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Spendenprojekt
April 2018
Zypern: Volle Teller für Gourmets… leere Gärten für uns alle!


Restaurant-Präsentation Mönchsgrasmücken © SPA

Nach inzwischen
20 Vogelschutzcamps
auf Zypern in den letzten
8 Jahren werden auch in
diesem Frühjahr wieder
14 ehrenamtliche Vogel-
schützer des Komitee
gegen den Vogelmord und
unserer Stiftung erneut
6 Wochen lang vor Ort
gemeinsam mit der Anti
Wilderei Polizei (APS) und
lokaler Polizei in nicht
ungefährlichen Einsätzen
auf den zypriotischen
Kampfplätzen des Vogel-
mordens Tag und Nacht
im Einsatz sein.


Abbau Leimruten aus Loquat-Baum © SPA_CH
 
Wir werden immer wieder
gefragt, ob sich diese
Einsätze lohnen, und
unsere Antwort darauf ist:
Wer nichts tut, kann auch
nichts verändern! Dass
sich dieser selbstlose,
couragierte und ehren-
amtliche Einsatz unserer
Vogelschützer für die kon-
sequente Durchsetzung
der EU-Vogelschutzrichtlinie
von 1979 lohnt, zeigen die
Ergebnisse und Daten unserer Zypern-Zugvogel-
schutzcamps (siehe PDF-
Datei zum Anklicken
).
 

Aus Fangnetz herausgeschnittene Wachtel © SPA

Wir können feststellen,
dass unsere verlängerten
Einsatz-Zeiträume in den
Haupt-Vogelfanggebieten
entlang der Südostküste
der Republik Zypern und
der hohe Kontrolldruck an
den Fangplätzen die Zahl
aktiver Vogelwilderer und
Vogelfangplätze anhaltend
reduziert. Die Anzahl abge-
bauter Leimruten, Fang-
netze und elektronischer
Vogelstimmen-Lockanlagen
bedeuten für die Wilderer
herbe Material- und hohe
Schwarzgeld-Einnahme-
verluste. Die steigende
Zahl von angezeigten
Vogelwilderern spricht
ebenfalls eine deutliche
Sprache!


Star aus Fangnetz heraus-
geschnitten © Komitee gegen den Vogelmord


Dazu finden Sie auf unse-
rer Homepage-Startseite
öffentlich verfügbar unsere
Zypern Vogelschutzcamp-
Reports in englischer
Sprache, die wir auch den
für Justiz und Naturschutz
zuständigen politischen
Instanzen in Zypern und
der EU-Kommission in
Brüssel zur Verfügung
stellen.


Singdrossel im Fangnetz
© Komitee gegen den Vogelmord


Unsere Reports enthalten
seriös erfasste Ergebnisse
unserer Vogelschutzcamp-
Arbeit. Sie sind zugleich
Spiegelbild der nach wie
vor himmelschreienden
Missstände im Vollzug der
EU-Vogelschutzrichtlinie
und dies in einem EU-
Mitgliedsland, das in der
Eurokrise als „systemrele-
vant“ für die EU bezeichnet
und mit einem Rettungs-
paket von 7,3 Mrd. Euro
unterstützt wurde.


Befreiung Pirol von Leimrute
© Komitee gegen den Vogelmord


Bei aller Freude über
unsere hart erarbeiteten
Erfolge dürfen wir jetzt
keinesfalls nachlassen.
Nur wenn wir hartnäckig
bleiben und auf Zypern
erneut in den Frühjahrs-
Vogelschutzeinsatz gehen,
werden wir wieder Zig-
tausenden Zugvögeln das
Leben retten und illegal
agierenden Vogelwildern
das hochprofitable
Geschäft mit getöteten
Singvögeln schwermachen.


Befreiung Nachtigall von Leimrute
© SPA


Für diesen Frühjahrs-
Zugvogel-Rettungseinsatz
benötigen wir ca. 21.800
Euro zur Finanzierung der
An- und Abreisekosten,
einfacher Unterkünfte,
Treibstoff für unsere
2 stiftungseigenen
Einsatzfahrzeuge und
Versicherungen.


Bitte helfen Sie uns heute
mit Ihrer größtmöglichen
Spende und freuen Sie
sich gemeinsam mit uns
über jeden Zugvogel, der
in diesen Wochen auch
dank unseres gemein-
samen Engagements auf
Zypern wohlbehalten zu
uns zurückkehren kann.

> Hier anklicken Ergeb-
nisse Vogelschutzcamps Zypern
 
Projekte
 
Die Zugvogel-Rettungsarbeit in den Vogelschutzcamps auf der Mittelmeerinsel Sardinien im Spätherbst und Winter rettet jährlich das Leben von bis zu 180.000 Singvögeln!

Alle Fotos: Copyright © Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Sardinien, Küstenlandschaft
 
Zigtausende italienische Jäger und Vogelfänger respektieren in der Jagdsaison weder geltendes italienisches noch EU-Recht und auch keine Tierschutzgesetze. Und sie kennen auch keinerlei Rücksicht und Sentimentalität, wenn es um das millionenfache Morden unserer Singvögel in ihren Überwinterungsgebieten und auf ihrem Flug in den Süden geht.
 
