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Nur einen Flügelschlag von unserem stiftungseigenen Schutzgebiet „Schimmels Teiche“ bei Limbach-Oberfrohna entfernt liegt eine Naturoase, wie sie heute vielerorts längst verschwunden ist. Der Eigentümer – wir nennen ihn aus Datenschutzgründen „Günter“ – hat dort über viele Jahre mit eigener Hände Arbeit einen Lebensraum geschaffen, in dem bis heute eine andernorts längst verschwundene Vielfalt an Vogel-, Amphibien- und Insektenarten überlebt.
Strukturreiche Heckenlandschaften bieten dem Gelbspötter und vielen weiteren Singvogelarten wertvollen Lebensraum. © Leo Fokus Natur
Blühende Gehölze bieten der Großen Erdhummel und vielen weiteren Bestäubern wichtige Nahrung © SPA
Der Ursprung seines Lebenswerks reicht bis in Günters Kindheit zurück. Als Sechsjähriger entdeckte er in einem alten Holunderbusch auf dem Hof seiner Eltern das Nest eines Gelbspötters mit vier gefleckten Eiern. Der Gesang dieses kleinen Vogels ließ ihn nicht mehr los. Doch eines Tages war der Holunderbusch verschwunden: Sein Großvater hatte ihn zu Feuerholz verarbeitet. Der Gelbspötter kehrte nie wieder zurück.
Dieses Erlebnis prägte Günter nachhaltig. Später begann er selbst, Wildsträucher, Hecken und Feldgehölze zu pflanzen. Doch zu DDR-Zeiten wurde ihm noch eindringlich vermittelt, dass jeder Quadratmeter Ackerfläche ausschließlich der landwirtschaftlichen Produktion zu dienen habe. Für Schlehen, Weißdorn, Wildrosen, Pfaffenhütchen oder Wildkirschen sei auf Ackerflächen kein Platz.
Nach der Wende nutzte Günter die Chance, Teile des elterlichen Landeigentums neu zu gestalten. Er pflanzte Tausende Wildsträucher und Bäume, legte Blühflächen an und schuf damit wertvolle Lebensräume für die heimische Vogel- und Insektenwelt.
Blühende Hecken und Feldgehölze prägen Günters artenreiches „Feldflur-Paradies“ in Sachsen © SPA
Dichte Feldhecken und strukturreiche Heckenränder bieten Fitislaubsänger, Nachtigall und vielen weiteren Vogelarten wertvollen Nahrungsraum. © SPA
Heute bietet dieses 7,3 Hektar (73.000 m²) große „Feldflur-Paradies“ Lebensraum für nahezu 60 Vogelarten – darunter Pirol, Nachtigall, Kernbeißer, Feldsperling, Bluthänfling, Trauerschnäpper, Baumpieper, Gelbspötter, Grünspecht und Wendehals. Viele dieser Arten stehen inzwischen auf den Roten Listen und der Vorwarnliste gefährdeter Brutvögel Deutschlands und Sachsens.
Damit dieses einzigartige Lebenswerk dauerhaft erhalten bleibt, hat sich Günter nach vertrauensvollen Gesprächen mit unserem Vorstandsvorsitzenden dazu entschlossen, seine Naturoase an unsere Stiftung Pro Artenvielfalt zu verkaufen. Keine leichte Entscheidung für ihn: aber er will absolut sicherstellen, dass sein „Feldflur-Paradies“ auch in Zukunft weiter extensiv gepflegt und konsequent geschützt wird.
Sein Vertrauen in unsere Stiftung gründet er auf den positiven Erfahrungen mit unseren Schutzgebieten „Hirschgrund“ bei Oberlungwitz und „Schimmels Teiche“ bei Limbach-Oberfrohna.
Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, den Kaufpreis mitsamt Kaufnebenkosten vertragsgemäß bezahlen zu können und diese einzigartige Naturoase dauerhaft zu schützen.
Mit 15, 25 oder 50 Euro – oder jedem anderen Betrag – unterstützen Sie den langfristigen Schutz dieses reich strukturierten Lebensraums für eine vielerorts längst verlorengegangene Vogelvielfalt.
Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Handschlag für den Natur- und Artenschutz: „Günter“ einigt sich mit Roland Tischbier (re.), dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, auf die Verkaufsbedingungen seines Vogelparadieses © SPA
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"Strukturreiche Feldgehölze und naturnahe Wegränder bieten vielen Vogel- und Insektenarten wichtigen Lebensraum © SPA"
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Erst konsequent gesicherte Schutzgebietsflächen garantieren die Ungestörtheit der Kinderstuben von Rosaflamingo, Zwergseeschwalbe, Stelzenläufer, Triel und Feldlerche in unserem Pantani-Zugvogelschutzgebiet auf Sizilien. Zunehmend aber drohen neue Gefahren: So werden z. B. noch nicht eingezäunte Bereiche unseres Zugvogelschutzgebiets für illegale Müllablagerungen missbraucht… zum Projekt
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