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Spendenprojekt
Juni 2018
…bald ausgeturtelt? Unser Pantani-Zugvogelschutz-
gebiet kann größer wer-
den!



Federn an Zugvogelfangplatz
© SPA


Sie ist schön. Sie ist grazil.
Sie geht mit ihrem Partner
zärtlich um. Ihre liebens-
werte Wesensart ist in
unseren deutschen
Sprachschatz eingegangen.
Sie unternimmt zweimal im
Jahr Fernreisen. In Europa
leben nur noch knapp 40%
ihrer Art. Trotzdem wird sie
besonders in Südeuropa
weiter gnadenlos verfolgt.
Auch bei uns in Deutsch-
land wird sie immer
seltener und steht bereits
auf der Roten Liste der
bedrohten Brutvogelarten.


Turteltaube beim Durststillen
© L. Hlasek

 
Sie haben es sicher schon
erraten: wir schreiben von
der Turteltaube, der einzi-
gen Taube, die ein Zug-
vogelleben führt!
 

Gozo - abgeschossene Turtel-
taube © BirdLife.Malta


In Deutschland und der
Schweiz ist die Turteltaube
streng geschützt. Wo im-
mer wir in Zypern, Malta,
und Italien sind, machen
tausende lizensierte Vogel-
jäger und Vogelfänger aber
auch Vogelwilderer trotz
bestehender gesetzlicher
EU-Beschränkungen selbst
im Frühjahr weiter Jagd auf sie.


Turteltauben-Fangkäfig auf Gozo
© Komitee gegen den Vogelmord


Malta hat die EU-Sonder-
genehmigung zur Früh-
lingsjagd auf Turteltauben
zwar offiziell „freiwillig“
außer Kraft gesetzt, trotz-
dem werden nach unserer
Schätzung dort jedes Jahr
im Frühling noch immer
bis zu 10.000 Turteltauben
geschossen, mit Käfigen
gefangen und getötet.
Besonders dramatisch für
das Überleben der Turtel-
taube sind die Frühlings-
jagden, bei denen die
Turteltauben-Eltern getötet
werden, die damit für die
Reproduktion von Tauben-
jungen und damit die Art-
erhaltung verloren gehen.


Turteltauben-Nest mit Gelege
© Leo fokus-natur


In der Region unseres
Zugvogelschutzgebiets
„Pantani Cuba & Longarini“
erreichen die den Jägern
und Fallenstellern auf
Malta entkommenen Turtel-
tauben nach einem 60 km
langen Non-Stop-Flug
über das Mittelmeer er-
schöpft die Südostküste
Siziliens und werden auch
hier zu unserem Entsetzen
gejagt und gewildert!


Pantano Cuba - angrenzende Obstbaumgrundstücke Hangseite
© SPA


In den alten Oliven- und
Mandelbaumgärten am
Osthang der Lagune
Pantano Cuba unmittelbar
angrenzend an unser Zug-
vogelschutzgebiet suchen
Turteltauben Schutz für die
Nacht, für eine ungestörte
Rast und für die Nahrungs-
suche in den dortigen
Feldern und Wiesen. Und
um die Kontrolle dieser
baumbestandenen Hang-
grundstücke kämpfen nun
nicht nur wir, sondern auch
Vogeljäger und preistrei-
bende Grundstücks-
investoren.


Pantano Cuba - angrenzender Oliven- & Mandelbaumgarten
© SPA_IT


Entschiedenes Handeln
bei Grundstückskäufen
und Biotopsanierungs-
arbeiten haben uns bisher
in der Pantani-Region an
der Südostküste Siziliens
ausgezeichnet. Und jetzt
erst recht ist entschiedenes
Handeln für den Kauf
dieser für den Zugvogel-
schutz wertvollen Oliven-
und Mandelbaum -
Hanggrundstücke am
östlichen Lagunenufer von
Pantano Cuba dringend
erforderlich.


