Aktuelles:
|
|---|
|
|
13 Jahre harte Vogelschutzarbeit auf Zypern mit dort bisher durchgeführten 28 Vogelschutzcamps in Kooperation mit dem Komitee gegen den Vogelmord, Bonn haben den Frühjahrs-Zugvogelfang inzwischen nahezu zum Erliegen gebracht. Gleiches auch für die Herbst-Vogelzugzeit zu erreichen, ist unser nächstes ehrgeiziges Ziel!
Singdrossel-Freilassung nach Befreiung aus Fangnetz © Komitee gegen den Vogelmord
Unsere Vertrauensleute auf Zypern berichten, dass sich die „Großen“ im Vogelmordgeschäft auf Zypern schon seit Mitte August auf die bald beginnende Herbst-Vogelzugzeit vorbereiten. Da werden trotz der Gluthitze dieses Spätsommers Olivenbäume und Büsche für den geplanten Aufbau oft Hunderte Meter langer illegaler Vogelfangnetz-Anlagen zurechtgeschnitten, Beton-Fundamente für die Pfosten der Fangnetze ausgebessert und auch Grundstückszäune verstärkt.
Zypern - in Netzfanganlage gefangene Zugvögel © Komitee gegen den Vogelmord
Mönchsgrasmücke gefangen in illegalem Fangnetz © Komitee gegen den Vogelmord
Im Vogelmord-Geschäft auf Zypern ist der Herbst die Hauptfangsaison. Der Vogelfang mit Leimruten ist den „Großen“ viel zu zeitraubend und auch nicht ergiebig genug. Bis zu 1.200 illegal gefangene Zugvögel pro Nacht und Netzfangplatz sollen es schon sein! Die bringen einen Schwarzmarktumsatz von bis zu 3.600 Euro netto x 30 starke Vogelfangtage, macht summa summarum 100.000 Euro steuerfreien Umsatz … für eine einzige Vogelwilderer-Truppe in nur einer Herbst-Vogelzugsaison.
Zypern - an Leimrute gefangene Mönchsgrasmücke © Komitee gegen den Vogelmord
Zypern – Leimrutenopfer Rotkehlchen © SPA
Diese Zahlen dokumentieren, warum große Vogelwilderer bei ihrem blutigen Vogelmord-Geschäft nicht vor Gewalt gegen unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer zurückschrecken. Demolierte Stiftungs-Autos, gestohlene Ausrüstungsgegenstände und lautstarke Beschimpfungen und Gewaltandrohungen sind da noch die harmloseren Erfahrungen.
Rabiate, rücksichtlose, zerstörerische Gewalt bekamen unsere Vogelschützerinnen und Vogelschützer und auch unsere Einsatzfahrzeuge bei einem zusätzlichen starken Frühjahrs-Vogelschutzcamp-Einsatz auf der griechischen Insel Zakynthos zu spüren: Was dort an unfassbaren Vogeljagd-Verstößen gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie, griechische Vogelschutzgesetze und gegen das in Griechenland seit 1987 geltende Verbot der Frühjahrs-Vogeljagd erleben mussten, übertraf deren und unsere schlimmsten Erwartungen:
Auf Zakynthos schießen die geschätzten bis zu 700 illegal agierenden Vogeljäger mit größter Selbstverständlichkeit am helllichten Tag auch unter den Augen von Touristen tausendfach auf streng geschützte Turteltauben, Pirole, bunte Bienenfresser und auch auf Greifvögel. Athen und der EU-Kommissar für Umwelt, Meere und Fischerei in Brüssel wissen um diese kriminellen Machenschaften … aber das scheint dort kaum jemanden aufzuregen!
Riesiger Vogeljagd-Ansitz auf der Insel Zakynthos © Komitee gegen den Vogelmord
Zakynthos: abgeschossene Turteltauben und ein Kuckuck © Komitee gegen den Vogelmord
Daten: Komitee gegen den Vogelmord & SPA
Zakynthos: durch Schuss verletzter Bienenfresser © Komitee gegen den Vogelmord
Bei unserem gemeinsamen Zugvogel-Rettungseinsatz auf Zypern werden diesen Herbst mehrere Einsatz-Teams von jeweils 2-3 Vogelschützerinnen und Vogelschützern bis zu 8 Wochen entlang der Südküste Zyperns in den dortigen beiden britischen Mandatsgebieten und auch entlang der UN-Pufferzone im Einsatz sein. Wir hoffen natürlich auf die tatkräftige Unterstützung der nach Abschaffung wieder neu gegründeten Anti-Wilderei-Polizei-Einheit APS (Anti Poaching Squad) und der staatlichen Wildhüter. Wieviel Unterstützung und Hilfe wir tatsächlich bekommen werden, wird sich schon in den ersten Einsatztagen zeigen.
Zypern - von Leimrute befreites Rotkehlchen wird von Leim gereinigt © F. Petrus
Zypern - Überprüfung Turmfalken-Flügel auf Verletzungen nach Befreiung aus Netzfanganlage © SPA
Wir hoffen sehr auf Ihre engagierte Spendenunterstützung, damit wir unsere Zugvogel- Rettungsarbeit auf Zypern auch in Zeiten steigender Preise konsequent fortführen können. Zur Deckung der Kosten des diesjährigen Herbst-Vogelschutzcamps auf Zypern brauchen wir ca. 22.200 Euro. Dringend ersetzen müssen wir auf Zypern auch ein von Vogelwilderern schrottreif demoliertes Stiftungs-Einsatzfahrzeug, 2 im Einsatz beschädigte Bodycams und eine bei einem Nachtflugeinsatz verlorengegangene Kamera-Drohne. Diese Ersatzbeschaffungen schlagen bei uns mit weiteren ca. 7.400 Euro zu Buche!
Bitte helfen Sie uns jetzt mit Ihrer Projekt-Spende von vielleicht 20, 30, 50 Euro oder jedem anderen Spendenbetrag. Jeder Euro zählt – unsere Zugvögel brauchen Sie!
Zypern - Mönchsgrasmücken-Männchen bekommt Trinkwasser nach Befreiung © Komitee gegen den Vogelmord
Zugleich ist Ihre Spende für einen erfolgreichen Herbst-Zugvogel-Rettungseinsatz auf Zypern ein Zeichen gelebter Solidarität mit der couragierten Arbeit unserer ehrenamtlichen Vogelschützerinnen und Vogelschützer.
Ältere Projekte des Monats finden Sie im Archiv
Information zum Bild in der Überschriftenleiste:
"Zypern - Mönchsgrasmückenweibchen im Fangnetz © Komitee gegen den Vogelmord"
Rund 40 engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer verschiedener sizilianischer Organisationen beteiligten sich an der bis dato größten Müllsammelaktion in der Südostküsten-Region entlang der Zufahrtsstraße „Strada di bonifica Raneddi“ zu unserem Schutzgebietsteil Pantano Cuba – initiiert und koordiniert von den Bird Guards der Stiftung Pro Artenvielfalt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pachino …... mehr Informationen
Nach unserem ersten großen Landkauf-Erfolg steht dort nun schon der zweite Landkauf an. Und auch dafür brauchen wir Ihre Hilfe! … zum Projekt
Postbank Hannover IBAN: DE47 2501 0030 0905 9063 07 BIC: PBNKDEFF