Über uns: Meilensteine |
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Roland Tischbier, Gründungsvorstand und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Pro Artenvielfalt, wuchs auf einem Bauernhof in der Oberpfalz (Bayern) auf, und so zogen ihn schon zu Kinderzeiten Weißstörche, Gänse, Schwalben, Sperlinge und Fledermäuse in seinen Bann – und ließen ihn nicht mehr los. Zeit seines Lebens setzte er sich auch während seiner beruflichen Laufbahn in leitenden Funktionen namhafter Markenartikel-Unternehmen im In- und Ausland in jeder freien Minute für den Schutz wildlebender Tierarten und den Erhalt der Artenvielfalt ein. Doch das war ihm nicht genug…
Am Anfang war es nur eine Idee unter guten Freunden, die sich - wie Roland Tischbier - schon seit Jahrzehnten auf unterschiedlichste Weise für den Naturschutz engagiert hatten: Es musste doch einen direkteren und befriedigenderen Weg geben, kompetent, vorausschauend und vor allem wirkungsvoll mit konkreten regionalen Artenschutzprojekten gegen das fortschreitende Artensterben vorzugehen…
Beflügelt von dieser Idee, der Liebe zur Natur und voller Tatendrang wird mit einem Freund die gemeinnützige Gesellschaft „DieTierPaten gGmbH“ gegründet mit dem Ziel, sich mit finanzieller Unterstützung Gleichgesinnter für Wildtiere in Not und den Erhalt der Artenvielfalt zu engagieren.
Roland Tischbier ist Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer.
Um verletzten und hilfebedürftigen Wildtieren die Chance auf ein zweites Leben in Freiheit zu ermöglichen, beginnt die gemeinnützige Gesellschaft mit der finanziellen Förderung der seinerzeit ehrenamtlich betriebenen Rettungsstationen für Mauersegler in Frankfurt am Main und für Igel in Kirchwald/Eifel.
Das Konzept „Artenschutztürme“ als regionale Rettungsinseln für „Gebäude bewohnende Tierarten“ wird geboren. Es basiert auf der zukunftsweisenden Nachnutzung stillgelegter Trafoturmstationen und anderer aus der Nutzung genommener Wirtschaftsgebäude.
Am 16.07.2007 wird der erste Artenschutzturm in Wünschendorf/Elster OT Untitz, Ostthüringen unter großer Beteiligung von Kindergärten, Schulklassen, der interessierten Bevölkerung und den Medien seiner Artenschutz-Bestimmung übergeben.
Zur nachhaltigen Sicherung der mit Spendengeldern erworbenen Grundstücks-Biotopflächen, des Artenschutz-Gebäudeeigentums und nicht zuletzt auf vielfache Bitten langjähriger Spenderinnen und Förderer wird mit deren finanzieller Unterstützung die „Stiftung Pro Artenvielfalt“ errichtet. Das gesamte Vermögen der gemeinnützigen Gesellschaft „DieTierPaten gGmbH“ wird mit Zustimmung aller bisherigen Spenderinnen und Spender auf die Stiftung übertragen. Die „DieTierPaten gGmbH“ wird nach Ablauf der gesetzlichen Frist unter Beachtung sämtlicher Formvorschriften liquidiert (beendet).
Das gesetzlich definierte Alleinstellungsmerkmal von Stiftungen ist deren „Ewigkeits-Charakter“. Das bedeutet, dass das Stiftungskapital auf Dauer erhalten bleiben muss und der einmal schriftlich festgelegte und vom Finanzamt und der Stiftungsbehörde genehmigte Stiftungszweck nicht mehr geändert werden darf. Die Finanzierung der mit dem jährlichen Freistellungsbescheid des zuständigen Finanzamtes als gemeinnützig anerkannten Stiftungsarbeit erfolgt aus Erträgen des Stiftungskapitals, aus steuerbefreiten Spenden und Nachlässen (Erbschaften).
Unsere Stiftung beginnt auf Basis eines Projekt-Kooperationsvertrages mit der Naturparkverwaltung Barnim, Wandlitz, Brandenburg mit dem Landkauf-Großprojekt „Finowtal“ bei Biesenthal, Kreis Barnim zum Schutz der vielerorts stark bedrohten Wiesenvogelarten und deren Niedermoor-Lebensraum und kauft mit Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender erste Niedermoor-Grundstücksflächen.