Turteltaube an der Lagune
© Leo fokus-natur


Die bereits mit Kaufpreis-
anzahlungen abgeschlos-
senen 5 Grundstücks-
Vorkaufvereinbarungen für
insgesamt 7,1 ha Hang-
grundstücksflächen müs-
sen wir nun durch Kauf-
verträge ablösen. Deren
noch zu bezahlende Rest-
kaufpreise inkl. der Grund-
erwerbsteuer in Höhe von
insgesamt ca. 96.000 Euro
sind im Verlauf des Monats
Juni fällig. Erst dann brin-
gen wir dieses Grund-
stückseigentum für uns
endgültig unter Dach und
Fach.


Turteltaube im Zugvogelschutz-gebiet © P. Rannisi

Bitte unterstützen Sie uns
mit einer Spende, damit
wir die Restkaufpreise für
immerhin 71.000 m² für
den Zugvogel- und Arten-
schutz wertvolle Hang-
grundstücksflächen zur
Erweiterung unseres
Zugvogelschutzgebiets
„Pantani Cuba & Longa-
rini“ an der Südostküste
Siziliens zusammen-
bekommen.

 
Projekte

Im Naturpark Barnim, Kreis Barnim, Land Brandenburg liegt das Naturschutzgebiet (NSG) Finowtal-Pregnitzfließ, das im Jahr 2006 unter Schutz gestellt wurde. Das NSG hat eine Gesamtfläche von rund 1.821 ha und erstreckt sich u.a. auch auf Flächen der Gemeinden Biesenthal, Schorfheide und Wandlitz.



Das NSG umfasst ein von Binnendünen umgebenes eiszeitliches Gletscherzungenbecken und eine eiszeitliche Schmelzwasserabflussrinne mit zahlreichen Moorbildungen.

Der Schutzzweck ist u. a.:

Die Defizite: Der Landschaftswasserhaushalt ist in weiten Teilen des polnischen und deutschen Einzugsgebietes der Oder gestört. Die mit der menschlichen Besiedlung vorgenommenen Eingriffe in den eiszeitlich geprägten Naturraum haben die natürlichen Landschaftsfunktionen von Mooren und Gewässern auf beiden Seiten der Oder langfristig geschädigt. Entscheidende ökologische Parameter wie Durchgängigkeit, Wasserrückhaltung, Strukturreichtum und Artenvielfalt sind dabei nachteilig verändert worden.

Im Drawienski Nationalpark auf polnischer Seite und im Naturpark Barnim auf deutscher Seite stellen die Einzugsgebiete der Drawa, des Nonnenfließes, der Finow und des Pregnitzfließes auf Grund ihrer faunistischen und floristischen Ausstattung heute die ökologisch wertvollsten Fließgewässereinzugsgebiete dar.

Ökologische Sanierungsziele:
Im Rahmen der ökologischen Sanierung von Teileinzugsgebieten der Oder u. a. am Beispiel der Finow und des Pregnitzfließ sollen ökologische Defizite der Einzugsgebiete erkannt und durch gezielte Maßnahmen deutlich vermindert werden. Damit kann einer der wesentlichen Zielvorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Art. 1 und 4 sowie der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie 92/43/EG vom 21.05.1992 entsprochen werden.

Auf Basis einer Kooperationsvereinbarung mit der Naturparkverwaltung Barnim haben wir 2009 entschieden, die zeitnahe Realisierung der ökologischen Sanierung des Finowfließ zur Sicherung und Stärkung der Vielfalt dort wild lebender Tierarten durch umfangreiche Landkäufe im Finowtal in der Gemarkung Biesenthal zu unterstützen.

So realisieren wir bereits seit Herbst 2009 regelmäßig Landkäufe, die uns nach erfolgter Eigentumsübertragung die Chance eröffnen, im Sinne der ökologischen Sanierungsziele für die Finow und das Finowtal konstruktiven Einfluss auf die zukünftige Landschaftsnutzung und damit die Landschaftsentwicklung zu nehmen.


= Landkäufe Stiftung Pro Artenvielfalt®   Stand 05/2017

Unser mittelfristiges Projektziel ist der Kauf von bis zu 140 ha Grünland resp. Feuchtgrünland im Finowtal, die wir an ökologisch wirtschaftende Betriebe zur Nutzung als Mähwiese und Mähweide verpachten.


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