Landkauf-Projekt:
Seeländereien bei Frose
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Das im Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt gelegene und noch immer im Entstehen befindliche ca. 75,0 ha große Feuchtgebiet „Seeländereien bei Frose“ liegt inmitten einer intensiv genutzten Agrarlandschaft und ist gem. § 30 BNatSchG sowie § 22 NatSchG LSA seit 2012 als geschütztes Biotop ausgewiesen.
Dieses verdankt nach Jahren des Trockenfallens wegen der bis zur Wiedervereinigung in räumlicher Nähe betriebenen 2 Braunkohle-Tagebaue seine Wiederentstehung der Beendigung der Tagebaue und dem Abstellen der Pumpwerke.
Biotopkomplex Seeländereien bei Frose mit der stiftungseigenen Fläche „Zuckerbusch“ © SPA
Noch in der Feuchtgebiets-Entstehungsphase verändern sich als Folge des Klimawandels die Strukturen dieses Feuchtgebiets und damit auch das Spektrum der hier vorkommenden Tierarten. Im Extremfall wird das Feuchtgebiet zu einem wechselfeuchten bis trockenen Gras- und Buschland mit einer darauf angepassten neuen Vielfalt an wildlebenden Tierarten... das ist die Dynamik von Natur pur!
Die noch immer von der dort zuständigen Wasserbaubehörde betriebene Planung zur Ertüchtigung (Ausbau) des das Feuchtbiotop auf einer Länge von ca. 600 Metern tangierenden „Hauptseegrabens“.
Biotopkomplex im Trockensommer 2020 © SPA
Die weitläufigen neu entstandenen Flachwasserbereiche, Schilf- und Röhricht-Flächen bieten vielen andernorts schon selten gewordenen Vogelarten wie Moorente, Krickente, Rohrweihe, Rohrdommel, Rohrammer, Schilfrohrsänger, Beutelmeise, Bartmeise und Bienenfresser einen idealen Lebensraum als Brut-, Nahrungs- und Rastplatz. Ganz besonders der Kuckuck profitiert hier von einer Vielzahl an Wirtsvogel-Nestern im Schilf und Röhricht, in die er sein Ei legen kann.
Jährlich pendeln Millionen Zugvögel tausende Kilometer zwischen ihren Brut- und Überwinterungsgebieten hin und her. Um diese Flugstrecken erfolgreich bewältigen zu können, sind Zugvögel auf geeignete Rast- und Nahrungsbiotope wie die Seeländereien bei Frose angewiesen, und die müssen Wasserstrukturen bieten, vielfältig gegliedert und von Menschen weitestgehend ungestört sein.
Dauerhafter Schutz, Erhalt und die Weiterentwicklung dieses weit und breit einzigen und deshalb besonders wertvollen Feuchtgebietskomplexes, Ausschluss zukünftiger landwirtschaftlicher Nutzung und als Standort für alternative Energie-Anlagen.
Strukturarme intensiv genutzte Agrarlandschaft bei Frose mit großflächigen Windparks © SPA
Viele der hier lebenden und während des Vogelzugs hier rastenden und Nahrung suchenden Vogelarten stehen auf der „Rote Liste Sachsen-Anhalt“ und der „Rote Liste Deutschland“ und finden hier, inmitten einer landwirtschaftlich intensiv genutzten Landschaft, einen selten gewordenen, vielfältig strukturierten und von Feuchtigkeit geprägten Landschaftsteil und damit einen wichtigen wertvollen Überlebensraum.
Unser Ziel ist der nachhaltige Schutz und Erhalt dieses Lebensraumes und dessen aufwertende Ausweisung als Naturschutzgebiet (nach §23 BNatSchG). Einen entsprechenden formalen Unterschutzstellungsantrag haben wir bei dem dafür zuständigen Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt und bei der regionalen Naturschutzbehörde am 18.12.2013 gestellt.
Um unserer Forderung mehr Nachdruck und Gewicht zu verschaffen, haben wir im Biotopkomplex „Seeländereien bei Frose“ seit 2013 bis heute mehr als 26,0 ha (260.000 m²) Grundstücksflächen durch Kauf erworben und damit nachhaltig den Schutz dieses einzigartigen Landschaftsteils zementiert.
Westlich gelegener Flachwassersee Biotopkomplex Frose © SPA
Mit dem Ziel, noch mehr Menschen für den Schutz dieses Feuchtgebiets und seiner Biodiversität zu interessieren und zu begeistern und störende Vogelbeobachtungen zu beenden, haben wir im Frühjahr 2020 mit Genehmigung der Naturschutz- und Baubehörden des Salzlandkreises auf unserem Flurstück „Zuckerbusch“ im Zentrum des Biotopkomplexes einen 8 m hohen Vogelbeobachtungsturm errichtet. Der ist schon heute – trotz der Covid-19 Pandemie - ein Besuchermagnet für Jung und Alt aus Nah und Fern geworden.
Unser Vogelbeobachtungsturm Seeländereien bei Frose © SPA
Wir sind anhaltend damit beschäftigt, weitere Grundstücksflächen im Biotopkomplex zu kaufen.
Moorente, Rohrdommel, kleines Sumpfhuhn, Bienenfresser, Teichrohrsänger
Moorente
© Leo/fokus-natur
Rohrdommel
© FotoNatur
Silberreiher
© U. Nielitz
Bienenfresser
© A. Hanki
Bartmeise
© U. Nielitz
Blaukehlchen
© FotoNatur
Bruchwasserläufer
© U. Nielitz
Schellente
© U. Nielitz
Kiebitz
© H. Glader
Ihre Spende ermöglicht den Ankauf weiterer ökologisch wertvoller Biotope.
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