Aktuelles: Kurz & bündig |
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Das Zierliche Tausendgüldenkraut steht auf der Roten Liste Mecklenburg-Vorpommerns als stark gefährdet und wurde in unserem Salzwiesen-Biotop nachgewiesen. © Frau Prof. Dr. Irmgard Blindow
Seltene Salzpflanzen und wertvolle Lebensräume: Artenbestandserfassung bestätigt die Bedeutung unseres Salzwiesengrundstücks auf Hiddensee.
Eine aktuelle Artenbestandserfassung auf unserem Grundstück auf Hiddensee hat den hohen ökologischen Wert der neu gekauften Fläche eindrucksvoll bestätigt. Neben zahlreichen typischen Salzwiesenarten wurden mehrere gefährdete Pflanzenarten der Roten Liste Mecklenburg-Vorpommerns (RL M-V) erfasst.
Besonders bemerkenswert ist das Vorkommen mehrerer Pflanzenarten des europaweit geschützten Lebensraumtyps „Salzstellen des Binnenlandes“ (FFH-Lebensraumtyp 1340). Die außergewöhnliche Kombination aus Feuchtwiesen- und Salzwiesenvegetation unterstreicht den besonderen ökologischen Wert dieses seltenen Biotops.
Darüber hinaus wurden auf unserem Grundstück mehrere gefährdete Pflanzenarten der Roten Liste Mecklenburg-Vorpommerns erfasst. Zu den bemerkenswerten Flora-Nachweisen zählen unter anderem Wiesen-Alant, Strand-Tausendgüldenkraut und Kleines Tausendgüldenkraut. Außerdem wurden zahlreiche Schmetterlingsarten und andere blütenbesuchende Insekten beobachtet, die den vielfältigen Pflanzenbestand als Lebensraum und Nahrungsquelle nutzen.
Die Untersuchung bestätigt zugleich die Bedeutung einer angepassten Flächenpflege. Extensive Beweidung und natürliche Bodenstörungen, verursacht durch wühlende Wildschweine, schaffen immer wieder vegetationsarme Bereiche, in denen konkurrenzschwächere Salzpflanzen dauerhaft existieren können. Ohne diese natürliche Dynamik würden sich in unserer Salzwiesenfläche langfristig artenarme Schilfbestände ausbreiten.
Die aktuellen Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass sich der langfristige Schutz und die fachgerechte Pflege unseres neu gekauften Grundstücks auf Hiddensee auszahlen.
Unser Dank gilt Frau Prof. Dr. Irmgard Blindow, Biologische Station Hiddensee, Universität Greifswald, Kloster, für ihre ehrenamtlich durchgeführte Artenbestandserfassung vom 23.07.2026.
Der Wiesen-Alant bietet Schmetterlingsarten wie der Gammaeule und zahlreichen weiteren Insektenarten eine wertvolle Nahrungsquelle. © Frau Prof. Dr. Irmgard Blindow
Großflächige Bestände des Wiesen-Alants prägen Teile unseres Schutzwiesengrundstücks auf Hiddensee © Frau Prof. Dr. Irmgard Blindow

Auch das bedrohte Kleine Sumpfhuhn findet in unserem Froser Feuchtgebiet einen bestmöglichen Lebensraum © Uwe Nielitz
Kontinuierliche Gebietsbetreuung mit Biotop-Optimierungsarbeiten und Pflegemaßnamen im Froser Feuchtgebiet sind der Weg zu einer möglichst großen Artenvielfalt von Vögeln, Lurchen und Libellen.
Die Erfassung der rastenden, brütenden und übernachtenden Vogelarten und die Betreuung der Besucher unseres Vogelbeobachtungsturms waren für unseren Gebietsbetreuer im Frühjahr und Frühsommer Schwerpunkte seiner Arbeit.
Seine regelmäßige Gebietsüberwachung liefert zahlreiche erfreuliche Ergebnisse. So besetzten gleich fünf Rohrweihen-Brutpaare ihre Reviere im Feuchtgebiet, Bartmeisen brüteten erfolgreich und auch Rohrdommeln konnten bei ihren Futterflügen beobachtet werden.
