insgesamt 22 Vogelschützer des Komitee gegen den Vogelmord (CABS) und unserer Stiftung (SPA) waren in strapaziösen Tages- und Nachteinsätzen entlang der Südküste der Republik und im britischen Hoheitsgebiet (Sovereign Base Area) in der Republik Zypern unterwegs.  
Selbst in den letzten Tagen wurden regelmäßig aktive Zugvogelfanganlagen gefunden und abgebaut. Zwar ist jetzt gegen Ende des Frühjahrs-Vogelzugs die Anzahl gefangener Zugvögel stark zurück gegangen, doch noch immer nutzen profit- gierige Vogelwilderer die noch Frucht tragenden Maulbeer- und Loquatbäume, um ihre todbringenden Leimruten auszu- legen und zu fangen, was immer sich noch auf dem Vogelzug befindet wie z.B. Pirole und Gartengrasmücken.
Die Ergebnisse des Vogelschutzcamps sind ein neuer Rekord für einen Frühjahrs- einsatz und spiegeln unseren Eindruck wieder, dass die Wilderei in diesem Frühjahr so intensiv war wie seit Jahren nicht mehr. Hintergrund sind die Parlamentswahlen am 22. Mai: die Regierung ist auf Stimmenfang und hat im Vorfeld alles getan, um die Wilderer zu hofieren und uns Steine in den Weg zu legen.
Wir hoffen sehr, dass sich nach der Wahl die Situation wieder beruhigt und die neue Regierung sich wieder engagierter und eindeutiger gegen den Vogelfang positioniert.
So verhalten die Zusammenarbeit mit der APS aufgrund der von hohen Politikern erwirkten Zurückhaltung bei der Verfolgung von Vogelwilderern leider war, um so erfreulicher war die Unterstützung unserer Vogelschützer durch lokale Polizeibehörden.
Bleibt uns zum Abschluss des Frühjahrs-Vogelschutzcamps die Hoffnung, dass sich Justiz- und Innenminister nach Abschluss der Wahlen wieder ihrem politischen Auftrag und ihrer ureigensten Arbeit zuwenden, nämlich der Durchsetzung von Recht und Ordnung im Bereich des Zypriotischen Natur- und Artenschutzes.
 
Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps: Die Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 6 Vogelschutzcamp-Wochen haben konservativ geschätzt mehr als 400.000 Zugvögeln das Leben gerettet.

Unser Zypern-Vogelschutzcamp-Report Frühjahr 2016 wird zeitnah in englischer Sprache erstellt und dem für Natur- und Artenschutz zuständigen EU-Kommissar Mr. Vela in Brüssel und dem Justizminister der Republik Zypern zugestellt und auch der deutschen Öffentlichkeit auf der Startseite unserer Homepage zugänglich gemacht.
Zypern: Finaler Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: Finaler Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 29.04.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 4. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 4. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Je länger wir uns durch die Hotspots der Vogelfangregionen entlang der Südküste der Republik Zypern arbeiten, umso deutlicher zeigen sich die fatalen Folgen und Konsequenzen der politischen Entscheidung, die Anti-Wilderei-Polizei- einheit APS vor den zypriotischen Wahlen im Mai 2016 nur gegen große illegale Zugvogel-Fanganlagen mit Fangnetzen und mit mehr als 100 Leimruten vorgehen zu lassen. Damit sollen die vielen tausend kleinen Vogelwilderer geschont und als Wähler nicht verärgert werden. Das ist Klientel-Politik gegen geltende zypriotische Gesetze und gegen EU-Recht!
Die tausende in klarem Verstoß gegen die geltende EU-Vogelschutzrichtlinie offiziell tolerierten „kleineren“ illegalen Zugvogel-Fanganlagen mit bis zu 99 Leimruten fahren ungestraft millionenfache blutige Zugvogelernte ein! Unsere Vogelschützer schuften bis zu 18 Stunden pro Tag, um wenigstens die größten und aktivsten Fangplätze und deren Betreiber an ihrem illegalen hochprofitablen Vogelmord-Geschäft zu hindern und aus dem Verkehr zu ziehen.
Ein Erfolgserlebnis der besonderen Art hatten unsere Vogelschützer am 26.04.2016, nachdem sie einen nachts observierten aktiven Fangplatz frühmorgens an die APS Polizeieinheit gemeldet hatten. 
Die erwischte den Vogelwilderer morgens noch auf frischer Tat mit 13 getöteten Singvögeln, 80 Leimruten und einer elektronischen Vogelstimmen-Lockanlage.
Bei der folgenden Hausdurchsuchung wurden weitere 791 tote Singvögel gefunden.
Der Vogelwilderer wurde angezeigt und muss sich nun vor Gericht verantworten. Das war dann immerhin auch den zypriotischen Medien einen ausführlichen Bericht wert:
http://in-cyprus.com/poachers-arrested-paralimni-zygi/
 
Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps: Die bisherigen Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 4 Vogelschutzcamp-Wochen haben bereits mehr als 300.000 Zugvögeln das Leben gerettet.
Zypern: 4. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 4. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 24.04.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 3. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 3. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Auch in den Tages- und Nachtstunden ohne Begleitung und Schutz der APS (Anti-Wilderei-Polizei-Spezialeinheit) arbeiten wir uns durch die uns seit Jahren bekannten Zugvogelfang-Hotspots entlang der Südküste der Republik Zypern.
Nach erfolgtem Wachwechsel sind nun
2 neue erfahrene Vogelschützer-Teams im Einsatz.
Als Ergebnis unserer gründlichen Observierung auch von Privatgärten finden wir neben illegalen Zugvogel-Fangplätzen mit Leimruten und Fangnetzen auch eine erschreckend große Anzahl Käfige und Volieren, in denen die mit Fallen gefangenen Zugvögel, meist streng geschützte Vogelarten, bis zu deren Tötung unter tierquälerischen Bedingungen gehalten werden.

Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps: Die bisherigen Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 3 Vogelschutzcamp-Wochen haben bereits mehr als 250.000 Zugvögeln das Leben gerettet.
Zypern: 3. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 3. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 18.04.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 2. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 2. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Wegen der vom Zypriotischen Innen- minister für das Frühjahr beschlossenen stark eingeschränkten Polizeiunter- stützung unserer Vogelschützer durch die Anti-Wilderei-Polizei-Spezialeinheit (APS) haben unsere Aktivisten mehr Zeit und operativen Spielraum, sich wieder die illegalen Fangplätze anzuschauen, für die wegen unserer Rücksichtnahme auf die Polizeianweisungen im Frühjahr und Herbst 2015 keine Zeit war 
Lesen Sie dazu auch unseren aktuellen Beitrag auf dieser Seite vom 03.04.2016.
Den überwiegenden Teil des Tages und der Nacht bei unserer ehrenamtlichen Zugvogel-Rettungsarbeit alleingelassen, kümmern wir uns auch wieder um die uns von früher noch bekannten vielen kleinen illegalen Zugvogelfangplätze, von denen zypriotische und deutsche Tierschützer berichten, dass diese nicht mehr aktiv betrieben werden!
Diese Feststellungen sind aktuell und nachweislich falsch. Ebenso falsch ist auch die Behauptung, dass in Privatgärten kaum noch illegaler Zugvogelfang betrieben wird! In fast jedem Garten, den unsere Vogelschützer in den letzten 10 Tagen überprüft haben, sind 5 – 15 Leimruten fangbereit aufgebaut und zeigen frisch gefangene Zugvogelopfer.
Hier die Ergebnisse seit Beginn des Zypern-Vogelschutzcamps:
Der illegale Zugvogelfang auf Zypern wird uns noch Jahre beschäftigen! Aber wenn wir nicht weiter aktiv gegen den illegalen Vogelmord angehen, vor Ort Flagge zeigen und die breite Öffentlichkeit über die Missstände informieren, wird sich weder auf Zypern noch bei der EU-Kommission in Brüssel die laxe Einstellung zur konsequenten Durchsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie ändern.
Und das wollen und können wir uns nicht leisten. Die Zugvogelbestände nehmen europaweit in alarmierendem Tempo ab! Ursachen sind die unheilvolle Kombination von immer intensiver industriell betriebener Landwirtschaft in Mitteleuropa und der massive kommerziell ausgerichtete Zugvogelfang in den EU-Mitgliedsländern Südeuropas.
Die bisherigen Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in den 2 Vogelschutzcamp-Wochen haben bereits mehr als 190.000 Zugvögeln das Leben gerettet.
Zypern: 2. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 2. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 10.04.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