Im Thüringer Wald kann unsere Stiftung in einem Bieterverfahren ein ca. 5 ha großes Wacholder-Trockenrasen-Biotop ersteigern. Dieser nährstoffarme Trockenhang mit seiner einzigartigen Blütenpflanzen- und Insekten-Vielfalt gehört in Deutschland zu den am stärksten bedrohten Biotop-Typen.
Mit Unterstützung des bekannten Schauspielers und Umweltaktivisten Hannes Jaenicke geht die strategisch ausgerichtete internationale Zugvogelschutzkampagne „STOP dem Vogelmord“ an den Start. Ziele sind die Information der breiten Öffentlichkeit und der für Naturschutz zuständigen politischen Institutionen in der Republik Zypern, in Deutschland und bei der EU in Brüssel über den in der Republik Zypern weithin praktizierten millionenfachen Vogelmord und die massiven Verstöße gegen die auch in Zypern geltende EU-Vogelschutzrichtlinie von 1979 sowie Lobbyarbeit für einen konsequenteren Vogelschutz in den EU-Mitgliedsländern Süd-Europas.
Als wirkungsvollstes praxisnahes Instrument gegen den illegalen Vogelmord an den Brennpunkten des illegalen Vogelmordens auf Zypern und Sardinien werden während der Vogelzugzeiten im Frühjahr und Herbst in Zusammenarbeit mit dem „Komitee gegen Vogelmord e.V.“, Bonn international besetzte Vogelschutzcamps durchgeführt.
Unserer Stiftung werden aus dem Flächenprogramm „Nationales Naturerbe“ (NNE) der Bundesrepublik Deutschland kostenfrei drei Naturschutz-Projektflächen übertragen. Diese für die Natur und Biodiversität als besonders schützenswert und einzigartig eingestuften Landschaftsteile werden im Rahmen der Privatisierung von Grundstücken aus dem früheren „Volkseigentum der DDR“ unter Nachhaltigkeitsbedingungen an Landestiftungen, anerkannte Naturschutzverbände und private Stiftungen übertragen.
In enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen kauft unsere Stiftung knapp 9 ha voralpinen Bergmischwald am Berg Buchrain im „Herzogstand-Heimgarten-Massiv“ oberhalb von Ohlstadt und knapp 4 ha ökologisch wertvollste Niedermoor-Bachwiesen im Naturschutzgebiet „Murnauer Moos“.
Zum langfristigen Schutz der die mittlere (zentrale) Vogelzugroute nutzenden Zugvogelarten weitet die Stiftung ihr Landkauf-Engagement bis nach Sizilien aus. Die zentrale Vogelzugroute wird von mehr als 110 Vogelarten aus Nord- und Mitteleuropa genutzt und führt durch die Alpen entlang der italienischen Küsten über die Straße von Messina (Meerenge) nach Sizilien und von hier über das Mittelmeer bis an die nordafrikanische Mittelmeerküste. Unsere Stiftung ersteigert in einem Bieterverfahren des Gerichts in Siracusa (Sizilien) die Lagune „Pantano Cuba“ an der Südostküste Siziliens.
Unsere Stiftung kauft von der Thüringer Fernwasser AöR, Erfurt in Dörtendorf, Kreis Greiz, Ostthüringen ein für deren Betriebszwecke nicht mehr benötigtes ca. 1,7 ha großes Grundstück mit dem darauf stehenden stillgelegten und zum Abriss geplanten Filterrückspülwasseraufbereitungs-Gebäude und baut dieses zu Europas größtem Artenschutzgebäude für „Gebäude bewohnende Wildtierarten“ um.
Mit Unterstützung vieler tausend motivierter Spenderinnen und Spender forciert unsere Stiftung ihre Landkäufe im Wiesenvogelschutzprojekt „Finowtal“, Brandenburg und im Zugvogelschutzgebiet „Pantano Cuba“ auf Sizilien und beginnt dort Kaufverhandlungen für die benachbarte Lagune „Pantano Longarini“ und angrenzende Feuchtwiesen-Grundstücke mit einer Gesamtfläche von ca. 122 ha (1.220.000 m2).
Im Jubiläumsjahr 2017 blickt unsere Stiftung auf insgesamt 15 erfolgreiche Jahre im Einsatz für den Artenschutz zurück – und krönt das Jubiläumsjahr nach jahrelangen schwierigen Verhandlungen mit dem Kauf des ca. 9 ha großen „Lehnssee“, mitten im stiftungseigenen Projektgebiet „Finowtal“ gelegen.
Die vertragsgemäße Finanzierung des Kaufpreises und der Kaufnebenkosten für die Lagune Pantano Longarini im Pantani-Feuchtgebietskomplex an der Südostküste Siziliens mit insgesamt knapp 1.2 Millionen Euro wird erfolgreich abgeschlossen.
