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Zugvogelschutz-
Kampagne 2020
Stop dem Vogelmord
Protest-
Unterschriftenliste:
hier anklicken und ausdrucken

Kino-Spot gegen den Vogelmord - mit Hannes Jaenicke
TV-Kampagnen-Spot "STOP dem Vogelmord
auf Zypern" mit Hannes Jaenicke

Spendenprojekt
Oktober 2020
Paradiese auf Erden kosten…


Die voralpine Wiesmahd vor Hörnle-Bergen © SPA

…besonders wenn das zu rettende Naturparadies im Alpenvorland im Kreis Garmisch-Partenkirchen mitten im schönsten Urlaubsgebiet liegt.


Die Wiesmahd - Wildblumen- und Schmetterlingsparadies © SPA

Unverhofft kommt oft –
dieses Sprichwort passte
dieses Jahr ausgerechnet
in der krisenhaften Corona-
Frühjahrszeit ein 3. Mal auf
die engagierte Projektarbeit
unserer Stiftung. Aber die
Dynamik der Veränderun-
gen in dieser Welt nimmt
nun einmal auch auf die
solidesten Planungen keine Rücksicht!


März-Ansicht des Wiesmahd-Flächenkauf-Vorschlags
© P. Strohwasser


Anfang März bat uns die
Untere Naturschutzbehörde
des Landkreis Garmisch-
Partenkirchen, einen Land-
kaufvorschlag zu prüfen,
dessen Dringlichkeit und
geschätzter Kaufpreis
selbst unsere couragierten
Nothelfer-Fähigkeiten spon-
tan überforderte. Da war guter Rat teuer!

Wegen der von der Unteren
Naturschutzbehörde doku-
mentierten ökologischen
Einzigartigkeit und Wertig-
keit
der 1,6 ha (16.000 m²)
großen voralpinen „Wies-
mahd“ (Mähwiese), nur
einen Steinwurf neben
dem Naturschutzgebiet
„Murnauer Moos“ gelegen,
konnten wir diese Projekt-
chance aber nicht einfach
zu den Akten legen.


Die Wiesmahd vor Hörnle-Bergen © SPA

Im Werdenfelser Land
bedeutet „Wiesmahd“ eine
landwirtschaftlich extensiv
genutzte naturbelassene
Mager-Wiesenfläche
, die
nur einmal im Jahr im Spät-
sommer zur Heugewinnung
gemäht und beräumt wird.
Diese Wiesmahd wurde
über Generationen ohne
Einsatz von Mist und Kunst-
dünger und ohne schwere
landwirtschaftliche Maschi-
nen genutzt. Eine Situation,
die es außerhalb von
Naturschutzgebieten im
Bayerischen Voralpenraum
heute kaum noch gibt.


Voralpine Wiesmahd mit Blütenreichtum © SPA

Das Ergebnis dieser „alt-
modischen“ bäuerlichen
Wiesennutzung ist eine
ökologische Lebensraum-
Rarität, ein Naturparadies
erster Güte
: Hier konnte
sich über Jahrhunderte die
ganze Vielfalt und Pracht
voralpiner Blütenpflanzen
entwickeln. Neben Wiesen-
schlüsselblume, Mehlpri-
mel, Trollblume, Nelken-
wurz, breitblättrigem Kna-
benkraut, Mückenhändel-
wurz, zierliche Sommer-
wurz, Bergklee, Teufels-
kralle, Germer und Heil-
ziest sind hier mehr als
weitere 100 Blütenpflanzen zu finden.


Trollblumen © SPA

Und die alle haben ihre
ganz speziellen Liebhaber
im Insektenreich
! Allein
16 Tagfalterarten der Rote
Liste Bayern und der Rote
Liste Deutschland, drei
davon auch europaweit
gefährdet, finden hier noch
ein Auskommen. Dazu
gehören u. a.: Abbiss-
Scheckenfalter, Heilziest-
Dickkopffalter, Mädesüß-
Perlmuttfalter, Schlüssel-
blumen-Würfelfalter,
Enzian-Ameisenbläuling,
Heller Wiesenknopf-
Ameisenbläuling und Lilagold-Feuerfalter.