Zypern: 1. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Zypern: 1. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Trotz unseres scharfen Protests beim Innenminister der Republik Zypern und der EU-Kommission in Brüssel wegen der stark eingeschränkten Polizei-Unterstützung unserer Vogelschutz-Aktivisten bei ihrem Frühjahrseinsatz gegen den illegalen Zugvogelmord stehen die APS-Polizeieinsatzteams (Anti Poaching Squad – Anti-Wilderei-Einheit) jeweils nur in den frühen Morgenstunden zur Verfügung.
Lesen Sie dazu auch unseren aktuellen Beitrag auf dieser Seite vom 03.04.2016.
Unsere Vogelschützer sind folglich den überwiegenden Teil des Tages und der Nacht bei ihrer ehrenamtlichen Zugvogel-Rettungsarbeit alleingelassen.
Damit steigt das Risiko für scharfe Auseinandersetzungen mit illegalen Vogelwilderern vor Ort bis hin zu konkreten Gefahren für Leib und Leben!
Trotz allem halten wir unser Versprechen, in öffentlichem Gelände nicht eine einzige aufgefundene Leimrute und Fangnetze stehen zu lassen! Wir sammeln sämtliche gefundenen illegalen Vogelfanganlagen konsequent ein!
Hier die Ergebnisse der 1. Zypern-Vogelschutzcamp-Einsatzwoche: Die Fangplatz-Zerstörungen auf Zypern in der 1. Vogelschutzcamp-Woche haben dieses Frühjahr bereits mehr als 120.000 Zugvögeln das Leben gerettet.
Zypern: 1. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2 Zypern: 1. Report Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 03.04.2016 +++
+++ Bielefeld / NRW +++ Nikosia / Republik Zypern +++

 Zypern: Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
 Zypern: Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016
Am Samstag den 02.04.2016 begann auf Zypern das längste und umfassendste Frühlings-Vogelschutzcamp seit Beginn unserer Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord.
Von Anfang April bis Mitte Mai werden unsere Vogelschützer-Einsatzteams auf der Mittelmeerinsel im Einsatz sein und damit praktisch die gesamte Vogelzug- zeit abdecken.
Der Innenminister der Republik Zypern und die Polizeiführung haben uns zwar wieder schriftlich ihre Unterstützung zugesichert, diese soll aber leider nur sehr eingeschränkt umgesetzt werden. So werden unseren Vogelschützern die APS-Polizeieinsatzteams (Anti Poaching Squad – Anti-Wilderei-Einheit) nur jeweils in den frühen Morgenstunden zur Verfügung stehen. Ebenfalls angekündigt ist, dass sich die APS-Einsatzteams nur um die „großen Fangstellen ab 100 Leimruten“ kümmern werden.
Die „kleinen Fische“ sollen folglich ungeschoren davonkommen. So hält die Regierung vor den Wahlen im Mai 2016 die vielen hundert Vogelwilderer bei Laune. Wir haben uns ob dieser Entscheidung beim Justizminister in Nikosia und bei der EU-Kommission schriftlich und wohlbegründet beschwert und werden sehen, wie sich diese neue Strategie in der Praxis auswirkt.
Die rechtwidrige politische Duldung von bis zu 99 fängisch aufgebauten illegalen Leimruten pro Fangplatz bedeutet, während der Frühjahrs-Vogelzugzeit den qualvollen Tod von bis zu 2.200 Singvögeln (45 Tage x 0,5 Vögel pro Tag x 99 Leimruten) pro Fangplatz billigend in Kauf zu nehmen. Das ist praktizierte EU-Vogelschutzpolitik in einem EU-Mitgliedsstaat, den die Kanzlerin in der EURO-Krise als „systemrelevant“ eingestuft hat!
Unsere Vogelschützerteams jedenfalls werden nicht eine einzige aufgefundene Leimrute stehen lassen und sammeln im Zweifel alle in öffentlichem Gelände fängisch aufgebauten Leimruten selber ein!
Wie schon im letzten Herbst und Winter bei unseren 3 Vogelschutzcamps praktiziert, wollen wir die Vogelwilderer mit unserem Einsatz überraschen und werden deshalb in den sozialen Medien und in den Zypriotischen Medien zunächst nicht berichten.
Über die Ergebnisse des Frühjahrs-Vogelschutzcamps werden wir an dieser Stelle selektiv informieren.
 Zypern: Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 2  Zypern: Beginn Frühjahrs-Vogelschutzcamp 2016 - Bild 3
 
 

