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Spendenprojekt
Februar
Feuchtgebiet Frose: Schwerstarbeit für ein Artenparadies ….


Blick vom stiftungseigenen Zuckerbusch-Kernbereich des Biotopkomplex Frose © SPA

Mit dem Bau unseres
Vogelbeobachtungsturms
auf unserem Grundstücks-
teil „Zuckerbusch“ in den
Seeländereien bei Frose
haben wir einen wahren
Besuchermagnet geschaf-
fen: aus Nah und Fern
kommen Jung und Alt, um
faszinierende Einblicke in
die Vielfalt der je nach
Jahreszeit hier wechseln-
den Vogelwelt zu gewinnen.


Vogelbeobachtungsturm
Frose 2 © P.Bertrams


In diesem nur 75 ha um-
fassenden Biotopkomplex
reichen sich inzwischen
Schilfrohrsänger, Drossel-
rohrsänger, Rohrammer,
Blaukehlchen, Bart- und
Beutelmeisen und selbst
der weltweit bedrohte Seg-
genrohrsänger die Flügel.
Der selten gewordene
Kuckuck findet hier noch
die Nester geeigneter Wirts-
vögel für seine Ei-Ablage,
und die mit dem wärmer
werdenden Klima in
Deutschland zuwandernden
Bienenfresser nutzen den
enormen Libellenreichtum
in den Seeländereien als
Nahrung für ihre Jungen
und während ihrer Rast
auf dem Flug in den Süden.


Bartmeise im Röhricht © U. Nielitz


Sumpfrohrsänger (re.) füttert Jung-Kuckuck (li.) © U. Nielitz


Entstanden ist dieses
Naturparadies nahe
Aschersleben in Sachsen-
Anhalt nach Stilllegung
zweier n der Nähe liegender
Braunkohletagebaue. Nach
dem Abstellen der Wasser-
pumpen und der Flutung
der Tagebaulöcher stieg
der Wasserspiegel in der
umliegenden Landschaft
allmählich wieder an und
die Natur erobert sich die
flache Moorsenke bei der
kleinen Ortschaft Frose
langsam zurück.


Südlicher Flachwassersee mit Froser Stadtkirche © SPA

Doch die Idylle ist trüge-
risch: den hier herrschen-
den Agrargroßbetrieben
und der regionalen Was-
serbaubehörde ist die
Wiedergeburt dieses schützenswerten Feucht-
gebietes ein Dorn im Auge.
In der Vergangenheit mehr-
mals durchgeführte Ent-
wässerungsmaßnahmen
in dieser Moorsenke und
Feuchtgebietsfläche haben
eine landwirtschaftlich in-
tensiv genutzte Eintönigkeit
geschaffen, die verstärkt
wird durch eine massive
Verspargelung der Land-
schaft durch gigantische Windparks.


Intensiv genutzte Agrarlandschaft bei Frose © SPA

Als Nothelfer für bedrohte
Tierarten bleiben wir jedoch
allen Widerständen zum
Trotz dran und arbeiten hart
dafür, unser dort im Aufbau
befindliches Artenvielfalt-
Schutzgebiet ökologisch
weiter aufzuwerten und vor
allen Dingen anhaltend zu
vergrößern.


Biotopkomplex Frose mit Flachwassersee © SPA

So haben wir die Gelegen-
heit beim Schopfe gepackt,
als zwei Grundstückseigen-
tümer – motiviert durch die
Begeisterung über unseren
Vogelbeobachtungsturm –
uns anboten, ihre knapp 2,7
ha (27.000 m²) Feucht-
gebietsflächen an uns zu
verkaufen. Schon im Spät-
herbst letzten Jahres haben
wir die zwei Grundstücks-
kaufverträge unterschrie-
ben, die unser dortiges
Flächeneigentum auf mehr
als 30 ha (300.000 m²)
Eigentumsflächen an-
wachsen lassen.


Abfliegende Kiebitze nach Rast im Feuchtgebiet Frose © U. Nielitz


Mit jedem Quadratmeter
Feuchtgebiet-Eigentum
stärken wir dort unser
Stehvermögen gegen alle
agrarpolitischen Wider-
stände und behördlicher-
seits schon seit Jahren
geplanten Wasserbau-
Maßnahmen. Wir werden
bei allen drohenden Land-
schaftseingriffen in die
Seeländereien ein starkes
Wörtchen mitreden.

Bitte helfen Sie uns mit
Ihrer Projektspende, die
Ende Februar 2021 fälligen
Gesamtkosten für die 3
Flurstücke in Höhe von
insgesamt 21.800 € zu-
sammenzubekommen.
 
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