Sardinien, Berglandschaft
 

Bodenschlingfalle
 

Erdbeerstrauch mit Blüten und Früchten

Allein auf Sardinien werden jährlich bis zu 1,2 Millionen mitteleuropäische Singdrosseln, Misteldrosseln und ganz besonders Rotkehlchen Opfer der anhaltenden illegalen Singvogel-Wilderei! Die Grausamkeiten beim illegalen Vogelfang, mit den durch die EU-Vogelschutzrichtlinie von 1979 streng verbotenen Baum- und Boden-Schlingfallen, sind unbeschreibbar und solange die Wilderer mit ihrer gefiederten Beute ungestraft hohe Profite machen, wird selbst vor streng geschützten Singvogelarten nicht halt gemacht.

Im Frühwinter sind die milden und süßwasserreichen Wälder im Süden der Insel ein ideales Winterquartier für Rotkehlchen, Sing- und Misteldrosseln. Neben Insekten stellen hier die Früchte der an Berghängen weit verbreiteten Erdbeerbäume für unsere Zugvögel eine einfach zu erreichende und verbreitete Nahrungsquelle dar.

fruchtende Erdbeerbäume


Baumschlingfalle


In Schlingfalle stranguliertes Rotkehlchen

Gut getarnt in den beerentragenden Sträuchern platzieren die Wilderer ihre heimtückischen Fallen. An einigen Berghängen ist beinahe jeder Erdbeerbaum mit Nylonschlingen, die an dünnen Drähten in der Nähe der Erdbeerbaum-Fruchtstände aufgespannt werden, gespickt. Für Vögel, die Ihre Nahrung gerne am Boden suchen - wie z.B. alle Drosselarten und auch Rotkehlchen - ist der Boden der Wälder übersät mit speziellen Bodenschlingfallen.


In Schlingfallen strangulierte Rotkehlchen
 

In Schlingfalle strangulierte Singdrossel
 

Zerstörung Baumschlingfalle


Zerstörung Baumschlingfalle
Jeweils im November und Dezember eines jeden Jahres organisiert unsere Partnerorganisation „Komitee gegen den Vogelmord e.V., Bonn/Deutschland“, gemeinsam mit der italienischen Vogelschutzorganisation "LIPU“ und den Stiftungen Pro Artenvielfalt in Deutschland und der Schweiz und mit deren finanzieller Unterstützung, zwei Vogelschutzcamps auf Sardinien.

Während dieser Hauptfangzeit für Singvögel nehmen regelmäßig bis zu 30 ehrenamtliche Vogelschützer aus Italien und Deutschland an unseren Vogelschutzcamps gegen die Wilderei auf Sardinien teil. Von dort aus arbeiten die Vogelschützer in harten Tageseinsätzen in den Wäldern an den umliegenden Berghängen, um dort die heimtückischen Schlingfallen in Büschen und am Boden zu zerstören. In denen würden ansonsten Hunderttausende unserer Singvögel während der Überwinterung einen elenden Tod finden. Ausgerüstet mit Drahtscheren, Bolzenschneidern und Teppichmessern zerstören die Vogelschützer dabei in jedem Jahr bis zu 20.000 hauchdünne Schlingfallen und bis zu 100 riesige Netze.
 
Dank dieser seit 1999 jährlich durchgeführten Vogelschutzcamps ist in manchen Tälern Süd-Sardiniens der Vogelfang inzwischen spürbar zurückgegangen. Aber die Vogelschutzcamp-Einsätze auf Sardinien sind nicht ganz gefahrlos und wir sind froh, dass die Vogelschutz-Aktivisten inzwischen von italienischer Forstpolizei vor Ort unterstützt und geschützt werden.
 

TV-Bericht zu illegalem Vogelfang

Fallenübergabe an die Polizei
 
Das sind auf Sardinien die illegalen und tierquälerischen Vogelfangmethoden:

Alle diese Vogelfang- und Tötungsarten sind nach der EU–Vogel-Schutzrichtlinie 79/409/EWG vom 2. April 1979 ausdrücklich verboten!!

Sie haben richtig gelesen: Sing- und Misteldrosseln und auch Rotkehlchen gehen auf Sardinien durch die Hölle, weil italienische „Feinschmecker“ und leider auch internationale „Gourmets“ auf diesen (Fr)ess-Kult einfach nicht verzichten wollen!

verbotene Rotkehlchen-Platte
 

Rotkehlchen-Menü
An- und Abreise, Unterkunft und verbesserte Ausrüstung der bis zu 20 Vogelschützer in den 2 Vogelschutzcamps auf Sardinien kosten ca. 8.000,00 Euro. Bitte unterstützen Sie unsere Sardinien-Zugvogel-Rettungsaktionen mit Ihrer Spende!
 
PDF-Prospekt: So retten wir unsere Singvögel

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