Aktuelles:
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Staatlicher Wildhüter mit konfiszierten Singvogelopfern © Komitee gegen den Vogelmord
Mönchsgrasmücken-Männchen gefangen an einer Leimrute © Komitee gegen den Vogelmord
Busch mit 15 aufgebauten verbotenen Leimruten © Komitee gegen den Vogelmord

Fressfreudige Ziegenböcke bei Biotoppflege-Arbeiten © M. Peifer
Die Vorarbeiten waren lang und teils sehr schwierig, doch an den „Schimmels Teichen“ bei Limbach-Oberfrohna in Sachsen ist nun ein Meilenstein erreicht …
Nachdem rund anderthalb Kilometer robuster stromführender Weidezaun fertig gestellt wurden, konnten zusätzlich zu den drei hungrigen Ziegenböcken jetzt auch noch zwei Wasserbüffel in unserem einzigartigen Biotop mit neun ehemaligen Fischzucht-Teichen einziehen. Und mit einem Schottischen Hochlandrind kommt demnächst weitere Biotoppflege-Verstärkung!
Diese Tiere sorgen nun mit ihrem nahezu grenzenlosen Appetit nicht nur dafür, dass Brombeeren, Sträucher oder der invasive japanische Knöterich auf den Teichdämmen zurückgedrängt werden, sondern reduzieren in den Teichen auch die überstarken Rohrkolben-Bestände. Die profitieren noch immer von dem mit Fisch-Kot stark überdüngten Schlamm am Grund der Teiche.
Nur durch die Reduktion der Biomasse an und in den Teichen werden sich die Gewässer und Teichdämme vielseitig entwickeln und nach dem Ende der intensiven Fischzucht vor vier Jahren nun zu artenreichen Biotopen werden.
Nicht nur der Bau des Weidezauns war eine Herausforderung auf dem rund 12 Hektar großen Teichgebiet, das seit 2023 im Eigentum unserer Stiftung ist. Die aufwendige Sanierung der Teichabläufe, Reparaturen an den Bach-Zuläufen und auch die schonende Schilf-Mahd in einem zugewachsenen Teich erforderten viel Arbeit und kosteten auch eine erkleckliche Summe Spendengeld. Weitere Biotoparbeiten stehen im kommenden Winterhalbjahr 25/26 an.
Die Anwesenheit der teils halbwilden Weidetiere und der robuste, stromführende Zaun wird auch dafür sorgen, dass nach Jahren unerlaubtem Betretens und der Freizeit-Nutzung unseres Grundstückseigentums endlich wieder Ruhe und Ungestörtheit in das ökologisch sensible Teichgebiet einzieht.
Ab sofort geht es hier nicht mehr um menschliche Nutzungs-Aktivitäten, sondern um Lebensraumschutz für bedrohte Vogelarten wie Rohrweihe, Blaukehlen und Teichrohrsänger und bedrohte Amphibien wie Knoblauchkröte und Teichmolch.
Naturschützer aus der Region um Limbach-Oberfrohna, darunter namhafte Ornithologen, sind schon jetzt begeistert von unserem Teich-Projekt, das in den nächsten Jahren sicherlich viel Positives für unsere vielerorts bedrohte Artenvielfalt bringen wird!
Junge Wasserbüffel sind keine Kostverächter © M. Peifer
Wasserbüffel genießen die kühlenden Teiche & die Deckung © M. Peifer
Samenstände der invasiven Amaranth-Pflanze © SPA_IT
Nach umfangreichen Biotop-Sanierungsarbeiten für unser Zugvogelschutzgebiet Pantani Cuba & Longarini sind jetzt zunehmend Biotop-Pflegearbeiten angesagt
So wie die Natur in Deutschland mit invasiven Wildpflanzen wie Sibirischem Bärenklau, kanadischer Goldrute und Japanischem Knöterich und Wildtieren wie Waschbär, Marderhund und Asiatischer Hornisse konfrontiert ist, die bei uns keine natürlichen Feinde haben, besiedeln zunehmend invasive Wildtiere und Pflanzen aus dem afrikanischen und südamerikanischen Raum die Mittelmeerländer.
Diese Entwicklung in unserem Pantani Cuba & Longarini Zugvogelschutzgebiet aufzuhalten, einzuschränken oder idealerweise zu beenden ist uns bisher seit 2013 recht gut gelungen. Seit den extrem trockenen Jahren 2023 – 2024 hat die außerordentlich wuchs- und reproduktionsfreudige invasive Pflanze Amaranth aus Mittelamerika begonnen, Randbereiche des Schilfgürtels in unserem Schutzgebiet in Pantano Cuba und Longarini zu besiedeln und bildet dort teils schon dominante Vorkommen.
Einmal mehr verdanken wir es dem ausdauernden Einsatz der Mitglieder der lokalen Naturschutzgruppe „Pirati della Marza” (Piraten der Marza), die schon seit Jahren mit hunderten Stunden ehrenamtlichem Engagement hilft, unser Pantani-Schutzgebiet zu einem Paradies für die Mittelmeer-Flora und -Fauna zu machen.
