Landkauf-Projekt: NSG Wilder Berg bei Seelow
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Das FFH-Gebiet „Wilder Berg bei Seelow“ liegt südöstlich der Stadt Seelow am Hang der Ostbrandenburgischen Platte hinunter zum Odertal und umfasst eine Fläche von 81,0 ha.
Im Verbreitungsschwerpunkt der Steppenrasen an den Oderhängen zwischen Seelow und Frankfurt (Oder) treten hier kontinental geprägte Steppenrasen überwiegend im Wechsel mit laubholzreichen Mischwäldern sowie extensiv genutztem Grünland auf. Diese Steppenrasen weisen eine besonders bemerkenswerte Flora und eine reichhaltige Fauna auf.
Kalktrockenrasen-Flächen am Wilden Berg bei Seelow © SPA
Das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg hat die seit 2012 im Stiftungseigentum befindlichen 10,7 ha Wiesenflächen am Wilden Berg bei Seelow als deutschlandweit bedeutende Steppen- bzw. Kalktrockenrasenfläche eingestuft.
Alle Trocken-Magerbiotope leiden unter der noch immer hohen Stickstoff-Fracht, die aus der Luft unserer Industriegesellschaft flächenhaft eingebracht wird. Die bedeutet eine ständige Düngung der ursprünglich nährstoffarmen Böden. Als Folge wächst die Biomasse der ursprünglich auf magere Böden spezialisierten Pflanzenwelt und führt zu einer nachteiligen Veränderung bis hin zur Verarmung der ehemals blütenreichen Vegetation.
Mit der Luftdüngung einher geht auch die Verbuschung der offenen Magerrasen-Lebensräume, die einen Kreislauf von noch mehr Biomasse auf den ehemals mageren Böden und eine zunehmende Beschattung durch Gehölze einleitet.
Gefährdung der Magerrasen-Lebensräume durch Verbuschung © SPA
Schutzzweck des Naturschutzgebietes, das einen strukturreichen Hangabschnitt des Übergangsbereichs zwischen Lebuser Platte und Oderbruch umfasst, ist u. a.
Quelle: Verordnung (auszugsweise) über das NSG „Wilder Berg bei Seelow“ vom 1. November 2005
Die mageren Flachland-Mähwiesen sowie die Steppen-Trockenrasenflächen sind im Sinne des §7 des Bundesnaturschutzgesetzes streng geschützte Flächen. Deren Schutz gewährleisten wir dadurch, dass wir die Gefährdungsfaktoren der Luftdüngung und Verbuschung durch extensive Landnutzung mit Hute-Beweidung durch Ziegen und Schafe resp. durch regelmäßige Biotoppflege wie Mahd und Entbuschung neutralisieren.
Extensive Beweidung der Steppen-Trockenrasenflächen durch Ziegen und Schafe © V. Keuchel
Die Durchführung beider Maßnahmen haben wir mittel- und langfristig zum Erhalt unserer Trockenrasen-Biotopflächen durch entsprechend gestaltete Nutzungsverträge organisiert.
Wir sind weiter am Zukauf von Mischwald- und Magerrasenflächen entlang der Oderhänge interessiert.
Neuntöter, Grauammer, Feldlerche, Zauneidechse, Sandlaufkäfer; Adonisröschen, Ackerrittersporn, Deutscher Enzian
Neuntöter
© Leo/fokus-natur
Feldlerche
© L. Hlasek
Zauneidechse
© Leo/fokus-natur
Ackerrittersporn
© SPA
Adonisröschen
© SPA
Wiesensalbei
© SPA
Bitte helfen Sie uns dabei, Mager- und Blumenwiesen in Deutschland zu erhalten. Jede Spende zählt.
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