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Nach einem regenreichen und sehr milden Winter und einem relativ nassen Frühjahr sind nun bei uns seit Anfang Mai als letzte Zugvögel die Mauersegler wieder am Himmel über den Städten und Dörfern zu beobachten.
Leider fliegen in vielen Regionen Deutschlands erneut weniger Mauersegler als in den Vorjahren. Mangelnder Niederschlag in weiten Teilen des afrikanischen Kontinents, immer stärkere Eingriffe in die afrikanischen Landschaften und anhaltende Bodennutzungs-Intensivierungen führen auch dort zunehmend zu Insektenmangel. Und der setzt sich auf dem zentralen Vogelzugweg von Nordafrika über Sizilien und Italien bis zu uns nach Mitteleuropa fort.
Mauersegler-Trupp am Himmel © A. Raluca
Ein Mauersegler - perfekt zum Himmelstürmen geschaffen © K. Roggel
Auf Sizilien hat es seit Mai des vergangenen Jahres viel zu wenig geregnet, auch hier fehlten die Insekten. Nur der Insektenreichtum in und über unserem Pantani-Zugvogelschutzgebiet mit den immerhin noch Wasser führenden Lagunen Pantano Cuba & Longarini bot zehntausenden Zugvögeln auch dieses Frühjahr einen reich gedeckten und rettenden Nahrungstisch. Über den Uferwiesen und Lagunen jagten von Mitte März bis Mitte April zigtausende Mauersegler und Schwalben tagelang Fluginsekten. Hier konnten sie ihre überlebenswichtigen Energiereserven für den kräftezehrenden Weiterflug von mehr als 2.000 km Flugstrecke bis nach Mittel- und Nordeuropa wieder auffüllen.
Mauersegler über der Lagune Pantano Cuba © SPA_IT_PG
Doch was die gesund zu uns zurückgekehrten Mauersegler hier erwartet, verheißt nicht viel Gutes: akuter Mangel an Fluginsekten, zunehmender Mangel an geeigneten Nist- und Brutplätzen an und in Gebäuden und die vielen Unfallgefahren an verspiegelten Fensterscheiben und der rasant wachsenden Zahl von Antennen. Hinzu kommt der Hitze-Tod in oftmals ungeeigneten Ersatz-Nisthöhlen direkt unter heißen Dachpfannen!
Mauersegler-Paar an seiner Bruthöhle © A. Raluca
Mauersegler an Mauerspalte © Pröhl/fokus-natur
Um die verunglückten und hilfebedürftigen Mauersegler, Altvögel und Jungsegler, kümmert sich unsere Tierärztin Dr. med. vet. Christiane Haupt mit ihrem kleinen Rettungsteam in der Seglerklinik in Frankfurt/Main. Viel Fachwissen, Idealismus und Tierliebe sind Voraussetzungen dafür, diese europaweit einzigartige Segler-Rettungsarbeit für den Schutz und den Erhalt dieser auf ständiges Fliegen spezialisierten Langstrecken-Zugvogelart leisten zu können. Von der Pflege bis zu Operationen und dem Austausch defekter Flugfedern (Schiften) bewältigt Christiane Haupt diese herausfordernde Lebensaufgabe nun schon 24 lange Jahre mit unverminderter Hingabe.
Mauersegler-Junges mit Flügelbandage © E. Brendel
Jungsegler mit operiertem Bein © E. Brendel
Einen kleinen Einblick in die anspruchsvolle Tages- und Nachtarbeit finden Sie hier:
Seglerklinik-Tagebuch-Notizen 2023
Mauersegler wohlbehütet © E. Brendel
Damit sie ihre einzigartige Segler-Rettungsarbeit in der Frankfurter Mauerseglerklinik uneingeschränkt fortführen kann, braucht Christiane Haupt gerade auch in Zeiten stark gestiegener Preise für Energie, artgerechtes Futter, Hygieneartikel und tiermedizinische Produkte die solidarische finanzielle Unterstützung tierliebender Spenderinnen und Förderer.
Christiane Haupt mit gesund gepflegtem Alpensegler © SPA
Für die diesjährige Arbeit der Seglerklinik mit erneut bis zu 800 erwarteten Seglerpatienten benötigen wir ca. 21.200 Euro. Bitte helfen Sie uns, diesen Betrag zeitnah und sicher zusammenzubekommen.
Erst Ihre Spendenhilfe von vielleicht 20, 30 oder sogar 50 Euro nimmt Christiane Haupt einen Großteil ihrer Sorgen. Nur mit Ihrer Hilfe kann sie weitere tiermedizinische Präparate und Instrumente, Segler-Spezialfutter wie Heimchen und Wachsmottenlarven, notwendige Hygieneprodukte und auch Ersatz-Wärmelampen bestellen und bezahlen.
Bedenken Sie bitte: Jeder in der Mauerseglerklinik gesund gepflegte und wieder zurück in die Freiheit entlassene Mauer- und Alpensegler trägt zum Erhalt dieser einzigartigen Vogelart bei.
Ältere Projekte des Monats finden Sie im Archiv
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
"Gesund gepflegter Mauersegler © E. Brendel"
Rund 40 engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer verschiedener sizilianischer Organisationen beteiligten sich an der bis dato größten Müllsammelaktion in der Südostküsten-Region entlang der Zufahrtsstraße „Strada di bonifica Raneddi“ zu unserem Schutzgebietsteil Pantano Cuba – initiiert und koordiniert von den Bird Guards der Stiftung Pro Artenvielfalt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pachino …... mehr Informationen
Nach unserem ersten großen Landkauf-Erfolg steht dort nun schon der zweite Landkauf an. Und auch dafür brauchen wir Ihre Hilfe! … zum Projekt
Postbank Hannover IBAN: DE47 2501 0030 0905 9063 07 BIC: PBNKDEFF