+++ 31.03.2016 +++
+++ +++ Bielefeld / NRW +++ +++

Bielefeld: Stiftung und Komitee gegen den Vogelmord erstatten St
Bielefeld: Stiftung und Komitee gegen den Vogelmord erstatten Strafanzeige
Die Stiftung Pro Artenvielfalt und das Komitee gegen den Vogelmord haben in einer abgestimmten Greifvogelschutz-Aktion am Abend des 31.3.2016 in einem Bielefelder Ortsteil (NRW) eine fängisch aufgebaute Greifvogelfalle (Leiterfalle) festgestellt und dokumentiert. Der mutmaßliche Täter, ein Taubenhalter, konnte von der herbeigerufenen Polizei vor Ort überführt werden.
Gegen den Mann haben wir Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und wegen Tierquälerei erstattet. Die zwei gekäfigten Ködertauben waren den ganzen Tag ohne Wasser und Futter!
Bielefeld: Stiftung und Komitee gegen den Vogelmord erstatten S - Bild 2
 

+++ 10.02.2016 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nikosia/Republik Zypern +++

Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2016 beendet
Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2016 beendet
Am 7.2.2016 ging nach 14 Einsatztagen auf Zypern das 2. gemeinsam mit unserem Partner „Komitee gegen den Vogelmord“ (CABS) durchgeführte Winter-Vogelschutz- camp zu Ende.
Damit waren 4 Vogelschutz-Teams im Winter knapp vier Wochen lang unter schwierigen Bedingungen meist nachts und wiederholt bei Temperaturen um die
0° C im Einsatz, um den illegalen und tierquälerischen Vogelfang zu dokumentieren und mit der APS-Polizei-Spezialeinheit gegen die Vogelwilderer vorzugehen.
In der 2. Hälfte des Winter-Vogelschutz- camps haben die Vogelschutz-Teams weitere 83 Vogelfangnetze, 21 Lockgeräte und 101 Leimruten gefunden und zerstört. Damit wurden im Wintercamp 2015/2016 insgesamt 451 Leimruten, 222 Vogelfang- netze und 59 Lockgeräte unschädlich gemacht und mehr als 200 Vögel lebend aus Netzen befreit.
Zusätzlich konnte die Polizei 5 Vogelwilderer inflagranti erwischen und anzeigen.
Dies immerhin trotz der von einflussreichen zypriotischen Politikern angeordneten Zurückhaltung bei der Verfolgung von Vogelwilderern wegen der anstehenden Wahlen im Mai 2016.
Auf unsere dringenden Bitten um mehr Polizeiunterstützung und Präsenz wurden uns vom zuständigen Ministerium für Justiz und Inneres zwei weitere Einsätze der Anti- Wilderei-Polizei APS bewilligt.
Die Feststellungen über das enorme Ausmaß des illegalen Vogelfangs im Winter und die bemerkenswert hohe Motivation unserer Vogelschutz-Aktivisten, dagegen vehement vorzugehen, hat dann auch die Polizeikräfte zu engagiertem Einsatz motiviert. Die Zusammenarbeit sowohl mit der Polizei-Spezialeinheit APS der Republik Zypern als auch der Polizei der Sovereign Base Area (SBA) des britischen Hoheitsgebiets gestaltete sich im Verlauf des Vogelschutzcamps immer besser und lässt auf eine noch engere und wirkungsvollere Kooperation im kommenden Frühjahrs-Vogelschutzcamp auf Zypern hoffen.
 
Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2016 beendet - Bild 2 Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2016 beendet - Bild 3
 
 

