DieTierPatenArtenschutzturm Wünschendorf / ElsterEisvogel im WeidatalFischotterportraitUnsere Bachwiesen im Murnauer Moos, Bayern
Spendenprojekt
August 2019
Sizilien: neue Stolper-
steine bringen uns nicht
vom Weg zum großen
Zugvogelschutzgebiet ab



Pantano Cuba: Brandstiftung in unserem Zugvogelschutzgebiet
© SPA IT


Es gibt fast nichts, was wir
seit Beginn unseres Zug-
vogelschutzgebiets-Projekts
„Pantani Cuba & Longarini“
an der Südostküste
Siziliens nicht erlebt haben.
Dazu gehören Hausbeset-zung in einem bei Grund-
stückskauf mitgekauften
Bauernhaus, wiederholte
Brandstiftungen, Sabotage
gegen unsere Bewäs-
serungsleitungen, Vergif-
tung unserer Wassergrä-
ben, Vogel- und Fischwilde-
rei auf unseren Schutz-
gebietsflächen, Einbruch-
versuche in unsere provi-
sorische Naturschutz-
station…


Müllnotstand entlang unserer Grundstücksgrenzen Pantano
Cuba © SPA IT


Von Mai bis Juni 2019
mutierten unsere vor Ort
mit Schutzgebietsbewach-
ung, Biotopentwicklungs-arbeiten, Vogelbestands-
erfassung und Führungen
beschäftigten Bird Guards
zu Müllexperten, die entlang
unserer eingezäunten
Schutzgebietsflächen
sowohl vor als auch hinter
den Zäunen und vor den
Einfahrtstoren Berge von
illegal entsorgtem Haus-
müll beseitigen müssen.


Illegal entsorgter Müll an der Straße oberhalb unserer Pantano Cuba Hangrundstücke © SPA IT

Der Hintergrund dafür ist
eine von den angrenzenden
Kommunen schlecht vor-
bereitete und Hals über
Kopf eingeführte Müll-
trennung für die privaten
Haushalte. Die allerdings
zeigen mehrheitlich kaum
Interesse und schon gar
kein Verständnis dafür, sich
mit ihrem Müll gedanklich
und praktisch länger als
üblich zu beschäftigen. Müll
gehört an der Südostküste
Siziliens an den Straßen-
rand, in die Landschaft oder
auf fremde Grundstücke.
Wird der Platz knapp, wird
Müll praktischerweise an-
gezündet…


Müllsortierung unserer Bird Guards von illegal abgelagertem Müll an unserem Schutzzaun Pantano Cuba © SPA IT

Es fällt schwer, naturbegei-
sterte und naturschützende
Menschen wie unsere Bird
Guards wochenlang für
Müllsammeln, Mülltrennung
und legale Müllentsorgung
illegal entsorgten Mülls
fremder Menschen zu
motivieren. Sie haben es
trotzdem gemacht… für die
Natur, für die Artenvielfalt,
für unser Zugvogelschutz-
gebiet und für naturlie-
bende Menschen, die in
zunehmender Zahl unser
Schutzgebiet besuchen.


Obstgarten westlicher Teil angrenzend an die Lagune Pantano Cuba © SPA IT

Da kam ihnen und uns die
motivierende Erlösung in
Form einer Schulklasse
nebst Lehrer gerade recht,
der nach einer ausgiebigen
ornithologischen Exkursion
durch unser Schutzgebiet
derart begeistert war, dass
er uns sein wunderbares
ökologisch gepflegtes
mediterranes 1,35 Hektar
(13.500 m²) großes Obst-
baum-Hanggrundstück,
direkt angrenzend an
unseren Schutzgebietsteil
Pantano Cuba, zum Kauf
anbot.


Sandbienen im Obstbaum-Garten © SPA IT

Dies mit der Begründung,
dass er sein ökologisches
Lebenswerk nachhaltig
geschützt sehen und nicht
in falsche Hände fallen
lassen will. Und deren gibt
es dort einige: Vogeljäger,
Vogelwilderer, illegale Müll-
entsorger und Immobilien-
spekulanten, die die gran-
diose Aussicht auf unsere
Lagunen mit Zugvogel-
schutzgebiet und die
Mittelmeerküste mit Nähe
zum Mittelmeerstrand zu
Höchstpreisen vermarkten.


