Landkauf-Projekt: NSG Finowtal
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Das im Naturpark Barnim, Kreis Barnim, Land Brandenburg im Jahr 2006 eingerichtete Naturschutzgebiet (NSG) Finowtal-Pregnitzfließ mit einer Gesamtfläche von rund 1.821,0 ha umfasst ein von Binnendünen umgebenes eiszeitliches Gletscherzungenbecken und eine eiszeitliche Schmelzwasserabflussrinne mit zahlreichen Moorbildungen. Das Naturschutzgebiet erstreckt sich u.a. auch auf Flächen der Gemeinden Biesenthal, Schorfheide und Wandlitz.
Die Finow durchfließt die „verlorenen Wiesen“ im Finowtal © SPA
Im Drawienski Nationalpark auf polnischer Seite und im Naturpark Barnim auf deutscher Seite stellen die Einzugsgebiete der Drawa, des Nonnenfließes, der Finow und des Pregnitzfließes auf Grund ihrer faunistischen und floristischen Ausstattung auch heute noch die ökologisch wertvollsten Fließgewässer-Einzugsgebiete dar.
Der Landschaftswasserhaushalt ist aber in weiten Teilen des polnischen und deutschen Einzugsgebietes der Oder gestört. Die mit der menschlichen Besiedlung vorgenommenen Eingriffe in den eiszeitlich geprägten Naturraum haben die natürlichen Landschaftsfunktionen von Mooren und Gewässern auf beiden Seiten der Oder langfristig geschädigt.
Entscheidende ökologische Parameter wie die Durchgängigkeit der Fließgewässer, die Wasser-Rückhaltung, landschaftlicher Strukturreichtum und Artenvielfalt sind dabei nachteilig verändert worden und gefährden dort trotz der Unterschutzstellung noch immer die Zukunft vieler heute schon bedrohter Tierarten.
Im Rahmen der ökologischen Sanierung von Teileinzugsgebieten der Oder u. a. am Beispiel der Finow und des Pregnitzfließ sollen ökologische Defizite der Einzugsgebiete erkannt und durch gezielte Maßnahmen deutlich vermindert werden. Damit könnte einer der wesentlichen Zielvorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Art. 1 und 4 sowie der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie 92/43/EG vom 21.05.1992 erfüllt werden.
Auf Basis einer Kooperationsvereinbarung mit der Naturparkverwaltung Barnim haben wir 2009 entschieden, die Realisierung der ökologischen Sanierung des Finowfließ zur Sicherung und Stärkung der Vielfalt dort wildlebender Tierarten durch umfangreiche Landkäufe im Finowtal in der Gemarkung Biesenthal zu unterstützen.
So engagieren wir uns bereits seit Herbst 2009 regelmäßig mit Landkäufen, die uns nach erfolgter Eigentumsübertragung die Chance eröffnen, im Sinne der ökologischen Sanierungsziele für die Finow und das Finowtal konstruktiven Einfluss auf die zukünftige Landschaftsnutzung und damit eine naturnahe Landschaftsentwicklung zu nehmen.
Mit unserer biotopschonenden extensiven Nutzung der Niedermoorwiesen als Mähwiesen mit einem frühesten Mahdtermin Ende Juni eines jeden Jahres und dem teilflächigen Aufstau von Wassergräben helfen wir, das Niedermoorgebiet zu revitalisieren.
Auf den in unserem Eigentum befindlichen Waldflächen praktizieren wir Prozessschutz und mit der Neuanlage von Wacholderheideflächen auf den sandigen trockenen Randdünen-Kuppen nahe der „Wehrmühle“ wollen wir den bisherigen Nutzungsdruck auf den noch verpachteten Flächen zukünftig beenden und der Artenvielfalt trockener Heidebiotope neuen Lebensraum schaffen.
Unser langfristiges Projektziel im Finowtal ist der Kauf und das Flächeneigentum von bis zu 240,0 ha Feuchtgrünland, Niedermoorwiesen, Erlenbruchwäldern und Dünen-Hangwäldern.
Renaturierte Feuchtwiesen im Finowtal © SPA
Finowtal-Feuchtwiesen kurz vor der Mahd © SPA
Kranich, Weißstorch, Schwarzstorch, Wachtelkönig, Rohrweihe, Bekassine, Wasserfledermaus, Biber, Fischotter, Ringelnatter, Zauneidechse
Kranich
© Leo/fokus-natur
Weißstorch
© FotoNatur
Schwarzstorch
© L. Hlasek
Wachtelkönig
© L. Hlasek
Rohrweihe
© Pröhl/fokus-natur
Bekassine
© Pröhl/fokus-natur
Fischotter
© FotoNatur
Ringelnatter
© Leo/fokus-natur
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