+++ 04.02.2016 +++
+++ Bielefeld /Deutschland +++ Nikosia/Republik Zypern +++

Zwischen-Report: Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2015 / 2016
Zwischen-Report: Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2015 / 2016
In Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord haben wir erstmals seit 2009 in der Winterperiode 2015/2016 zwei Vogelschutzcamps entlang der Südküste der Republik Zypern durchgeführt.
Die uns vertraulich zugespielten Informationen über auch im Winterhalbjahr anhaltende Zugvogelfangaktivitäten wurden in beiden Vogelschutzcamp-Einsätzen leider vollumfänglich bestätigt.
2 Einsatz-Teams waren Mitte Dezember 2015 zwei Wochen lang in Nachteinsätzen unterwegs, um Umfang und Ausmaß der Zugvogelwilderei zu dokumentieren und in enger Zusammenarbeit mit der Anti- Wilderei-Einheit der zypriotischen Polizei aufgefundene illegale Fanganlagen abzubauen und zu zerstören.
Insgesamt wurden dabei 59 Netze und 143 Leimruten vernichtet. 2 Wilderer wurden aufgrund von Vogelschützer-Hinweisen im britischen Hoheitsgebiet, der „Sovereign Base Area“, von der dortigen SBA-Polizei des illegalen Vogelfangs überführt.
Seit 23.01.2016 sind 3 Vogelschützer-Teams im 2. gemeinsamen Winter-Vogelschutz- camp im Einsatz. Im Winter werden  - bisher ungestört von Polizei - ungeniert riesige Fangnetz-Anlagen im eigenen Garten oder nahe von Straßen und Häusern aufgestellt. Meist sind es zur Vogelfangoptimierung gleich 3 Netze pro illegale Fanganlage.
Gefangen werden überwiegend Singdrosseln, eine Vogelart, die wegen der guten Nahrungsbedingungen zunehmend in großer Zahl auf Zypern überwintert. „Tzikla“ heißt diese zypriotische Winter-Delikatesse und wird für 2-3 Euro pro getötetem Zugvogel (50 Gramm Vogelfleisch und Innereien) gehandelt. Die Fangnetze von 4 Metern Höhe und bis zu 20 Metern Breite werden um ein elektronisches Lockgerät aufgespannt. Das spielt nächtelang den Gesang von Drosseln ab. Hunderte von Singdrosseln werden so pro Nacht in einer einzigen Netzfanganlage gefangen und getötet!
Bei Halbzeit des 2. Winter-Vogelschutzcamps konnten Ende Januar 2016 schon 80 riesige Fangnetze und 22 Lockgeräte abgebaut und sichergestellt werden. Weiter wurden 199 Leimruten gefunden und zerstört. Eine Zwischenbilanz, die das gewaltige Ausmaß des illegalen Drosselmordens auf Zypern unterstreicht.
Besonders pikant: Die EU hat der Republik Zypern bei den seinerzeitigen Beitritts-Verhandlungen den Abschuss von Singdrosseln ausdrücklich erlaubt. Diese Zugvogelart ist in den meisten EU-Ländern streng geschützt. Europa im Gleichschritt!
Zwischen-Report: Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2015 / 2016 - Bild 2 Zwischen-Report: Zypern Winter-Vogelschutzcamps 2015 / 2016 - Bild 3
 
 

+++ 16.01.2016 +++
+++ Cagliari / Sardinien / Italien +++

2. Winter-Vogelschutzcamp auf Sardinien erfolgreich abgeschlosse
2. Winter-Vogelschutzcamp auf Sardinien erfolgreich abgeschlossen
Am 6. Januar ging unser 2. Winter-Vogelschutzcamp in Süd-Sardinien zu Ende. Fünf engagierte Vogelschützer waren von Weihnachten bis zum 6.1.16 täglich bis zu 10 Stunden auf den Beinen und durchforsteten die buschbestandenen Hänge des Regionalparks Gutturu Mannu westlich der Hauptstadt Sardiniens auf der Suche nach illegal montierten Baum- und Bodenschlingenfallen. Dabei wurden 1.200 Schlingenfallen für Vögel und ebenso 40 Drahtschlingenfallen für größere Wildtiere gefunden und zerstört.
Unsere Arbeit in diesem 2. Sardinien-Vogelschutzcamp konzentrierte sich darauf, für Vogelwilderer massive Präsenz zu zeigen und neu gefundene Zugvogel-Fanganlagen abzubauen. Bekannte Fang-Wege wurden kontrolliert und Reste an aktiven und inaktiven Fallen wurden vernichtet. Potenzielle neue Fanggebiete wurden erkundet, gottlob wurden aber keine neuen aktiven Fangstellen mehr entdeckt.
Daraus können wir die Bilanz ziehen, dass unsere Vogelschutzarbeit vor Ort im November und Anfang Dezember 2015  die Vogelwilderer sehr gestört und beunruhigt hat. Nicht zuletzt der dank unserer Arbeit von der Forstpolizei erfolgreich erwischte Wilderer mit mehr als 10.000 Schlingenfallen hat die Wilderer-Szene tief beeindruckt. Dass so viele Vogelwilderer nach Weihnachten ihre Fangplätze nicht mehr aufsuchten, ist ein echter Erfolg auf dem langen Weg zur Beendigung der Zugvogelwilderei auf Sardinien. Ein Wilderer konnte nach Weihnachten von der Forstpolizei beim Aufbau von Schlingenfallen für Vögel und Rotwild noch rechtzeitig erwischt werden. Im selben Gebiet wurden bei Räumungsaktionen weitere 3.000 Schlingenfallen und 21 Netze beschlagnahmt.
Auch im Winter 2016/2017 werden wir rechtzeitig wieder vor Ort in Sardinien sein… wir lassen unsere Zugvögel nicht einfach hängen!
 