Junger Wiedehopf in unserer Obstbaumwiese © SPA IT

Das Obstbaumgrundstück
ist eine räumlich perfekte
Ergänzung und wirkliche
Bereicherung unseres
Zugvogelschutzgebiets,
beobachten unsere Bird
Guards dort schon seit
Jahren mehr als 30 Zug-
vogelarten, seltene Schmet-
terlinge und eine Vielzahl
von seltenen Wildbienen-
arten.


Bienenfresser an der Brutwand neben der Obstbaumwiese © SPA IT

Die Gesamtkaufkosten
für dieses Naturparadies
betragen gut 59.000 Euro.
Dafür haben wir bei Unter-
schrift eines notariell be-
glaubigten Vorkaufsver-
trags bereits eine Anzah-
lung geleistet. Am 03. Sep-
tember 2019 sind bei Un-
terschrift des Kaufvertrags
die noch zu bezahlenden
Kosten von 46.500 Euro
fällig. Bitte helfen Sie uns
mit Ihrer Projektspende,
dieses Grundstück in
unsere schützenden
Hände zu bekommen.



Sommerlicher Obstgarten mit Olivenbäumen angrenzend an Lagune Pantano Cuba © SPA IT
 
Projekte

Im Naturpark Barnim, Kreis Barnim, Land Brandenburg liegt das Naturschutzgebiet (NSG) Finowtal-Pregnitzfließ, das im Jahr 2006 unter Schutz gestellt wurde. Das NSG hat eine Gesamtfläche von rund 1.821 ha und erstreckt sich u.a. auch auf Flächen der Gemeinden Biesenthal, Schorfheide und Wandlitz.



Das NSG umfasst ein von Binnendünen umgebenes eiszeitliches Gletscherzungenbecken und eine eiszeitliche Schmelzwasserabflussrinne mit zahlreichen Moorbildungen.

Der Schutzzweck ist u. a.:

Die Defizite: Der Landschaftswasserhaushalt ist in weiten Teilen des polnischen und deutschen Einzugsgebietes der Oder gestört. Die mit der menschlichen Besiedlung vorgenommenen Eingriffe in den eiszeitlich geprägten Naturraum haben die natürlichen Landschaftsfunktionen von Mooren und Gewässern auf beiden Seiten der Oder langfristig geschädigt. Entscheidende ökologische Parameter wie Durchgängigkeit, Wasserrückhaltung, Strukturreichtum und Artenvielfalt sind dabei nachteilig verändert worden.

Im Drawienski Nationalpark auf polnischer Seite und im Naturpark Barnim auf deutscher Seite stellen die Einzugsgebiete der Drawa, des Nonnenfließes, der Finow und des Pregnitzfließes auf Grund ihrer faunistischen und floristischen Ausstattung heute die ökologisch wertvollsten Fließgewässereinzugsgebiete dar.

Ökologische Sanierungsziele:
Im Rahmen der ökologischen Sanierung von Teileinzugsgebieten der Oder u. a. am Beispiel der Finow und des Pregnitzfließ sollen ökologische Defizite der Einzugsgebiete erkannt und durch gezielte Maßnahmen deutlich vermindert werden. Damit kann einer der wesentlichen Zielvorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Art. 1 und 4 sowie der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie 92/43/EG vom 21.05.1992 entsprochen werden.

Auf Basis einer Kooperationsvereinbarung mit der Naturparkverwaltung Barnim haben wir 2009 entschieden, die zeitnahe Realisierung der ökologischen Sanierung des Finowfließ zur Sicherung und Stärkung der Vielfalt dort wild lebender Tierarten durch umfangreiche Landkäufe im Finowtal in der Gemarkung Biesenthal zu unterstützen.

So realisieren wir bereits seit Herbst 2009 regelmäßig Landkäufe, die uns nach erfolgter Eigentumsübertragung die Chance eröffnen, im Sinne der ökologischen Sanierungsziele für die Finow und das Finowtal konstruktiven Einfluss auf die zukünftige Landschaftsnutzung und damit die Landschaftsentwicklung zu nehmen.


= Landkäufe Stiftung Pro Artenvielfalt®   Stand 05/2017

Unser mittelfristiges Projektziel ist der Kauf von bis zu 140 ha Grünland resp. Feuchtgrünland im Finowtal, die wir an ökologisch wirtschaftende Betriebe zur Nutzung als Mähwiese und Mähweide verpachten.


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