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Spendenprojekt
Mai 2019
Zugvogel-Freiheit auf Sizilianisch…


Stieglitz in tierquälerisch enger
Käfig-Gefangenschaft © SPA


Die farbenprächtigen
Stieglitze in freier Natur zu
beobachten wird bei uns
ein zunehmend seltenes
Erlebnis. In Sizilien enden
sie zigtausendfach in
illegalen Singvogelfallen
und tierquälerisch engen
Käfigen


Illegal gefangener Lockvogel-
Stieglitz © SPA


Es tut weh, in sizilianischen
Städten und Dörfern Stieg-
litze zu entdecken, die in
tierquälerisch enge Käfige
gesperrt an Hauswänden
und Balkonen hängen –
ungeschützt vor der heißen
Sonne Siziliens. Die Besitz-
gier nach diesen farben-
prächtigen Meistersän-
gern kennt in Sizilien, aber
auch auf Malta und deren
Schwesterinsel Gozo,
leider keine Grenzen
.


Vogelfänger-Präsentation Stieglitze, Pantani Region © SPA

Kein illegaler Aufwand ist
zu groß, um dieser zier-
lichen Stieglitze habhaft zu
werden. Kein Preis ist zu
hoch, um die gefangenen
Sänger nach ihrem kurzen
Leben in qualvoll enger
Gefangenschaft durch
frisch gefangene Vögel
zu ersetzen. Kein Gesetz
und keine Strafe sind
abschreckend genug, um
die profitgierigen Vogel-
wilderer davon abzuhalten,
sich am Leid der Stieglitze
zu bereichern, sie verbote-
nerweise zu fangen und
illegal auf Schwarzmärkten
und an maltesische Vogel-
händler zu verkaufen.


Stieglitz Freilassung © SPA

Wir nutzen an der Südost-
küste Siziliens im unmittel-
baren Umfeld unseres
Zugvogelschutzgebiets
Pantani Cuba & Longarini,
wo Stieglitze noch immer
illegal auf ihrem Vogelzug
gefangen werden, jede
sich bietende Chance,
den farbenprächtigen und
singfreudigen Stieglitzen
alte Oliven- und Mandel-
baumgärten durch Kauf
dauerhaft zu schützen und
damit als überlebens-
wichtige Rast- und Nah-
rungsplätze zu retten.
Nur durch konsequente
weitere Flächenkäufe
können wir dort dem
illegalen Stieglitzfang
endgültig ein Ende
machen …



Blick auf Lagune Pantano Cuba
mit östlich gelegenen Hang-
grundstücken © SPA


Unerwartet haben uns
Landwirte im März 2019
ihre nordöstlich unserer
Lagune Pantano Cuba
gelegenen drei Hang-
grundstücke zum Kauf
angeboten. Mit dem Kauf
dieser insgesamt 5.1 Hek-
tar (51.000 m²) umfassen-
den Grundstücksflächen
können wir unserer Erfolgs-
geschichte rund um unser
Zugvogelschutzgebiet
weitere wertvolle Eigen-
tumsflächen hinzufügen
(für Hanggrundstücks-Flächenkarte hier an-
klicken
). Damit wächst
unser Zugvogelschutz-
gebiet-Flächeneigentum
auf insgesamt 343 Hektar
(3.430.000 m²) an.


Pantano Cuba - angrenzende Obstbaum-Hanggrundstücke
© SPA


Bis Ende Mai müssen
die 3 Grundstückskauf-
verträge unterschrieben
und die dafür benötigten
Kaufpreise nebst Kauf-
nebenkosten für Grund-
erwerbssteuer und Notar-
gebühren in Höhe von
insgesamt 86.000 Euro
bezahlt werden. Bitte hel-
fen Sie uns mit Ihrer enga-
gierten Spende, das Geld
rechtzeitig zusammen
zubekommen.



Pantano Cuba - Kauf neue Hanggrundstücksflächen © SPA

Jeder Zugvogel, der dort
nicht mehr gefangen und
gekäfigt wird, ist unsere
gemeinsame Mühe wert!
Wir danken Ihnen von
Herzen und wünschen
Ihnen einen Frühling voller Vogelgesang.


Stieglitz-Glück im Olivenbaum
© SPA IT
 
Projekte
 
Die Zugvogel-Rettungsarbeit in den Vogelschutzcamps auf der Mittelmeerinsel Sardinien im Spätherbst und Winter rettet jährlich das Leben von bis zu 180.000 Singvögeln!

Alle Fotos: Copyright © Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Sardinien, Küstenlandschaft
 
Zigtausende italienische Jäger und Vogelfänger respektieren in der Jagdsaison weder geltendes italienisches noch EU-Recht und auch keine Tierschutzgesetze. Und sie kennen auch keinerlei Rücksicht und Sentimentalität, wenn es um das millionenfache Morden unserer Singvögel in ihren Überwinterungsgebieten und auf ihrem Flug in den Süden geht.
 