2. Winter-Vogelschutzcamp auf Sardinien erfolgreich abgeschloss - Bild 2 2. Winter-Vogelschutzcamp auf Sardinien erfolgreich abgeschlos - Bild 3
 
 

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Zypern: 3. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017
Zypern: 3. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017
 
Seit Beginn des Zugvogelschutz-Einsatzes auf Zypern haben unsere Vogelschützer-Teams bereits 251 Fangplätze kontrolliert. Davon waren 66 (das entspricht 26%) Fangplätze aktiv – d.h. mit fangbereit ausgelegten Leimruten bestückt. Das bedeutet im Vergleich zum letztjährigen Frühjahrs-Vogelschutzcamp mit 108 aktiv festgestellten Fangplätzen einen bemerkenswerten Rückgang.
Abgeschreckt durch unsere gemeinsamen Einsätze mit der zypriotischen Anti-Wilderei-Polizei (APS) und den bereits gestellten Strafanzeigen, haben viele Vogelwilderer den illegalen und tierquälerischen Zugvogelfang zumindest vorübergehend eingestellt. Durch unsere intensivierten Kontrollen an den bekannten Fangplätzen wurde aber eine hohe Anzahl Leimruten gefunden.
Auch wenn unsere Vogelschützer die an Leimruten hängenden Vogelopfer stets sofort befreien, finden wir trotzdem fast jeden vierten Vogel tot. Bei den derzeit in Zypern herrschenden hohen Temperaturen halten die zarten kleinen Zugvögel nicht lange durch. Panisch und überhitzt sterben sie einen qualvollen Tod. Die meisten Vogelopfer sind Mönchsgrasmücken und Klappergrasmücken. Aber auch viele andere Vogelarten wie Gartengrasmücke, Gartenrotschwanz, Balkanlaubsänger, Waldlaubsänger, Haussperling, Rotkehlchen, Nachtigall, Brillengrasmücke, Gelbspötter, Trauerschnäpper, Baumpieper, Maskenwürger, Rotkopfwürger, Steinschmätzer, Grauortolan, Wiedehopf und Zwergohreule wurden an Leimruten hängend gefunden.
 
Der Vogelzug auf Zypern ist bald beendet. Noch sind aber Zugvögel auf Zypern unterwegs und solange werden auch unsere Vogelschützer auf der Insel bleiben. Sie werden weiter besonders nachts und am frühen Morgen nach elektronischen Lockanlagen suchen und die uns bekannten „Wiederholungstäter“ immer wieder kontrollieren. Weiterhin werden sie die Polizei einschalten, damit wir auch im nächsten Frühjahr sagen können: „Der illegale Vogelfang ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.“
 
Aktuelle Ergebnisse aus dem Zypern-Frühjahrs-Vogelschutzcamp:
Zypern: 3. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 - Bild 2 Zypern: 3. Report Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp 2017 - Bild 3
 
 

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Gesetzgeberischer Überraschungsangriff gegen die Artenvielfalt
 
Eine mögliche Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) zugunsten der Windenergie-Lobby und gegen die Artenvielfalt wurde kurz vor der Sommerpause des Deutschen Bundestages auf die Tagesordnung des Bundestages gesetzt.
 
Mit der Novelle dieses Gesetzes
  Heute, am 22.06.2017 um 20.45 Uhr finden die 2. und 3. Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes, Drucksache 18/11939, statt und eventuell auch direkt der Beschluss.
 
Hier finden Sie die Tagesordnung der heutigen Sitzung: https://www.bundestag.de/tagesordnung
 
Hier ist der Gesetzesentwurf einzusehen:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/119/1811939.pdf
 
Zu keiner Zeit seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde unsere Landschaft, vom Gesetzgeber ausdrücklich gewollt, derart massiv und flächendeckend zerstört und wildlebende Tierarten im Namen des Volkes derart massenhaft getötet - wie dies schon heute und zukünftig verstärkt zugunsten der Energiewende passieren darf.
 
Zur Erinnerung: Jede Bürgerin und jeder Bürger dieses Landes wird für die Misshandlung auch nur eines einzigen Wildtieres vom Gesetzgeber bestraft!
 
Wo bleibt der Aufschrei der anerkannten großen Naturschutzverbände?
 

 

 
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