Wildtierschutz-Projekt: Wildvogel- und Igel-Rettungsstation
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Er gehört zu den beliebtesten Wildtieren unserer Heimat: der Igel (Braunbrustigel / Erinaceus europaeus). Er ist neben der Biene und der Erdkröte eines der ältesten noch existierenden Tierarten: seine Vorfahren lebten bereits vor etwa 65 Millionen Jahren und sein unverändertes Aussehen besitzt er seit ungefähr 15 Millionen Jahren.
Früher waren unsere „Stachelritter“ aus heckenumsäumten Streuobstwiesen, naturnahen Grünanlagen und großen Gärten kaum wegzudenken. Hier fand er vielfältige Rückzugsmöglichkeiten, ungestörte Tagesverstecke, sichere Plätze für sein Nest, krautreiche Heckenränder (Saumbiotope) und extensiv genutzte Wild- und Obstbaumwiesen mit einem reichhaltigen Insekten-Nahrungsangebot.
Igelgeschwister unter einem Apfelbaum © SPA
Igel im Garten auf Nahrungssuche © SPA
Heute müssen Igel froh sein, wenn sie überhaupt noch einen Platz zum Leben finden. Mit seinen nicht enden wollenden Landschaftseingriffen und dem jährlichen Einsatz von nahezu 28.000 Tonnen Pestiziden in der bundesdeutschen Feldflur und einer geradezu manischen Aufräum- und Ordnungswut in den Naturstrukturen des Siedlungsraums ist der Mensch zum größten Feind des Igels geworden.
Von Motorsense aufgeschlitztes Igelbaby © A. Baronetzky
Igel mit schweren Gesichtsverletzungen © A. Baronetzky
Von Rasenroboter skalpierter Jungigel © A. Baronetzky
Die trockenen und heißen Sommer der letzten Jahre tun ihr übriges:
Igel gehören zu den europaweit gesetzlich streng geschützten Tierarten, leider aber deren Lebensräume nicht. Zum Überleben dieser faszinierenden und beliebten Tierart reicht es nicht aus, untergewichtigen und hungernden Igeln und spätgeborenen Igelkindern im Spätherbst im aufgeräumten Garten oftmals ungeeignetes Futter und krankmachende Kuhmilch anzubieten. Wenn Sie „Ihren Igeln“ im Garten oder Park im Spätherbst helfen wollen, finden Sie hier igelrettende Informationen und hier auch viel Wissenswertes über unsere sympathischen „Stachelritter“.
Wenn aber in größter Not befindliche Igel in der Region Eifel, im nördlichen Rheinland-Pfalz, im Rheinland (NRW) und selbst im westlichen Hessen gefunden werden, finden sie nach Ab- und Einlieferung in der Wildvogel- und Igel-Rettungsstation in Kirchwald/Eifel fachkundige Hilfe und Pflege.
In der von uns seit inzwischen 12 Jahren komplett finanzierten Igel-Rettungsstation Kirchwald werden jedes Jahr bis zu 350 hilfebedürftige Igel liebe- und aufopferungsvoll gepflegt und, wenn nötig, deren tierärztliche Behandlung sichergestellt. Nicht selten arbeiten die jungen ehrenamtlichen Igelretter zeit- und kräftemäßig am Limit, denn die Igelbaby- und Jungigelpflege ist ähnlich wie bei Menschenkindern recht schlafraubend und kräftezehrend. Immerhin müssen Igelbabys alle zwei Stunden mit Spezialmilch gefüttert werden.
In der Igelstation zur Welt gekommenes Igelbaby © A. Baronetzky
Igelbaby-Fütterung © A. Baronetzky
Igelbaby satt und müde © A. Baronetzky
Im Spätherbst noch stark untergewichtige oder noch nicht alleine überlebensfähige Igelpfleglinge müssen zur Überwinterung in der Rettungsstation bleiben. Diese Überwinterer schlafen nicht durch, sondern wachen in regelmäßigen Zeitabständen auf, müssen gefüttert und die Winterboxen gereinigt werden.
Jungigel mit seiner Spezialmilch-Mahlzeit © SPA
Igelgeschwister in Igelstation © H. Segschneider
Doch all die tierliebende Mühe und Arbeit sind es wert: In der Igelstation Kirchwald/Eifel wurden seit 2007 schon mehr als 3.200 hilflose und verletzte Igel gesundgepflegt und in noch Igel-geeigneten naturnahen Lebensräumen wieder zurück in die Freiheit entlassen. Diese aufopferungsvolle Wildtierschutzarbeit ist nur mit der regelmäßigen finanziellen Unterstützung tierlieber Menschen möglich.
Jungigel entdeckt seine Welt © SPA
Kleiner Igel erschnuppert die große Freiheit © SPA
Auf Streuobstwiese freigelassener gesund gepflegter Igel © SPA
Bitte helfen Sie uns mit Ihrer engagierten Spende, damit unsere liebenswerten faszinierenden „Stachelritter“ auch bei uns eine Zukunft haben... und wir die Geschichte „vom Hasen und dem Igel“ nicht neu schreiben müssen!
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