Im September unterschreibt unsere Stiftung eine Projekt-Fördervereinbarung mit der EU in Brüssel im Rahmen des EU-LIFE18 Naturschutz-Förderprogramms. Dieses Förderprojekt dient im Pantani-Feuchtgebietskomplex der Bestandsstärkung einer europaweit vom Aussterben bedrohten Entenart sowie umfangreichen Grundstückskäufen und deren Biotop-Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen. Das Förderprojekt schließt auch Strukturmaßnahmen zur Förderung des Öko-Tourismus für naturinteressierte Besucher aus Italien und Europa ein. Unsere Stiftung trägt 25 % der Kosten des Förderprojekts.
Gleichfalls im September unterschreibt unsere Stiftung ihren größten Grundstückskaufvertrag in Deutschland für insgesamt 36 ha (360.000 m²) Feuchtgebiets-, Bruchwald-, Hangwald- und Trockenhang-Flächen im Finowtal.
Beharrlichkeit wird belohnt: im Februar kann unsere Stiftung durch Kauf ihr Flächeneigentum im NSG „Jülchendorfer Trockenhänge“, Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern um gut 11 ha Fläche auf insgesamt 31 ha erweitern.
Und dass Paradiese auf Erden - auch Naturparadiese - sehr viel Geld kosten, musste unsere Stiftung bei ihrem 4. Grundstückskauf im Urlaubsgebiet der Blauen Berge im Landkreis Garmisch-Partenkirchen am Murnauer Moos erfahren. Die neu gekaufte 1,6 ha große „Wiesmahd“-Fläche, eine seit Bauerngenerationen ohne Mist und Kunstdünger ausschließlich zur Heu-Gewinnung im Spätsommer genutzte voralpine Blumenwiese, hat höchsten ökologischen Seltenheitswert, bietet sie doch 15 Schmetterlingsarten der Rote Liste Bayern und der Rote Liste Deutschland einen einzigartigen „Überlebensraum“. Und der war wegen einer geplanten Nutzungsänderung hochgradig bedroht!
In unserem Feuchtgebietsprojekt „Seeländereien bei Frose“, Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt baut unsere Stiftung in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) und auf Bitten vieler naturinteressierter Vogelfreunde einen Vogelbeobachtungsturm. Dieses Feuchtgebiet ist inmitten einer intensiv landwirtschaftlich genutzten Landschaft ein bedeutender Zugvogel-Rast- und Nahrungsplatz und Brutgebiet für Vogelarten der Flachwasser- und Röhrichtbiotope.
Am 01.09.2021 ist es endlich geschafft… und nach 830 zusätzlichen Arbeitsstunden neben dem „normalen Arbeitspensum“ können die beiden Vorstandsmitglieder die inhaltlich in Eigenarbeit erstellte neue, technisch aktuelle und inhaltlich aufgefrischte Homepage für die interessierte Öffentlichkeit freischalten lassen. Dafür wurden in unserem Bildarchiv mehr als 9.000 stiftungseigene Fotos und solche von befreundeten Fotografen erneut gesichtet und ausgewählt.
Unserem Homepage-Betreuer in Bielefeld sei Dank für seinen kreativen Homepage-Gestaltungsvorschlag sowie seine grenzenlose Geduld und Ausdauer bei der Umsetzung unserer Texte und der Gestaltung jeder einzelnen Homepage-Seite.
Bis Sommer 2022 wollen wir dann unsere Homepage auch in englischer Sprache fertigstellen, um die Wissbegierde unserer englischsprechenden Stiftungsfreundinnen und -freunde aus europäischen Ländern und den USA befriedigen zu können.
Seit 20 Jahren konzentrieren wir unsere Arbeit auf die vier Projektschwerpunkte: Flächenkäufe, Zugvogelschutz, Artenschutzgebäude und Wildtierrettungsstationen. Dank fünfzehn Jahren intensiver Kontaktpflege und engagierter Projektarbeit in Brandenburg ist es uns mit Unterstützung engagierter Artenschützer gelungen, für unser Jubiläumsjahr „20 Jahre Einsatz für den Artenschutz“ den Kauf zweier wunderbarerer Seen im Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg, mitsamt einigen angrenzenden Feuchtwiesen unter Dach und Fach zu bringen. Mit dem Kauf der 78,1 ha (781.000 m²) großen Gesamtfläche des Vorder- und Hintersee wächst unser See-Eigentum in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf insgesamt 5 Seen mit total 120 ha Wasserflächen an.