Braunfleckiger Perlmuttfalter Boloria selene © L. Hlasek


Hunderte weitere Insekten-
arten aus den Familien der
Nachtfalter, Heuschrecken,
Käfer und Ameisen finden
hier noch intakten Wiesen-
Lebensraum. Diese Insek-
tenvielfalt bietet zugleich
selten gewordenen Vogel-
arten wie Wiesenpieper,
Neuntöter und Braunkehl-
chen eine reiche Nahrungs-grundlage.


Lilagold-Feuerfalter © L. Hlasek


Dieses Naturparadies er-
lebte im Jahr 2019 einen
Eigentümerwechsel und
der neue Eigentümer und
Pferdefreund plante, diese
Wiesmahd als Pferdekop-
pel zu nutzen. Dies hätte
für die trittempfindlichen
Wiesenböden und die auf
ungedüngte Böden spezia-
lisierte Blumenwelt und
Biodiversität eine Katastro-
phe bedeutet. Und da
knapp außerhalb des
Naturschutzgebiets Murn-
auer Moos gelegen, waren
der Naturschutzbehörde
dort für nutzungslenkende
Einflussmöglichkeiten die
Hände gebunden!


Wiesenpieper © Pröhl fokus-natur

Der geforderte Kaufpreis
lag ca. 30 % über den in
der Region gezahlten Kauf-
preisen für landwirtschaft-
lich nutzbare Wiesengrund-
stücke, aber in diesem Fall
gab für uns nichts zu ver-
handeln
. Paradiese kos-
ten…
Der bereits abge-
schlossene Grundstück-
kaufvertrag bedeutet Ge-
samtkosten von knapp
172.000 Euro für Grund-
erwerb und Kaufneben-
kosten.

Eine Entnahme aus unse-
rer Projektreserve und die
großherzige Projektspende
eines langjährigen Förde-
rers unserer Murnauer
Moos-Artenschutzprojekte
reduzieren die aktuelle
finanzielle Last immerhin
auf „nur“ noch 84.000 Euro!


Die Wiesmahd nach der Heuernte © SPA


Nun aber brauchen wir Sie
einmal mehr an unserer
Seite und bitten um Ihre
engagierte Spendenunter-
stützung, damit wir den
noch offenen Betrag der
Grundstücks-Gesamt-
kosten möglichst zeitnah
zusammenbekommen
.


Der Lohn unserer aller
Anstrengungen ist die
Rettung eines voralpinen
Blumenwiesen- und
Schmetterlingsparadieses,
das kein künstlich ange-
legter Blühstreifen im
Bayernland jemals würde
ersetzen können!
 

Stiftung Pro Artenvielfalt®
Meisenstraße 65
33607 Bielefeld

Tel.   0049 (0) 521 2997 -883
Fax   0049 (0) 521 2997 -885
Email:  service@stiftung-pro-artenvielfalt.org

Die Stiftung Pro Artenvielfalt®  ist durch aktuellen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Bielefeld-Innenstadt, StNr. 305/5981/1222, vom 28.02.2020 als gemeinnützig anerkannt. Spenden sind steuerlich absetzbar.

 

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts und satzungsgemäß dem Schutz bedrohter Wildtierarten verpflichtet.

"Stiftung Pro Artenvielfalt®", "Foundation Pro Biodiversity®", "Fondazione Pro Biodiversità®", "DieTierPaten®", "STOP dem Vogelmord!®", „STOP Bird Slaughter®“ und "Artenschutzturm®" sind beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragene Wort-/Bild-Schutzmarken.

Das Konzept der Stiftung Pro Artenvielfalt® ist die patenschaftliche Tierschutzarbeit. Die Stiftungspositionierung ist „Nothelfer für bedrohte Tierarten“.

