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Nur einen guten Steinwurf entfernt von den 10 ha in unserem Eigentum befindlichen Öse-Wiesenbachtal-Flächen mitsamt angrenzendem Immelsberg bei Gehrden liegt die gut 3,2 ha große Fläche der Klosterwiesen. Die waren bis zum Jahr 1810 im Eigentum des Benediktinerinnenklosters Gehrden (1142-1810) und wurden nach dessen Auflösung an ortsansässige Bauern verkauft.
Frühlingshafte Klosterwiesen bei Gehrden © SPA
In den letzten Jahren wurden die Klosterwiesen regelmäßig gedüngt, das dort eingesäte monotone Industriegras bis zu drei Mal jährlich bis unmittelbar an die letzte dort noch sichtbar zutage tretende Quelle geschnitten und der junge Quell-Bach zum Zweck einer intensiven Wiesen-Bewirtschaftung begradigt.
Zerstörter Quellbereich in den Klosterwiesen © SPA
Kristallklares Quellwasser erlaubt Sicht bis auf den Boden des Bachbettes © SPA
Der Zwang zur wirtschaftlicheren Nutzung der Klosterwiesen führte dort schon vor Jahren zur Verfüllung und Zerstörung von 5 der 6 Quellenbereiche. Der noch junge Bachlauf wurde durch die regelmäßige Wiesendüngung negativ beeinträchtigt. Die Folgen sind übermäßiges Wachstum der Bach- und Ufervegetation und sommerlicher Sauerstoffmangel im noch jungen Bachlauf.
Quellbach belastet mit Nährstoffen © SPA
Der letzte dort noch sichtbare Quell-Bereich hat es uns besonders angetan, wusste doch der Großvater des Grundstückseigentümers vor Jahren zu berichten, dass dort vor Beginn der intensiven Grünlandnutzung noch 5 weitere Quellen existierten!
Quelltopf in den Klosterwiesen © SPA
Leider wird der in Deutschland gesetzlich verankerte Quellenschutz in der Praxis kaum beachtet. Quellen sind daher bei uns nicht nur in ihrer Existenz, sondern auch in ihrer Funktion als einzigartiger und wertvoller Natur-Lebensraum massiv gefährdet.
Das Verschwinden der Artenvielfalt von Kleinfischen, Libellen, Amphibien und auch Vogelarten wie Eisvogel, Teichrohrsänger und der Nachtigall, der das bachbegleitende dichte Ufergebüsch geraubt wurde, waren in den Klosterwiesen zwangsläufige traurige Konsequenz. Auch der in Deutschland stark bedrohte Laubfrosch hat dort längst sein Tümpel-Reich verloren.
Blauflügel-Prachtlibelle © SPA
Laubfrosch beobachtet Beutetier © Leo/fokus-natur
Teichrohrsänger © FotoNatur
Singende Nachtigall © Leo/fokus-natur
Wir planen schon für diesen Herbst die Freilegung der 5 verschütteten Quellbereiche, das Verlegen des begradigten Bachlaufs in sein früher gewundenes Bachbett, die Neuanlage von sonnenbeschienen Tümpeln und die Neupflanzung heimischer Wild-Sträucher, Erlen- und Weidenbäume sowie die Renaturierung des monostrukturierten Grünlands zurück in eine artenreiche Feuchtwiese. In dem derart neu strukturierten Biotop können dann heimische Kleinfische, Grau- und Seidenreiher, Nachtigall, Libellen, Laubfrosch und auch der Kiebitz (Vogel des Jahres 2024) wieder einen intakten und von uns nachhaltig geschützten Lebensraum finden.
Klosterwiesen ibei Gehrden Kreis Höxter © SPA
Ihre engagierte Projektspende hilft uns, den Kaufpreis der 3,2 ha großen Klosterwiesen mitsamt Kaufnebenkosten (Notargebühren, Grunderwerbsteuer, amtl. Genehmigungen) in Höhe von insgesamt 79.600 Euro vertrags- und fristgemäß zu bezahlen.
Ältere Projekte des Monats finden Sie im Archiv
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
"Die Klosterwiesen mit begradigtem Bachlauf © SPA"
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