Weniger erfreulich verlief die Brutsaison für die Kraniche, deren Nachwuchs in diesem Jahr leider nicht überlebte. Prädatoren wie Wildschwein, Waschbär und Fuchs suchen das Röhricht flächenhaft und regelmäßig nach Fressbarem ab.
Während ihrer Mauserzeit nutzten rund 300 Graugänse das Feuchtgebiet als sicheren und gut geschützten Rückzugsraum.
Bereits im Frühjahr konnten mehrere Entenarten, mehrere Rohrschwirle und auch Blaukehlchen dokumentiert werden. Unser Vogelbeobachtungturm ist nach wie vor ein Besuchermagnet für Naturfreunde, Bird Watcher und auch Vogelfotografen.
Mit dem Ende der Brutzeit beginnt die Bekämpfung der Neophyten, fremdländischen invasiven Pflanzenarten wie «Kanadische Goldrute» und «sibirischer Bärenklau».
Das Blaukehlchen gehört zu den charakteristischen Brutvogelarten unseres Froser Feuchtgebiets © SPA
Unser Feuchtgebiet »Seeländereien bei Frose» entwickelt sich zu einem beeindruckenden Lebens-, Rast- und Überwinterungsraum für Kolbenenten genauso wie für mehr als 200 weitere Vogelarten © Uwe Nielitz

Frauenschuh-Orchideen © wikimedia.org
Unsere Stiftung hat im Jahr 2022 mit finanzieller Unterstützung langjähriger Spenderinnen und Spender in den Ammergauer Alpen nahe Bad Kohlgrub ein rund 0,7 ha großes Hang-Quellmoor-Grundstück zum Schutz der dort bestehenden Enzian-, Orchideen- und Wildbienen-Vorkommen gekauft.
Der auf unserem Grundstück wachsende Frauenschuh ist eine recht langlebige Orchideenart und mit 20 – 60 cm Höhe zugleich die größte heimische Orchideenart. Sie hat rot- bis dunkelbraune Blütenblätter und dazu einen leuchtend gelben Schuh. Dieser verlieh der Orchidee den deutschen Namen. Als Standort ist die Pflanze streng an Kalk gebunden.
Der selbststerile Frauenschuh ist zu seiner Bestäubung fast ausschließlich auf die Sandbiene der Gattung Andrena angewiesen. Diese Bienenart benötigt als Lebensraum lückig bewachsene Böden mit Sand, sandigem Lehm oder Schluff in höchstens 500 m Entfernung zum Frauenschuh-Vorkommen!
Die größte Beeinträchtigung für diesen seltenen und (noch) guten Frauenschuh-Bestand auf unserem Stiftungsgrundstück in den Ammergauer Alpen ist der dort inzwischen entstandene Trampelpfad und die Trittbelastung durch orchideeninteressierte Naturliebhaber mit der damit einhergehenden Schädigung der Wurzeln. Dies kann langfristig dramatisch negative Folgen für die Vitalität und Zukunft dieses Orchideen-Standorts mit seinen bis zu 200 Frauenschuhpflanzen haben.
Wir werden deshalb mit der zuständigen Naturschutzbehörde und dem Naturpark Ammergauer Alpen e. V. zeitnah konkrete Maßnahmen zum wirkungsvollen Schutz unseres Grundstücks und des wertvollen Frauenschuh-Bestands abstimmen und anschließend konsequent umsetzen.
Frauenschuh-Orchideen auf unserem Stiftungsgrundstück © K. Pukall
Zerstörender Trampelpfad im Frauenschuh-Bestand © M. Renz
Erst konsequent gesicherte Schutzgebietsflächen garantieren die Ungestörtheit der Kinderstuben von Rosaflamingo, Zwergseeschwalbe, Stelzenläufer, Triel und Feldlerche in unserem Pantani-Zugvogelschutzgebiet auf Sizilien. Zunehmend aber drohen neue Gefahren: So werden z. B. noch nicht eingezäunte Bereiche unseres Zugvogelschutzgebiets für illegale Müllablagerungen missbraucht… zum Projekt
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