DieTierPatenArtenschutzturm Wünschendorf / ElsterEisvogel im WeidatalFischotterportraitUnsere Bachwiesen im Murnauer Moos, Bayern
Spendenprojekt
Oktober 2018
Nutzungsdruck von der Landschaft nehmen… der Artenvielfalt im Finowtal einen Überlebensraum schenken!


Das Finowtal am Lehnssee
© SPA


Seit 2007 arbeiten wir mit
Zähigkeit und organisato-
rischer Hilfestellung des
Naturpark Barnim, Bran-
denburg an unserem
großen Ziel, im Finowtal
mit umfangreichen Land-
käufen nachhaltigen Ein-
fluss auf die dortige land-
wirtschaftliche Flächen-
nutzung und damit auf eine
naturverträglichere  ökolo-
gische Entwicklung dieses
Flusstals nehmen zu können.


Renaturierte Feuchtwiesen im Finowtal © SPA

Dazu gehörten auch die
teilweise Wiedervernäs-
sung der Niedermoor-
wiesen, die abschnitts-
weise Renaturierung des
früher begradigten Fluss-
laufes und ein naturver-
trägliches Feuchtwiesen-
Nutzungskonzept in Form
von extensiver Mähwiesen-
und Mähweidennutzung
durch Rinder oder Wasser-
büffel.
 

Bekassine am Flussufer
© Pröhl fokus-natur


Dies alles dient der auf
Niedermoorbiotope spezi-
alisierten Vielfalt wild leben-
der Tierarten und hier im
Finowtal ganz besonders
den andernorts schon stark
bedrohten Wiesenvogel-
arten. Kranich, Wachtel-
könig, Bekassine, Feld-
lerche, Wiesenpieper und
Braunkehlchen sind hier
noch zu beobachten. Die
waren leider und sind teils
auch heute noch im Finow-
tal langsam auf dem Rück-
zug.


Finowtal, frisch gemähte Schilf-Feuchtwiese © SPA

Wir arbeiten daher in
Abstimmung mit der
Naturparkverwaltung
Barnim mit Hochdruck an
der Ausweitung unseres
dortigen Flächeneigentums,
um mit dem dortigen Bio-
Landwirtschaftsbetrieb die
Biotopstrukturen durch
besser angepasste und
abgestimmte Landschafts-
nutzung zu verbessern und
nachhaltig zu optimieren.


Schwarzstorch auf Beobach-
tungsposten © Dr. Bengt-Thomas Gröbel

Was Besucher im Finowtal
spontan begeistert, sind
die weite Landschaft, der
hohe Himmel und die
Stille, unterbrochen nur
durch vielfältige Vogelrufe.
Man spürt, hier - nur 50 km
von Berlin entfernt - hat die
Natur auf großen Nieder-
moor-Flächen noch das
Sagen. Hier finden viele
andernorts stark bedrohte
oder vom Aussterben
bedrohte Tierarten, insbe-
sondere Wiesenvogelarten,
noch leidlich intakte Lebensräume.


Extensiv genutzte Niedermoor-
wiese trotz Dürre in voller Blüte
© SPA


Ein idealer naturnaher
Lebensraum, so meint
der naturliebende Besucher
auf den ersten Blick. Doch
die Feuchtwiesen und
Niedermoorböden sind
selbst nach der langen
Trockenheit noch weich
und tiefgründig und neh-
men wegen des noch im-
mer zu hohen Rinder-
bestands Schaden. Die
Konzentration der Rinder
an bestimmten Flussufer-
abschnitten und an den
Winterfutterplätzen zerstört
die dortige Wiesen- und
Ufervegetation und damit
viele Kleinbiotope. Damit
einher geht der Verlust an
Lebensräumen für eine
Vielzahl von bedrohten Wildtierarten.


