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Spendenprojekt
Januar 2019
Schwarzstörche…
in Deutschland ohne Zukunft?



Schwarzstorchpaar mit Jungen am Horst © N. Fiebach

Die seltenen, scheuen und
extrem störungsempfind-
lichen Schwarzstörche
verlieren in unserem Land
wegen der massiv zuneh-
menden Waldstandorte für
Windkaftanlagen (WKA)
immer mehr ungestörte
Waldgebiete, die sie als
überlebenswichtige Nist-
und Brutplätze brauchen.
Unsere Mittelgebirgswälder
werden trotz der Existenz
des „Helgoländer Papiers“,
in dem die staatlichen
Vogelschutzwarten Mindest-
abstände zu Brutplätzen
und Nahrungshabitaten für
Windenergieanlagen-
sensible Vogelarten defi-
niert haben, zunehmend
für neue Windkraft-Industriestandorte miss-
braucht.


Fast ausgewachsene Schwarz-
störche auf einem früheren Kunsthorst © F. Wendling


Zusätzlich gefährden im-
mer mehr bewegungs-
intensive von Menschen
verursachte Störungen
durch Freizeitsportarten
und geländegängige
Motorfahrzeuge die Ruhe
der Wälder und damit die
Existenz des Schwarz-
storches. Derart gestörte
Naturnest-Standorte wer-
den von den Waldstörchen
aufgegeben, geeignete
alternative Schwarzstorch-
Horstplätze auf alten
Bäumen sind in unseren
überwiegend wirtschaftlich
genutzten Wäldern rar.
Damit droht dem scheuen
und störungsempfindlichen
Schwarzstorch zusätzliches
Unheil.


Aufbau Windkraftanlage im Wald
© fotolia


Auch im kürzlich überarbei-
teten Bundesnaturschutz-
gesetz (BNatSchG) gilt nach
wie vor die Regelung des
§ 45 Abs. 7 Satz 1 Nr. 5,
wonach „aus zwingenden
Gründen des überwiegen-
den öffentlichen Interes-
ses einschließlich solcher
sozialer oder wirtschaft-
licher Art“
eine Ausnahme
vom artenschutzrechtlichen
Tötungsverbot des § 44
Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG
behördlich zugelassen
werden kann. Genau
darauf berufen sich die
Befürworter der Windkraft-
standorte in Wäldern, wohl-
wissend, dass jede dieser
Windkraftanlagen jährlich
tausende Fledermäuse
und Großvögel tötet!


Windkraftanlagen im Wald
© SPA


Für uns unverständlich,
wird dieser Missbrauch un-
serer weltweit einzigartigen
Mittelgebirgswälder von
namhaften Naturschutz-
verbänden unterstützt.
Damit werden zigtausende
Hektar Wald für Mensch
und Tier nachhaltig ent-
wertet und als Lebens-
raum vernichtet.

Wälder bieten uns Bürgern
soziale Wohlfahrts-
funktionen wie ungestörten
Naturgenuß (Biodiversität),
erholsame Ruhe, kühlere
sauerstoffreiche Umge-
bungsluft und Trinkwasser-
Speicherung. Diese für
den Bürger kostenfreien
Leistungen der Wälder
werden immer massiver
zugunsten ideologischer
Ziele und steuersubventio-
nierter Profitinteressen von
WKA-Herstellern und
Investoren beschnitten.


Fast fertiggestellter Schwarz-
storch-Kunsthorst © SPA


Die Verbreitungsschwer-
punkte der vorsichtig ge-schätzt nur 630 Schwarz-
storch-Brutpaare liegen in
den Mittelgebirgsregionen
von Bayern, Hessen,
Thüringen und Nordrhein-
Westfalen. Und ausgerech-
net in Hessen, NRW und
Bayern haben die Landes-
regierungen die Waldränder
und Wälder für den Aufbau
von Windkaftanlagen frei-
gegeben.