Damit aber nicht genug: mitten in der landwirtschaftlich intensiv genutzten Hügellandschaft West-Sachsens, unmittelbar angrenzend an die Stadt Oberlungwitz, wird unsere Stiftung Eigentümerin des 23,4 ha Flächen umfassenden „Hirschgrund“, einem ca. 1,1 km langen und bis zu 200 m breiten Wiesental, das vom Hirschgrundbach durchflossen wird. Damit ist es uns gelungen, ein erstes Grundstückseigentum auf sächsischem Boden zu schaffen mit dem Ziel, dieses vielgliedrig strukturierte Wiesenbachtal und die östlich gelegenen Wiesenhänge durch extensive Beweidung und Nutzung von Teilflächen als Mähwiese zu einem Wildnis-Gebiet mit einer wachsenden Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten zu entwickeln.
Zum krönenden Abschluss unseres Jubiläumsjahres wird dank der hervorragenden und professionellen Übersetzungsarbeit unseres guten Freundes Major (Retd) David J. A. Conlin psc. am 01.11.2022 unsere englische Homepage freigeschaltet, so dass nun auch unsere englischsprachigen Stiftungsfreundinnen und -freunde ihren Wissensdurst stillen können.
Klimawandel und zunehmende Trockenperioden erschweren es immer mehr Wildtierarten, sich mit artgerechter Nahrung aus Gewässern zu versorgen. Vielen Wildtieren bleibt oft nur, ihren Hunger an künstlich angelegten Fischteichanlagen zu stillen. Dies meist sehr zum Unmut von Anglern und Fischzüchtern.
Mit unserem Kauf der 12 h Fläche umfassenden Teichanlage „Schimmels Teiche“ mit 9 Fischteichen bei Limbach-Oberfrohna, Landkreis Zwickau, Freistaat Sachsen, können wir nun ein ungestörtes Paradies für an Gewässer gebundene Vogel-, Amphibien- und Insektenarten schaffen, in dem sie ungestört und von uns geschützt eine sichere Zuflucht haben werden. Keine intensive Fischzucht mehr, stattdessen heimische kleine Fischarten, eine ökologische Sanierung der Teiche mit neuen Brutinseln, unterschiedlichen Wassertiefen und artenreicher Teichbepflanzung. Ein wahres Zukunftsbiotop für bis zu 230 auf den Lebensraum Gewässer angewiesene Vogel-, Amphibien- und Insektenarten, das sie alle ungestört zur Nahrungssuche, Rast und Reproduktion nutzen können.
Die TV- und Print-Medien haben unsere couragierte Artenschutz-Projektarbeit entdeckt. Am 17.01.2024 kann der Vorstandsvorsitzende unserer Stiftung im WDR3 –TV Studio Bielefeld in der Sendung Lokalzeit OWL das Steinkauzschutzprojekt in Ostwestfalen und die Vogelschutzcamparbeit in Südeuropa vorstellen. Unsere beiden Artenschutzprojekte an vorderster Vogelwilderer-Front in Südeuropa, das Pantani–Zugvogelschutzprojekt an der Südostküste Siziliens und unsere Messina Wildtier-Rettungsstation in den Peloritanischen Bergen an der Straße von Messina sind am 17.05.2024 um 18:30 Uhr bei ARTE-TV „Sizilien - Italiens Sonneninsel im Mittelmeer“ und bei SWR in der TV-Film-Sendereihe „Traumziele“ am Sonntag, 15.9.2024 um 20:15 Uhr zu sehen. In der Juli-Ausgabe 2024 des ornithologischen Journals „Der Falke“ wird die Projektarbeit unseres Pantani –Zugvogelschutzgebiets mit einer achtseitigen Titel-Geschichte gewürdigt. Gleiches tut auch die Neue Westfälische Zeitung (NW) in der Weihnachtsausgabe vom 24.12.2024.
Unsere Stiftung pflegt (schneitelt) nun schon im 7. Winterhalbjahr in Folge zum Schutz und der Förderung des kleinen Steinkauzes erneut mehrere hundert Kopfweiden in den Landkreisen Paderborn, Gütersloh und Soest... mehr Informationen
Unser Steinkauz-Projektkoordinator Herbert kennt inzwischen hunderte Bauernhöfe, deren Eigentümer und die dort noch stehenden Kopfweiden. Und er weiß, ob dort noch Steinkäuze vorkommen oder dort früher welche lebten … zum Projekt
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