Spätsommerliche Gewitterstim-
mung im Finowtal © V.Keuchel


Deshalb freut es uns sehr,
dass wir dieses Jahr im
Finowtal weitere Grund-
stückskaufverträge für
insgesamt 12,7 ha
(127.000 m²) Feuchtwie-
senflächen abschließen
konnten. Solche Landkäufe
sind im Kampf gegen das
Artensterben vor unserer
Haustür enorm wichtig.
Wenn uns unsere Spender
auch dieses Mal tatkräftig
finanziell unterstützen, wer-
den wir unser Flächen-
eigentum im Finowtal auf
knapp 136 ha Hektar
(1.360.000 m²) wertvolle
Niedermoorlandschaft
erweitern können. Dazu
gehören umfangreiche
Niedermoorwiesen, natur-
belassene Waldbiotope,
der Lehnssee und mehrere
Kleingewässer!

-> Für aktuelle Stiftungs-Flächenkarte hier anklicken

Die Gesamtkosten für die aktuellen Landkäufe mit knapp 12,7 ha Fläche betragen gut 74.900 Euro und die sind bis Ende Oktober 2018 fällig. Mit Ihrer Spendenhilfe schaffen wir im stillen Finowtal neue artenreiche Feuchtwiesen und naturnahe Uferbereiche für die allerorten bedrohte Wiesenvogelvielfalt unserer Heimat. Bitte unterstützen Sie dieses wichtige Landkaufprojekt!
 
Projekte

In der Gemeinde Klosterfelde bei Wandlitz, Brandenburg liegt der Torfstich Klosterfelde, ein nacheiszeitlich entstandenes Niedermoor mit ca. 31 ha Fläche, in dem sich nach Ende des Torfabbaus seit 1990 ein ca. 4 ha großer und bis zu 8 m tiefer Moorsee gebildet hat.

 

 

Nach Nordosten wird das Niedermoorgebiet von einer bis zu 25 m hohen eiszeitlichen Binnendüne sichelförmig gegen die kalten Nord- und Ostwinde abgeschirmt. Der wärmebegünstigte Eichen-Kiefernwald ist Lebensraum für den Gartenrotschwanz (RL-D Kategorie V - Vorwarnliste), Kleiner Buntspecht, Mittelspecht und den Wendehals (RL-D Kategorie 3 - gefährdet).

Der Torfstich und der gesamte Niedermoorkomplex wurden bereits im Jahr 2001 unter Naturschutz gestellt. Die Schutzziele für besonders seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten im Niedermoor sind aber wegen der historischen Erbteilung und den fast 70 Grundstückseigentümern teils mit Kleinstflächenanteilen noch nicht durchsetzbar.

Unser Landkauf dient daher der Erhaltung und Regeneration (durch Landschaftspflege) dieses Flachmoorkomplexes und des angrenzenden Dünenwaldes. Seit 2005 haben wir inzwischen 10,0 ha Niedermoorwiesen und Teile des Moorsees sowie 5,5 ha Dünenwald gekauft.

Durch spätes Mähen der in unserem Eigentum befindlichen Moorwiesen haben wir dem Weißstorch, den Braunkehlchen und auch dem Kranich wertvollen Lebensraum zurück geschenkt. Auch Orchideen und viele andere gefährdete Pflanzenarten profitieren im Moor von unseren Landschaftspflegearbeiten. Im Dünenwald entfernen wir seit 2007 die spät blühende Traubenkirsche, die mit ihrer enormen Fruchtmenge und Starkwüchsigkeit die heimischen standortgemäßen Baumarten zu verdrängen droht. Damit machen wir den Dünenwald zukunftssicher und retten so einen wertvollen Lebensraum für Wärme liebende Tierarten.

Unser mittelfristiges Projektziel ist der Kauf der gesamten Moorflächen von 31.0 ha sowie von ca. 8,6 ha wertvollem Dünenwald. So soll auch im Niedermoor zusammenwachsen, was von Natur aus zusammen gehört.

PDF-Prospekt: Im Niedermoor „Torfstich Klosterfelde“ rettet jeder Quadratmeter Landkauf wertvollen Lebensraum.

PDF-Prospekt: Nur der Kauf aller Grundstücke im „Torfstich Klosterfelde“ rettet auf Dauer das Niedermoor und seine noch reiche Artenvielfalt.

Zurück zur ÜbersichtskarteFür dieses Projekt spenden