Aktuelles:
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Während auf Zypern illegal agierende Vogelwilderer und Vogeljäger auch im vierten Frühjahr in Folge weitestgehend zu Hause blieben, wurde auf der griechischen Insel Zakynthos während des Frühjahrs-Vogelzugs massiv gegen die geltende EU Vogelschutzrichtlinie, das griechische Vogelschutzgesetz und gegen das dort seit 1987 geltende Verbot der Frühjahrs-Vogeljagd verstoßen.
Auf Zakynthos abgeschossene streng geschützte Pirole © Komitee gegen den Vogelmord
Die blutige Aggression griechischer Vogeljäger gegen das auf Zakynthos arbeitende Vogelschützer-Team unserer Freunde vom Komitee gegen den Vogelmord und unserer Stiftung übertraf dieses Frühjahr selbst die in den letzten Jahren erlebten Tätlichkeiten zypriotischer Vogelwilderer und Jäger. Während einer Vogeljagd-Observierung auf Zakynthos erschienen plötzlich 15 teils maskierte Männer, die das Team ohne Vorwarnung angriffen. So mussten 5 Vogelschützer zwecks ärztlicher Behandlung auf Zakynthos eine Klinik aufsuchen, um Gesichtsverletzungen, ein Loch im Knie und schwere Prellungen medizinisch versorgen zu lassen.
Zakynthos Frühjahrs-Vogelschutzcamp: Nasenbein-Bruch und Knieverletzung nach tätlichen Angriffen © Komitee gegen den Vogelmord
Gottlob sind alle Vogelschützer körperlich und mental wieder fit und brennen auf ihren Herbst-Vogelschutzcamp-Einsatz auf Zypern. Dort zeigen die Strafanzeigen unserer Vogelschützerinnen und Vogelschützer gegen illegal agierende Vogelwilderer und Vogeljäger untermauert mit perfektem Bild- und Video-Beweismaterial der Vogelwilderer-Aktivitäten zumindest im Frühjahr immer stärkere Wirkung. Dabei gehen unsere Vogelschutzcamp-Aktiven auf Zypern zugleich ein nicht zu unterschätzendes persönliches Risiko ein, müssen sie doch vor Gericht als Zeugen gegen Vogelwilderer und Vogeljäger auftreten … und leider trifft man sich auch auf Zypern mindestens zweimal im Leben!
Jetzt im Herbst werden die „Großen“ in diesem illegalen Vogelmord-Geschäft wieder aktiv, und diesen Profis beizukommen, ist harte Arbeit und fordert unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer auf das Äußerste. Nicht nur bei ihrer nächtlichen Observierungsarbeit, sondern auch bei der Formulierung der Anzeigen wegen Verstößen gegen Vogelschutz- und Jagdgesetze. Da stoßen wir bei manch einem Polizist und Wildhüter auf wenig Verständnis und auch auf taube Ohren. Selbst bei Vogelschutz-Einsätzen am Tatort weigerte sich schon manch ein Ordnungshüter, das zu sehen, was offensichtlich war: Leimruten in Obstbäumen und umfangreiche illegale Fangnetz-Anlagen mit darin hilflos zappelnden Singvögeln.
Rotkehlchen gefangen an einer Leimrute © Komitee gegen den Vogelmord
Mönchsgrasmücken-Weibchen gefangen an einer Leimrute © Komitee gegen den Vogelmord
Mönchsgrasmücken-Weibchen gefangen in illegalem Fangnetz © Komitee gegen den Vogelmord
Vogelschützer befreit Mönchsgrasmücke von illegaler Leimrute © Komitee gegen den Vogelmord
Vogelschützer-Team befreit Zugvögel aus verbotenem Fangnetz © Komitee gegen den Vogelmord
Da im Winterhalbjahr 24/25 viele Singdrosseln und Stare den milden Winter energie- und kräftesparend in Griechenland und der Türkei verbrachten statt den langen Weg nach Zypern zu fliegen, ist der zypriotische Markt für die Singvogel-Delikatesse „Ambelopoulia“ ausgehungert und die Nachfrage auch bei „Gourmets“ in anderen Ländern (noch) nicht eingeschlafen. Sie alle warten auf ihren zweifelhaften Singvogel-Nachschub – trotz international geltendem Washingtoner Artenschutzabkommen, das bei Verstößen hohe Bußgelder vorsieht.
Wir stellen uns für diesen Herbst somit auf harte Zugvogel-Rettungseinsätze ein und werden mit Einsatz-Teams von jeweils 2-3 Vogelschützerinnen und Vogelschützern bis zu 9 Wochen entlang der Südküste Zyperns, in den dortigen beiden britischen Mandatsgebieten und auch entlang der UN-Pufferzone im Einsatz sein.
Wir bitten Sie daher ganz herzlich um Ihre engagierte Spendenunterstützung, damit wir unsere Zugvogel-Rettungsarbeit auf Zypern diesen Herbst trotz stark gestiegener Preise für Flugkosten, einfache Unterkünfte, Versicherungen und Einsatzgeräte-Reparaturen uneingeschränkt fortführen können.
Bitte helfen Sie uns jetzt mit Ihrer Projekt-Spende von vielleicht 20, 30 oder 50 Euro oder jedem anderen Spendenbetrag, damit wir die diesjährigen Zypern-Herbst-Vogelschutzcamp-Kosten von ca. 23.800 Euro sicher bezahlen können.
Von Leimruten und aus illegalem Fangnetz befreit: Gartenrotschwanz, Nachtigall und Singdrossel © Komitee gegen den Vogelmord
Ältere Projekte des Monats finden Sie im Archiv
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
"Südküste Republik Zypern: Zugvogel-Todesfalle © SPA"
Rund 40 engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer verschiedener sizilianischer Organisationen beteiligten sich an der bis dato größten Müllsammelaktion in der Südostküsten-Region entlang der Zufahrtsstraße „Strada di bonifica Raneddi“ zu unserem Schutzgebietsteil Pantano Cuba – initiiert und koordiniert von den Bird Guards der Stiftung Pro Artenvielfalt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pachino …... mehr Informationen
Nach unserem ersten großen Landkauf-Erfolg steht dort nun schon der zweite Landkauf an. Und auch dafür brauchen wir Ihre Hilfe! … zum Projekt
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