Die Stiftungsarbeit basiert auf folgenden Projektschwerpunkten:

  • Landkäufe zum Schutz natürlicher Lebensräume (Biotope) in Deutschland
  • Landkäufe in Italien zum dauerhaften Schutz von Zugvogel-Hotspots (bedeutende Rast- und Nahrungsplätze) entlang der mittleren (zentralen) Vogelzugroute und deren Sicherung durch Einsatz von „Bird Guards“
  • Bau von Artenschutzgebäuden für bedrohte „Gebäude bewohnende Tierarten“
  • Förderung und Mitarbeit in Vogelschutzcamps gegen den Zugvogelmord auf Zypern und Sardinien.

Die Stiftung Pro Artenvielfalt® ist auch in der Biotoppflege und Biotopentwicklung für bedrohte Tierarten engagiert, wie z. B. in der Kopfbaumpflege für den Steinkauzschutz und in der Pflege von Feucht-, Streuobst- und Bergwiesen zum Schutz und der Wiederherstellung der Artenvielfalt.

 

Wiedergeburt der Pantani Cuba & Longarini

 
Bitte klicken Sie auf das Video-Fenster, um das Video
„Wiedergeburt der Pantani Cuba & Longarini“ zu sehen.

 

Vogelschutzkampagne 2015/2016

Wir danken der Deutschen Wildtier Stiftung für die Erlaubnis zur Einbindung ihres aktuellen Kino-Spots in unsere Homepage.

Unsere Stiftung ist gegen die Errichtung von Windkraftanlagen in Wäldern.
Wald bindet CO2, speichert Trinkwasser, bindet Staub, produziert Sauerstoff, kühlt die heiße Luft, bietet dem gestressten Menschen Naturgenuß (Biodiversität), Ruhe und Erholung! Alle diese für Mensch und Biodiversität segensreichen und unverzichtbaren Funktionen werden mit dem Klimawandel und seinen extremer werdenden Witterungsbedingungen immer wertvoller und wichtiger!
Für jede einzelne im Wald errichtete Windkraftanlage werden bis zu 1,3 Hektar (13.000 m²) Wald dauerhaft vernichtet. Seltene und störungsempfindliche Vogelarten wie Schwarzstorch, Uhu und Rotmilan werden damit aus ihren bisher ungestörten Wald-Brutrevieren vertrieben, viele von ihnen beim Anflug an ihren Horst (Nest) schwer verletzt und getötet. Die Folge sind kaum zu kompensierende Bestandsverluste. Hunderttausende Fledermäuse sterben jedes Jahr an Windkraftanlagen einen qualvollen Tod, da die Luftdruckgefälle um die Rotorblätter ihre inneren Organe zerreißen. Zugleich vernichten Windkraftanlagen in Wäldern uns Menschen die Wald-Wohlfahrtsfunktionen für ungestörten Naturgenuss, Entspannung und Erholung.
STOP den Windkraftanlagen in Wäldern.

 

Vogelschutzkampagne 2019

 
Bitte klicken Sie auf das Video-Fenster, um den 2. TV-Kampagnen-Spot
„STOP dem Vogelmord auf Zypern“ mit Hannes Jaenicke zu sehen.


 
Bitte klicken Sie auf das Video-Fenster, um den Kino-Spot
gegen den Vogelmord mit Hannes Jaenicke zu sehen.


Weitere Dokumente zur Zugvogelschutz-Kampagne 2018 - 2020:
 

    ► Zypern Vogelschutzcamp-Report Winter 2019 / 2020 (PDF-Datei, englisch)

    ► Zypern Vogelschutzcamp-Report Herbst 2019 (PDF-Datei, englisch)

    ► Zypern Vogelschutzcamp-Report Frühjahr 2019 (PDF-Datei, englisch)

    ► Zypern Vogelschutzcamp-Report Winter 2018 / 2019 (PDF-Datei, englisch)

    ► Zypern Vogelschutzcamp-Report Herbst 2018 (PDF-Datei, englisch)

    ► Zypern Vogelschutzcamp-Report Frühjahr 2018 (PDF-Datei, englisch)


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