Sardinien, Berglandschaft
 

Bodenschlingfalle
 

Erdbeerstrauch mit Blüten und Früchten

Allein auf Sardinien werden jährlich bis zu 1,2 Millionen mitteleuropäische Singdrosseln, Misteldrosseln und ganz besonders Rotkehlchen Opfer der anhaltenden illegalen Singvogel-Wilderei! Die Grausamkeiten beim illegalen Vogelfang, mit den durch die EU-Vogelschutzrichtlinie von 1979 streng verbotenen Baum- und Boden-Schlingfallen, sind unbeschreibbar und solange die Wilderer mit ihrer gefiederten Beute ungestraft hohe Profite machen, wird selbst vor streng geschützten Singvogelarten nicht halt gemacht.

Im Frühwinter sind die milden und süßwasserreichen Wälder im Süden der Insel ein ideales Winterquartier für Rotkehlchen, Sing- und Misteldrosseln. Neben Insekten stellen hier die Früchte der an Berghängen weit verbreiteten Erdbeerbäume für unsere Zugvögel eine einfach zu erreichende und verbreitete Nahrungsquelle dar.

fruchtende Erdbeerbäume


Baumschlingfalle


In Schlingfalle stranguliertes Rotkehlchen

Gut getarnt in den beerentragenden Sträuchern platzieren die Wilderer ihre heimtückischen Fallen. An einigen Berghängen ist beinahe jeder Erdbeerbaum mit Nylonschlingen, die an dünnen Drähten in der Nähe der Erdbeerbaum-Fruchtstände aufgespannt werden, gespickt. Für Vögel, die Ihre Nahrung gerne am Boden suchen - wie z.B. alle Drosselarten und auch Rotkehlchen - ist der Boden der Wälder übersät mit speziellen Bodenschlingfallen.


In Schlingfallen strangulierte Rotkehlchen
 

In Schlingfalle strangulierte Singdrossel
 

Zerstörung Baumschlingfalle


Zerstörung Baumschlingfalle
Jeweils im November und Dezember eines jeden Jahres organisiert unsere Partnerorganisation „Komitee gegen den Vogelmord e.V., Bonn/Deutschland“, gemeinsam mit der italienischen Vogelschutzorganisation "LIPU“ und den Stiftungen Pro Artenvielfalt in Deutschland und der Schweiz und mit deren finanzieller Unterstützung, zwei Vogelschutzcamps auf Sardinien.

Während dieser Hauptfangzeit für Singvögel nehmen regelmäßig bis zu 30 ehrenamtliche Vogelschützer aus Italien und Deutschland an unseren Vogelschutzcamps gegen die Wilderei auf Sardinien teil. Von dort aus arbeiten die Vogelschützer in harten Tageseinsätzen in den Wäldern an den umliegenden Berghängen, um dort die heimtückischen Schlingfallen in Büschen und am Boden zu zerstören. In denen würden ansonsten Hunderttausende unserer Singvögel während der Überwinterung einen elenden Tod finden. Ausgerüstet mit Drahtscheren, Bolzenschneidern und Teppichmessern zerstören die Vogelschützer dabei in jedem Jahr bis zu 20.000 hauchdünne Schlingfallen und bis zu 100 riesige Netze.
 
Dank dieser seit 1999 jährlich durchgeführten Vogelschutzcamps ist in manchen Tälern Süd-Sardiniens der Vogelfang inzwischen spürbar zurückgegangen. Aber die Vogelschutzcamp-Einsätze auf Sardinien sind nicht ganz gefahrlos und wir sind froh, dass die Vogelschutz-Aktivisten inzwischen von italienischer Forstpolizei vor Ort unterstützt und geschützt werden.
 

TV-Bericht zu illegalem Vogelfang

Fallenübergabe an die Polizei
 
Das sind auf Sardinien die illegalen und tierquälerischen Vogelfangmethoden:

Alle diese Vogelfang- und Tötungsarten sind nach der EU–Vogel-Schutzrichtlinie 79/409/EWG vom 2. April 1979 ausdrücklich verboten!!

Sie haben richtig gelesen: Sing- und Misteldrosseln und auch Rotkehlchen gehen auf Sardinien durch die Hölle, weil italienische „Feinschmecker“ und leider auch internationale „Gourmets“ auf diesen (Fr)ess-Kult einfach nicht verzichten wollen!

verbotene Rotkehlchen-Platte
 

Rotkehlchen-Menü
An- und Abreise, Unterkunft und verbesserte Ausrüstung der bis zu 20 Vogelschützer in den 2 Vogelschutzcamps auf Sardinien kosten ca. 8.000,00 Euro. Bitte unterstützen Sie unsere Sardinien-Zugvogel-Rettungsaktionen mit Ihrer Spende!
 
PDF-Prospekt: So retten wir unsere Singvögel

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