Im Juli hat sich - unbeschadet der hohen Temperaturen - eine Gruppe treuer Pirati-Freiwilliger in unserem Pantani Schutzgebiet für die Zurückdrängung des Amaranth, eine der ältesten Nutzpflanzen Süd- und Mittelamerikas, engagiert. Bevor sich hunderte reife Ähren mit Millionen von Samen aussähen konnten, wurden die Amaranth-Pflanzen einzeln von Hand an der Basis abgeschnitten, ihre Ähren gesammelt und in Plastiksäcken verstaut, um kompostiert zu werden.
Durch die gezielte Sammlung der Ähren konnte diese invasive Pflanzenart aus den Schilf- und Wiesen-Lebensräumen unseres Schutzgebiets entfernt werden. Die „Samenstand-Ernte“ füllte immerhin 12 Säcke mit jeweils 100 Litern Füllvolumen.
Pirati-Ehrenamtliche bei der Amaranth-Samensammelaktion © SPA_IT
Nach getaner Biotop-Pflege noch nimmer Energie für ein Lächeln © SPA_IT

Bei Einweihung Besichtigung des Artenschutzturms Winningen © SPA
Einweihung unseres 38. Artenschutzturms, diesmal im Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt
Unter den wachsamen Augen der ersten schon eingezogenen Gebäudebewohner Star, Kohl- und Blaumeise konnten wir unseren inzwischen schon 38. Artenschutzturm am 24. Juni 2025 mit einer kleinen Feier in Aschersleben OT Winningen einweihen. Am Bau beteiligte Handwerker, der Ortsteil-Bürgermeister und auch der Oberbürgermeister von Aschersleben freuten sich mit den zahlreichen Kindern der nahegelegenen Kindertagesstätte Winningen über „ihren neuen Artenschutzturm“. Die Kinder präsentierten vor Ort voller Stolz ihr großes Banner mit selbstgemalten Bildern der künftig zu erwartenden tierischen Turmbewohner.
Die idyllisch gelegene Trafostation versorgte mehr als 100 Jahre lang den kleinen Ort Winningen mit Strom, bevor diese 2023 stillgelegt wurde. Bei einem unserer regelmäßigen Arbeits-Einsätze in unserem nahegelegenen Schutzgebiet „Seeländereien bei Frose“ entdeckt, kamen wir nach Gesprächen mit dem regionalen Energieversorger und der Stadt Aschersleben im April 2024 sehr schnell überein, das denkmalgeschützte Industriedenkmal in unser Eigentum zu übernehmen und zu einem standortangepassten Artenschutzturm umzubauen.
So wurde im Herbst 2024 mit den Umbauarbeiten zum Artenschutzturm begonnen, die nach einer winterlichen Baupause rechtzeitig zur Brutsaison 2025 abgeschlossen werden konnten. Damit dient die alte Trafo-Turmstation heute als Artenschutzturm in Winningen einem neuen sinnstiftenden und auch beispielgebenden Zweck und bietet mit ihren mehr als 40 Nistplätzen, Bruthöhlen und Versteckplätzen für Schleiereule, Dohle, Mauersegler, Mehlschwalbe, Star, Feld- und Haussperling, Bachstelze und mehrere Fledermausarten ein zukunftssicheres Dach über deren Köpfen.
Wir hoffen, dass sich die Begeisterung der Kinder in Winningen für ihren neuen Artenschutzturm auch auf ihre Eltern überträgt, den Gebäude bewohnenden Wildtierarten am eigenen Haus und im eigenen Garten geeigneten Wohn- und Lebensraum zu schaffen. Dafür braucht es nicht viel!
Die Umbaukosten zum neuen Artenschutzturm Winningen in Höhe von knapp 30.000 Euro finanzierte unsere Stiftung Pro Artenvielfalt aus privaten zweckgebundenen Spendengeldern
Kindergarten-Kinder aus Winningen präsentieren ihr Artenschutzturm-Wandplakat © SPA
Winninger Kindergarten-Künstler bei ihrer Wandplakat-Präsentation © SPA
Noch vor 30 Jahren waren Silberreiher in Deutschland eine ausgesprochene Seltenheit. Heute gehören sie vielerorts zum vertrauten Landschaftsbild. Bemerkenswert ist die Geschichte von Silberreiher K195, der seit 2018 immer wieder im Sommer in unserem Froser Schutzgebiet auftaucht ... mehr Informationen
Nach den erfolgreichen Frühjahrs-Vogelschutzcamps auf Zypern und der griechischen Insel Zakynthos stellen sich unsere ortskundigen Vogelschützerinnen und Vogelschützer auf Zypern erneut illegal agierenden Vogelwilderern und Vogeljägern entgegen. Einmal mehr brauchen wir Ihre tatkräftige Hilfe, damit wir unseren Einsatz gegen den herbstlichen Zugvogelmord fortsetzen können… zum Projekt… zum Projekt
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