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Spendenprojekt
Januar 2018
Neue ungestörte Schwarzstorch-Nistplätze in Wäldern braucht unser Land


Schwarzstorch bei Nahrungssuche auf Waldwiese © Hlasek

Die seltenen, scheuen und
extrem störungsempfind-
lichen Schwarzstörche
verlieren in unserem Land
wegen der zunehmenden
Waldstandorte für Wind-
kaftanlagen
(WKA) immer
mehr ungestörte Wald-
gebiete als geeignete
Nist- und Brutplätze. Mittel-
gebirgswälder werden trotz
der Existenz des „Helgo-
länder Papiers“, in dem
die staatlichen Vogelschutz-
warten Mindestabstände zu
Brutplätzen und Nahrungs-
habitaten für windenergie-
sensible Vogelarten defi-
niert haben, zunehmend als
neue Standorte für den Bau
von Windkaftanlagen miss-
braucht. Der ungestörte
Wald-Lebensraum für
Schwarzstörche schwindet
zunehmend.


Junge Schwarzstörche auf Naturnest in Alt-Eiche © N. Fiebach
 
Zusätzlich zu den
menschenverursachten
Störungen im Wald durch
Freizeitsportarten und
geländegängige Motor-
fahrzeuge gefährden immer
mehr bewegungsintensive
Windkraftanlagen an und in
Waldgebieten die Schwarz-
storch-Existenz. Derart
gestörte Naturnester und
Horststandorte werden von
den Waldstörchen aufge-
geben, geeignete alternative
Schwarzstorch-Horstplätze
auf alten Bäumen sind rar.
Damit droht dem scheuen
und störungsempfindlichen
Schwarzstorch zusätzliches
Unheil.
 

Waldstandort neue Windkraftanlage © SPA

Wir lehnen die gesetzlichen
Regelungen zur Errichtung
von Windkraftanlagen
(WKA) in unmittelbarer
Waldrandnähe und in
Waldgebieten strikt ab.
Für uns unverständlich,
wird dieser Missbrauch der
Wälder von manch einem
großen Naturschutzverband
sogar unterstützt. Damit
werden tausende Hektar
Wald für Mensch und Tier
nachhaltig entwertet und
damit nicht nur dem
Schwarzstorch, einer in
Deutschland bedrohten
Großvogelart, weiterer
Lebensraum vernichtet.
Wälder haben soziale Wohl-
fahrtsfunktionen (Ruhe,
Erholung, Biodiversität,
Sauerstoffproduzent, Was-
serspeicher), die nicht den
steuersubventionierten
Profitinteressen von WKA-
Herstellern und Investoren
geopfert werden dürfen.


Baumkletterer in Rotbuche bei Aufstieg für Schwarzstorch-Kunsthorstbau © SPA.DE

Die Verbreitungsschwer-
punkte der vorsichtig
geschätzten nur 630
Schwarzstorch-Brutpaare
liegen in den Mittelgebirgs-
regionen von Bayern,
Hessen und Nordrhein-
Westfalen. Und ausgerech-
net in Hessen und NRW
haben die Landesregierun-
gen die Waldränder und
Wälder für den Aufbau von
Windkaftanlagen freige-
geben.


Bau Schwarzstorch-Kunsthorst
© N. Fiebach


Um dieser fatalen Entwick-
lung entgegenzuwirken,
fördern wir seit November
2015 jeweils im Winter den
Bau von Schwarzstorch-
Kunsthorsten in auch
zukünftig ungestörten und
geeigneten Mittelgebirgs-
wäldern. Dies ist nur dank
der Fähigkeiten und den
Fachkenntnissen von eini-
gen wenigen ausgebildeten
Baumkletterern mit lang-
jähriger Kunsthorstbau-
Erfahrung möglich.


Jung-Schwarzstörche auf Kunsthorst © N. Fiebach


Fertiggestellter Schwarzstorch-Kunsthorst © N. Fiebach

So konnten wir dank deren
tatkräftiger Arbeit seit
Dezember 2017 weitere
5 neue Kunsthorste in
hessischen und thüringischen Mittelgebirgs-
wäldern in bis zu 30m
hohen Altbäumen errichten.
Bis zur Rückkehr der
Störche Ende Februar bis
Anfang März werden weitere 5 Kunsthorste in geeigneten Waldbiotopen folgen.


Schwarzstorchpaar mit Jungen am Horst © N. Fiebach

Um dieses wichtige
Projekt zum Schutz und
der Rettung unserer
Schwarzstörche konse-
quent realisieren zu
können, sind wir auf
finanzielle Unterstützung
angewiesen. Ihre Spende
hilft, unserem leider
vielerorts bedrohten Wald-
storch auch in Zukunft in
unserem Land eine Heimat
mit Überlebenschance zu
bieten.


Hier zum Anklicken
2 PDF-Dokumente zum
Konflikt WKA-Standorte in Wäldern:

>
Windräder töten Vögel

> Goldgrube Windkraft-
   anlage?
 
Projekte

FachwerkhausIn der Gemeinde Greifenstein-Allendorf steht ein altes Fachwerkhaus. Im Dachstuhl beziehen dort seit Jahren Große Mausohren Sommerquartier und haben dort ihre Wochenstube, eine der größten Mausohr-Kolonien in Hessen.

Dank der engagierten Schutzarbeit der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) konnte diese das für den Fledermausschutz so wichtige Fachwerkhaus kaufen und den maroden Dachstuhl (verfaulte Dachbalken, Regenwasser) mit unserer finanziellen Unterstützung für die inzwischen jährlich mehr als 600 Mausohr-Weibchen und ihre Jungen größtenteils fledermaussicher herrichten.

Große Gruppe von Fledermäusen

Fledermäuse hängen unter dem Dach

Fledermäuse in Dachspitze

Junge Fledermäuse

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