Unser Schwarzstorch-Kunsthorst-bauer in 25 m Höhe freihängend im Seil © SPA

Um dieser fatalen Entwick-
lung entgegenzuwirken,
fördern wir seit November
2015 jeweils im Winter-
halbjahr den Bau von
Schwarzstorch-Kunst-
horsten in auch zukünftig
ungestörten und geeigne-
ten - meist privaten - Mittel-
gebirgswäldern.


Junge Schwarzstörche beim Flug in unsere Lagune Pantano Cuba Sizilien © SPA_IT

Um dieses wichtige
Projekt zum Schutz und
der Rettung unserer
Schwarzstörche konse-
quent fortführen zu kön-
nen, sind wir auf finanziel-
le Unterstützung ange-
wiesen. Ihre Spende hilft,
unserem leider vielerorts
bedrohten Waldstorch in
unserem Land auch in
Zukunft eine Heimat mit
Überlebenschance zu
bieten.
 
Projekte

Im Naturpark Barnim, Kreis Barnim, Land Brandenburg liegt das Naturschutzgebiet (NSG) Finowtal-Pregnitzfließ, das im Jahr 2006 unter Schutz gestellt wurde. Das NSG hat eine Gesamtfläche von rund 1.821 ha und erstreckt sich u.a. auch auf Flächen der Gemeinden Biesenthal, Schorfheide und Wandlitz.



Das NSG umfasst ein von Binnendünen umgebenes eiszeitliches Gletscherzungenbecken und eine eiszeitliche Schmelzwasserabflussrinne mit zahlreichen Moorbildungen.

Der Schutzzweck ist u. a.:

Die Defizite: Der Landschaftswasserhaushalt ist in weiten Teilen des polnischen und deutschen Einzugsgebietes der Oder gestört. Die mit der menschlichen Besiedlung vorgenommenen Eingriffe in den eiszeitlich geprägten Naturraum haben die natürlichen Landschaftsfunktionen von Mooren und Gewässern auf beiden Seiten der Oder langfristig geschädigt. Entscheidende ökologische Parameter wie Durchgängigkeit, Wasserrückhaltung, Strukturreichtum und Artenvielfalt sind dabei nachteilig verändert worden.

Im Drawienski Nationalpark auf polnischer Seite und im Naturpark Barnim auf deutscher Seite stellen die Einzugsgebiete der Drawa, des Nonnenfließes, der Finow und des Pregnitzfließes auf Grund ihrer faunistischen und floristischen Ausstattung heute die ökologisch wertvollsten Fließgewässereinzugsgebiete dar.

Ökologische Sanierungsziele:
Im Rahmen der ökologischen Sanierung von Teileinzugsgebieten der Oder u. a. am Beispiel der Finow und des Pregnitzfließ sollen ökologische Defizite der Einzugsgebiete erkannt und durch gezielte Maßnahmen deutlich vermindert werden. Damit kann einer der wesentlichen Zielvorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Art. 1 und 4 sowie der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie 92/43/EG vom 21.05.1992 entsprochen werden.

Auf Basis einer Kooperationsvereinbarung mit der Naturparkverwaltung Barnim haben wir 2009 entschieden, die zeitnahe Realisierung der ökologischen Sanierung des Finowfließ zur Sicherung und Stärkung der Vielfalt dort wild lebender Tierarten durch umfangreiche Landkäufe im Finowtal in der Gemarkung Biesenthal zu unterstützen.

So realisieren wir bereits seit Herbst 2009 regelmäßig Landkäufe, die uns nach erfolgter Eigentumsübertragung die Chance eröffnen, im Sinne der ökologischen Sanierungsziele für die Finow und das Finowtal konstruktiven Einfluss auf die zukünftige Landschaftsnutzung und damit die Landschaftsentwicklung zu nehmen.


= Landkäufe Stiftung Pro Artenvielfalt®   Stand 05/2017

Unser mittelfristiges Projektziel ist der Kauf von bis zu 140 ha Grünland resp. Feuchtgrünland im Finowtal, die wir an ökologisch wirtschaftende Betriebe zur Nutzung als Mähwiese und Mähweide verpachten.


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