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Dank unserer umfangreichen Jagdplatz-Kontrollen, unserem anhaltend hohen Strafanzeigen-Druck hielten sich Vogeljäger auf Zypern im Gegensatz zur Herbst-Vogelzugzeit 2024 in diesem Winter mit ihren illegalen und tierquälerischen Vogeljagd-Aktivitäten leidlich zurück.
Aus illegalem Fangnetz herausgeschnittene tote Mönchsgrasmücken © Komitee gegen den Vogelmord
Illegal geschossene Singdrossel © Komitee gegen den Vogelmord
Dazu trug sicherlich auch der vergangene relativ milde Winter im Mittelmeerraum bei. So blieben auch diesen Winter Singdrosseln, Lerchen und auch Stare in großen Zahlen der Insel Zypern fern und verbrachten stattdessen die Winterzeit auf den griechischen Inseln, dem griechischen Festland und an der Mittelmeerküste der Türkei. Doch dieses sich ändernde Vogelzug-Verhalten bedeutet noch nicht wirklich die Rettung für unsere heimischen Zugvögel bei ihrer Überwinterung im milder werdenden Mittelmeerraum und auf Zypern.
Südküste Zypern: gleich hinter den Touristen-Hochburgen lauert der Vogeltod © SPA
Deshalb werden wir auf Zypern mit unseren Freunden vom Komitee gegen den Vogelmord in den ersten 2 April-Wochen und von Anfang Mai bis Anfang Juni mit 2 Einsatz-Teams den Überwachungsdruck auf die Leimruten-Fangplätze unbelehrbarer Zugvogelwilderer hochhalten.
Singdrossel gefangen an illegaler Leimrute © Komitee gegen den Vogelmord
Mönchsgrasmückenweibchen nach Befreiuung von Leimrute © Komitee gegen den Vogelmord
Dabei wird hier ein neuer Frühjahrs-Einsatzschwerpunkt zukünftig auch die Suche und das Auffinden von Bodennetzen sein, die von Grundstückseigentümern um ihre Grundstücke aufgespannt werden, um streunende Hunde, Katzen und auch Schlangen von den Grundstücken fernzuhalten. Diese Bodennetze sind wahre Todesfallen für eine Vielzahl selten gewordener Zugvögel, aber auch Säugetiere wie den bedrohten Langohr-Igel und zunehmend bedrohte Reptilien wie Eidechsen, Chamäleons und Agamen.
Schleiereule gefangen in einem Bodennetz © Komitee gegen den Vogelmord
Toter Langohr-Igel in einem Bodennetz © Komitee gegen den Vogelmord
Auch auf der griechischen Insel Zakynthos werden ab Mitte April bis Ende der 1. Mai-Woche bis zu 10 Vogelschützerinnen und Vogelschützer in 3 Einsatz-Teams im Frühjahrs-Zugvogelschutzcamp-Einsatz sein. Neben dem Zentrum der Insel Zakynthos und der Halbinsel Vasilikos wird das Haupteinsatzgebiet auf der Halbinsel Keri liegen. Dort entdeckten wir im Frühjahr letzten Jahres umfangreiche Zugvogel-Schießplätze und gerieten dort auch mehrmals mit höchst aggressiven Vogeljägern aneinander. Aber wie sagte uns dort ein Vogeljäger voller Ironie: „Statt uns hier zu nerven und Stress zu machen, bleibt zuhause und trinkt dort unseren Ouzo! Hier bei uns drohen euch Prügel“.
Zakynthos: einer von hunderten Jagdansitzen auf der Urlaubsinsel © Komitee gegen den Vogelmord
Von griechischen Jägern illegal geschossener Kuckuck (re) und 4 Turteltauben © Komitee gegen den Vogelmord
Unsere „Leib und Leben“ rettenden Einsatzmaterialien wurden dabei bei unseren letzten Herbst-Zugvogelschutzcamp-Einsätzen auf Zypern und Zakynthos arg strapaziert: eines unserer Einsatzfahrzeuge muss kostenaufwendig repariert und ein von Wilderern bei Verfolgungsfahrten demolierter Pkw verschrottet werden, so dass wir einen Ersatz-Gebrauchtwagen beschaffen müssen.
Von Vogeljägern demoliertes Einsatzfahrzeug © Komitee gegen den Vogelmord
Ebenso dringend ersetzt werden muss das bei einer nächtlichen Auseinandersetzung mit Vogelwilderern verlorengegangene und lebensrettende Nachtsichtgerät. Und zur gerichtsfesten Dokumentation und zum Schutz gegen die teils gewalttätigen Vogeljäger-Aggressionen gegen unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer in Keri und für unsere Publikationen im Internet und in lokalen Zeitungen müssen wir 4 weitere Body Cams (Körper-Kameras) anschaffen, um der lokalen Öffentlichkeit und den EU-Bürokraten in Brüssel die wahre Dimension der Straftaten und Verstöße gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie, gegen griechische Naturschutzgesetze und das in Griechenland seit 1987 geltende Verbot der Frühjahrs-Vogeljagd zweifelsfrei und wohl dokumentiert vor Augen führen zu können.
Für die Einsatzkosten in den Frühjahrs-Vogelschutzcamps auf Zypern und der griechischen Insel Zakynthos und die Ersatzbeschaffung eines Einsatzfahrzeugs und notwendiger Ausrüstungsgegenstände fehlen uns noch ca. 23.500 Euro.
Bitte helfen Sie uns mit Ihrer tatkräftigen Spende, damit wir mit diesen 2 Frühjahrs-Vogelschutzcamps einmal mehr Stärke und Durchsetzungskraft im Einsatz gegen skrupellose Vogelmörder auf den beiden Inseln im Mittelmeer zeigen können.
Rotkehlchen aus Fangnetz herausgeschnitten © Komitee gegen den Vogelmord
Wendehals wird aus Bodennetz befreit © Komitee gegen den Vogelmord
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Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
"Singdrossel an illegaler Leimrute gefangen © Komitee gegen den Vogelmord"
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