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Noch vor 10 Jahren war die Halbinsel Eiderstedt für Wiesenvögel und Trauerseeschwalben das perfekte Nahrungs- und Brutparadies: Der feuchte Boden war weich und die Wiesenvögel konnten mit ihren langen Schnäbeln erfolgreich nach Würmern stochern. In den Gräben war sauberes Wasser, in dem Stichlinge und Libellenlarven lebten und Trauerseeschwalben im Sturzflug Nahrung fischen konnten. Wiesen und Weiden waren ohne Elektrozäune, dafür voller Blumen und blühender Gräser. Ein perfekter Lebensraum für Insekten und Käfer und zugleich ein reich gedeckter Wiesenvogel-Nahrungstisch ...
Lachmöwe mit Küken in der Feuchtwiese © SPA
Trauerseeschwalbe füttert ein Junges © H. Glader
Uferschnepfe auf Nahrungssuche © H. Glader
Doch heute sieht es im Norden Deutschlands leider ganz anders aus. Nach sechs Stunden Fahrt kreuz und quer über die Halbinsel, mehreren Fußmärschen zu Wiesen-, Wassergraben- und Stauwehr-Besichtigungen nebst einer Deichüberquerung am historischen Leuchtturm Westerheversand waren wir doch ziemlich „bedient“ und fragten uns: „Wo ist hier nur all das Schöne der Natur geblieben?“
Historischer Leuchtturm Westerheversand auf der Halbinsel Eiderstedt © SPA
Zugewachsener, für Wiesenvögel unzugänglicher Graben © SPA
Die Wiesen waren trocken, die kläglichen Reste des Grabenwassers waren braun-schwarz und stanken zum Himmel. Elektrozäune hielten das Vieh von den Gräben fern und die waren von Schilf und Büschen zugewachsen und damit ganz besonders für Trauerseeschwalben als Nahrungsbiotop nicht mehr nutzbar. Es steht erschreckend schlecht um die Eiderstedter Vogelwelt der langschnäbeligen Feuchtwiesenvögel wie Austernfischer, Kiebitz, Rotschenkel und Bekassine und auch die elegante Trauerseeschwalbe!
Bekassine in Salzwiese © H. Glader
Trauerseeschwalbe mit Libellen-Beute © H. Glader
Kiebitz-Küken an einer Trink-Kuhle © H. Glader
Kiebitz im Flachwasser © SPA
Ein naturschützendes Ehepaar aus der Region legte uns den Kauf eines 8,9 Hektar (89.000 m²) großen Wiesengrundstücks sehr ans Herz – für das den Eigentümern allerdings bereits ein sehr attraktives Kaufangebot eines Solarpark-Investors vorlag. Doch nach intensiven Gesprächen mit uns waren die Eigentümer bereit, unserer Stiftung bei konkretem Kaufinteresse und einer zeitnahen Kaufentscheidung preislich entgegenzukommen. Unser persönliches Erlebnis und die vertiefenden Informationen des Eiderstedter Ehepaars um die existenzbedrohende Not der langschnäbeligen Wiesenvögel und der nordischen Zugvögel bestärkte uns darin, das angebotene 8,9 ha (89.000 m²) große Wiesengrundstück hoch im Norden Deutschlands mitsamt umliegenden Gräben zu kaufen.
Teil unserer Feuchtwiesen-Kauffläche bei Tönning © SPA
Leider kennen die Landkaufpreise hier oben an der Nordseeküste wegen der massiven Nachfrage
nach Windkraftanlagen- und Solarpark-Standorten nur eine Richtung: extrem scharf nach oben.
Die Gesamtkaufkosten inkl. sämtlicher Gebühren betragen für das 89.000 m² große Wiesengrundstück stolze 415.000 Euro. Nach Kassensturz können wir aus Rücklagen und einem testamentarischen Nachlass ca. 305.000 Euro einsetzen. Die noch fehlenden 110.000 Euro schaffen wir aber trotz aller finanziellen Anstrengungen nur, wenn Sie uns mit einer tatkräftigen Weihnachts- und Neujahrs-Projektspende helfend zur Seite stehen. Jeder Betrag hilft dabei, vielen Dank!
Danach können wir das für den Wiesenvogelschutz ideal gelegene Wiesengrundstück mit hohem ökologischen Entwicklungspotenzial für die notleidenden Wiesenvögel zu einem Feuchtwiesen-Paradies mit neuen kleinen Tümpeln und offenen Wassergräben gestalten. So können wir gemeinsam auf der Halbinsel Eiderstedt rettenden Feuchtwiesen-Lebensraum für viele stark und teils schon vom Aussterben bedrohte Langschnäbel schaffen.
Status der Eiderstedter Wiesenvogelwelt:
Kiebitz © H. Glader: innerhalb 10 Jahren minus 57% Brutpaare
Austernfischer © Leo/fokus-natur: Bestand minus 31% in 10 Jahren
Rotschenkel © H. Glader: seit 2001 Rückgang um 36%
Trauerseeschwalben-Brutpaar © H. Glader: in 40 Jahren Rückgang von 800 auf 16 Brutpaare
Ältere Projekte des Monats finden Sie im Archiv
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
"Grünland fressender Solarpark © SPA"
Rund 40 engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer verschiedener sizilianischer Organisationen beteiligten sich an der bis dato größten Müllsammelaktion in der Südostküsten-Region entlang der Zufahrtsstraße „Strada di bonifica Raneddi“ zu unserem Schutzgebietsteil Pantano Cuba – initiiert und koordiniert von den Bird Guards der Stiftung Pro Artenvielfalt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pachino …... mehr Informationen
Nach unserem ersten großen Landkauf-Erfolg steht dort nun schon der zweite Landkauf an. Und auch dafür brauchen wir Ihre Hilfe! … zum Projekt
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